burn out Syndrom - wer hat Erfahrung damit

18. Juli 2008
Meine Erfahrung

....ich weiß, was es bedeutet, sich vollkommen auf eine Sache zu konzentrieren, einen Tunnenblick zu haben und dabei alles andere außer Acht zu lassen, weil man sich so unter Druck setzt.

Ich hatte das mal während einer Prüfung bzw., eine recht harte Prüfung, ich tat nichts anderes mehr, sah kaum noch Menschen, zog mich zurück, obgleich die Prüfung gut lief. Ich hatte auf einmal einen Uniabschluss und der Rest war weg. Ich hatte keinen Fluß in den Job und war richtig ausgebrannt.

Ich denke, es ist nicht schlecht, sich einfach einen Urlaub zu gönnen, unter Menschen zu gehen und nicht permanent nur darüber zu reden, gewiss ist ein gewisses Maß darüber zu reden schon okay, aber auch nicht zuviel, das Leben geht immer weiter und es wichtig, sich immer neue Ziele zu setzen. Man muss sich Zeit lassen und einfach wieder in Form kommen, nicht zuviel psychische Beansprachung, die Liebe ist eine gute Therapie....
18. Juli 2008

Was du hattest, war vielleicht eine einfache Erschöpfung, die nicht mit der Krankheit als Burn out syndrom zu vergleichen ist.

Wenn du wirklich burn out hast, ist es mit einem Urlaub nicht getan!
18. Juli 2008
Burn out...

...ich habe auch länger gebraucht, um mich davon zu erholen, war sogar in dem Beruf zu Anfang gar nicht mehr leistungsfähig, ich komme aus dem Gesundheitswesen, das ging über 1 Jahr.

Es ist einfach gesagt, aber gute Lebensstrukturen sind manchmal gar nicht so leicht gewährleistet. Für mich ist das eine Mischung aus sozialer Umgebung, vor allem einer qualitativ hochwertigen sozialen Umgebung, einer ausgewogenen Freizeitgestaltung usw. Es muss stimmen, ich unterscheid bezüglich Arbeitsstress auch zwischen positivem Stress, wo man geistig gewisse Freiheiten hat und starren Strukturen.

Ich denke auch, dass man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollte und ich machte den Fehler es nicht zu tun. So richtig gute Psychologen zu finden, sehe ich mitunter gar nicht als so leicht an. Es ist immer schwierig, wenn gedanklich Sackgassen entstehen und wichtig ist auf jeden Fall zu machen. Wenn durch beruflichen Stress so was entsteht, ist besonders die soziale Umgebung wichtig. Ich finde es nicht immer leicht die richtigen Leute zu finden, manche laugen einen aus...
18. Juli 2008

Genau! Die richtigen Leute zu finden ist schwer. Das habe ich auch in der Therapie gehört: Man sollte, wenn man mit Leuten zusammen ist, darauf achten, ob dieses Zusammensein einem persönlich gut tut. Sollte das nicht der Fall sein, so sollte man sich nicht mehr viel mit diesen Menschen umgeben! Im Gegenteil, man sollte oft Kontakt zu denjenigen haben, bei dem man spürt, dass sie einem guttun!
Denn nur so kann man sich wirklich erholen!
Liebe Grüße, chips
20. Juli 2008

Also da kann ich jedem nur raten der dieses schon einmal hatte oder betroffen ist Sport zu machen. Am besten ist da laufen. Das hält den ganzen Stoffwechsel im Gange. Bei Burn-Out Syndrom ist es so dass durch Lauftraining die Stresshormone abgebaut werden, man fühlt sich danach wie neu. Also bevor ihr eure Ärzte die Bude einrennt und euch mit schweren Medikamenten zudröhnt, kann ich euch nur raten Sport (am besten laufen) zu machen. Nebenbei trainiert ihr noch euer Herz-Kreislauf Sytem, senkt die Wahrscheinlichkeit an Diabetes oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu erkranken und ihr trainiert noch nebenbei euer Orthopädisches System.
Dabei beachten solltet ihr, dass ihr einen guten Laufschuh wählt. Kauft euch einen der von 130€ auf 80 gesenkt wurde. Die haben Gelsohlen enthalten und entlasten die Fussgelenke. Damit könnt ihr vermeiden schmerzen in den Fussgelenken zu bekommen. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.
Wer mit laufen anfangen will dem kann ich auch mal ein Buch empfehlen." Das große Laufbuch" geschrieben von Herbert Steffny ist wirklich gut. Von Ernährung bishin zu Trainingsplänen ist wirklich alles dabei und gilt als Bibel unter den läufern.
30. Juli 2008
Hi

Ich hatte ende letzten Jahres auch dieses sogenannte Burn-Out-Syndrom. Ich habe Wochenlang nachts kein Auge zugemacht, den ganzen Tag probleme gewälzt. Habe von meinem Arzt Antidepressive bekommen und mache immer noch eine Psychotherapie. Ich war an einem Punk an dem ich alleine nicht weiter gekommen wäre. Ich hab nurnoch geheult. Es war nicht leicht sich das einzugestehen, aber ich denke es war die richtige Entscheidung mich jemandem anzuvertrauen.

