Probleme der Partnersuche

13. Mai 2007

@ da_flo:

ja diesen spruch kenne ich nur zu gut. als anwort kam dann "bist nicht mein typ" oder "entsprichst nicht meinen vorstellungen"
14. Mai 2007
Toller Vater!!!

Hallo Kater,
dickes Kompliment erstmal an dich, das du dir darüber schon solche gedanken machst, dein Sohn kann stolz auf dich sein!!!
Ich selbst bin seit 6 jahren halbseitig gelähmt, war aber schon ein dreivierteljajr vor meinem schlaganfall verheiratet, mein Mann hat zum Glück bedinungslos zu mir gestanden, ich selbst bin auch stolze mutti, meine tochter is mittlerweile auch schon 6 Jahre alt und (gesund)
mit persöhnlich hilft es viel das ich in einem verein bin, meinmann ist bei der freiwilligen Feuerwehr, daher haben wir einen sehr großen bekanntenkreis aus dem sich auch tolle freundschaften entwickelt haben,
was ich damit sagen willist das es gut ist wenn mann viel unter "normale" leute kommt die einen so akzepieren wie mann ist, alsao pack deinen sohn nicht in watte und versuch ein passendes hobby in einem verein für ihn zu finden, dann lermt er viele altersgenossen kennen ich denke das ihm dann die partnersuche sicher auch leichter fällt!!!
LG Andrea
23. Mai 2007
Stähle seine Persönlichkeit

Hi Kater,

aus eigener Erfahrung war es für mich wichtig mit meiner eigenen Behinderung zurecht zu kommen. Meine Prothese authentisch und galant einzusetzen, so dass es schon ein Augenschmaus für andere ist zu zuschauen. Wenn dann die eigene Persönlichkeit stark genug ist, kann sie aus jeder Situation ein interessantes Lächeln hervorzaubern mit dem doch schnell Kontakte aufgebaut werden können. Es war aber in jungen Jahren schwer den neugierigen und überraschten Blicken Fremder zu begegnen. Mich nicht gehen lassen und immer wieder auf's Neue aufstehen brachten mich vorwärtz. Verbitterung ist eine große Gefahr. Lebensfreude, Ausstrahlung, Witz und Humor eine große Hilfe. Und raus in die reale Welt - immer wieder auf's Neue! Rede mit Deinem Sohn und hilf ihm, indem Du seine Persönlichkeit förderst und damit er nie das Lächeln verlernt. Ich hätte mir damals auch so einen Vater wie Dich gewünscht! *zwinker*

Gruß Hooky
09. Juli 2007
ist nicht sooo schwer

mein süßer hat mich gefunden Handicap-Lov e das eingeben und anmelden *top* sind auch kaputte drin aber man kann ja filtern was ist ok was nicht. Bei uns ging es sehr schnell *fiesgrins* ach er ist noch drin aber braucht es gar nicht versuchen alles meine *lol*
23. November 2007
( hoffentlich ) hilfreicher Erfahrungsbericht

Ich gehe selbst seit 43 J. mit einer Armbehinderung ( optisch wie eine vergleichsweise glimpfliche Conterganfolge wirkend ) durch´s Leben und habe mich nach dem Lesen der vorhandenen Beiträge entschlossen, meinen "Senf" dazuzugeben.
Zwei Erfahrungen möchte ich an den Anfang stellen, die relativ unspektakulär seinen mögen ( und deren Übertragbarkeit auch vom Ausmaß der Einschränkung abhängt ):

1. Als Mensch mit einer sichtbaren Behinderung ist es schwierig
einen Partner zu finden.
2. Es ist aber ( grundsätzlich ) keinesfalls unmöglich.

Aus Erkenntnis Nr.1 folgt für mich, dass es als Behinderter klug ist, sein Glück nicht von einer Liebesbeziehung abhängig zu machen. Wenn du als Betroffener der Meinung bist, ohne feste Freundin oder festen Freund nicht glücklich sein zu können, hast du ein Problem. Vor allem aber wirst du Gefahr laufen, jedem, die oder der sich für dich zu interessieren scheint, "an den Hals zu werfen", auch wenn ihr nicht zueinander passt oder du in dieser Beziehung ein Leben führen musst, dass deinen Vorstellungen eigentlich nicht entspricht. Denn es könnte ja Jahre dauern, bis sich wieder einmal jemand für dich interessiert. Am Ende wirst du alleine dastehen, weil was du lebst nicht echt und authentisch ist und sich das irgendwann nicht mehr leugnen lässt. Passiert dir das 2,3 Mal nacheinander ist das Thema Zweisamkeit für dich durch.

