Ist es egal, wie sich Huren beim Sex fühlen

12. Juli 2007
Ist es egal, wie sich Huren beim Sex fühlen

Hi,

um die anderen Prostitutions-threads nicht völlig entgleiten zu lassen, hier eine Frage, die mich brennend interessiert:


Wie empfinden Männer / Frauen, die mit einer Person Sex haben, die sie bezahlt haben? Ist es ihnen egal, wie sich die Prostituierte / der Callboy dabei fühlt? Und ist es ihnen auch egal, dass die Prostituierte/der Callboy sie evtl. sogar abstoßend finden könnte und den Job vielleicht nicht mal ganz freiwillig macht (sondern weil sie gezwungen wird, drogensüchtig oder einfach nur überschuldet ist etc.)

Die Frage stellt sich mir vor dem Hintergrund, dass viele in anderen Threads gepostet haben, dass sie Sex mit jemandem haben wollen, der Spaß an der Sache hat und niemanden, der ihnen die Erregung nur vorspielt.

Ist das also den Bezahler/innen egal? Jeder, der halbwegs intelligent ist wird wissen, dass eine Frau/ein Mann nicht unbedingt bei jedem den sie/er bedient, enorme sexuelle Lust empfindet. Im Gegenteil, in einigen Fällen sogar eher Abscheu (das kommt in dem Fall natürlich auch noch auf die Art der Prostitution an, Frauen vom Escort-Service haben oft mehr mehr Mitspracherecht und gepflegtere Männer, als eine Frau vom Straßenstrich).

Wie geht ihr mit diesem Problem um? Schiebt ihr es weg? Oder achtet ihr drauf, dass ihr nur zu Prostituierten geht, bei denen ihr zumindest das Gefühl habt, sie macht das "freiwillig" und halbwegs gerne?

Oder ist meine Frage völlig abwegig und der Großteil der Freier denkt über so etwas nicht nach?

Freue mich über zahlreiche Antworten.

Viele Grüße,
She


Ich hätte die Überschrift normalerweise etwas anders gewählt, aber sie wäre sonst zu lang geworden.
12. Juli 2007
Unverständlich und abwegig,

leider hast Du hier das Thema verfehlt. Wer hier postet, hat Freude am Sex,
ist bereit, auf seinen Partner einzugehen und bei Partnertausch neue Empfindungen zu übertragen. Keiner kommt auf die Idee, sich dafür bezahlen zu lassen.
Sollte ich mal in die Verlegenheit kommen, mir eine Hure kaufen zu wollen
oder vornehmer ausgedrückt, eine Dame vom Escort-Service zu buchen,
so würde ich doch nur die nehmen, bei der was rüberkommt.
Und auf die würde ich eingehen, sie als Dame behandeln und bitte schön nach Strich und Faden verwöhnen. Mit entsprechender Erfahrung merkt man sehr schnell, ob einem der erste Orgasmus vorgespielt wurde.
Würde das der Fall sein, würde ich noch einen Zahn zu legen.
Frauen, eigentlich Mädchen, alkohol- oder drogenabhangig oder aus dem Ostblock importiert, wären für mich ohnehin tabu.
Dann wäre man doch bei so einem Schnuckelchen aus der Herbertstr.
mit kuscheliger Oberweite doch besser aufgehoben, die hat Herz und ist ehrlich. "Jung, ich kann doch nicht bei der Arbeit immer einen Orgasmus haben, dann bin ich doch nach Fierabend fix und alle."
So hätte ich als Mann noch ein gutes Gefühl.
Grüße aus Berlin
Jörg von Wir_aus_Berlin
12. Juli 2007

Die Frage war auch ungünstig von mir gestellt. Welcher Freier würde es schon bereitwillig zugeben, dass es ihm scheissegal ist, wie sich eine Prostituierte bei ihrer Arbeit fühlt?

Es ging mir aber auch mehr darum, was ein Freier überhaupt für Empfindungen gegenüber einer Prostituierten hegt. Versucht er besonders nett zu ihr zu sein, so wie du "wir_aus_berlin" geschrieben hast? Oder denkt er an seine sexuellen Bedürfnisse und klammert alles andere aus?


In einigen Beiträgen aus anderen Threads zum Thema Prostitution kommt das halt immer wieder zum Vorschein, dass man als Leser den EIndruck hat, dass es einigen tatsächlich ziemlich egal ist oder dass sie nie drüber nachgedacht haben, aus welchem Grund sich eigentlich eine Frau prostituiert, ob sie Schmerzen hat, ob sie spaß hat an ihrem Beruf etc.

Auch wenns ein schwieriges Thema ist, würde ich mich wirklich über Beiträge freuen.

