![]() | 06. Juni 2007 So ? Bitte, Art_of_pain. entschuldigt mal ... aber wir sind hier doch unter relativ offenen und toleranten Menschen .. die wohl eine freiheitliche und aufgeschlossene Denkweise pflegen -- nicht wahr ?? Nur, in eurem Profil findet sich nicht EIN Bild, das eure Gesichter zeigt ???? So ganz passen eure Äußerungen nicht damit überein ?? Oder habe ich da einen falschen Eindruck gewonnen ?? |
![]() | 06. Juni 2007 Nichts zu entschuldigen @cutie: "aber wir sind hier doch unter relativ offenen und toleranten Menschen ..." Nein. "die wohl eine freiheitliche und aufgeschlossene Denkweise pflegen -- nicht wahr ?? " Nicht wahr. Die meisten, die hier posten, - ja. Aber es gibt Mitleser, von denen wir nicht einmal wissen, wer sie sind. Es gibt keinen Authentifizierungszwang im JC. "Nur, in eurem Profil findet sich nicht EIN Bild, das eure Gesichter zeigt ???? " Ja, aber dafür besonders schöne Fotos. Aber du kannst uns 'mal besuchen und nachschauen, wie wir aussehen. "So ganz passen eure Äußerungen nicht damit überein ?? Oder habe ich da einen falschen Eindruck gewonnen ??" Nirgendwo schrieb ich, dass die heutige Gesellschaft wahre Stärke besitze. stephensson art_of_:pain |
![]() | 07. Juni 2007 Stärke ? Oh, ja - eure Fotos sind wirklich schön , keine Frage ! Jedoch denke ich wirklich, wenn ich Freiheit fordere ... dann darf ich meinen Wunsch nicht hinter einer Maske verstecken . Ich möchte eure Haltung in keiner Weise angreifen , du hast NICHT geschrieben, das diese Stärke zu finden ist. Ich hoffe, ich klinge nicht zu radikal : Jedoch, wie soll ich die Verantwortung und das Durchsetzen meiner Wünsche auf andere verlagern ... ? Heißt, Wer mich kennt (und mein Lifestyle) wird eine andere Einstellung zu Schwarzen und dem Bdsm bekommen. Die Masken profitieren davon ?? Wie gesagt, ich möchte niemanden angreifen oder mich als Freiheitskämpfer profillieren, sicher habe auch ich meine Grenzen ... nur fordere ich nichts von anderen, was ich nicht selber geben oder leisten kann. |
![]() | 07. Juni 2007 der kleine Unterschied Es wäre eine Verschwendung, hier im Joyclub mein Gesicht zu zeigen, wo ich nicht beeinflussen kann, ob jemand, der mich zufällig kennt und sieht, auch mit mir darüber redet, oder nicht lieber doch gleich zu meinem Chef tapert. Wenn ich mich öffentlich zeige, dann auf Stammtischen oder Partys, wo ich den möglichen Entdecker meiner Neigung auch im Gespräch aufklären kann. Was er dann weiter damit macht entzieht sich natürlich immer noch meinem Einfluss. Es ist gerade Kirchentag, auf dem Markt der Möglichkeiten gibt es einen Stand des SMUC, Arbeitskreis zu SM und Christentum. An diesem Stand stehen fast nur Leute zum Gespräch bereit, die NICHT selber bei einer der Kirchen arbeiten. Nicht weil diese feige wären, sondern weil sie auch morgen noch Geld verdienen möchten... Aufklärung tut bitter Not, aber es kann nicht der einzelne die Welt aus den Angeln heben, und je mehr Leute mit anfassen, desto schneller geht es. Darum erwarte ich, wie Stephensson Solidarität in diesem Fall, zumindest eine stillschweigende. Dass ich mich hier der Frage stellen muss, ob wir BDSMler nicht lieber stillvergnügt für uns bleiben wollen, und ob es nicht auch ganz toll ist, eine Randgruppe und etwas Besonderes zu sein, löst bei mir Kopfschütteln aus. Alre |
![]() | 07. Juni 2007 auslieferung ist es so selten oder so rar,das sich männer dazu outen einaml die devote Art richtig auszuleben. Ich jedenfalls habe es in meiner letzen Beziehung durchspielt Zur Zeit bin leider solo, habe es aber mal in virtuellen Art gespielt. Ich würde sofort wieder eine Beziehung als devoter sklave eingehen. Im realen Alltag liebe ich die tiefe Leidenschaft und Treue. |
