Frauen lassen ihre Männer sexuell verhungern!

06. April 2007
Frauen lassen ihre Männer sexuell verhungern!

Doch dann jammern und heulen sie rum, wenn ihre Männer fremdgehen und sich woanders das holen, was ihnen bei uns fehlt. Warum???

Diese Frage von der Antagharin geht an Euch Frauen:

In unzähligen Threads jammern Männer ständig (frau kann es fast schon gar nicht mehr hören) über -

- zu wenig Sex
- zu schlechten Sex
- gar keinen Sex mehr
- verklemmte und gehemmte Partnerinnen
- die sexuelle Freudlosigkeit von festen Partnerschaften
- und so weiter (Ihr kennt das ja alle ...)

All die immer wieder auftauchenden, schnell aus dem Handgelenk geschüttelten Antworten von Frauen wie z. B: "Männer haben nun mal nichts anderes als Sex im Kopf!" oder "Männer sind einfach trieb- und schwanzgesteuert" oder "In einer Beziehung wird der Sex nun mal langweilig" oder "Es gibt doch wichtigeres als Sex" etc.) interessieren hier nicht, die kennen wir alle zur Genüge. Und viele davon widerlegen wir ja bei so mancher Gelegenheit selbst.

Nehmen wir dieses Gejammer der Männer doch einfach mal ernst (wir Frauen wollen mit unseren Bedürfnisse und Sehnsüchten doch auch ernst genommen werden)!!! Setzen wir einfach mal voraus, das da was dran sein könnte.

Woran liegt es dann? Warum machen wir Frauen das bzw. warum sind wir so? Lassen wir unsere Männer absichtlich am ausgestreckten Arm verhungern? Glauben wir etwa, sie dadurch besser manipulieren zu können? Verfolgen wir damit ein Ziel? Oder was steckt dahinter? Warum sind wir, wenn wir in der Partnerschaft kaum Lust haben, plötzlich außerhalb der Beziehung manchmal so richtig geil?

Wollen wir nicht anders? Oder können wir nicht anders? Oder was ist da mit uns los?
06. April 2007
Macht...

Natürlich gibt es sicherlich noch Frauen, die es wirklich nicht verstanden haben, dass SEX ein wichtiger Bestandteil der Beziehung ist, ein wesentlicher sogar, die für sich den Sex noch nicht entdeckt haben.

Ich verstehe das "am ausgestreckten Arm verhungern lassen" auch nicht lediglich im Versagen des Rein-Raus. "Alltags-Sex" (Flirten, im vorbeigehen streicheln, den anderen wissen lassen: Du bist mein(e) MANN/FRAU), sich das Gefühl geben: Es ist GUT, dass es dich gibt, du bist wichtig. Und die Sprache des Körpers spricht eine sehr deutliche!

Glauben wir etwa, sie dadurch besser manipulieren zu können?

Ein wesentliches und zentrales Thema in Bezug auf Menschen und auf das, was sie hier im Leben lernen sollen: Der Umgang mit der Macht.

Was ist es, und wie gehe ich damit um.

Macht korrumpiert.

Macht (erfolgreich) ausüben gibt einem das Gefühl mächtig zu sein (im Gegensatz zu ohnmächtig).

Am ausgestreckten Arm verhungern lassen ist meine Macht auszuüben, die ich (vermeintlich) über meinen Partner habe.

Ich kann sie (den Sex) einsetzen, um zu

belohnen,

bestrafen,

ermutigen,

besänftigen,

überreden (etwas zu tun, kaufen, machen), usw, usw, usw.


Verfolgen wir damit ein Ziel?

Wenn, dann ein ziemlich kurzsichtiges, bescheuertes... Und das gehr immer schief und nach hinten los. Denn merken tut der Partner es doch! Ich selbst habe Sex in einer Phase, ja, ich gebe es zu, eingesetzt. Das gehört komplett der Vergangenheit hat, wir gehen mittlerweile so miteinander um, dass wir über ALLES reden, und daher keine "Machtmittelchen" benutzen.


