Sex. Spielarten u Fetische Ergebniss psych. Disharmonie?

08. September 2007
Sex. Spielarten u Fetische Ergebniss psych. Disharmonie?

Diese Frage beschäftigt uns nun schon ein Weilchen.

Darauf gekommen sind wir über Gespräche mit Frauen und Männer mit bestimmten Fetischen, wie z.B. dem Hang zum SM, der Unterwerfung beim Sex oder anderen. Auffällig war hier z.B. dass besonders Frauen mit einer schwierigen Kindheit sich beim Sex gerne unterwerfen und benutzen lassen oder aber besonders dominant sind und zu Saddismus neigen. Männer mit schwieriger Kindheit scheinen dagegen eher rein auf die dominante und leicht bis mehr saddistische Schiene zu geraten. Auch NS oder KV scheint überwiegend bei Menschen mit schwieriger Vergangeheit vor zu kommen.

Dazu kam, dass wir einiges über die sexuellen Aktivitäten von Naturvölkern lasen, bei denen es weder BD(SM), noch NS, KV, ... usw gibt, die aber gleichzeitig psychisch weitaus stabiler zu sein scheinen wie wir westlichen "Völker". Immerhin scheint bei solchen Naturvölkern schon die Kindheit reibungsloser, harmonischer und liebevoller abzulaufen wie bei uns. Auch kennen diese Völker nicht diese Art von Stress, Hektik und Belastungen wie sei bei uns Gang und Gebe sind. Aus diversen Studien geht auch hervor, dass Naturvölker eine deutlich stabilere und vorallem ausgeglichenere, harmonischere Psyche zu haben scheinen als wir westlichen.

Daher fragen wir Euch:

Kann es möglich sein, dass sexuelle Spielarten und Fetische, wie wir westlichen sie gerne ausüben, Ergebnis einer schwierigen Vergangenheit, insbesondere Kindheit sind?
08. September 2007
Jede Sexuelle Vorliebe ...

hat doch einen psychologischen Hintergrund
und das sich eine " schlechte Kindheit " in Form
von BDSM manifestiert kann ich nicht so recht
glauben, denn meine Kindheit war von
Elternlosigkeit geprägt und bestimmt nicht grade
liebevoll gestaltet.

Allerdings bin ich werder SUB noch Dom oder in
irgendeiner anderen Art und Weise in diese
Richtung involviert

Sicher..., ich bin schon etwas dominant, aber in
irgend eine Richtung tendiert doch wohl jeder ?


*frage* vom Frenchlover
08. September 2007

habe ich auch schon mal drüber nachgedacht...

also, meine kindheit war scheiße, körperliche gewalt war normal, kein liebe...

ich unterwerfe mich sehr gerne, ich bin auch sehr passiv. beim sex kann ich nicht dominat sein, das geht nicht...
ich kann nicht kuscheln, liebkosen lehne ich ab. kuschelsex mag ich nicht.

auch ekel ich mich vor zungenküsse. das kommt daher, das ich meinen vater immer einen guten nachtkuss geben mußte, und der srank fürchterlcih nach bier. das hat mich so geprägt das ich es nicht kann.

meinen art sex zu machen ist sicherlcih auch das ergebnis meiner kindheit.

ich denke kindheit prägt. und wenn man liebe nie erfahren hat, kann man sie auch nicht weitergeben.

ich kann nur mit meine kindern wirklich kuscheln, bei ihnen habe ich es gelernt sie zu leiben, bei meinen mann bleibe ich auf distance.

ich denke, wenn man eine normal kindheit erlebt hatt, iat die wahrscheinlichkeit niedriger sm oder andere praktiken auszuüben.
denn wenn man liebe und nähe erfahren hat ist dies ein normaler zustand und kann sie weitergeben. hat man nur gewalt erfahren empfindet m,an dies als normal und kan auch nur das weiter geb.
09. September 2007
Warum sollte ...

....die Sexualität vom Einfluss der Kindheit ausgenommen sein ? In unserer Prägungsphase bis zum sechsten Lebensjahr werden die Weichen für so viele Dinge gestellt - darunter die für die Bindungsfähigkeit. Und diese ist es wiederum, die unser Verhalten im sozialen Bereich - zum dem auch die Sexualität zählt - bestimmt. In der Prägungsphase wird das Unterbewusstsein programmiert. Und da das Unterbewusstsein - wie jeder von uns bestimmt schon erfahren hat - sein Eigenleben hat (vor allem in bestimmten Situationen) kommen die Erfahrungen aus der Kindheit hier besonders zum Tragen.

In welchen Einzelheiten nun bestimmte Erfahrungen bestimmte sexuelle Vorlieben oder Abneigungen bedingen, könnte sicher ein interessanter Gegenstand einer Studie sein. Vielleicht ist er es auch schon gewesen. Die holländischen Universitäten sind auf diesem Gebiet immer ganz eifrig gewesen. Vielleicht mal da schauen.