Man kommt da wieder raus !!!!!!!!



Lg

Emely
04. August 2008
laufen...

... und psychologische Unterstützung.

Es ist kein einfacher Prozeß, vor allem muß man bereit sein, sich selbst zu reflektieren und das fällt einem ja nicht gerade leicht.
Wenn möglich, sollte man auch die Hilfe seines direkten Umfeldes einfordern, ihnen reinen Wein einschenken und nicht weiterhin versuchen, stark zu sein und sich nichts anmerken zu lassen. Das treibt einen immer weiter rein.

Bei mir ist alles nun ein paar Jahre her. Und ich kann Dir nur Mut machen. Es ist zu schaffen. Mir geht's heute so gut wie nie. Aber letztendlich bedarf es auch einiger Veränderungen, die logischerweise auch nicht gerade einfach waren.

Und beim Laufen bin ich bis heute geblieben. Es tut gut, sich so manches von der Seele zu laufen...

Kopf hoch.
lg
porte-bonheur
11. April 2009
entflammt...

nur wer entflammt kann ausbrennen
hab ich dazu irgendwo gelesen.
Aber es ist eher ein ausgehen der Flammen.Wärend einer Ausbildung über 5 bis 6 Jahre habe ich voll gearbeitet in 2 Jobs, einer davon Vollzeit und fast täglicch gelernt bis tief in die Nacht, Wochenenden sowieso - ein Burnout hat sich nicht eingestellt, weil das Thema begeistert hat - ich war einfach "geil" drauf, davon noch mehr zu wissen und in der Ausbildung habe ich eine Partnerin gefunden, die hat genauso gedacht (tut es noch heute mein Engel). Motivation bis Oberkannte Schädeldecke - eine tolle Zeit!

Nun in der Praxis habe ich damit wieder oft zu tun - es steht immer der Verfall der Motivation dahinter, die "Undankbarkeit 2 der Kollegen, der Firma oder der Famile. oder, daß man trotz der Engagements nichts verändern konnte, oder....
11. April 2009

Ich litt vor ein paar Jahren während meines Studiums unter dem Burn Out Syndrom.

Zu der Zeit bin ich immer morgens ganz früh mit dem Zug zu meinem Studienplatz gefahren, mit einer täglichen Fahrzeit von 2 Stunden (eine Strecke). Dann habe ich mich stundenlang hingesetzt und gelernt bis der Unterricht begann. Abends bin ich dann wieder heim gefahren und habe bis spät in die Nacht gelernt. An den Wochenenden habe ich in der Pflege gearbeitet und an freien Tagen unter der Woche im Familienunternehmen. Zwischendurch hab ich immer gelernt und für mich gab es nichts anderes mehr außer arbeiten, lernen und Studium. Obwohl ich nur gelernt habe bin ich dann in einer Woche durch mehrere Prüfungen gefallen, da ich mit meinen Kräften am Ende, Müde, erschöpft und völlig down war, denn ich hatte immer noch das Gefühl zuwenig gemacht zu haben. Ich hatte den Willen, die Motivation alle Prüfungen mit 1 abzuschließen, sodass ich mir keine Pause gegönnt habe. Ich war völlig ausgebrannt und leer und zu nichts mehr in der Lage. Konnte mich nicht mehr konzentrieren ect..

Es gab dann einen ausschlaggebenden Punkt, an dem ich aufgewacht bin und etwas an der Situation ändern konnte.

Von da an wurde es wieder besser, doch Folgen hat es mit sich gezogen.
12. April 2009
Burnout....

.... oder Erschöpfungsdepressionen - es ist das selbe.

Ich leide seit 2 Jahren daran und schaffe nur sehr langsam durhc eine Verhaltenstherapie und Unterstützung durch Antidepressiva, eine Veränderung zu schaffen.

Das Wichtigste ist, sich selbst nicht zu schämen und ärztliche/ therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, bevor man zu Grunde geht!

