Schafft körperliche Unterwerfung psychische Abhängigkeit?

31. Januar 2007
Schafft körperliche Unterwerfung psychische Abhängigkeit?

Hallo Zusammen,

es ist manches mal ein schwieriges Thema, aber eines welches mich schon geraume Zeit beschäftigt.

Ich spreche hier nicht von D/S Beziehungen sondern wirklich nur von SM. Das heißt keine Erziehung, Demütigungen und der gleichen sondern nur körperliche Unterwerfung, Schmerz.....

Ist es so, dass ein fortgesetztes und wiederholtes körperliches Unterwerfen auf dauer auch zu psychischer abhängigkeit führt? Um es überspitzt auszudrüchen "hörigkeit"?

Devoten Gruß

DieSklavin *engel3*
31. Januar 2007
Na toll...

Das Posting ist fast wortwörtlich, sogar z. T mit den Rechtschreibfehlern aus der SZ geklaut...

Kannst du deine Gedanken nicht wenigstens selbständig in Worte fassen? Beschäftigt dich das Thema wirklich?

Waren die Antworten in der SZ noch nicht ausreichend?



IsabellDev
31. Januar 2007
Entschuldigung

Hallo IsabellDev,

Du hast recht aber es ist tatsächlich so, daß mich das Thema interessiert. Doch hatte ich solch ein Thema schon selber verfasst nur war es alles zu lang. Da kam es mir gerade recht, daß es in der SZ auch stand.

Um zu erklären, ich habe nämlich eine Freundin bei der es wirklich so ist das es da nur um SM geht, sie ging Anfangs immer nur von eine Spielbeziehung aus und hatte es so nebenbei, ich kenne das ja auch.
Doch so nach und nach habe ich sie seltener gesehen oder nur mit ihm und da passierte es schon mal das sie eine oder ander Ohrfeigen bekommen hat, wo ich dachte das wäre jetzt nicht nötig gewesen. Sie redet viel davon und ich verstehe manche Dinge nicht, obgleich ich gar nicht so "dumm" bin was das angeht.

Sie ist aber schon in einer Art abhängiger Beziehung mit ihm drin und merkt es nicht... Ich kann es schlecht mit meinen eigenen Worten beschreiben, doch bitte sieh es mir nach wenn ich geklaut habe, es kam nur wie gerufen...

Devoten Gruß

DieSklavin *engel3*
31. Januar 2007

Ich kann mir so eine Beziehung, in der ich mich "nur" körperlich unterwerfe, gar nicht vorstellen. Für mich gehört da auch eine geistige Ebene dazu. Und natürlich begibt man sich in eine Abhängigkeit (zumindest für die Spieldauer), sonst würde das Spiel ja nicht funktionieren!

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass so etwas, wie du es mit deiner Freundin erlebst, sicher öfter vorkommt...

Je tiefer man sich in die Beziehung hineinbegibt, je länger sie dauert, je mehr Grenzen ausgetestet werden, umso tiefer rutscht man doch auch "vom Kopf her" rein. Nur so kann ich es mir vorstellen.

Es wäre natürlich interessant, Statements zu hören, wo alles ganz anders
ist! *g*
Mich würde da interessieren, wie man es verhindern kann, dass eine psychische Abhängikeit entsteht. Schliesst man Praktiken aus, redet man viel oder eher gar nicht miteinander, weiss man nicht viel vom anderen (private Sachen), etc.?


lg, IsabellDev
31. Januar 2007
Danke

Hallo IsabellDev ,

danke für Deine Nachsicht.

Also ich kenne es normalerweise auch nur so, daß da auch eine geistige Ebene dazu gehört. Deswegen ist es für mich ja nicht so mal eben zu verstehen, da sie sowas normal nicht macht... es war ihr immer wichtig das da auch etwas anderes ist als nur das Körperliche.
Man kann es zwar kaum vergleichen, aber sie war mir immer sehr böse, wenn es mir manches mal bei Männern nur um Sex ging, mehr nicht.

Ich kenne das ganze persönlich ehr anders herum, daß ich ohne jeglichen Körperkontakt in sowas geraten bin nur über das geistige... Auch das kann ich weniger erklären... aber wie Du schon sagst wäre schön da mal einige andere Meinungen zu lesen.

Devoten Gruß

DieSklavin *engel3*
01. Februar 2007
Intensität und Psyche

Hallo,

eine wirklich gute SM Begegnung ist ein extrem intensives Gefühlserlebnis. Genau deshalb sehnen wir uns danach. Genau daraus entsteht der bekannte "Suchtfaktor".

SM impliziert Gefühle, ist nie nur physisch (oder?) sondern immer auch eine psychische Herausforderung.