![]() | 07. Juni 2007 Unterschied Liebe Alre, ich gebe dir ja völlig recht . Es tut nicht not, jedem meine Einstellung mitzuteilen. Wem ich mich wann und wie erkläre ist eine Entscheidung, die auch ich nur für mich selber treffe. Es ging mir darum, nicht von anderen zu erwarten, was ich nicht selber leisten will. D.h. , wenn ich MEIN Gesicht nicht zeigen mag, wie soll ich es von DIR erwarten ??? Die Meinung, sich mit der Öffentlichkeit , oder besser mit der Idee >>> Bdsm für alle <<< etwas zurück zu halten , ist sicher nur meine (oder einiger anderer ? ) . Es kann daneben gehen ! Wir wissen alle, wie übel es ist, an Menschen zu geraten , die nicht wirklich wissen, was sie tun. Ich denke, besonders im Bdsm ist so etwas nicht ungefährlich. |
![]() | 07. Juni 2007 @ cutie Es ging mir darum, nicht von anderen zu erwarten, was ich nicht selber leisten will. D.h. , wenn ich MEIN Gesicht nicht zeigen mag, wie soll ich es von DIR erwarten ??? Du hast mich missverstanden.Ich finde Du kannst nicht von dem Umstand, dass jemand HIER sein Gesicht nicht zeigt auf sein Verhalten in der Öffentlichkeit im Allgemein schließen. Alre |
![]() | 07. Juni 2007 Es ging mir darum, nicht von anderen zu erwarten, was ich nicht selber leisten will. D.h. , wenn ich MEIN Gesicht nicht zeigen mag, wie soll ich es von DIR erwarten ??? Du hast mich missverstanden.Ich finde Du kannst nicht von dem Umstand, dass jemand HIER sein Gesicht nicht zeigt auf sein Verhalten in der Öffentlichkeit im Allgemein schließen. Alre |
![]() | 07. Juni 2007 ?? Wie ich schon sagt >> Jeder und Jede soll sich so verhalten, wie er oder sie es für sich selber richtig findet. Ich will mir wirklich nicht anmaßen irgend jemanden zu beurteilen oder auch nur zu hinterfragen ! Es ging nur, und ausschließlich nur , um den Schrei nach mehr Öffentlichkeit ! Und nur um das Erwarten an andere und die Diskrepanz zu den eigenen Taten ! Im übrigen .. ich entscheide auch von Fall zu Fall , wann ich was sage oder wie handel . |
![]() | 08. Juni 2007 Von Fall zu Fall Liebe Cutie, ich habe in diesem Thread nicht lesen können, dass jemand nach mehr Öffentlichkeit "schreit". Freiheit fängt im Kopf an. Toleranz ist eine Sache des Bewusstseins, nicht des Zeigens von schwarzen Lederstiefeln. Viele BDSMler leiden daran, dass sie sich in unserer Gesellschaft ausgegrenzt, schief angesehen und benachteiligt fühlen. "Öffentlichkeit" ist ein Gummibegriff (daher meine Frage an gentleman41). Sie fängt da an, wo ich mich einem Mädchen nähere, das ich noch nicht kenne, geht über Freundeskreise, Strassen und Kneipen und Einkaufszentren und hört beim Arbeitgeber auf, wie Alre sehr einleuchtend dargestellt hat. Wir Menschen inszenieren uns in je verschiedenen Rollen, je nachdem, auf welcher Öffentlichkeitsebene wir uns bewegen. Viele Rollen sind fremdbestimmt (ich muss immer grinsen, wenn bei 32 Grad im Schatten der junge Bankangestellte Krawatte tragen muss). Ich erinnere mich noch, wie ich vor vielen Jahren, als der Schlamperlook in war, mit meiner Freundin bei einem Brunch in Studentenkreisen auftauchte und sie gebeten hatte, Minirock und High Heels zu tragen. Die Folge war, dass alle sie scheel ansahen, keiner mit ihr redete und sie sich ausgegrenzt fühlte. Das traf mich hart, hatte sie das doch nur für meine Lust getan. Klar, dass in mir Wutgefühle gegen die anderen Gäste aufkamen. Du hast vollkommen Recht: zunächst muss jeder für sich selbst entscheiden, wie sie oder er sich in Kreisen der "Öffentlichkeit" präsentiert, wie viel Sturheit er entwickelt ("Nehmt mich an, wie ich bin, oder lasst es!") und wie viele Nachteile jemand in Kauf nimmt, um sich so präsentieren zu können, wie er will (Alres Bemerkung zum Arbeitsplatzverlust!). Dieser Thread dreht sich um etwas anderes. Hier geht es darum, wie man auf die Gesellschaft positiv einwirken kann, dass zum einen Menschen nicht in Rollen schlüpfen müssen, die ihnen nicht gemäss sind, nur weil sie Existenzängste haben, und zum anderen Menschen nicht ausgegrenzt werden, nur weil sie dicken schwarzen Lidstrich, rosa Schleifchen im Haar oder den "Ring der O" am Finger tragen. Die Änderung der Gesellschaft ist ein heikles Thema. Königswege gibt es nicht (das glaubten mal die Achtundsechziger). Aber sie beginnt immer, indem das gesellschaftliche Bewusstsein sich ändert. Dies geschieht durch vielerlei Aktivitäten – auch durch ruhige, sachliche Diskussionen hier im JC, die, wie gesagt, von jedem