![]() | 27. Oktober 2009 Danke dir Die Krux ist halt, dass man sich sehr viel selbst kaputt macht, weil man nicht akzeptieren kann das man ernsthaft krank ist und dadurch natürlich aussenstehende verschreckt sind und sich zurück ziehen....oder man sich selbst zurück zieht und keinen mehr an sich heran lassen will. Gewaltexesse in der Familie, Missbrauch und durch Gewalt entstandene Hirnschäden sind nur kleine Auszüge aus meiner Krankenakte und die haben schlusendlich mein ganzes Leben bestimmt. Heute habe ich zumindest einen Schlüssel um die dunklen Räume wieder zu verschließen. Manchmal klappt es gut, manchmal nicht so gut, aber ich kann jetzt wenigstens besser damit leben. Habe mir in der vergangenheit ganze "virituelle" Welten erschaffen, indenen ich zumindest irgendwie klar gekommen bin....aber dies ist nur eine Flucht vor dem Selbst und endet unweigerlich tragisch. Heute kann ich auch mal auf den Mittelaltermarkt oder ein Live Rollenspiel besuchen und weiß, dies ist nur ein Hobby, Abstand vom Alltag...früher zog sich das durch mein ganzes Leben und hat neben Partnerschaften auch noch mein Leben total kaputt gemacht. Medis nehme ich zwar noch und ich bin dankbar das es sie gibt, aber es wird auch mal der Tag kommen, wo ich sie absetzen kann. Therapien, Kuren und ein wirklich guter Freundeskreis helfen mir wieder der zu werden, der ganz unten in mir schlummert. Der Weg ist hart der Weg ist weit doch jeder Schritt macht mich bereit. Der zu sein der ich einst war ein eignes Leben wie wunderbar. Immer den Kopf hoch und die Nase in den Wind, euer Puk |
![]() | 27. Oktober 2009 Sex und Schizophrenie, daß sagt die Medizin. Mitteilung vom 13.01.2006 Zwei britische Forscher glauben, dass künstlerisches Genie, Sex-Appeal und Wahnsinn nahe beieinander liegen und haben den Zusammenhang zwischen Schizophrenie-Risiko und dem Erfolg bei der Partnersuche untersucht. Daniel Nettle von der University of Newcastle upon Tyne und Helen Keenoo von der Open University in Milton Keynes schreiben in einer Online-Vorabveröffentlichung der Fachzeitschrift "Proceedings of the Royal Society", dass die Charakterzüge, die einen Menschen anfällig für Schizophrenie machen, auch sein kreatives Potenzial erhöhen, was wiederum einen größeren Erfolg beim anderen Geschlecht garantiere. Ausgangspunkt der Studie war ein Effekt namens Darwinsches Paradoxon: Schizophrenie sollte eigentlich ein evolutionärer Nachteil sein und deshalb im Lauf der Zeit verschwinden, weil sie das Leben der Betroffenen mit Realitätsverlust, Wahnvorstellungen oder sozialem Rückzug erheblich beeinträchtigt. Tatsächlich ist die Krankheit jedoch weltweit verbreitet und betrifft etwa ein Prozent der Bevölkerung. Also muss die Schizophrenie mit einer anderen Disposition gekoppelt sein, die dem Betroffenen einen deutliche Vorteil verschafft – so weit die Evolutionstheorie. Dieser Vorteil könnte die große Kreativität sein, die häufig bei schizotypen Charakteren zu finden ist. Diese Persönlichkeiten verfügen über ungewöhnliche Denkstrukturen und neigen oft zu sehr impulsivem, rücksichtslosem Verhalten; Eigenschaften, die jedoch die Kreativität begünstigen können. Die beiden Briten überprüften ihre These indem sie 425 professionelle Kunstschaffende, Hobbykünstler und eher unkreative Freiwillige einen Fragebogen ausfüllen ließen, mit dem die Persönlichkeit des Probanden, das Ausmaß seines kreativen Schaffens und auch sein Erfolg beim anderen Geschlecht analysiert wurden. Das Ergebnis: Je kreativer ein Teilnehmer ist, desto ausgeprägter sind seine schizotypen Charaktereigenschaften und desto reger ist sein Liebesleben. Sowohl bei den befragten Frauen als auch bei den befragten Männern hatten die kreativsten Künstler im Schnitt mehr Partner als die unkreativen Probanden. Für die Forscher ist damit klar, dass Kreativität ein entscheidender Faktor bei der Partnerwahl ist und die Nachteile, die durch die größere Anfälligkeit für Schizophrenie entstehen, mehr als aufwiegt. Quelle: Proceedings of the Royal Society: Biological Sciences |