Welchen Eindruck haben z.b. andere Frauen von Männern, die zu Prostituierten gehen?

Liebe Grüße,
She
13. Juli 2007
Klischees

Erst mal denke ich, dass man Prostitution nicht so völlig in die Schmuddelecke ziehen sollte. Klar gibt es einige, die das nicht ganz aus freien Stücken tun. Und sogenannte "Hobbyhuren" sind sicher die Ausnahme. Die meisten Prostituierten denke ich mal wissen doch aber sehr genau was sie da machen und wofür. Es ist halt ihr selbst gewählter Job. Ich ziehe meinen Hut davor.

Persönlich würde ich nicht zu einer Hure gehen. Zwar bin ich der Meinung, dass ich durchaus ein wenig von der Kunst eine Frau zu befriedigen verstehe, jedoch nicht so naiv zu denken eine Professionelle würde bei mir kommen. Gibts sicher gaaaanz selten. Und selbst wenn es so wäre, würde immer das Gefühl bleiben Theater vorgespielt zu bekommen. Nein Danke. Für mich ist nun mal das wichtigste beim Sex die Geilheit auf dem Gesicht meiner Partnerin zu sehen. Und da bin ich bei einer Hure falsch.

Von den wenigen die ich kannte, die Sex mit Prostituierten vollziehen, hatte ich nicht bei einem das Gefühl, dass die Frau für ihn mehr war als ein Stück Fleisch zum reinstecken. Daher bin ich überzeugt davon, dass es den meisten Freiern völlig egal ist was die Frau fühlt. Sicher gibt es aber auch öfter den Typ Mann, der wirklich glaubt einer Professionellen den Verstand rausvögeln zu können. Auch davor ziehe ich meinen Hut. Selbsttäuschung ist schließlich die höchste Form der Täuschung.

Carsten
13. Juli 2007
...Hm...

...es sollten, mit Verlaub, vielleicht die Antworten...die schon mal das Vergnügen hatten....sich zu einer Professionellen Dame zu begeben und sich damit auseinandergesetzt haben.

Es ist dort jeder Typ Frau zu finden, wie sonst auch im Leben.
Es gibt Sex mit Spaß oder ohne.
Mit Gefühl oder ohne.
Das hängt ganz von einem selbst ab, wohin man tendiert.

Es macht viel Spaß, wenn sie, die Frau, einem nicht egal ist....denn so wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus....das hat Jörg schon erkannt.

Man muss sich nur die Richtige raussuchen, und da kann man wählen, wie sonst auch.

Schade um die Männer, denen es egal ist, wie Frau sich fühlt, den wenn es ihnen bei einer Professionellen nicht darauf ankommt, wie ist es den dann sonst mit einer anderen Frau....die diesen Beruf nicht ausübt?

Tja, doofe Frage von mir.

Ach ja, man kann sich auch mit Ihnen, diesen Damen, unterhalten und man erfährt eine Menge.

LG Piet
13. Juli 2007

Hier antwortet wieder mal einer der noch nie bei einer Dame des horizontalen Gewerbes war bzw. dafür bezahlt hat.
Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass es einen Großteil der Freier interessiert, was ihr Gegenüber denkt oder fühlt.
Hier im Joyclub antworten Menschen die eine etwas andere Einstellung zu Liebe, Lust und Leidenschaft haben.
Die Realität seht ihr, wenn ihr euch mal die Mühe macht und einen Abend in einer Bar, einem Nachtclub oder einem Bordell verbringt.
Da sieht man die breite Masse der potenziellen Freier.
Wer sich diese Personen genauer betrachtet, wird verstehen, was das für ein anstrengendes und hartes Gewerbe ist.
Hier geht es um eine Dienstleistung am Kunden und nicht um die Befriedigung der Dienstleisterin.
Orgasmen kosten Energie und sind anstrengend. Diese Dinge heben sich die überwiegende Masse der Damen für Menschen auf die sie lieben und die ihnen etwas bedeuten.
Prostitution ist nur ein Geschäft. Die Dienstleistung geht in eine Richtung. Wenn die Dame es mal wünscht, dann lässt sie ihren Gefühlen freien Lauf.
Die meiste Zeit bekommt der Kunde jedoch zu sehen und zu hören was er möchte. Die wahre Kunst ist es, den Männern ein Illusion glaubwürdig zu verkaufen.
Die beschriebenen Hobbyhuren könnten unter Umständen eine Ausnahme darstellen, der Escort-Service der gehobenen Klasse womöglich auch, ist aber dennoch eher unwahrscheinlich.
Um es auf den Punkt zu bringen, den meisten Freiern geht es nur um ihre eigene Lust.
Das ist eigentlich auch ok so, denn dafür bezahlen sie, alles weitere ist eine nette Beigabe.

