Querschnittlähmung

15. Juni 2007
Querschnittlähmung

Hallo an alle Interessierten,

natürlich kann man Lexica oder wikipedia nutzen, um sich zu informieren - aber wer macht das, ohne Notwendigkeit!?!

Deshalb zur Info ein kleiner Einstieg von mir:

Querschnitt=Verletzung des Rückenmarks(im Folgenden RM genannt) (das graue Zeug in der Wirbelsäule)

Unterscheidung (grob):
A: Para-/Tetraplegiker
B: komplett/inkomplett
C: Höhe der Verletzung

zu A:
Äußerliche Unterscheidung:
Para: "Nur" Beine gelähmt (Verletzung des RMs in der Brust- und Lendenwirbelsäule)

Tetra: Beine und Arme von Lähmung betroffen (Verletzung im Halswirbelbereich) bis zur Atemlähmung!!

zu B:
Mensch spürt mehr als er "dürfte". Meint medizinisch: Trotz Verletzung des RMs spürt der Verletzte den Anus (wird als letzter vom RM versorgte Bereich des Körpers gesehen)

zu C:
Para nicht gleich Para und Tetra nicht gleich Tetra:

Der Ort und der Schaden der Verletzung am RM:
Grundsätzlich s. A: und B:
Im Feineren:
Beim Querschnitt gibt es nicht nur äußerlich sichtbare Einschränkungen. Bis auf wenige Ausnahmen sind auch die inneren Organe von der Lähmung betroffen (Blase/Darm). Nicht schön, problematischer als nur "Das nicht Gehen können". Aber normalerweise alles händelbar. Mehr Zeitaufwand und Unfälle inbegriffen
*zwinker*

Vieles ist durch nen Querschnitt anders (scheiß Treppen,...) aber nicht unmöglich (und wenn auf dem Arsch Step by Step). Hilfe manchmal definitiv nötig. Aber nur manchmal und abhängig von Verletzung, Fitness, Willenskraft,Mut und Gegebenheiten (spanische Treppe nicht der Trick).

Auch die Sexualität ist meistens eingeschränkt: Merkt nix oder wenig, Sex meistens schlecht im Stehen und vielleicht ein kleines Erektionsproblem *rotwerd*
Macht nix, gibt Viagra Cyalis,... Hätten manche "Normalen" durchaus auch gerne oder nötig *zwinker*

Nu reichts an "Belehrungen", vielleicht als Essenz des Geschriebenen:
Jeder Mensch ist anders, jeder Behinderte auch und behindert zu sein bedarf nicht immer eines Geburtsfehlers/Unfalls/Krankheit... *cool*

Seit alle offen (behindert oder nicht), habt keine Angst vor Neuem/Unbekanntem/Anderen/Fremden... Test it and U´ll see what's possible. Vielleicht ist´s besser als je gedacht!!??

NO RISK NO FUN
20. Januar 2008
Einstellung

Erstmal wünsche Dir eine schöne Woche.wollte gerne wissen ob Du dir diese Eistellung selbst angeeignet hast oder ob Du psychologische Beratung hattest.Der Text ist gut und klar verständlich.Das nicht jedes Krankheitsbild gleich ist birgt die Logik.Daß man immer was riskieren muß um nicht stehen zu bleiben ist natürlich klar.Aber ich denke schon daß der Prozeß bis zu dieser Einstellung schwierig ist,wenn man so aus dem vollen Leben gerissen wird.Bin ex.Krpfl und habe da hautnah schon die schlimmsten Zusammenbrüche miterlebt.Gar nicht leicht immer wieder die Patienten neu aufzubauen,daß sie nicht im ungünstigsten fall Suizid versuchen.Wie Du sagen würdest das reicht
Gruß
Norbert
23. Januar 2008
Sex und Behinderung

Guten Tag;)

Ich bin auch querschnittsgelähmt. Zu aller erst mal finde ich es gut, dass das Thema "Sex und Behinderung" hier thematisiert wird. Es ist meiner Ansicht nach leider eines der letzten Tabus, die es beim Thema Sex gibt.

Also ich lebe jetzt seit einem Jahr (und ein paar zerquetschte) in einer festen Beziehung mit einer nicht behinderten Frau und muss sagen, dass das wunderbar funktioniert. Wir leben unsere Sexualität gemeinsam aus und haben viel Spass dabei. Mein Querschnitt ist ziemlich weit unten, so dass ich noch ein bisschen laufen kann und mich somit im Bett auch relativ normal bewegen kann. Es sind fast alle Stellungen möglich, wenn es nicht grad das hohe Kamasutra ist.