Wenn das physisch/psychische Gesamterlebnis *zwinker* extrem intensiv und befriedigend war, der Dom also gut, entsteht zwingend der Wunsch nach Wiederholung. Daraus ergibt sich eine psychische Abhängigkeit.

Diese Abhängigkeit ist in sehr vielen Fällen nicht nur erwünscht, sondern auch das "hohe Ziel" einer SM-Beziehung, weil die Intensität für beide Partner normalerweise immer weiter steigt, der Dom die Sub langsam an die Grenzen und vielleicht sogar darüber hinaus führen kann. Daraus kann dann eine sehr starke Abhängigkeit zwischen den Partnern entstehen, die von Seiten der Sub größer sein könnte. Die/der Sub verliebt sich in den/die Dom. Das ist eigentlich wunderschön, kann auch umgekehrt ablaufen. Erst die Liebe, dann SM.

Problematisch wird es dann, wenn einer von beiden Partnern nicht frei für eine Beziehung ist. Ich z.B lebe in einer festen Beziehung zu einer Frau, die ich über alles liebe, die aber leider, trotz aller Bemühungen meinerseits, SM nicht das geringste abgewinnen kann. Nicht in den harmlosesten Spielarten.

Damit lande ich unweigerlich in einem Dilemma, ohne intensive Gefühle auch meinerseits geht SM nicht, aber es wird niemals eine Dauerbeziehung werden können. Ich beneide die Paare, die SM wirklich bis zum Ende ausleben können, ich kann es nicht. Ich lächle innerlich ein wenig, wenn ich hier von Striemen- oder Geräusch-Problemen im Familienkreis höre, weil ich und auch meine Partnerinnen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen haben....ok, das wird jetzt etwas offtopic.

Man sollte die seelische Nähe des Doms zur Sub und die daraus entstehende Verantwortung auch lange nach einer SM-Begegnung nicht unterschätzen. Auch nicht die Verpflichtung, die einem Dom aus nur einer Begegnung entsteht. Mir geht es jedenfalls so! Die Nähe zu meiner Partnerin ist so extrem, dass sie eigentlich unauslöschlich ist. Sie dauert an, weit über die Begegnung hinaus, selbst wenn sie einmalig war. Man wird als Dom zu einer Vertrauenperson erster Ordnung (kann ja eigentlich auch nicht anders sein, bei dem grenzenlosen Vertrauen, was man sich geschenkt hat). Dieses Vertrauen dehnt sich aber über alle Lebensbereiche aus. Nach Monaten oder Jahren erhalte ich emails oder Telefonate in Krisensituationen ehemaliger Partnerinnen, von Lebenskrise über Ehekrise bis hin zu Selbstmordabsichten (die natürlich absolut überhaupt nichts mit unserer derzeitigen Beziehung zu tu haben). Und ich versuche zu geben, was ich geben kann. Ein unlösbares Band der Verantwortung.

SM verbindet zutiefst psychisch, dessen sollte sich beide Partner bewusst sein.

Ich suche nur noch nach Partnerinnen, die selbst gebunden sind, also in einer ähnlichen Sitution wie ich, oder bei denen aus anderen Gründen ein dauerhafte Beziehung ausgeschlossen ist, z.B. aufgrund der Altersdifferenz.

Ich möchte meine Partnerinnen glücklich machen und nicht kurz glücklich und dann lange unglücklich. Leider ist mir das in der Vergangenheit nicht immer gelungen, die geliebten Frauen, die mir ihr absolutes Vertrauen geschenkt haben, wollten manchmal mehr als ich geben konnte. Sehr traurig und schmerzhaft für beide.

Als Schlussbemerkung:
Natürlich sage ich offen und ehrlich immer sofort bei einem neuen Kontakt, dass ich gebunden bin. Das ändert aber kaum etwas.

Natürlich weiß meine Lebensgefährtin von meinen Neigungen. Aber unsere Vereinbarung zu meinem "Zweitleben" macht dieses nicht unbedingt einfacher.

Ich warne jede Frau, die bereit ist, sich auf SM einzulassen, eindringlich davor, dies mit einem anderweitig gebundenen Partner zu versuchen. Außer, sie ist sich sicher, dass dieser nicht in ihr "Beuteschema" passt.

Der Dom könnte gut sein, die Lust überirdisch gut, die Sucht nicht beherrschbar.

