![]() | 15. September 2008 Klarheit!! Also hier wird ja mit Begriffen um sich geworfen... Ein Handicap ist eine soziale und/oder körperliche Benachteiligung auf Grund einer Behinderung. Hinter dem Begriff Behinderung steht nach der Behindertenrechtskonvention (ja so etwas gibt es...) ein offenes Konzept. D.h. Behinderung entsteht aus der Wechselwirkung zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen und mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren. Eine Behinderung selbst ist eine individuelle Beeinträchtigung, die umfänglich, "vergleichsweise" schwer und langfristig ist. Feststellen "tut" dies das Versorgungsamt, ebenso die Schwere (Grad der Behinderung). |
![]() | 18. September 2008 Ich bin schockiert! Also ich (m) muss schon sagen, das ist abenteuerlich welches Unwissen hier in den Raum gestellt wird. Wer außer ein "Stotterer" selbst kann beurteilen wie was behoben oder verbessert werden kann.... Mit Sicherheit niemand der es mal irgendwo gelesen oder gehört hat... Und was Logopäden etc. bewirken weiß ich selbst nur gut genug. Ich habe bis ich 15 war 5 Wörter in 3 Minuten vor anderen Menschen herausgebracht... viele die ich heute noch kenne sind in diesem Stadium noch heute... mit 40, 50, 60... sagt denen mal.-..geh zum Logopäden, der hilft dir... Heute kann ich Vorträge oder Reden, wie ein Politiker vor 1000 Menschen halten... Nur der Glaube, das kalte Wasser und der Kampf haben mich dahin gebracht... Sonst niemand.... Es ist eine krasse Einschränkung... Nur warum kann bis heute keiner erklären warum ein schwerer Stotterer allein im Raum reden kann wie ein Buch...und singen sowieso... Phänomenal... Lg Denny |
![]() | 18. September 2008 Schockiert ist nur wer betroffen ist? Die meisten der Komentare kommen von Behinderten und viele zietieren das "Amtsdeutsch" dass sowieso am Leben vorbei redet! Jede Behinderung wird von den den Betroffenen sehr viel schwerer empfunden als es von außen betrachtet beurteilt wird. Die Bewertung wird in der Regel von Personen gefällt, die selbst nicht behindert sind. Maßgeblich ist die Tauglichkeit bzw. Befähigung für eine berufliche Tätigkeit und die Einschränkung für die eigene Versorgung im Lebensalltag. Auch Betroffene mit anderen Behinderungen beurteilen anders. Am unverständlichsten ist die Aberkennung von Merkmalen, wenn sich Behinderte durch Trainung und oft schmerzhafte Operationen in Eigeninitiative mehr Freiraum schaffen! Sie werden durch Senkung des GdB "bestraft" - wer sich gehen läßt wird analog dazu "belohnt"? Das ist amtlich korrekt, wenn auch vielfach nicht zu glauben. Ungerecht: werrden Befähigungen durch eine Behinderung erst einmal aberkannt (Führerschein) wird mit der Wiederherstellung des Alten Zustandes dieser im Normalfall nie wieder zurückerlangt! (meist nach Unfällen) Soviel zu dem Fachverstand der Beurteilung durch die Behörden. Ich habe auch gestaunt, was ich alles nicht darf und kann als Diabetiker! Eine "gute" Krankheit gibt es nicht LOG, Willy |
![]() | 28. Oktober 2008 Hasenscharte Habe selber eine sog. Hasenscharte, will heißen eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte mit den dazu gehörigen Einschränkungen. Früher war dies für mich mit vielen Hänseleien und Ängsten verbunden. Jetzt aber - im reiferen Alter - habe ich null Probleme mehr damit. Wer mich so nicht akzeptiert, wie ich bin wird eher eine niedrige Toleranzschwelle gegenüber Andersartigkeit haben. Und - sind wir nicht alle anders? Sicher ist es so, das es immer auf die Art der Behinderung ankommt, aber in erster Linie ist es der Betroffene selbst, der mit sich klarkommen muß. Ich habe nie Probleme gehabt, Männer kennenzulernen oder Freundschaften zu schließen, es hat halt nur manchmal etwas gedauert, weil die anderen erst mal lernen mussten, das Äusserlichkeiten nicht zählen. In diesem Sinne - nur Mut! |
![]() | 19. November 2008 Ich sehe es schon als Behinderung an , den unserer Sohn kam mit einer Gaumenspalte zur Welt. Trotz Operation hat ihn es sehr beeinträchtigt sich uns gegenüber mitzuteilen. LG Bettina |
![]() | 19. November 2008 Ich sehe die Behinderung höchstens in der Art und Weise, wie man damit lebt und wie die Umwelt einen behandelt... ich kenne genug Menschen mit Sprachstörungen, deswegen betrachte ich sie aber noch lange nicht als behindert... Prominentestes Beispiel war in dem Fall wohl Scatman John... |