Wenn Du, Kater danach fragst, wie Du deinen Sohn auf die Zukunft vorbereiten kannst, dann fallen mir daher Dinge ein, die für Eltern nicht behinderter Kinder wohl genauso gelten:
Ermutige ihn unter Menschen zu gehen, aktiv zu sein, Freundschaften zu suchen. Gelingt ihm das, wird er ( nicht nur, aber auch, so ist nun einmal jedes Leben ) Bestätigung erfahren und zu Selbstvertrauen finden, soziale Kompetenzen erwerben, die ihn vor Einsamkeit ( und damit der Anfälligkeit für zum Scheitern verurteilte Beziehungen ) bewahren. Kurz, er wird ein Mensch werden, der sich ( meistens ) selbst mag und mit sich ( überwiegend ) im Reinen ist.

Gelingt das alles, hat er gute Chancen auch Erkenntnis 2. zu teilen und eine Partnerin zu finden. Auch Menschen ohne Handicap werden bestätigen können, dass Beziehungen meistens entstehen, wenn sie gar nicht auf der Suche sind, sondern offen und aufgeschlossen ohne weitreichende Absichten mit anderen umgehen.

Aber etwas anderes fällt mir noch ein. Ich wünschte mir, meine Eltern hätten mich ermutigt, einen ( mir möglichen ) Sport zu betreiben. Das hätte mir geholfen, ein entspannteres Verhältnis zu meinem Körper zu finden. Körperliche Intimität gehört nun einmal zu einer Liebesbeziehung. Und wenn du kein versöhntes Verhältnis zu deinem body hast, dann bremst dich das ungemein und lässt dich verkrampfen.

Mehr als diese Dinge zu fördern und als aufmerksamer, verständnisvoller und nicht überbesorgter. sondern Zutrauen vermittelnder Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen wirst du nicht tun können. ( Aber das ist ja nicht wenig.) Alles andere wird ein Sohn allein tun müssen und - denke ich - können.

Beste Grüße vom Geniesser
28. November 2007

Wäre jetzt ziemlich abgedroschen, zu sagen, abwarten, die Richtige kommt schon...

Ich denke, dass es sehr viel damit zu tun hat, wie der betroffene Mensch mit seiner Behinderung umgeht. Der größte Fehler, den man machen kann, ist sich misserfolgsmotiviert in sein Schneckenhaus zurückzuziehen und zu sagen "Mich nimmt ja doch keiner..."

Und man sollte Ausstrahlung, Charakter, Witz, Charme etc einfach nicht unterschätzen.
Warum ich das sage? Scheinheilig irgendwelche Floskeln von mir gebe? Tu´ ich gar nicht!
Habe nämlich heute in der Stadt einen betroffenen Jungen ( jungen Mann? War so um die 20 ) gesehen. Und der war verdammt süß. Vor allem, weil er fröhlich aussah, gelächelt hat und extrem lebendige Augen hatten.

Also, Jungs und Mädels, raus aus dem Schneckenhaus, ab ins Leben, es wartet auf euch!
12. Mai 2008
hallo Kater

so ganz vor Enttäschungen bewahren kannst du deinen Sohn wohl nicht, aber ihn hinterher auffangen, wenn "es" schiefgegangen sein sollte. Und immer wieer ermuntern.

Im Vorfeld ihn immer wieder darin bestätigen, daß er ein ganz besonderer und einzigartiger Mensch auf dieser Welt ist, damit er die Chance hat, eine starke Persönlichkeit zu werden.

Als Vater ist es sicherlich besonders schwer, seine Kinder loszulassen, weil man sich dauernd Sorgen macht. lass es ihn nicht allzu sehr spüren, daß du dir Sorgen machts.

Eine Partnersuche gestaltet sich natürlich schwer, wenn man behidnert ist oder ein handicap hat. Wer wüßte das nicht besser als ich. Und manchmal stehen auch mir als erwachsener Frau die Tränen (manchmal auch der Wut) in den Augen. Aber dann rappele ich mich wieder auf und denke, irgendwann wird es jemanden geben, der dich so liebt wie du bist.

Und diese Kraft kannst du ihm vorher versuchen zu vermitteln, zu wissen, daß es sich lohnt, weil er ein wunderbarer Mensch ist: nämlich dein Sohn.

Dazu wünscht dir alles Gute
lonely_heart

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