![]() | 18. April 2007 Vertrauen beim Sex - sinnvoll oder hinderlich ? Meine sehr verehrten Damen, an anderer Stelle dieses Forums gab es einen Thread in dem es um die unterschiedlichen Formen des weiblichen Orgasmus ging. Junge Menschen die am Anfang ihres sexuellen Lebens stehen, haben so ihre Probleme im Umgang mit ihrer eigenen Sexualität. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass es vielen Frauen erst viel später in ihrem Leben gelingt, einen freieren Zugang zu sich selbst und somit zu einer erfüllteren Sexualität zu finden. Das Thema "Vertrauen" spielt dabei eine große Rolle. Könnt ihr Frauen mir etwas mehr dazu sagen ? Woher rühren Ängste, wenn man es denn Ängste nennen kann ? Warum bedarf es dieses Vertrauens ? Ich kenne Frauen, die extreme Sexerlebnisse genossen haben und für die dieses angeblich benötigte Vertrauen scheinbar keine Rolle spielte. Ist Vertrauen wirklich ein so wichtiger Punkt oder kommt dieses Verlangen nach Vertrauen aus einer rein gedanklichen Vorsichtsmaßnahme ? Stellen letztlich die Erziehung und der Umgang mit Sexualität im Umfeld, die Weichen für das spätere Verhalten ? Wenn ich Vertrauen fassen muss, dann doch unter normalen Umständen nur, wenn es sich um Dinge handelt, bei denen ich vorher aus welchen Gründen auch immer das Vertrauen verlor. Wie man lesen kann, Fragen über Fragen. Bitte helft mir diese Sache ein wenig besser zu verstehen. Danke ! Al |
![]() | 18. April 2007 Nur eine kleine, erste Anmerkung Ein sehr interessantes Thema! Glückwunsch zur Eröffnung von der Antagharin! Es scheint, als wäre Vertrauen von Frauen zwar immer erwünscht und herbei gesehnt (man könne sich dann besser fallen lassen und genießen). Aber die Realität lehrt uns manchmal auch anderes. Viele Frauen behaupten ja (in meinen Augen sonderbarerweise), sie könnten sich besser bei einem ONS mit einem Fremden gehenlassen und viel hemmungsloser sein, eben mehr die Sau rauslassen. Und dort spielt Vertrauen nicht nur gar keine Rolle, sondern es ist ja offensichtlich eher das Unvertraute, das reizvoll erscheint. Meine ergänzende Frage als Frau an die Frauen: Was denn nun? |
![]() | 18. April 2007 Nachtrag Ohne grenzenloses Vertrauen und tiefe Vertrautheut kann ich, die Antagharin, mich nicht hingeben. Ich kenne mindestens drei Frauen, die exakt das Gleiche von sich behaupten. Und ihrem Partner gegenüber immer wieder betonen (und damit begründen, wenn's mal keine Sex gibt, weil das Vertrauen bei einem Streit oder anderen Unstimmigkeiten gestört sei). Alle drei erzählen immer wieder mit leuchtenden Augen, das sie die geilsten Sexerlebnisse im Urlaub hatten - mit Unbekannten. Zu denen hatten sie nun wirklich kein Vertrauen! Wie auch? Ich kann diese Frauen überhauopt nicht verstehen. Deshalb finde ich, gerade auch als Frau, diesen Thread sehr berechtigt. |
![]() | 18. April 2007 ONS vs. Vertrauen Hallo Zusammen! Ich denke, dass viele Frauen lieber ein bisschen Sicherheit haben auf wen sie sich einlassen und vorallem auf was sie sich mit dem jeweiligen Mann einlassen. Doch manchmal wird diese Sicherheit lästig und man streift sie lieber ab und stürzt sich in eine nicht vertrautes Abenteuer. Außerdem denke ich, gibt es, wie bei allem, verschiedene Neigungen und Vorlieben, einige Frauen mögen es lieber so und andere eben aufregender. Ansich finde ich nicht, dass volles Vertrauen zum erfüllten Sex dazu gehört. Andererseits bin ich auch kein Fan von ONS. Für mich ist es wichtig, dass ich den Mann schon kenne, aber wir müssen einander nicht voll vertrauen. Also kurz : Ein bisschen Vertrautheit ist, gut aber nicht zwingend notwendig. Und der Sex mit einer bekannten Person ist ja trotzdem meistens aufregend. VLG Mia |
