Vertrauen...

13. Juni 2007
@nsb

Ich finde, auch in diesem Punkt hast du recht.

Selbstvertrauen:
Ich kann mit den Folgen meiner Entscheidung klar kommen.
Ich bin stark genug Enttäuschungen zu verkraften.

Liebe Grüsse

Heinrich
18. Juni 2007

<ich denke es ist normal, dass man viele Bruchlandungen erleidet...
Und ist dann auch egal welches ALter man hat.
Nur wenn man automatisch jedem misstrauen würde, würde man wohl auch nicht glücklich werden...
Und ehrlich gesagt aus jeder Enttäuschung kann man lernen und Erfahrungen sammeln, dazu ist unser Leben wohl da, denn es laufen uns jeden Tag neue interessante Menschen über den Weg.
18. Juni 2007

Zitat:"...weil ich dem Menschen den ich kennenlernte offen erzählte, welch schlechte Erfahrungen ich gemacht habe. Er versicherte mir immer und immer wieder ich könne IHM VERTRAUEN, denn nicht alle wären so und ich müsse lernen daß es auch ehrliche Menschen gibt. Und genau dieser Mensch hat mich maßlos getäuscht."

Genau das könnte von mir stammen. Kenne das zu gut!
Aber auch ich sehe das Gute in einem Menschen... kann ja nicht jeder wirklich "schlecht" sein...
18. Juni 2007
Ansichten

Habe schon einmal sehr ausführlich das Thema Vertrauen beschrieben.


Ihr findet es wenn ihr folgendes in die Suchmaske eingebt.

Vertrauen | Ansichtssache? feste Begrifflichkei

hier aber mein Eigenzitat

Vertrauen:
Es geht dabei nicht nur um den Begriff Vertrauen, sondern alles was dazugehört. Das Fallen lassen und die Hingabe sowie die Nähe gehören ebenfalls dazu. Wer schon seine ersten Schritte in eine reale SM Welt gesetzt hat, wird wissen, worum es mir geht. Ich will versuchen Anfängern und Interessierten zu beschreiben, dass SM mehr ist als das Schwingen der Peitsche oder der Knoten im Seil bei der Bondage. SM ist ein Kopfkino, das in der Phantasie beginnt und sich in der Realität fortsetzt. Das Spiel, um das ausgeliefert sein und die Unterwerfung, ist dabei der Nährboden. Nicht die Aktion oder die ausgeführte Spielart ist der entscheidende Faktor, sondern die vermittelten Gefühle und Empfindungen. Fehlt dieses vermitteln, ist jede Session und Aktion zum scheitern verurteilt. Das Kopfkino spult einen leeren Film ab oder es entwickelt im schlimmsten Fall ein Horrorszenario. Deshalb stelle ich für mich immer die Sub in den Mittelpunkt einer Session bzw. ganz allgemein bei SM. Geht es ihr gut, geht es mir auch gut. Es muss eine Rückkopplung zwischen den Partnern stattfinden. Vertrauen bedeutet in diesem Kontext, dass die Sub sich in die Hände des Top begibt und damit in eine Wehrlosigkeit. Der Gegenpol zu diesem Vertrauen ist die Verantwortung. Wenn ich eine Sub fessle, ist sie mir ausgeliefert. In diesem Zeitraum könnte ich mit ihr alles machen, ohne das sie die Möglichkeit der Gegenwehr hat. Was ich auch immer mit ihr anstelle, sie muss es dulden. Meine Verantwortung ist es, nur Dinge zuzulassen, die positiv auf meine Sub wirken. Das Gefühl in diesem Spannungsfeld Vertrauen und Verantwortung ist für mich berauschend. Wie bei einem Ladegerät ziehe ich aus dieser Spannung meine Ladung der erotischen Batterie. Entladen wird sie wie bei vielen anderen Menschen auch, durch den normalen Sex. Damit wird wieder das Gleichgewicht zwischen den Polen hergestellt. Nähe bedeutet für mich da zu sein. Gemeint ist dabei nicht unbedingt die körperliche, sondern vor allen die geistige Nähe. Ich versuche immer wieder diese Nähe meiner Sub spüren zu lassen. Durch Worte, Berührungen oder festhalten. Sie signalisiert 'Ich bin da ... ich bin bei Dir'. In meinen Anfängen habe ich diesen Punkt vernachlässigt oder sogar verletzt. Die Folge war im besten Fall eine heftige Kritik, teilweise sogar ein Absturz. Wenn ich mit (m)einer Sub in einer Session bin, ist es meine Pflicht und meine Aufgabe, sie zum Ende der Session langsam in die Realität zurückzuführen. Erfülle ich diese Pflicht nicht, habe ich versagt. Das Tempo dieser Rückführung bestimmt einzig und allein die Sub, und ist erst dann beendet, wenn sie wieder sicher auf dem Boden der Realität steht. Die Gefühle und Empfindungen spielen bei dieser Nähe eine große Rolle. Zu viele vergessen, dass eine Sub nicht nur den Körper, sondern auch den Geist in fremde Hände legt. Ist sie in ihren Gefühlen und Empfindungen instabil, ist eine Session oder ein Spiel tabu. In diesen Situationen ist die Schulter und das Festhalten wichtiger, als die Peitsche und die Dominanz. Ich selbst habe einige Zeit gebraucht das zu lernen, zu begreifen und danach zu handeln. Seit dem lege ich großen Wert darauf. Nicht weil ich unbedingt der Super-Dom werden will , sondern weil ich diese Basis brauche, um die Tiefe zu erreichen, die ich für mich als Lustgewinn brauche. Ich handle gewissermaßen egoistisch, auch wenn die Sub daraus einen Vorteil für sich zieht. Hier findet wieder die Rückkopplung statt, die bei SM einen entscheidenden Faktor ausmacht. Der Gegenpol zu dieser Nähe ist das fallen lassen. Ich sprach davon, dass eine Sub nicht nur den Körper, sondern auch den Geist in fremde Hände legt. Das Vertrauen ist die Basis für das fallen lassen. Nur wenn eine Sub vertraut, ist sie in der Lage abzuschalten und sich der Lust ganz hinzugeben und fallen zu lassen. In der Regel erreicht man dieses nicht bei der ersten Session. Der Körper, Reaktionen, Wünsche und Vorstellungen sind Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen, um eine Tiefe zu erreichen. Erfahrung kann vieles kompensieren, aber nicht alles. Am Anfang, in der ersten Session, kann ich nur abschätzen ob es in die richtige Richtung geht. Für meine Sub gilt das gleiche. Wenn beide das Gefühl haben, kann man weiter gehen und versuchen mehr Tiefe, Gefühl in das Spiel zu bringen. Deshalb ist für mich die Nachlese, also das reden nach einer Session sehr wichtig. Den Punkt des Redens kann ich nicht oft genug betonen. Wenn es für die aktive oder passive Seite in die falsche Richtung geht, ist es besser die Finger von einander zu lassen, denn ein Teil wird immer auf halber Strecke verdursten. Ich meine damit nicht unbedingt das man nicht mehr miteinander spielt, aber beide Seiten müssen sich im klaren darüber sein, wo man steht. Die Hingabe ist gekoppelt mit dem fallen lassen, Vertrauen und der Nähe in die aktive Seite. Sie ermöglicht es Grenzen nicht nur zu finden und zu erreichen, sondern auch zu überschreiten. Wobei hier keine starken oder extremen, sondern leichte Überschreitungen gemeint sind. Diese Hingabe ist ein Geschenk von der passiven an die aktive Seite 'Ich lege mich als Ganzes in Deine Hände'. All diese Punkte, Vertrauen, Verantwortung, Nähe, Fallen lassen und Hingabe dürfen nicht gesondert betrachten werden, sondern bilden ein Ganzes. Dieses Ganze ist es, was eine SM Beziehung ausmacht und die Basis und den Nährboden der Lust ausmacht.
18. Juni 2007