Internetanschlussinhaber lesbar sind – vom vierzehnjährigen Jugendlichen über die Rentnerin und den Religionslehrer bis zum Staatsanwalt. Ich habe in meiner Jugend sehr an einer restriktiven Sexualmoral gelitten; ich würde mich freuen, wenn heutige Jugendliche ihre Sexualität in Freude und Freiheit ausleben könnten. Dass dies möglich sein kann, ist ein Grund, warum ich hier schreibe. Meine Frage an gentleman41, die du zum Anlass zu deiner Erwiderung genommen hast, war dadurch motiviert, dass ich zu spüren glaubte: hier ist schon wieder einer, der dogmatisch denkt und anderen etwas vorschreiben will. stephensson art_of_pain |
![]() | 08. Juni 2007 die wahrheit liegt doch wie immer auf halben weg sicher sollte man - wenn man hier unterwegs ist sich nicht hinter einer maske verstecken - allerdings wer im öffentlichen leben steht kann durchaus durch sein outing in diesem forum mit nachteilen rechen. das ist aber doch genau der punkt!!!! diese balance zwischen "realem" leben und der realtiv heimlichen erfüllung von bdsm oder anderen fantasien. sich radikal über alle gesellschaftlichen zwänge hinweg zu setzten kommt einer kompletten ausgrenzung aus der gesellschaft gleich... oder täusche ich mich da?! ergo einen mittel weg finden, der eine hinter der maske der andere eben, in dem er - wie es fast alle hier tun - eine art doppelleben führen, für die normalen mitmenschen der angepaßte bürger - aber sobald es die freiräume gibt offen und ehrlich seine neigungen fantasien wünsche freien lauf lassen, ich denke das wir alle hier im grunde diesem spagat leben und sollten nicht vorhaltungen machen, da jeder für sich ganz pers. seinen weg zu seiner sexuellen freiheit gefunden hat.... ich wünsche euch einen schönes sonniges wochenende.... |
![]() | 08. Juni 2007 sich radikal über alle gesellschaftlichen zwänge hinweg zu setzten kommt einer kompletten ausgrenzung aus der gesellschaft gleich Das ist der Punkt, denn das muss ja nicht unverrückbar und ewig so sein. Wenn wir alle daran arbeiten, in Ausmaßen, wie wir sie bewältigen können, und in einem Umfang, der uns nicht überlastet, dass BDSM genau so gesellschaftsfähig wird wie Homosexualität, dann könnte es eines Tages eine unspektakuläre Selbstverständlichkeit sein, zu den Muttis aus der evangelischen Frauenhilfe zu sagen, "wenn ihr zum Kirchentag kommt, besucht mich am SCMUC Stand..."Alre |
![]() | 08. Juni 2007 im rahmen eines kirchentages *schmunzel* also das werden wir und auch unsere kinder nicht erleben, aber gut lass uns daran arbeiten |
![]() | 08. Juni 2007 Hallo, ihr Lieben ! Ich muß euch absolut zustimmen - Jeder entscheidet nur für sich ! Zumindest muß jeder für sich, seine Konsequenzen selber tragen. Daraus ergibt sich, nach meinem Erachten, aber kein Wiederspruch zu meinem Text. Verlangt nichts von anderen, was ihr nicht selber leisten könnt. ch hoffe, Art_of_pain - ihr fühlt euch nicht persönlich angegriffen. Das lag nicht in meiner Absicht ! Euer Text hat nur meine Gedanken zum Wandern gebracht. Die Kirche .... ? Nun, da werden wir uns sicher niemals finden ... diese Institution hat doch auf dem Welt Jugendtag die Kondom Verteiler fast an das Kreuz genagelt. Wie sollten dort jemals anders Denkende Akzeptanz finden ? Richtig finde ich auch, äußere Umstände zu akzeptieren, zum Elternsprech Tag geh ich natürlich nicht im `kleinen Schwarzen`. Und hat das Akzeptieren der äußeren Umstände nicht auch etwas mit dem Respekt vor meinen Mitmenschen zu tun ? Ich denke , z.B., an eine Grillparty - wenn nur `Muttis`anwesend sind ... muß ich dann meine Heels tragen ? Oder in einer WDR 4 - Disko den langen schwarzen Mantel ? Ich glaube nicht ! Ganz wichtig und ebenso richtig finde ich die Idee >> Jeder von uns sollte sein Umfeld im Rahmen seiner Persönlichkeit und seiner Möglichkeiten etwas entspannter stimmen << Ich denke, darauf können wir uns alle verständigen ? |
![]() | 08. Juni 2007 @princess also im kleinen schwarzen mit high heels auf einer grillparty.....schmunzel.. da würdest du sicher aufallen.... aber wieso nicht..... wer weiß was der abend noch bringt.... |