Al
13. Juli 2007
Verwechslung

Schade um die Männer, denen es egal ist, wie Frau sich fühlt, den wenn es ihnen bei einer Professionellen nicht darauf ankommt, wie ist es den dann sonst mit einer anderen Frau....die diesen Beruf nicht ausübt?

Irgendwie, so glaube ich, wird hier einiges verwechselt.
Natürlich verurteile ich erzwungene Prostitution aufs schärfste. Doch bin ich auch überzeugt, dass man mit der Wahl des einigermassen gepflegten Etablissement schon einiges dazu tun kann, dass die Prostituierte, aus was für Gründen auch immer, aber freiwillig den Job ausübt.

Kommen wir also zur Eingangsfrage:
Mein letzter Besuch liegt zwar schon einige Zeit zurück, doch es hat mich damals nicht und würde mich auch heute nicht interessieren, wie die Prostituierte sich fühlt. Was mich interessiert ist, wie sie ihren Job macht. Ich sehe dies ganz nüchtern, ich zahle für eine Dienstleistung und für diese Bezahlung erwarte ich eine angemessene Leistung. Das ist für mich daselbe wie zum Beispiel in einem Restaurant. Da erwarte ich auch ein qualitativ gutes Essen und einen entsprechend freundlichen Service. Und dabei interessiert es mich auch nicht, wie sich der Koch oder die Kellnerin bei der Arbeit fühlen.
Voraussetzung für einen freundlichen Service ist jedoch immer, im Bordell wie im Restaurant, dass ich mich als Kunde, bzw. als Gast anständig verhalte und mich einem solchen Service als würdig erweise.

Und daraus jetzt abzuleiten, dass ich bei meiner Partnerin, oder sonst im privaten Umgang mit Frauen nicht zuvorkommend, nicht interessiert an ihrem Befinden bin, ist schlicht zwei Dinge vermischt, die miteinander nichts, aber auch gar nichts, zu tun haben.
Im Gegenteil, nichts liegt mir mehr am Herzen als das Wohlbefinden und das Glück meiner Partnerin.
Und nein, ich habe meine Partnerin nicht mit einer Prostituierten betrogen, ich war zu dieser Zeit Singel. Denn um auch das noch gesagt zu haben, Treue ist mir etwas sehr wichtiges.

So, und nun bin ich gespannt auf Eure Reaktionen.


Herr-zliche Grüsse
Roland
13. Juli 2007

hallo,

Das ist für mich daselbe wie zum Beispiel in einem Restaurant. Da erwarte ich auch ein qualitativ gutes Essen und einen entsprechend freundlichen Service. Und dabei interessiert es mich auch nicht, wie sich der Koch oder die Kellnerin bei der Arbeit fühlen.

Interessanter Vergleich, aber vielleicht gar nicht mal so abwegig. Für mich ist es natürlich wichtig, dass ich zuvorkommend als Gast behandelt werde und klar habe ich meine eigenen Probleme und es ist mir relativ unwichtig, ob mein Kellner gerade Eheprobleme zu Hause hat. Trotzdem erwarte ich einen guten Service. Genauso werde ich aber umgekehrt auch den Kellner freundlich behandeln!!!
Hab ab und an in einem bestimmten Türkenladen bei uns eingekauft. Irgendwann habe ich mal gesehen wie der Vater mit seiner Tochter, die dort gearbeitet hat, umspringt: Seitdem gehe ich da nicht mehr hin. Und so würde ich es eben auch mit einer Prostituierten machen. Häufig verschließen Männer die Augen davor und das finde ich schlimm.

Hab oft den Eindruck, dass gerade die Männer, die Frauen eben mehr achten, und ein bißchen nachdenken, weniger bereit sind zu Prostituierten zu gehen. Trotzdem gibt es viele Männer, selbst die, die garn icht zu Prostituierten gehen, die immer wieder "Sex als Dienstleistung" vehemment verteidigen.
Ich denke schon, dass man eine Vergleiche ziehen kann, wie der Mann (ich spreche jetzt mal nur vom Mann, weil es einfach mehr Freier gibt, als weibliche Kundinnen) im normalen Leben mit Frauen umgeht/welche Wertschätzung er ihnen entgegenbringt und wie er Prostituierte behandelt. Warum sollte das ein großer Unterschied sein? Man(n) wird ja nicht für die Zeit ein anderer Mensch, wenn er sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt.