Es ist eigentlich sehr einfach.

Vertraue niemanden auser Dir selber !

Bin damit immer sehr gut gefahren und wenn man in jedem menschen erstmal das Schwein vermutet fährt man bedeutend besser wie wenn man das gute im Menschen sucht.
18. Juni 2007
ohje...

da möchte ich eigentlich gar nicht tiefer gehn und drüber nachdenken....

wenn man DAS will , dann findet man in jedem menschen etwas ...solche leute nenn ich "korinthenkacker" , leute , die den kümmel aus dem käse suchen.... und eh nur negativ eingestellt sind...

klar , kein mensch ist IMMER nur lieb und nett, wenn mein geduldsfaden gerissen ist kann ich auch sehr sehr hart sein.... nur , wenn das vertrauen einen knacks bekommt.... wird es sehr schwierig wieder
zu uneingeschränktem unbefangenem vertrauen zurück zu finden...
mir fehlt dann die unbeschwertheit....
manchmal vergleiche ich das gern mit dem vertrauensvollem verhalten eines kleinen kindes.... es vertraut seinen eltern , es fühlt sich sicher.....

wenn ich nun aber in jedem menschen das SCHWEIN sehe.... wie kann man da vertrauen haben? die folge ist , der mensch ist immer mißtrauisch und verletzt somit den partner , der es ja wirklich ehrlich meint und es kann so weit gehen , daß dieser mensch dann davon rennt ,weil es wirklich sehr schrecklich ist , wenn einem immer misstraut wird ...sehr deprimierend das ganze.....

lg
nsb
20. Juni 2007

Natürlich deprimierend aber man sollte auch Traumwelt und Realität sehen und da ist nunmal nicht jeder ein Vertrauenswürdiger Mensch.