Ich WILL meinen Partner in all seinen Facetten kennen und lieben, ich WILL meinen Teil dazu beitragen, dass er glücklich, zufrieden, erfüllt ist.

So selbstverständlich die Unterstützung/Förderung der persönlichen, seelischen, beruflichen Entwicklung meines Partner ist, so selbstverständlich gehört doch sein körperliches Wohlbefinden dazu. Und dazu gehört der Sex doch auch. Vor allem, wenn er ihn MIT MIR machen, teilen möchte!! Ich komme ja auch nicht auf die Idee, ihm Essen und Trinken zu verweigern.

Ich kann nicht immer die perfekte, vor Geilheit überschäumende, den irrsinnigsten Sex-Tanz aufführende Partnerin sein.

WOHL ABER eine zugewandte, liebevolle, verständnisvolle, gebende Partnerin sein, wenn ich mal selbst nicht die Geilheit, die Lust in Person bin.

Mein Mann massiert mir meine schmerzende Schulter auch abends im Bett, OBWOHL er müde und abgespannt ist.

Ist es dann nicht vorstellbar, dass ich zunächst auf eine "Annäherung" zumindest aufgeschlossen und in Liebe zugewandt reagiere. Das hat auch nichts mit "über sich ergehen lassen" zu tun. Auch nicht damit, wenn es denn gar nicht vorstellbar ist, nicht NEIN sagen zu können.
Aber: Wieso nicht den Partner liebevoll im Arm zu halten, während er sich befriedigt (istt das nicht auch Sex zu zweit?), anstatt ihn bei einem Nein am ausgestreckten verhungern zu lassen?!

SEX hat doch viele Gesichter.

Aber leider auch das verzerrte der Macht..
06. April 2007
darüber ...

haben wir uns auch schon sooo oft unterhalten ...

- ist es vielleicht, dass sie es vorher nur getan haben um Kinder zu
bekommen?

- ist es vielleicht, weil sie gar nicht wissen, wie es ist einen Orgasmus zu
haben und sie finden es deshalb auf Dauer nicht wirklich interessant?

- war es Anfangs "nur nötig" um den Mann rumzukriegen - nun hat man ihn,
da muss man nicht mehr?

- wenn die beiden sich trotzdem noch lieben - warum darf er seine
Bedürfnisse nicht woanders ausleben? Ist dann die offene Beziehung
nicht eine Möglichkeit für diese Paare, den anderen nicht in die Lügen-
und Betrugsfalle laufen zu lassen?

- ja, vielleicht ist es ein Machtspiel - aber eines was oft nach hinten los
geht!

- in jeder Beziehung gibt es sicherlich Zeiten wo es mal mehr oder auch mal
weniger Sex gibt - es ist nicht immer ein Machtkampf - ich denke da an die
Zeit nach der Geburt - da ist die Frau einfach anders ausgerichtet - da
zählt erst einmal das Kind. Und danach finden viele ihre Sexualität
vielleicht nicht mehr wieder.

- liegt es wirklich daran, dass wir Frauen uns mit der Pille die sexuelle
Geilheit kaputt machen? Ich für meinen Teil werde meinen Lebtag keine
Pille mehr anrühren - aus besagtem Grund!

- ich denke ja immer, auch diese Frauen holen sich irgendwo ihren Sex -
ein Leben ohne kann ich mir nicht vorstellen. Sicherlich kann es hier oder
da mal eine Frau oder auch Mann geben, der keinen Sex braucht. Aber
der überwiegende Teil wird doch sicherlich gerne ...

- ist es vielleicht auch, weil ihre Männer sie nicht mehr wirklich "geil" finden
und es wirklich "nur noch die schnelle Nummer" ist? Das wäre dann der
Grund warum sie wieder so richtig geil werden, wenn ein anderer kommt
und sie umgarnt. Komplimente macht, Aufmerksam ist, wirklich scharf auf
genau diese Frau ist - ist das vielleicht in vielen Beziehungen
eingeschlafen?