Wenn du Herr_42 sagst, dass du die Prostituierte gut behandelt hast, und deine Frau auch gut behandelst, dann scheinen dir doch durchaus bestimmte Umgangs- und Verhaltensformen wichtig zu sein und ein gewisser Respekt dem anderen gegenüber.

Das Wort "Behandlung" ist hier auch wieder sehr ungünstig gewählt, weil es der Frau in dem Moment die Opferrolle zuspielt. Soll aber nicht so gemeint sein.

Was haben denn auch die Bordellgänger für Erfahrungen mit anderen Männern? Wie verhalten sich diese, sofern man auf welche trifft?

und an dich woody68: Mich würde interessieren , ob du selbst in Bordellen warst, aber dich dann für keine Frau entschieden hast oder was hast du dort gemacht?

Liebe Grüße,
She
13. Juli 2007

rock_star

Ich hätte da einen Buchtipp für dich, der genau dieses Thema behandelt, ich fand es sehr lesenswert!

Lisa Moos:
Das erste Mal und immer wieder. Autobiografische Schilderung einer Prostituierten
13. Juli 2007

also wenn ich eine frau bezahlen würde dafür da sie sex mit mir macht wäre es mir oll kommen egal wie sie sich fühlt oder ob es ihr gefällt schließlich habe ich bezahlt für eine dienstleistung und dan hat sie diese auch zu leisten.
13. Juli 2007

@bdsm
danke für den buchtip. das buch habe ich mal vor einem jahr ca. gelesen. Teilweise aufschlussreich, aber ich bin von dieser Frau etwas irritiert ehrlich gesagt. Ich finde aus meiner Sicht hat sie viel schlimmes über sich ergehen lassen, sieht das aber gar nicht so sehr negativ. Oder wie siehst du das?

@blueberlin
danke für die ehrliche antwort. kannst du das ein bißchen ausführen?
Was heißt, dir wäre es egal? würdest du sie dann unfreundlich behandeln oder wie würde sich das äußern, dass es dir egal wäre?
Wäre es dir auch egal, aus welchem Grund die Frau sich prostituiert?

Viele liebe Grüße,
She

*wink*
13. Juli 2007

ich frag mich das auch hin und wieder...wie muß sich ein Mann fühlen, der an diesem Tag der 10. ist, der "drüber rutscht"...

aber hier war ja die Frage nach den "Damen, die sich zur Verfügung stellen"...

es muß manchmal ganz schön gruselig sein...aber nachdem ja bewiesen ist, dass da Herren aus allen Schichten hin gehen, kann es ja auch der Hausarzt von um die Ecke sein, oder der Rechtsanwalt...also wir sollten aufhören, das prostituierten Gewerbe als nur was schmuddeliges anzusehen, wo die "Dame" an die Decke glotzt und wartet, bis er endlich fertig ist...
13. Juli 2007

rock_star

Ja stimmt auf jeden Fall. Ich konnte auch nicht alles nachvollziehen was sie manchmal erduldet hat. Ich an ihrer Stelle hätte wohl längst einen andern Weg gesucht.
Aber warum leben zb viele Frauen in einer Ehe in der sie verprügelt werden... sie kommen einfach nicht aus dem Teufelskreis raus, aus welchen Gründen auch immer.
Ich denke mal, Lisa ist es da genauso gegangen.

Mir gefiel an dem Buch, dass sie wirklich nichts verschwiegen hat, auch nichts beschönigt hat. Ob alles so der Wahrheit entspricht, kann keiner nachprüfen, aber ich denke es stimmt schon.
13. Juli 2007
Hauptunterschied

Das dürfte meiner Meinung nach auch der Hauptunterschied zwischen dem bezahlen einer Hure und dem Ausgeben von Spesen sein. Da gibt es diese Aussage: Ich würde nie für Sex zahlen. Nur für die Spesen. Die drückt eigentlich genau dieses Gefühl aus. Wenn ich eine Frau zu einem See fahre, eine Runde Boot mieten, dann Eis essen, abends Essen gehen, und wieder nach Hause fahren, dann ist das zusammen teurer als Bordell und zurück. Und selbst wenn es nur ein ONS wird: Mann hat nicht für den "Sex" bezahlt. Also kann man bei der Partnerin echte Gefühle erwarten. Keine Garantie das etwas im Bett passiert, dafür die Gewähr, dass es nur aus Sympathie passiert.

spesengünstigen Gruß
Scallawag
13. Juli 2007
schade eigentlich...

... dass nicht eine professionelle Dame auf dieser Seite ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert. Mich hätte mal die Sicht aus der anderen (femininen) Seite interessiert. Wie wirken Freier auf eine Hure? Find ich ungemein spannend, leider fehlen mir die Kontakte.

Carsten

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