Und das viele damit auf die Schnauze fallen wenn Sie "Ihrem Partner" zu früh vertrauen sieht man doch immer wieder also eine gewisse distanz bzw. Zurückhaltung sind gar nicht mal schlecht.
20. Juni 2007
@Niemehr...

das was Du da beschreibst kenn ich irgendwie...
geht mir auch immer so.. allerdings beginne ich inzwischen hinzuhören und aufmerksam zu werden, wenn jemand immer wieder beteurt, Er würde mein Vertrauen NIE missbrauchen, und es gibt ja noch ehrliche Männer u.s.w. u.s.f.

Ich glaub auch immer an das Gute im Menschen und fall immer iweder auf die gleichen Typen rein...

Was ich anders machen kann? Ich achte darauf, ob das was einer sagt und tut zusammenpasst... ansonsten: BYe bye...
Schlecht natürlich, wenn das Herz schon involviert ist... aber da mach ich keine faulen Kompromisse mehr... Ich bin lieber aus den richtigen Gründen allein, als aus den falschen Gründen mit jemandem zusammen...

Wünsch dir alles Liebe!
20. Juni 2007
white orchidee...

damit liegst du ja auch nicht ganz falsch, ist mir auch schon oft genug passiert , daß ich zu früh vollstes vertrauen hatte.....
aber wenn es schon liebe ist .... lohnt es sich dann nicht doch einen weg zu finden?
gut , bei lügen und betrügen mach ich auch rigoros nen riegel davor...

aber wenn es um andere probleme geht, die vorenthalten wurden , aus angst , die junge beziehung kann dabei schaden nehmen.... ich würde ihm dann brücken bauen , damit es ihm leichter fällt darüber zu reden....denn leichtfertig jemanden aufgeben , den man doch schon so sehr liebt?...nein , das will ich nicht....

lg nsb
20. Juni 2007
Das Wichtigste ist...

... man darf sich einfach auch nicht zu lange hinhalten u. verar..... lassen!
21. Juni 2007
@ Alle

Danke nochmal für Eure zahlreichen Antworten.

Was ich mittlerweile glaube ist, daß man auch sein Bauchgefühl sprechen
lassen muß. Wir können hier diskutieren und diskutieren, Vertrauen ist auch
etwas was man sich ein Stück weit verdienen muß. So sehe ich das zumindest. Ich gehe nach wie vor offen auf jeden zu, allerdings hat mir eine liebe Person ( ich denke sie weiß wenn ich meine *zwinker*) geschrieben, mann könne es auch als kritisch bezeichnen. Soll heißen,
nicht so naiv sein alles zu glauben, hinterfragen und sich Zeit nehmen !!!

Wenn man jemanden wirklich etwas bedeutet, läßt er einem diese Zeit auch...............

Liebe Grüße
Lisa
21. Juni 2007
@ White Orchidee

Hallo,
Deinen Beitrag fand ich faszinierend, denn auch ich falle immer auf die "gleichen" Typen rein. Wie kommt so etwas zustande ?

Wahrscheinlich sehen sie es uns an den Nasenspitzen an, oder was meinst Du ?

Ich glaube, man muß aber nach wie vor weiter mit offenen Augen durch das Leben gehen....mein Leitspruch war....man kann auf die Nase fallen, muß aber immer wieder aufstehen.....und so sollten wir es angehen.

Aus dem Geschehenen lernen, nicht so blauäugig sein alles zu glauben
und vor allen Dingen auch mal nur an uns glauben.

Ich wünsche Dir ebenfalls alles Liebe
Lisa
25. Juni 2007

oh ja, das kenn ich - ich glaub nicht nur an das Gute im Menschen, sondern auch an das Gute im Mann *zwinker*
aber bevor frau sich auf ein männliches Gegenüber 100%ig einlässt, sollte man sich erstmal kennenlernen. Die Dauer des Kennenlernens hängt natürlich immer davon ab, wie schnell jeder bereit ist etwas von sich preis zu geben. Weiß ich viel, kann ich mein Gegenüber besser einschätzen und ihm dafür auch das entsprechende Vertrauen entgegenbringen. Aber ein 100%iger Garant ist das natürlich nicht. Ein Restrisiko bleibt immer.
25. Juni 2007
Wenn man...

...mal die LIEBE ausser acht lässt bin ich ja auch eher der mensch , der NUR glaubt was er mit eigenen ohren hört und sieht.....

in der liebe ist das allerdings etwas anders , sobald man LIEBT , die erkenntnis hab ICH mittlerweile , lässt einen der verstand häufig im stich....

warum ist das so? wieso weiß man für ANDERE immer , wie sie sich verhalten sollten ? wieso versagt man bei sich selbst so oft dabei ?....

lg
nsb
25. Juni 2007

ehrlich gesagt glaube ich mittlerweile, dass nur Frauen so dämlich sind (mich eingerechnet!)

Mehr zu Vertrauen...


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