Allgemein würde ich fast sagen, dass auch bei Sex mit Behinderung alles geht, was Spass macht. Es ist eben manchmal nur etwas mehr Kreativität angesagt.

Ich hatte in meinen Beziehungen nie Probleme mit Sex (es waren nur 2), die Schwierigkeit für Behinderte besteht eigentlich nur darin eine Frau/Mann zu finden, die sich darauf einlassen.

Hm ich weiß jetzt nicht, was ich viel mehr darüber schreiben soll. Wer Fragen hat kann sie mir gerne stellen.

Bis die Tage
24. Januar 2008
Wie begegne ich Behinderten?

Hallo,

ich finde das Thema hier gut angesprochen!

Ich bin nicht behindert, beschäftige aber mit meinen Aufträgen Menschen
in beschützenden Werkstätten.

Anfänglich war es für mich nicht einfach zu wissen, wie gehe ich mit meinen behinderten Mitmenschen um.

Wenn ich bei Besprechungen ab und an helfen wollte, bekam ich manchmal einen "Rüffel:" Ich kann das alleine!".

Andererseits wollte ich helfen einen Rollstuhl aufzuklappen, auch hier wurde ich gemaßregelt!

Es ist für mich nach Monaten immer noch nicht einzuschätzen, was ist "Bemutterung" und was nicht übertriebene Hilfstellung?

Dies sind alltägliche Themen, wie wird es erst, wenn intimere Thema
zur Sprache kommen?

Wie lange oder oft muß ein Behinderter zur Toilette?
Ist das Restaurant überhaupt "Behindertenkompatibel", wie ist der Weg hinein? Sind 3 Stufen zu überwinden?

Also mir würde es helfen, wenn die Behinderten da offener zu uns Nichtbehinderten wären!

Und zwar auf allen Gebieten des täglichen Lebens!

Volvic
24. Januar 2008

Für solche Zickereien hab ich wenig Verständnis. Wie alt sind denn deine Zöglinge?

Natürlich kann es nerven ständig bemuttert zu werden, aber es gibt keinen Grund jemanden zu rüffeln, der einem helfen will.

Du solltest dir da keinen all zu großen Kopf darüber machen und einfach Hilfe anbieten, wo du denkst dass sie von Nöten ist. Mit der Zeit wirst du dann schon ein Gespür dafür bekommen, wer was braucht.

Ich finde du könntest das Thema auch durchaus direkt ansprechen. Wenn du denen sagst, dass es dir schwer fällt zu erkennen, wann du helfen sollst und wann nicht, kann ein Gespräch nicht schaden.
20. März 2008

Also die meisten die ich kenne wollen keine Mutter, sondern eben eine Partnerin/Partner. Was sie selber können machen sie dann auch und wenn sie Hilfe brauchen sagen sie es schon. Kommt immer drauf an welche Behinderung vor liegt und/oder wie hoch die Behindeung ist.
Meiner ist ziemlich hoch behindert, was er machen kann macht er auch selber. Ansonsten sagt er mir eben was seine "Wünsche" sind. Reden ist das A und O und das kann beinah jeder.
Also wir verstehen uns super gut.
Nehmt sie einfach so wie ihr andere auch behandeln würdet..also gesunde.
Klar gibt es auch unfreundliche, aber die gibt es bei den Fussis auch.


Babwe sie
22. März 2008
Zöglinge

@Dharma

Wie alt sind denn deine Zöglinge?

Behinderte Menschen sind keine Zöglinge, sondern ganz normale Menschen wie Du mit dem einzigen Unterschied, dass sie für manche Dinge Hilfe brauchen und diese dann auch erbitten!

Genau diese Einschätzung führt zu
solche Zickereien

Gruss

cys
22. März 2008

@cys
tztztz immer diese *menschenwieduundichauch" Sprüche, ich nehme an du bist nicht behindert....
26. März 2008
tztztz

@Tobias83

doch und zwar seit 27 Jahren querschnittgelähmt ab dem 4. Halswirbel!

Ich weiß also, von was ich spreche.

Gruß, cys
27. März 2008
Locker

Hallo Leute,
am besten immer schön locker bleiben. das gilt für alle, menschlein mit und ohne "behinderung".
einen gruß an alle
T&M

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