NineTails
01. Februar 2007
In jedem Fall

da es bei dieser Art Spielen kaum Grenzen gibt.
In jedem Fall für "Normal"nicht mehr verwendbar.
Hab die Story einmal miterlebt-obwohl ich mich eher nicht für einen "Normalo"halte.
01. Februar 2007
@NineTails

Du rätst anderen davon ab, das zu tun, wofür du dich selbst entschieden hast, wovon du deine Finger letztendlich selbst nicht mehr lassen kannst?
01. Februar 2007

Hmm, ich denke, dass man das Eingangsposting, bzw. die Frage kurz und knapp mit einem >Ja< beantworten kann. Dinge, die wir als schön, geil, lustvoll erleben haben nun mal naturgemäß ein hohes Suchtfaktorpotenzial – und jeder hat nun mal seinen ganz individuellen Kink, gleich ob das Schokolade, Marathonlaufen, SM oder sonst was ist.

Ich frage mich hin und wieder, warum sich Menschen, den extrem harten, physisch schmerzhaften Torturen des Triathlons freiwillig unterwerfen. Nun, die werden schon ihre Gründe haben (3,8 km schwimmen, 180 km Rad fahren und anschließend noch 42,2 km laufen, Ironman eben). Ein befreundeter Marathonläufer erzählte mir, dass ab einem bestimmten Laufpunkt Hormone freigesetzt werden – und Du willst einfach immer mehr davon, kannst nicht genug bekommen. Warum sollte das beim Lustschmerz anders sein.

Jepp, und das Sub immer wieder diesen Unterwerfungsschmerz bei einem vielleicht bestimmten Dom sucht, liegt vielleicht am Schokoladefaktor – Schokolade ist definitiv lecker, aber es muss natürlich eine ganz bestimmte Sorte sein, die die Glückshormone optimal kickt, ergo greife ich im Regal eben genau immer wieder und wieder da hin. Und dass der physisische Kick im Kopf kickt und dort auf die Psyche wirkt muss doch eigentlich nicht noch mal explizit betont werden, denn ohne Kopf auch kein „Suchtkick“. Eine Abhängigkeit letztendlich kann aber nur entstehen, wenn Sub es auch zulässt.

kyto
02. Februar 2007
@NineTails

Ich warne jede Frau, die bereit ist, sich auf SM einzulassen, eindringlich davor, dies mit einem anderweitig gebundenen Partner zu versuchen. Außer, sie ist sich sicher, dass dieser nicht in ihr "Beuteschema" passt.

Der Dom könnte gut sein, die Lust überirdisch gut, die Sucht nicht beherrschbar.

Wie Recht Du hast???

Aber warum sind 99% der Doms gebunden...???

WARUM????

Aber das wäre vielleicht ein neues Thema!
02. Februar 2007
@Kyto

Dinge, die wir als schön, geil, lustvoll erleben haben nun mal naturgemäß ein hohes Suchtfaktorpotenzial – und jeder hat nun mal seinen ganz individuellen Kink, gleich ob das Schokolade, Marathonlaufen, SM oder sonst was ist.

Ist der Umkehrschluss, dass Doms auch süchtig werden könnnen ???

Wahrscheinlich ja...nur nicht nach einer,gell?? *zwinker*

Liebe Grüsse...
02. Februar 2007

@orange_moon,

sicher - *lächel – die Tür schwingt nach beiden Seiten.

Aber warum nicht nur nach Einer?
02. Februar 2007
@orange_moon

Du rätst anderen davon ab, das zu tun, wofür du dich selbst entschieden hast, wovon du deine Finger letztendlich selbst nicht mehr lassen kannst?

Nein, ich rate nicht davon ab!

Ich rate eher zu, aber mit realem Blick auf die möglichen zukünftigen Entwicklungen.

Viele Frauen, die devote Neigungen haben, diese aber noch nie ausleben konnten, entweder weil sie noch keine dauerhafte Beziehung eingegangen sind oder weil ihr Partner ihre Neigungen nicht befriedigen konnte, sind ruhelos und suchend.

Mit einem einfühlsamen Dom können sich ihre Träume erfüllen. Ein uneinfühlsamer wird sie nur enttäuschen.

Aber was passiert danach?

Ich erwarte nur, das respektiert wird, was ich von Anfang an als Grundsatz vereinbart glaubte. Das ist schwer!

Und natürlich gerät auch der Dom in eine Abhängigkeit, er genießt jede Sekunde und vermisst sie nachher.

Es ist halt schwierig

NineTails
05. Februar 2007
!!!

Schafft körperliche Unterwerfung psychische Abhängigkeit?


>>> Ja! und das ist auch gut so!

gruß vom puppenspieler
28. Februar 2007

... kommt wohl auf die definition von psychischer abhänigkeit an.. und auf viele weitere faktoren..

es kann passieren - muss aber nicht..

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