![]() | 28. Oktober 2009 Interessanter Bericht Danke für diesen Bericht Shurakai. In der Tat liegen ja Genie und Wahnsinn dicht beieinander. Das Genie kann sich entfalten, da völlig unorthodoxe Denkstrukturen bestehen, die ein "normaler" Mensch kaum nachvollziehen kann. Da das Außergewöhnliche natürlich so aus der Masse heraus sticht, wird man natürlich auch eher wahgenommen und ist ersteinmal "nur" interessant. Ein Exot ist man ja heute schon, wenn man sich individuell kleidet... wenn dann noch eine völlig andere Denkweise an den Tag gelegt wird, ist man für das andere Geschlecht schon mal soetwas wie ein Alphatier und Abwechslung aus dem grauen Alltag. Was die Libido angeht, so denke ich das ein von Shitzophrenie geplagter Mensch einfach mehr "Potenzial" hat, da für ihn die Sinneswahrnehmungen ganz andere sind. Ich bin kein Prof. und kann nur für mich sagen, dass ich, trotz Medikamente, einen sehr ausgeprägten Sexualtrieb habe. Ich sehe mich als Genussmensch, aber jeder Genuss hat natürlich Suchtpotenzial. Die Psyche des Menschen ist so vielschichtig und wenig geeignet in Schubladen verpackt zu werden (was leider viel zu oft passiert) Wenn man den Bericht aufmerksam liest und mal die Künstler aus der Vergangenheit betrachtet, so ist eines klar...ob durch Drogen hervorgerufen oder durch "angeborenen" Wahnsinn/ Psychische Störungen...die meisten von ihnen hatten eine ausgesprochen ausgeprägte Libido. Ist schon seltsam das die meisten Psychopharmaka gerade da eine "Beeinträchtigung" hinterlassen! Grüße aus Köln, Puk41 |
![]() | 08. Januar 2010 ... Sorry wenn ich jetzt vielleicht OT bin, aber ich finde es furchtbar (!) das BS als Behinderung hinzustellen! Borderline ist eine Krankheit - aber keine Behinderung! |
![]() | 08. Januar 2010 Ich denke schon dass eine schwere Form der Borderline Störung (z.B. mit psychotischen Phasen) eine Behinderung ist. Wird ja auch anerkannt bei der Erwerbsunfähigkeit usw. Ich finde es erstaunlich dass es im Deutschen immer heißt "Behinderte usw" In den USA sagt man "People with special needs" oder "physically (bzw. mentally) disabled"... und das trifft es viel eher. |
![]() | 20. April 2010 Ist es nicht eigentlich scheissegal welche Begriffe man verwendet? Ganz ehrlich, "Stadtteile mit Förderbedarf" anstelle von "Sozialschwache Stadtteile" oder eben "Ghettos" "Menschen mit Migrationshintergrund" anstelle von "Ausländer" "Schokokuss" anstelle von "Mohrenkopf" bla bla bla. Das ist alles Schönrederei. Es werden neue positiv klingende Wortschöpfungen verwendet, um sich selber als Individuum, als politische Partei oder sonst was innerhalb der Gesellschaft als weltoffen, tolerant und "gut" hinzustellen. Und im nächsten Moment geht das Individuum verachtend am schnorrenden Obdachlosen vorbei oder die Regierung entwirft nen Gesetz wie Hartz IV... aber hey, alles in Ordnung! Wir drücken uns ja zumindest political correctly aus. ___________________________________________________ Sorry, das war jetzt absolutes off-topic, aber ich lese hier so oft sowas... gerade kams irgendwie hoch... |
![]() | 20. April 2010 Off topic Ist es nicht eigentlich scheissegal welche Begriffe man verwendet? Nein, ist es erwiesenermaßen nicht. Die Wirkung von Sprache, vor allem auch aufs Unterbewusstsein, sollte man nicht unterschätzen... Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss nicht, dass man dadurch alle Probleme lösen kann. |