*hexe2*
06. April 2007
@Antaghar

diese frage die du hier aufgeworfen hast ist einfach nur klasse.
sie kommt echt aus dem realen leben, was auch die meinungen
dazu ausdrücken.
lg

kvc
der dieses thema mit interesse weiter verfolgt.
06. April 2007
@kvc

ja, dass war ja wieder mal ein sehr produktiver Beitrag!


*hexe2*
06. April 2007

Das ist eine gute Frage...
Im Berufskolleg und auch in der Uni treffe ich immer wieder auf Frauen, die wenig Sex wollen (brauchen?) und für die ist das ganz normal! Die wären erstaunt, wenn man sagen würde, "Du lässt deinen Freund am langen Arm verhungern". Warum das bei denen so ist, weiß ich nicht. Ich kann es auch nicht nachvollziehen.
Obwohl ich eine Frau bin, will ich sicherlich genauso viel, wenn nicht sogar mehr Sex als der Mann. Wie hier schon erwähnt wurde, ist es wohl natürlich von manchen (einigen) Frauen auch ein Machtspiel, so nach dem Motto:

*pfeil* wenn ich DAS nicht von dir bekomme, gibt es auch keinen Sex...
oder: du hast dich heute "falsch" verhalten...

Wie gesagt, ich persönlich kann dies nicht nachvollziehen, wenn ich Sexentzug als "Stafe" setzen würde (was ich eh recht albern finde), dann würde ich mich ja nur selbst bestrafen! *roll* *fiesgrins*

ABER...ich habe sogar (man glaubt es kaum) schon mit solchen Männer gesprochen, die genauso denken!!! Dann würden die ja ganz gut zu diesen Frauen passen... Man könnte für die ja mal ne spezielle Partnerbörse aufmachen *zwinker* (SCHERZ)
06. April 2007
Sehr erfreulich ...

finde ich, die Antagharin, dass hier einige Frauen sich mit bewundernswerten Beiträgen eingebracht haben. Und dass sie nicht gleich total empört diese "verrückte" Möglichkeit der Machtausübung durch Gewährung und Entzug von Sex von sich weisen.

Ind wir Frauen manchmal wirklich so berechnend? Wir wollen doch auch, dass man uns als Menschen wahrnimmt und behandelt. Warum zeigen wir es dann den Männern nicht, wie man es richtig macht und vor allem besser?

Wie Florestine es so wunderbar formuliert hat: Auch wenn man gerade mal keinen Sex hat, ist es immer noch eine andere Sache, wie man damit umgeht und es rüberbringt. Und auch ohne Sex kann man Liebe und Zuneigung zeigen und den Partner entsprechend behandeln.

Findet Ihr nicht auch? Dem eigenen, angeblich geliebten Mann allein nur das Gefühl zu geben, man ließe ihn womöglich am ausgestreckten Arm sexuell verhungern und Not leiden - wie lieblos!!! UNd dann beklagen wir uns, wenn auch wir lieblos behandelt werden.

Ist es nicht verständlich von Männern, dass sie manchmal so denken, wie sie es tun, wenn sie sich von uns so beschissen behandelt fühlen? Wenn sie sogar das Gefühl haben, dass wir Frauen manchmal Sex vor der Beziehung als Köder und in der Beziehung als Belohnnung und Bestrafung einsetzen oder zur puren Manipulation - nur um sie besser gängeln und erziehen zu können?

Sollten Frauen, die das tun, sich nicht in Grund und Boden schämen?
06. April 2007

Ich glaube grundsätzlich, dass es einfach Frauen gibt, die kein sonderliches Interesse an Sex haben. Ich unterscheide dabei deutlich zwischen Sex und Geborgenheit - Nähe - Zärtlichkeit, das letztere braucht fast jede Frau.

Aus der Praxis: Gegenüber meinem Schatz habe ich schon des öfteren erwähnt, dass es viele Männer gibt mit denen ich als Ehefrau/Geliebte auch keinen Sex haben wollte. Ganz ehrlich, es gibt genügend Männer denen man mit einem Scheunentor winken kann ohne dass sie begreifen, was Frau geil macht. Ich nehme an, um solchen Männern beizubringen was für die Ehefrau ein Lustgewinn bedeutet bräuchte man ein ganzes Lebensalter...