Was die Naturvölker angeht, nun die haben auch ihre Probleme. Aber sicher ganz anderer Natur als unsere sogenannte Zivilisation. So gab es in der Südsee - bis die Eroberer kamen - Stämme, die wie unsere Verwandten, die Bonobos, ihre Streitigkeiten mit Sex austrugen. Sie kannten auch keinen Unterschied zwischen Männlein und Weiblein. Sie poppten wild durcheinander und lebten sehr friedlich. Ohne Machtstreben. Die Natur gab ihnen das was sie als Nahrung brauchten. Die Welt war in Ordnung bis ...ja bis die Zivilisation kam.

Einen lieben Gruß - die Wanderers
09. September 2007
Sicher ...

... beeinflusst die Kindheit/Erziehung auch das spätere Sexualverhalten. Das macht sich in vielen Facetten bemerkbar. Sei es durch dominantes oder devotes Verhalten zum Beispiel. Ich (w) kenne/kannte einen Jungen, der wurde von seinen Eltern stets als Mädchen gekleidet, weil sie sich eine Tochter gewünscht hatten. Er war schon "vom anderen Ufer", bevor wir anderen überhaupt an Küssen oder gar Sex dachten. Der arme Kerl hat nie etwas anderes kennen gelernt und das ist bedauerlich, weil er so keine Wahl hatte. *fiesgrins*
Aber ich denke auch, dass genetische Faktoren eine große Rolle spielen. Dass gewisse Triebhaftigkeit und auch Neugierde auf Neues, Besonderes einfach "eingebaut" ist.

Es wird etwas ausprobiert und für toll befunden und so bei manchen zum Fetisch, also etwas, worauf man nicht verzichten möchte. Das passiert sicher ohne psychologischen Hintergrund oder Kindheitserfahrungen. Einfach weil es sich toll anfühlt.

Einige Affinitäten sind sicherlich anerzogen, aber durchaus nicht alle, meinen wir.

LG *blume*

PS: Interessantes Thema!
09. September 2007

Ob es wirklich mit der Kinderheit zusammen hängt, kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich hatte eine schöne Kindheit, meine Mama war immer für mich da, ich wurde nicht geschlagen oder irgendwas dergleichen ....

Allerdings scheint es mir hier im Forum so, das so einige Frauen und Männer die in jungen Jahren sexuell genötigt oder vergewaltigt wurden, öfter zur Unterwerfung beim Sex neigen als Andere.
Ich kann mich durchaus irren ... vielleicht kommt mir das auch nur so vor, weil hier im Joy einfach mehr Leute wirklich zu ihren Neigungen stehen...

Ich für mich, kann sagen, dass es so ist. Ich denke mal, wenn mir das damals nicht passiert wäre, wären so einige Neigungen und Einstellungen bei mir anders ...
Aber im Endeffekt kann ich das nur vermuten, schließlich weiß ich nicht was passiert wäre, wie ich mich entwickelt hätte, wenn das nicht passiert wäre ....

Liebe Grüße
Unsere Sie
09. September 2007

Hm, ich kann die These aus meiner Sicht nicht unterstützen. Ich hatte eine sehr liebevolle, ruhige, schöne Kindheit, trotzdem schon mit 11 oder 12 Phantasien, die sich um Bondage und Unterwerfung drehten.

Ich kenne aber auch BDSMler, bei denen es so ist, Vanillas, die eine schwere Kindheit hatten, Vanillas, die eine normale Kindheit hatten...

Ich denke, die menschliche Psyche ist zu kompliziert, um da irgendwie ein "one way"-Geschäft draus zu machen. Natürlich kann dies und jenes immer zu diesem und jenen Ergebnis führen. Kann aber auch sein, dass es ein anderes Ergebnis hat, oder gar keins.
09. September 2007
Genau so ....

empfinden wir es auch, denn eine schwere Kindheit ist
sicher prägend, führt aber sicher nicht zwangsläufig dazu,
später mal sexuell in eine bestimmte Richtung abzudriften.

*roll* vom Frenchloverpaar
09. September 2007

ich glaube schon....

es muß ja nicht dienkkomplette kinheit scheiße gelaufen sein. ich denke ein anlass brauch es doch.

dennn, so seinen wir docjh mal erlich, ist es doch ncht normal sich demütigen zu lassen, oder?

ich meine devot/domi spile bis zu einen gewissen rahmen ist schon o.k., aber sich zum beispiel gewollt schmerzen zufügen zu lassen oder sich vor menschen sich erniedrigen lassen, ist doch über das normale sexleben nicht wirklich vereinbar. daher glaueb ich schon, das es ein anlass geben muß. nicht umbedingt die kindheit, sondern vieleicht erlebnisse die man als kind mitbekommen hat, radiobreichte oder äähnliches.

und wichtig ist auch, wie mit sex umgegengen worden ist,m wie die eltern reagiert ahben als man beim selbstbefieridigung erwischt worden ist, wie sie reagiert haben als sie selber beim sex erwischt worden sind, wie sie aufgeklärt worden sind, wie die ersten sexkontakte waren.

ich denkle, das sind alles faktoren die mit rein spilen. zumind. unbewußt..
09. September 2007
Je nun, mama_ines...