![]() | 21. April 2010 Vorurteile entstehen im Kopf, nicht auf der Zunge. |
![]() | 07. September 2010 Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung meine beste freundin meint ja das ich teile einer Passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung habe Links nur für Mitglieder teilweise sehe ich mich dawieder, muss da schon schmunzeln wenn ein der spiegel vorgehalten wird. hab aber schon teile davon abgestellt teilweise erkenne ich teile von mir in borderline wieder. hängen die beide zusammen? |
![]() | 07. September 2010 Vor Selbstdiagnosen einen Psychiater aufsuchen. Eine Störung ist erst solche, wenn ein erheblicher Leidensdruck entsteht. Du bist wie du bist. |
![]() | 07. September 2010 bedrückend akut ist es nicht. man kann aber ruhig seine fehler/schwächen erkennen und dran arbeiten für ein besseres miteinander. habs bei der freundin auch gemerkt, das der umgang besser geworden ist wenn man weis woran was liegt und sowas in zukunft vermeidung. grad bei passiv-aggressiv ist man sich der sachen selber kaum bewußt und öffnet ein die augen was man da manchmal anstellt. der mensch kann sich ja weiterentwickeln und lernen, deswegen werde ich aber nicht total angepasst und weichgespült |
![]() | 28. Oktober 2010 Psychische "Erkrankungen" (auch wenn einige nicht wahrhaben wollen, dass es Krankheiten sind) fallen sehr wohl unter Behinderungen, nämlich seelische Behinderungen - ist sogar im Gesetz verankert Ich "leide" auch an Borderline, wobei ich mich seit meiner DBT vor 5 Jahren SEHR stabilisiert hab! Hinzu kommt allerdings noch der Verdacht auf ADS, womit meine Psychiaterin sich damit nicht auskennt - und wenn ich die Diagnose bekäme, dürfte sie mich nicht weiterbehandeln, weswegen ich den Test vll immer hinauszöger........... *verlegen hüstel* Nuja.. Habt ihr auch oft Angst abgestempelt zu werden? Borderliner gelten ja oft als beziehungsschädigend oder unfähig -.- Ich hatte bisher noch nie was festes und kann es nicht so recht beurteilen |
![]() | 28. Oktober 2010 achso, hab was vergessen Eine meiner Psychologinnen in der Klinik damals (M. Seggel-Borchert - relativ bekannt auf dem Gebiet) hat immer gesagt, dass es mit Borderline ähnlich ist, wie mit Alkoholismus.. -> selbst, wenn Du ein Leben lang "clean" bist, genüg ein winziger Auslöser und alles beginnt von vorne. Deswegen wage ich zu behaupten, dass es NICHT heilbar ist! |
![]() | 28. Oktober 2010 Wieso dürfte Deine Psychiaterin Dich nicht weiter behandeln, nur weil eine ggf. zusätzliche Diagnose im Raum steht? Borderline und AD(H)S schließen sich weder gegenseitig aus, noch bedingen sie sich. Und von meiner ADHS weiß ich: Ich werde sie nicht los, aber ich habe sehr gut gelernt damit zu leben. Auf die Schnauze falle ich immer wieder aber ich habe gelernt schnell wieder hoch zu kommen und das mit wenig Aufwand. Der Name der Behinderung, Krankheit, etc. ist IMHO völlig Banane. Im Vordergrund steht das Erlangen von Lebensqualität. Und die kann ich bekommen auch wenn ich die Krankheit nicht los werde und dadurch regelmäßig Rückschläge habe. Ich lerne damit umzugehen und mich nicht darin zu verkriechen. Das gilt aus meiner Sicht sowohl für ADHS, Borderline, Alkoholismus, einen Beinbruch und alles andere. Was ich in den letzten Jahren durch die Hilfen an Lebensqualität gewonnen habe hätte ich mir nie erträumen lassen. Ich muss einiges dafür tun, aber das bin ich mir wert. Und das wünsche ich Euch auch. |
![]() | 29. Oktober 2010 Ähm.. ich glaub es hatte was damit zu tun, dass sie ne bestimmte Medikamentengruppe nicht verschreiben darf oder so.. Weiß es aber nicht genau.. |