Liebe Grüße

Stefan
13. April 2009
Ich

litt auch darunter...
Habe aber dann, als gar nicht´s mehr ging erst mal meinen Job gekündigt (40-60 Std/Woche). Ich spach erst mit meinem Chef, daß ich weniger Arbeiten möchte, er ging nicht darauf ein, da ich ja auch noch seine Stellvertretung war. Aber ich konnte einfach nicht mehr.
Er hat sich Tag für Tag ein schönes Leben gemacht und hat mich Seelisch wie auch Körperlich zu nichte gemacht. Und das noch für einen Hungerlohn...
Das ging 8 Jahre so, und dann war ich am Ende und ging.
Keinen richtigen Urlaub (wurde ständig aus meinem Urlaub geholt), zu viele Std./Woche, Stellvertretung des Chef´s, die ganzen Abteilungen unter sich, + die eigenen 2 Abteilungen... wer kennt das nicht, der im Einzelhandel(Lebensmittel) tätig war.
Konnte nicht mehr schlafen, war aggresiv, müde, zittrig, ausgelaugt, konnte nicht mehr entspannen, hippelig, keinen Hunger, wollte nur noch meine Ruhe, keinen Sex, hatte Gesundheitliche Probleme-aber der Doc hat nicht´s gefunden außer Magenschleimhautentzündung...

Ich bereue nicht gegangen zu sein...
LG
Tamara *sonne*
13. April 2009
... bei jedem äußert sich der Burnout anderst

ich hatte vor ca. 2jahren einen burnout.
die ursache waren berufliche umstände. ich hatte mehrere monate am stück, inkl. sa, so und feiertage, täglich mehr als 14 stunden gearbeitet. leider hat mir das mein körper übel genommen.
zuerst bekam ich augenzucken, magenprobleme, probleme beim atmen, ein ziehen in der brust, schlafstörungen.
später hat es mir dann fast die luft abgeschührt, wenn es situationsbedingt zu viel wurde. dann kam der kollaps. ich hatte meine linke hand nicht mehr unter kontrolle, eine gesichtshälfte war völlig taub. erster verdacht: schlaganfall mit 24jahren !!!
doch weit gefehlt. körperlich absolut gesund. es war "nur" stress.
hab ca. 3 monate gebraucht um damit umgehen zu können und bis es besser geworden ist.
jeder muss lernen sich ein ventil zu schaffen um abschalten zu können. bei mir war es der sport. zu hause biken und wenn ich auf dienstreise bin, dann sind meine laufschuhe immer mit dabei.

ich hoffe dieser beitrag kann etwas dazu beitragen, dass ein burnout mehr ist, als nur eine ausrede für faule leute oder ein grund für ein paar freie tage auf krankenschein.
14. April 2009

Burn-Out-Syndrom und Workaholic sein sind zwei paar Stiefel, das muss nicht zusammen gehören.

Workaholic ist man m.M.n. nur, wenn man es in irgendeiner Form genießt, viel zu arbeiten, oder zumindest die Anerkennung braucht.

Das Burn-Out-Syndrom würde ich persönlich eher mit einem Job in Verbindung bringen, den man hasst, für den man vielleicht gar keine Anerkennung bekommt, sondern nur ein paar Kröten, die man unbedingt zum leben braucht - einem Job, den man nur aus Existenzangst und ökonomischem Zwang nicht an den Nagel hängt.
14. April 2009

Also bei mir trifft es Beides, denn ich muss/will viel arbeiten, weil ich das Gefühl brauche etwas wert zu sein, gebraucht zu werden, nüzlich zu sein ect., doch die Arbeit macht mir trotzdem Spass, auch wenn man merkt, dass man am Rande des Zusammenbruchs steht und eigentlich nicht mehr kann.
14. April 2009
mal eine andere Meinung

Ich lese hier das viele betroffen sind und Symptome beschreiben und wie man es erkennen kann.
Ich weis dazu zu sagen das da kein Urlaub, keine Tabletten und kein " das wird schon" hilft. Das einzige was Ihr tun könnt ist eine Therapie bei einem Psychologen und das meine ich wirklich ernst. Wer jetzt denkt "Das rote Sofa so ein schwachsinn" der will nur mitleid anstadt Hilfe.
Wer dieses Syndrom hat sollte sich die Frage stellen was Ihm den Boden unter den Füssen wegreist, was er verdrängen will und warum er soviel Kraft aufbringen muß um dies zu schaffen. Verdrängen ist anstrengend und nur ein schutzmechanismus unseres Körpers. Leider kostet es so viel Enerie das die Betroffennen ständig müde sind und gar nicht wissen warum.
Bei einer Therapie geht es darum in die Vergangenheit zu schauen und nicht davor weg zu laufen auch wenn es weh tut.
Lasst euch lieber professionell helfen.

In diesem sinne lasst es euch gut gehen.

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