![]() | 19. November 2008 Denny_Conny ich möchte dazu auch etwas sagen..... ich habe das Stottern am eigenen Leib erfahren müssen, es ist eine Behinderung, ohne Frage. Ich war gerade im Pupertätsalter, als es ganz grass wurde, in der Schule saß ich ganz hinten in der letzten Reihe, natürlich beabsichtigt, in der Hoffnung, dein Lehrer übersieht dich. Dem war nicht so.... dein Lehrer stellt dir eine Frage....du kennst genau die Antwort, aber du schaffst es nicht, es fließend zu sagen, du wirst rot im Gesicht, alle starren dich fragend, wartend, helfend, ungeduldig, grinsend, schadenfroh an......... es ist ein scheiß Gefühl.... damals hat man noch nicht von Logopäden gesprochen, und ich habe mir selber geholfen, denn es konnte nicht sein, das ich wie eine Behinderte behandelt wurde! Konzentration, das war mein Heilmittel...... |
![]() | 21. November 2008 wir würden es nicht kritisieren also wenn jemand eine Behinderung hat, egal welche und sagt es dem gegenüber, ist weder Kritik noch lustig machen angesagt.....keiner macht sich selbst oder kann was dafür!!! |
![]() | 21. November 2008 jeder mus mehr oder weniger mit seinem handicap leben. man gewöhnt sich mit der zeit daran,das die anderen ein schräg ansehen.tretet selbstbewusst auf und wenn die euch anstarren fragt direkt:"iss |
![]() | 24. November 2008 Ist ein Sprachfehler eine Behinderung? - Ja! Lispeln = Sprachbehinderung = Hilfe bei Logopäden Stottern = Sprechbehinderung = Logopäden meiden Kein Logopäde ist ausgebildet einen Stotterer zu heilen. Die Aufgabe von Logopäden ist es u.a. einem Stotterer die Angst zu nehmen und auf ein Leben mit Stottern vorzubereiten. Stottern ist heilbar! Unglücklicherweise nicht bei jedem Menschen und nicht mit jeder Methode. Im Internet sind eine Vielzahl von Instituten mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden zu finden - jedes allemal besser als der Besuch bei einem Logopäden. Eine weitere Alternative: Kampfsport (Karate, Taekwondo usw.). Die dort erlernte Atemtechnik ist eine nicht zu unterschätzende Hilfestellung für jeden Stotterer. Hinzu kommen über die Jahre noch positive Aspekte wie Selbstbewusstsein, Konzentration, Gelassenheit und Ruhe. Handicap ist die freundliche und positive Umschreibung einer leichten Behinderung. |
![]() | 24. November 2008 panther9 "Selbstbewusstsein, Konzentration, Gelassenheit und Ruhe...." du sagst es, genau das habe ich praktiziert! Ich habe immer zu mir selber gesagt: "Ganz ruhig und langsam jedes Wort aussprechen." Als es immer besser wurde, kam auch mein Selbstbewußtsein und meine Gelassenheit mehr zum Vorschein, bis hin zum Vortrag im gefüllten Saal. Dieses wunderbare Gefühl der Selbstsicherheit (nach langer Zeit der Angstzustände) und "ich habe es geschafft", kann man nie vergessen. Lg Perle |
![]() | 30. November 2008 Also ich denke nicht, dass es eine Behinderung ist, denn diese würde das Leben massiv erschweren, wogegen Stottern einfach nur zu undeutlicher Aussprache führt. Aber ich kann denjenigen dann ja trotzdem verstehen?! Wo ist denn das das Problem? Ja es klingt besser wenn jemand flüßig spricht. Verständigen kann man sich aber mit der Person, weil man das Gesagte ja dennoch verstehen kann. Ich meine das Stottern behindert einen Menschen ja in nichts also kann es in meinen Augen auch nicht als Behinderung bezeichnet werden. |
![]() | 30. November 2008 Ich meine das Stottern behindert einen Menschen ja in nichts Also, stottern behindert einen Menschen ganz gewaltig. Im alltäglichen Leben alle mal. Wenn man nur mal ans Dann doch lieber |
![]() | 30. November 2008 ja es ist der Person selbst unangenehm, aber dann kann man doch höchstens sagen, dass es psychisch belasten kann?! Weil man vor einer Rede oder einem Telefonat sehr nervös wird. Gut das vielleicht, aber es ist ja viel besser als wenn man gänzlich stumm wäre, oder taub oder blind usw. Es ist VIEL harmloser. |
![]() | 30. November 2008 @ Adrenalin90 Ich würd das Stottern nicht als "unangenehm" betiteln. Aber jeder sieht es nun mal anders. Aber das stottern besser ist als blind, taub oder stumm zu sein, damit geb ich Dir recht. |