... was ist denn normal? Das ist doch schon sehr vom Zeitgeist abhängig.

War vor 50 Jahren noch jeder Homosexuelle gezwungen, seine Liebe und Leidenschaft unter der Decke zu halten, so können heute Männer mit Männern und Frauen mit Frauen Hand in Hand durch die Straßen laufen. Jedenfalls hierzulande, in anderen Ländern ist Homosexualität noch nicht "normal".

Ist Analsex normal? Oralsex? Ists normal, sich von hinten zu lieben? Wo will man die Grenze ziehen?

Ich fühl mich mit meiner Sexualität voll normal. *g* Ich bin glücklich damit, hab ein passendes Gegenstück gefunden, und brauch mich nicht mehr von der Allgemeinheit abgrenzen, um mich als etwas besseres zu fühlen. Das war mal in der Pubertät so... jetzt akzeptiere ich mich halt einfach.
09. September 2007

ja, was ist normal.....

ist sicherlich eine difinationssache, aber wenn wir die difnation in frage stellen, kann man die frage auch in frage stellen.....
ich meine dqann stellt sich doch schon am eingengsthearts die frage, warum soll defut sein nicht normal sein, und warum müssen wir dies hinterfragen?

ich definiere normalen sex so, das es nicht über schmwezen hinausgeht.

scjließlich ist sex doch was schönes, oder?

jemand der sich bewuß vergewaltigen läßt ist halt nicht normal, jemand der sich schmezen zu fügt oder zugügen läßt und dies schön findet ist aus meiner sicht nicht normal, weil es nicht mit den akt ansich nichts mehr zu tun hat.

und ich denke für diese art von spielen muß irgendwas falsch gepoolt sein, denn ein normaler mensch verabscheut doch beim sex schmezen oder gewalt...

aber wie gesagt, alles ein difination...
09. September 2007

Ich denke auch, reine Definitionssache. Ich hinterfrage meine Sexualität natürlich, aber ich denke, das sollten auch Vanillas, Fetischisten, Swinger usw. Quasi jeder, einfach um zu überprüfen, ob denn noch alles gesund und ethisch ist.

Eigentlich schade, dass meistens eher die "unnormalen Leute" sich hinterfragen, wobei manche Sachen als vollkommen normal angesehen werden und unhinterfragt bleiben.

Drehen wir den Threat doch mal um, und stellen die Frage:
was hat bei Vanillas dazu geführt, dass sie nicht in der Lage sind, Schmerz zu erotisieren? Fehlte da irgendwas in der Kindheit? Oder irgendeine traumatische Situation?

Just asking. *zwinker*
09. September 2007

zitat:
"Auffällig war hier z.B. dass besonders Frauen mit einer schwierigen Kindheit sich beim Sex gerne unterwerfen und benutzen lassen oder aber besonders dominant sind und zu Saddismus neigen. Männer mit schwieriger Kindheit scheinen dagegen eher rein auf die dominante und leicht bis mehr saddistische Schiene zu geraten. Auch NS oder KV scheint überwiegend bei Menschen mit schwieriger Vergangeheit vor zu kommen."

also ne schwere kindheit hatten wir beide nicht, stehen allerdings trotzdem drauf
schatz ist der dominante und ich bin devot veranlagt, gehören aber nicht zu der sparte die richtig sm miteinander betreiben...
kann jetzt nur für uns beide sprechen, das diese these nicht auf uns zutrifft

naja meine eltern haben nie über sex gesprochen, es sozusagen totgeschwiegen, aufgeklärt worden bin ich a nie
meine eltern wollten mich nicht beim andy übernachten lassen, weil "es" ja dann passieren könnte usw..... die sind da sehr verklemmt
meine sehr gewagten, und geilen outfit`s sind daher nicht zuhause in meinem schrank untergebracht...
evtl ist daher die interesse an das "verbotene" und "verruchtere" größer geworden...? keine ahnung bin kein psychologe
09. September 2007
WoooW - vielen Dank

... erstmal für die vielen Antworten, hätte ja nicht gedacht, dass dieses Thema doch so viel Interesse wecken wird.

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich auch nicht denke, dass alle sexuellen Spielarten, Fetische und "Perversionen" durch ein (kindheitliches) Trauma entstanden sein müssen, denn manches schaut man sich ja auch einfach nur mal so aus Neugier bei XYZ ab, weil man mal was anderes ausprobieren würde.

Mir geht es also eher wirklich um die extremeren Auswüchse, bei denen dann nicht mehr nur ein bisschen was ausprobiert wird, sondern aller Sex sich nach einer bestimmten Art und Weise ausrichtet und/ODER auf eine andere Art und Weise keinen Spaß mehr bringt oder deutlich weniger.
09. September 2007

achso meinst du das, naja dann hätt ich wohl garnet schreiben dürfen, nichts ist zwingend notwenig damit ich geilen sex verspühre... (bzw. ich brauch jetzt keine besonderen rituale oder handlungen)
hoffe das war jezt nicht zu kompliziert ausgedrückt
liebe grüße

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