Audi R8. Ein Name der für Erfolg steht. Erfolg im Motorsport. Zum Beispiel für fünf Siege bei den legendären 24 Stunden von LeMans. Jetzt soll der Namensvetter des Sportboliden auch für Erfolg auf der Straße sorgen. Mit dem R8 hat Audi nun einen echten Gegner für Ferrari F430 und Lamborghini Gallardo im Programm, der sich weder in Sachen Leistung, noch mit seinem atemberaubenden Design vor dieser Konkurrenz verstecken muss.
4,2 Liter V8 FSI – Diese Buchstaben-Zahlen-Kombination steht für satte 420 PS und 430 Newtonmeter maximales Drehmoment. Dumpfes V8 Bollern untermalt den Tritt auf das Gaspedal und es geht in 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Speedfreaks wird es freuen, dass Audi auf die Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit pfeift. So kann die Flunder aus Ingolstadt mit 301 Km/h in den erlesenen Club der Highspeed-Supersportler stürmen.
Das Ganze soll dann im Schnitt auch nur 13,6 Liter Superplus auf 100 Kilometer kosten. Die Erfahrung mit diesem Motor im Audi S4 lässt aber eher auf Werte um die 15 Liter schließen. Denn eines ist sicher. Langsam und so auch sparsam Fahren im Audi R8 ist nur für sehr selbstbeherrschte Gemüter möglich.
Der Motor liegt schön hinter Glas verpackt vor der Hinterachse und macht den Allradaudi so zur echten Mittelmotorrakete. Das verspricht hohe Kurvengeschwindigkeiten, aber auch einen engen Grenzbereich. Die Antriebkräfte können variabel an die jeweiligen Achsen verteilt werden. Allerdings maximal 35 Prozent nach vorne und maximal 100 Prozent nach hinten. Wer besonders stolz auf seinen Motor ist, der kann für 540 Euro eine indirekte LED-Beleuchtung ordern. Dann kann man auf den Großstadtboulevards mächtig Einruck schinden.
Optisch hat Audi Designer de Silva alles in den R8 gepackt, was sich der Sportwagenfreund wünscht. Schon im Stand wirkt der Audi schnell. Tief kauert er über der Straße. Der große Kühlergrill scheint den Asphalt förmlich in sich aufsaugen zu wollen. Das Tagfahrlicht, das sich in zwei geschwungenen Bändern mit je 12 LED´s unterhalb der ohnehin schon grimmig blickenden Scheinwerfer anschmiegt, verstärkt den sportlichen Charakter und sorgt so für Überholprestige. Die Seitenansicht mit den farblich abgesetzten Verkleidungen hinter den Türen gefällt auf Anhieb. Die ausgeprägten Radhäuser beherbergen optional schöne 19 Zöller, die die Radhäuser fast komplett ausfüllen und so fast ein paar Nummern größer wirken. Am Heck sorgt ein ausfahrbarer Bürzel für Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten. Vier dicke Endrohre künden von der Potenz des Ingolstädters.
104.400 Euro kostet die Flunder, die in vier verschiedenen Außenfarben angeboten wird. Im Vergleich zur italienischen Konkurrenz ist das fast ein Schnäppchen. Aber es geht auch günstiger. In der aktuellen Staffel von „Wetten Dass“ wird eines dieser Prachtexemplare verlost. Der glückliche Gewinner gehört dann zu den ersten Besitzern des Alu-Renners und kann sich neidischer Blicke sicher sein.

