Im Club ist so etwas einfach, denn dort bin ich egoistisch. Komme ich mit einem Mann nicht klar müssen wir uns trennen. (Sieht er als Mann mit größter Wahrscheinlichkeit genauso, entspreche ich nicht seinen Vorstellungen hat er die Möglichkeit zu gehen). Dass eine Frau aber die Lust an Sex verliert, wenn sich das ganze auf den Lustgewinn für den Mann beschränkt und/oder er grob mit ihr umgeht, ist wohl voraussehbar.

Lassen wir jetzt mal die ganze "Romantik" außen vor. Kerzchen anzünden, zusammen Baden, Massagen,... ist zwar ganz schön, aber nicht für den täglichen Gebrauch (alleine aus Zeitgründen) geeignet. Was soll jetzt also eine Frau dazu bringen möglichst oft mit ihrem Mann Sex zu haben? Im Endeffekt nur der Höhepunkt der Lust. Wie er erreicht wird "haushaltsüblich *g* " , Tantra oder anderes ist dabei nebensächlich. SPASS muß die Sache machen, dann wollen Frauen auch Sex.

Möchte hier niemanden zu nahe treten, wenn also eine Frau mehr Wert auf Kerzchen anzünden als auf ihren Orgasmus legt, sei es ihr freigestellt und sie kann hier gerne ihre Meinung posten.

Viele Grüße
von den Sternen (Sie)
06. April 2007
vielleicht ...

ist es aber nur die Sache, dass Mann und Frau seit jeher eigentlich nur Sex hatten um ihr Art zu erhalten. Das ganze diente in der grauen Urzeit nur dem, dass wir nicht aussterben. Nun - vielleicht ist in diesen Frauen ja nur noch viel mehr - wie soll ich´s sagen - Urinstinkt? - sie machen Sex halt nur zur Fortpflanzung und basta. Denken sich gar nichts schlimmes dabei. Wollen auch gar keine Macht ausüben! Die Sache mit Liebe, Familie und dem ganzen Popanz kam doch erst durch das Christentum auf.

Wie lange wurden Mann und Frau von zu Hause direkt in eine Ehe geschickt und haben gar nichts anderes gekannt und Frau konnte sich allein schon aus finanziellen Problemen von diesem Mann nicht trennen. Wurde uns da von unseren Müttern vielleicht schon was falsches vorgelebt? Leben einige von uns heute vielleicht das, was sie unterbewusst von zu Hause mitbekommen haben? Darf Sex als geiler, lebensbejahender, ausfüllender, beruhigender "Spaßfaktor" gar nicht existieren? Haben es diese Frauen als ein iiih von ihren Müttern mitbekommen?

Wie vielen von uns wurde Masturbation mit Haaren an den Fingern und sonstigen waghalsigen Nebenwirkungen mies gemacht? Man spielt nicht an sich herum!

Dem Sex was schönes abzugewinnen. Mit dem Partner zusammen zu leben - nein, nicht nur nebenher - wirklich zusammen. Einander zu verstehen - geben und nehmen, miteinander neue Erfahrungen zu machen, die Macken und Fehler des anderen zu akzeptieren und das positive daran zu sehen, dass ist vielleicht eine weitere Stufe der Entwicklung.

Warum zeigen wir es dann den Männern nicht, wie man es richtig macht und vor allem besser?

Ich denke nicht, dass wir es besser können. Nein entscheidend ist da glaube ich eher das Team. Beide Partner zusammen können es gemeinsam meistern. Beide tragen ihren Teil dazu bei. Wir Frauen sind nicht besser! Wir sind anders - Männer aber auch!

Und auch ohne Sex kann man Liebe und Zuneigung zeigen und den Partner entsprechend behandeln.

Bei ganz alten Ehepaaren kann man so was manchmal erleben. Sie behandeln einander sehr liebevoll. Rücksichtsvoll und anständig. Sie haben viel miteinander erlebt - bestimmt nicht nur gute Zeiten - und gerade deshalb halten sie zueinander!