![]() | 18. April 2007 Aber ONS sind nun mal nicht jederfraus Sache! So verschieden, wie die Menschen sind, so unterschiedlich wird auch die Fähigkeit sein, sich beim Sex fallen zu lassen. Und: Sich fallen lassen, sich hingeben muss sie erst lernen ... was wiederum (jedenfalls bei mir) ganz viel mit Vertrauen zu tun hat. Frau will üblicherweise schon spüren, dass sie gemocht wird, für schön befunden wird. Und da das Selbstvertrauen nicht bei jeder Frau ausreichend ausgeprägt ist (die Antagharin ist da eine rühmliche Ausnahme), sucht sie Bestätigung. Wenn ich Vertrauen fassen muss, dann doch unter normalen Umständen nur, wenn es sich um Dinge handelt, bei denen ich vorher aus welchen Gründen auch immer das Vertrauen verlor. Das sehe ich nicht ganz so. Nicht jede Frau ist extrem exhibitionistisch veranlagt. Nur durch Vertrauen und Sicherheit wird sie sich wagen, immer wieder einen Schritt weiter nach vorn zu gehen. Vielleicht bin ich auch absolut auf dem Holzweg, dann klärt mich auf. Lara |
![]() | 18. April 2007 Für mich (w) gehört... ...Vertrauen zu wirklich gutem Sex einfach dazu. Klar, ich hatte auch schon ONSs, aber die waren wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Wirklich fallenlassen kann ich mich nur, wenn ich meinem Partner vertraue und zwar grenzenlos, anders geht es nicht. Klar, ich kann auch ohne Vertrauen poppen, aber erfüllender und schöner ist es für mich halt einfach mit Vertrauen und Gefühl. Und es gibt für mich beim Sex durchaus Dinge, die ich ohne Vertrauen gar nicht könnte...z.B. würde ich niemals Analsex mit einem Mann haben, dem ich nicht vertraue, ebenso Sex ohne Gummi, SM, Bondage und erst Recht nicht küssen! Es gibt mit Sicherheit Frauen, für die das nicht unbedingt wichtig ist, oder die einfach mal nach dem besonderen Kick, dem Unbekannten suchen, aber ich denke Schlussendlich, wird sie zu Vertrauten immer wieder zurückkehren. Liebe Grüße Steffy, für die Vertrauen unglaublich wichtig ist, gerade bei gutem Sex. |
![]() | 18. April 2007 Vertrauen ist das "A" und"O" Meiner Meinung nach ist für wirklich guten, erfüllenden und von "innen glücklich machenden" Sex das absolute Vertrauen zu dem Partner unerlässlich. Gerade weil ich meinem Partner so vertraue kann ich alle wirklich alle Alarmknöpfe und Sicherheitssperren im Kopf ausschalten und wirklich mit allen Sinnen meinen Partner und meinen eigenen Körper wahrnehmen und genießen. Das ist meiner Meinung nach unmöglich , wenn ich beispielsweise befürchten müsste, dass der Sexgespiele (ONS) eventuelle Grenzen nicht einhält, Signale fehldeutet oder nicht meinen hygienischen Vorstellungen entspricht oder ..oder oder... Ich könnte mir vorstellen, dass ONSs für Frauen interessant sind, die - entweder keinen festen Partner haben nach dem Motto "besser als gar kein Sex" - oder ein mangelndes Selbstwertgefühl haben und sich durch die ONSs bestätigt fühlen - oder eben noch nie wirklich erfüllenden Sex erlebt haben, da sie vielleicht noch keinem Partner absolutes Vertrauen entgegenbringen konnten. Aber ich bin da kein Experte, hatte nämlich noch nie das Bedürfnis nach einem ONS. LG peev |