Paare heute sind innerhalb der Beziehung oft rücksichtsloser und gesprächsloser als sie zu allen anderen Menschen in ihrer Umgebung sind. Ein wenig mehr Respekt und wirkliches Interesse am Anderen und am gemeinsamen Leben täte da gut! Das Zusammenleben sollte nicht nur aus finanziellen Gründen, den gemeinsamen Kindern oder sonstigen Bequemlichkeiten stattfinden.

Nun gibt es sicherlich auch Frauen, die Sex und Liebe als Machtmittel einsetzen. Ich denke sie tun nur sich selber damit weh. Sie können nie sicher sein, dass der andere sie um ihretwillen liebt. Nur - warum gehen Männer dann nicht? Warum lassen sie sich so ein Verhalten jahrelang gefallen? Warum sprechen sie nicht? Ja, moppern tun sie - nein, dass ist nicht wirkliche Kommunikation! Sie müssen richtig reden. Sagen, was ihnen wichtig ist! Und wenn es nicht anders geht halt auch die Konsequenzen ziehen. Moppern tun viele in der Gesellschaft - was ändern tut kaum einer. Ein gutes Gespräch führen ist wichtig - MITEINANDER REDEN! - manchmal ist es vielleicht auch sinnvoll so was bei einem Paartherapeuten zu machen, der quasi als Schiedsrichter tätig ist. Gesprächslenkend - unparteiisch!

Vielleicht sollte der ein oder andere wirklich mal nachdenken darüber ob es nicht nur noch ein Nebenher ist oder ob noch Liebe vorhanden ist. Wenn man seinen Partner wirklich liebt, dann gehört zu einem gemeinsamen Leben auch - neben vielen anderen wichtigen Dingen, die Zuneigung ausdrücken und ebenso wichtig sind - eine gemeinsame, lustvolle Sexualität.

Ich frage mich gerade, ob das alte Ehepaar (s.o.) noch in irgendeiner Form sexuelles Miteinander hat? So wie sie aussahen kuscheln sie bestimmt noch miteinander!

*hexe2*
06. April 2007

SPASS muß die Sache machen, dann wollen Frauen auch Sex.

JA! @sterne - ich möchte nicht wissen, wie viele Frauen in ihrem Leben noch nie einen Orgasmus hatten - nicht wissen, wie schön das ist - und mal ganz ehrlich - solange ich einer Sache nichts wirklich schönes abgewinnen kann - warum sollte ich es tun?

Also - das geht an die Männer, die, denen es bisher nicht aufgefallen ist, dass sie ihrer Frau/Partnerin bei dem einmal monatliche/einmal im Quartal stattfindenden Sex entweder gar kein, ein gespielter oder nicht wirklich toller Orgasmus bereitet haben.

DAS MUSS BESSER WERDEN!

Fragt sich nur wie?

Bin ich froh, dass mein Partner nicht so ein stumpfsinniger Einfaltspinsel ist und wir uns gegenseitig umeinander bemühen!


*hexe2*
06. April 2007

au weia.... ich bin froh, dass wir solche Probleme nicht haben. Weder hatte mein Mann jemals das Bedürfnis fremdzugehen, noch lasse ich ihn sexuell verhungern.

Allerdings wird auch oft vergessen, dass der Sex oft dann nachläßt wenn die Frau in eine neue Rolle gedrängt wird: Nämlich die der Mutter!!

Und eine Frau hat heutzutage nicht nur Frau und Mutter zu sein sondern sie sollte nach Möglichkeit auch noch Karriere machen und dabei immer toll aussehen....

Ich kenne viele Frauen, die sich dieses Ziel gesteckt haben und dabei elendig vor die Hunde gehen weil das eigentlich unmöglich ist - aber die Medien propagieren es ja.

Und wenn der Frust erstmal da ist, dann ist die Lust auf Sex garantiert nicht mehr vorhanden - jedenfalls hab ich das schon oft genug genauso von Frauen gehört.

Für die Männer ändert sich i.d.R. nicht so viel, sie werden zwar Väter aber an ihren Aufgaben ändert sich nicht so dramatisch viel und viele Männer übersehen da oft, dass ihre Frau Schwerstarbeit zu bewältigen hat wo die Erotik meist auf der STrecke bleibt - tja und wenn dann noch die Kommunikation fehlt...dann ist dsa Ende der Beziehung schon vorprogrammiert.

Und...Frauen sind anders...Männer auch *zwinker*

LG
Bienchen, auch nach über 8,5 Jahren noch nicht berechnend ihrem Mann gegenüber *lol*
06. April 2007

Ist es nicht verständlich von Männern, dass sie manchmal so denken, wie sie es tun, wenn sie sich von uns so beschissen behandelt fühlen? Wenn sie sogar das Gefühl haben, dass wir Frauen manchmal Sex vor der Beziehung als Köder und in der Beziehung als Belohnnung und Bestrafung einsetzen oder zur puren Manipulation - nur um sie besser gängeln und erziehen zu können?

Gedanken dieser Art, allerdings von Männern geäußert, habe ich auch schon z.B. im Thread "Verheiratet und kaum Sex" gelesen. Damals dachte ich: 'Echt schräg! Wer kommt denn auf so was?!' OK, der frustrierte Mann. Der Mann, der die Welt nicht mehr versteht, dass die Frau, mit der er die schönsten und geilsten Stunden im Bett verbracht hat, mehr oder weniger "plötzlich" verloren geht, und an ihrer Stelle auf einmal eine Frau dasteht, die zwar genauso wie die andere aussieht, aber nur soviel sexuelle Begeisterung zeigt, wie ein im Winterschlaf befindliches Reptil.

Verständlich? Verständlich, dass sie auf solche Gedanken kommen? Ja, vielleicht. ICh kann nur von mir sprechen: Als Köder vor der Beziehung habe ich es nie eingesetzt. Ich glaube auch nicht wirklich daran, dass sich frau so verstellt.

Bringen wir es doch auf den Punkt: Das, was betrieben wird ist LIEBESENTZUG, und zwar vorsätzlicher! Und das bei gleichzeitiger Aussage: Ich liebe ihn. Wie paßt das denn zusammen?

Die Gründe für den Lustverlust sind mannigfaltig und hier nicht zu diskutieren.

Die Frage ist doch eher

1. Warum frau überhaupt auf die Idee kommt, Sex als Machtmittel einzusetzen?

2. Warum frau sich ENTSCHEIDET (und es ist eine willentliche Entscheidung), ihren Partner am langen Arm verhungern zu lassen?

Sollten Frauen, die das tun, sich nicht in Grund und Boden schämen?

Die, die es "aus niederen Beweggründen" heraus tun: JA!

Die anderen sollten sich vielleicht einmal klarmachen, WAS Sexualität ist und was es eigentlich in und für die Beziehung bedeutet. Und wofür man es andererseits "einsetzen" kann..

Ich denke, ich habe jeden Tag mehrmals "Sex" mit meinem Mann. (Wir nennen es "sexeln".) Morgens nach dem Wecker klingeln einander in den Arm nehmen, sich streicheln, sich gegenseitig "versichern": 'ich bin hier, ich liebe dich, du bist begehrenswert'. Dauert mitunter keine Minute, hält aber als gutes Gefühl den ganzen Tag an. Oder ein kurzes Telefonat am Tag, eine SMS? Naja, nur kleine Beispiele. Wie oft wir allerdings F-i...e-n? Nicht mehrmals täglich.


@Sterne
Was soll jetzt also eine Frau dazu bringen möglichst oft mit ihrem Mann Sex zu haben? Im Endeffekt nur der Höhepunkt der Lust. Wie er erreicht wird "haushaltsüblich " , Tantra oder anderes ist dabei nebensächlich. SPASS muß die Sache machen, dann wollen Frauen auch Sex.