![]() | 18. April 2007 Meiner Ansicht nach gilt für Männer und Frauen das Gleiche: Zunächst muss man sich selbst kennen und vertrauen, dann kann man seinem gegenüber etwas (oder ganz viel) davon geben. In meinem Leben habe ich schon vielen Menschen "Vertrauensvorschuss" gegeben und habe immer etwas (mal mehr, mal weniger) zurückbekommen. Sich nicht anzuvertrauen bedeutet gleichermassen, dass man nicht offen bzw. bedingungslos zugänglich ist. In meinem komischen Hirn gibt es tatsächlich nur eine gemeinsame Tür für Liebe, Vertrauen und Verletzlichkeit. Ich kann diese Tür nicht für schöne Erlebnisse, Genüsse und Liebe öffnen und mich gleichzeitig vor Verletzungen bzw. Enttäuschungen schützen. Also, meine Tür ist offen, ich bin verletzlich, ich möchte Lebensgenuss mit dem Risiko, verletzt zu werden. Am Ende verliere ich dabei nie!!! Ich vertraue mir und nur deshalb kann ich meiner Süssen vertrauen. In der höchsten Menschlichen Kommunikationsform, nämlich der Sexualität erfährt man tiefste Gefühle nur im Zustand des Vertrauens. Ixtriiimgruss an Alle |
![]() | 19. April 2007 vertrauen? ich denke mal vertrauen ist die basis für sex. beim ons beschnuppert man sich nur, reicht aus. bei einer beziehung muß mehr da sein, ist doch eine ganz andere ebene. fallenlassen kann ich mich bei beidem, die fackten sind doch vorher klar, oder ?.... |
![]() | 19. April 2007 nur mit vertrauem kann man guten sex haben.... ein ons kann niemal so gut sein wie der sex zwischen einem gut eingespielten paar.... sicherlich ist die spontanität und das unbekannte ein kick.... aber was man wirklich will bekommt man nur von einem partner der einen kennt |
![]() | 19. April 2007 Man kann sich bei seinem Partner einfach fallen lassen, ohne Angst haben zu müssen das er irgend etwas macht was man nicht möchte... Deswegen finde ich das Vertrauen eine wichtige Rolle spielt und den Sex noch aufregender macht... Bei ONS besteht natürlich auch ein gewisser Reiz, allerdings kommt man dabei auf Dauer nicht wirklich auf seine kosten... lg fellinlove (w) |
![]() | 19. April 2007 Eigentlich finde ich den Sex immer intensiver, je vertrauensvoller die Beziehung wird. Dass sich jemand bei einem ONS leichter fallenlassen kann, könnte höchstens mit der Anonymität zusammenhängen. das Gefühl, dass es kein Nachspiel gibt und man sich eh nie wieder sieht, könnte Hemmungen abbauen. Bei einer wachsenden Beziehung dagegen, ist man vielleicht gerade am Anfang gehemmter. Wenn man merkt, wie wichtig einem der Partner ist, und man ihn aber noch nicht so gut kennt, kann man seine Reaktionen noch nicht so einschätzen und hat eher "Angst" etwas "falsch" zu machen. |
![]() | 19. April 2007 Ich glaube diese "Angst etwas falsch zu machen" hat man am Anfang immer etwas... der eine mehr, der andere weniger... Am Anfang hat man zwar vertrauen zueinander und trotzdem wächst dieses einfach mit der Zeit und dann legt sich auch diese "Angst"... lg fellinlove (w) |
![]() | 19. April 2007 Verblüffend ... ... erscheinen uns die vielen Antworten, die ein gewisses Grundvertrauen als Vorbedingung für wirklich guten Sex sehen. Und sehr erfreulich ist das aus unserer Sicht. Was suchen dann so viele Frauen in Affären? Da kann kein Vertrauen vorhanden sein, folglich kann da auch - folgen wir all den Antworten und unserer eigenen Meinung - kein wirklich guter Sex möglich sein. Wozu dann? Für schlechten Sex, der vielleicht ein bißchen aufregend, aber dafür letzten Endes niemals richtig gut sein kann? |
![]() | 19. April 2007 Wenn dieses Vertrauen eine so große Rolle spielt. Hat es dann auch einen Einfluss auf die Intensität des weiblichen Orgasmus ? Kann man auch einen genauso befriedigenden und intensiven Orgasmus erleben wenn dieses Vertrauen nicht so ausgeprägt ist ??? Oder ist das letztlich keine Frage des Vertrauens sondern eine Einstellung zum eigenen Körper und zur eigenen Sexualität ? Al |