Das sehe ich etwas anders: Der Orgasmus = Ziel? Und damit soll der O als Motivation ausreichen, um mich ins Bett meines Mann zu treiben? Da würde er lange warten! Der Orgasmus ist doch nur ein Teil, manchmal der Abschluß, der Schlußakkord. SPASS muß es machen, BEVOR ich den Orgasmus bekomme. SPASS macht es auch, OHNE dass ich zwangsläufig einen Orgasmus habe. Nicht der Orgasmus befindet über die Qualität der sexuellen Begegnung. (Aber vielleicht habe ich dich falsch verstanden).
Da du Tantra ansprichst: Es ist schon recht "westlich", dieses Ausgerichtetsein auf den Erfolg, auf den Orgasmus.
06. April 2007
???

Ich versteh nicht so ganz. Das alles hier klingt so, als wäre es eine bestätigte bzw. bewiesene These, dass die Frau den Mann "verhungern" lässt und das vorsätzlich. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das allgemeingültig ist. Es mag Frauen geben, die Sex manipulativ einsetzen, aber in einer Partnerschaft, egal ob verheiratet oder nicht, geht es doch nicht darum, ob der Mann für irgendwas belohnt werden muss. Oder will er das etwa? Will er, dass sie ihn belohnt?

Bei mir ist jedenfalls so, dass ich Sex nur dann lustvoll genießen kann, wenn die Sympathie da ist, wenn ich zufrieden bin, wenn ich die positive "Spannung" zum Partner spüre. Genau dann lockt mich Verlangen und Lust, möchte ich körperliche Nähe und mehr spüren mit dem Menschen, der mir was bedeutet. Wenn das nicht der Fall ist, dann funktioniert das auch mit dem Sex nicht.

Kurz und kanpp. Was ich sagen will, ist: Wenn die Beziehung nicht stimmt, dann funktioniert auch der Sex nur halbherzig und spätestens nach dem x-ten Mal macht es BEIDEN keinen Spaß mehr. Dann kommt wahrscheinlich der Punkt, wo es jemand als "Belohnung" bzw. als "Bestrafung" ansieht.

Sex passiert nicht nach einem "Punktesystem", sondern ist das zwangsläufige Ergebnis einer intakten Beziehung.

Von vorsätzlicher Manipulation durch die Frau zu sprechen, finde ich schon ganz schön gewagt und ist sicher für viele Frauen ein "Schlag ins Gesicht".
06. April 2007
@ kathrin70

Und was, wenn es unbewusst geschieht und nicht vorsätzlich?

Es ist ja zunächst nur eine vielleicht gewagte und provozierende These, der allerdings viele Männer vermutlich seufzend zustimmen würden.

Hier eine amüsante (?) Geschichte, die absolut wahr und exakt so geschehen ist:

In einem Selbstfindungs-Seminar für Menschen, die in zwar Partnerschaften lebten, aber mal allein etwas für sich tun wollten, geschah folgendes: Die Therapeuten baten alle Frauen, heimlich auf Zettel zu schreiben, welcher der anwesenden Männer sie am ehesten sexuell reizen würde. Es gewann ganz klar einer, der am ehesten dem Typ Macho nahekam (er sah nicht mal am besten aus, aber er wirkte cool, unnahbar und nicht sonderlich gefühlvoll - verblüffend genug!). Dann wurde gefragt, wer von den Frauen mit diesem Mann am liebsten zusammenleben würde. Keine einzige schrieb das auf ihren Zettel.

Und nun der Hammer: Auf die Frage der Therapeuten, warum das so sei, wo der Mann doch angeblich so sexy und reizvoll sei, kam von allen Frauen, die für ihn gestimmt hatten, eine entlarvende Antwort: Er sei zwar ein geiler, reizvoller Typ, mit dem man gerne mal Sex hätte. Aber er sei auch ein Typ von Mann, den man wohl kaum manipulieren (!) könne - und deshalb für eine Beziehung ungeeignet.

Wohlgemerkt, das waren alles Frauen mit Bildung und Therapie-Erfahrung!

Ist da die Vermutung wirklich so absurd, die wir hier mal offen und ehrlich diskutieren wollen?
06. April 2007

Aber er sei auch ein Typ von Mann, den man wohl kaum manipulieren (!) könne - und deshalb für eine Beziehung ungeeignet.

Wie wurde denn "manipulieren" definiert?

Im negativen Sinne oder im Sinne von "Kompromis-handelbar"?

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