Entschuldigung Annehmen?

22. Januar 2007
@ Thekenlady

Ich denke mal Du hast den Thread wieder dahingelenkt und aufgezeigt um was es eigentlich geht.
Auch pierce gebe ich Recht, es geht hier nicht um Sühne, Vergebung, Vergeltung.
Es geht schlichtweg um die Frage von Andruschka.
22. Januar 2007
die frage

die eingangsfrage bezog sich auf die "vergebung"!

>>>>>entschuldigung annehmen?<<<<<


lg pierce
22. Januar 2007

DomLucifer
@andrusch
Ich hoffe du nimmst solche Dummen Mail nicht ernst, die Leute die so was schreiben sollen erst mal in die Situation kommen und das geht schneller als man glaubt nicht nur durch Unfall - M.S. ist auch was feines........

Genau darauf habe ich gewartet.
Also kann man bei so einer Diskussion nur Leuten glauben die ein solchen Schicksal ereilt hat ?
Oder ist deine Meinung auf Grund der Behinderung jetzt mehr wert wie meine?
labern alle nicht behinderten jetzt Müll, oder muß ich mir jetzt ein bein abhaken um mitreden zu können?

Die Frage war eindeutig, und jemand stellt wohl eine Frage zur Diskussion um VERSCHIEDENE Meinungen zum Thema zu hören.

Und genau da liegt wohl dein Problem, du scheinst zu verbittert zu sein um andere Meinungen zu aktzeptieren. Allein dieser ganze Zynismus in deinen Posts.. *roll*
Es wurde MEHRFACH von den verschiedensten Usern darauf hingewiesen das man das als 3. Person unbefangen sieht, auch das es keine Allheil_Lösung gibt ....aber nein, Du hast mit den VERBITTERT-Hammer alles platt, nur Du kannst recht haben *roll*

Und bevor du jetzt mit einer Diskussion kommst ( an der ich mir dir nicht im geringsten Interssiert bin ) JA ich kenne viele Behinderte, auch eine Schwerstbehinderte ( was für ein grausiges Wort ) ..Und jeder hat seine schlechten Phasen aber keiner ist so drauf wie Du. Ja du hast das Recht verbittert und sauer zu sein, Aber die Leute deren Meinungen du hier angreifst können auch nichts für DEIN Schiksal.

Meine Meinung dazu....
Für mich ist diese Diskussion hier beendet.
22. Januar 2007
@pierce

Ich hab heute Nachmittag mal mit unserem Anwalt über diese Sache gequasselt und genau der Punkt kam, er meint eine Entschuldigung annehmen heißt noch lange nicht vergeben.
Er hats mir so erklärt: Jemand wird geschlagen, der Schläger entschuldigt sich, dann kann der Geschlagene die Entschuldigung annehemen, vergibt er ihm aber, wäre es moralisch eigentlich verwerflich ihn dann noch vor Gericht zu ziehen und ihm Schmerzensgeld dafür abzuverlangen.
23. Januar 2007
Thema anonymisieren

es geht um @andruschka
eine Diskussion über ein Einzelschicksal zu führen, das dann vielleicht als Ergebnis die persönliche Entscheidung eines Opfers haben soll, ob er dem verursachre verzeihen soll oder nicht, das halt ich schlichtweg für einfältig.

Auch das krampfhafte Festhalten an eben diesem Einzelschicksal, ohne das grundsätzliche Thema anzusprechen, finde ich nicht zielführend. Denn dann entsteht nämlich wirklich die Situation, wie wir sie hier finden: ein einseitiges Beratschlagen ohne Grautöne.
Falls dies im Sinne des Threaderöffners gewesen ist, werde ich mich sofort aus der Diskussion heraushalten.

achja, liebe @thekenlady
weil es nicht nur Fahrlässigkeit ist, sondern weil er sich in dem vollen Bewußtsein, daß er nicht wenig getrunken hat
wieviel Bewußtsein hat denn jemand noch mit 3,8 Promille?

In vorauseilendem Gehorsam distanziere ich mich vom Fahren in trunkenem Zustand, möchte aber auch gleichzeitig bekanntgeben, daß dem Alkohol, als gesellschaftlich akzeptiertes Rausch - und Suchtmittel auf andere, zielführendere Weise begegnet werden muß.
23. Januar 2007

@thekenlady
3) Auch wenn Andreas die DDR verlassen hat, hätte der Verursacher (wäre es ihm ernst mit seiner Hilfe gewesen, hätte er versucht mit Andreas in Kontakt zu bleiben), ihn mit geldlichen Mitteln auch nach dem Verlassen der DDR zu helfen.

Das hätte ich sehen wollen, wie du das damals bewerkstelligt hättest.
Dann wär er bestimmt gleich nochmal in den Bau gegangen, wenn er einen DDR-Flüchtling im Ausland kontaktiert hätte.
23. Januar 2007

Nach 1990 wäre keiner mehr in Bau gegangen und das ist nun stolze 17 Jahre her, sollte sich auch schon bis Stollberg rumgesprochen haben, da kann man einiges versuchen.
23. Januar 2007

Sicher, es ging aber um "in Kontakt" bleiben und ihn nach Verlassen der DDR mit geldlichen Mitteln zu versorgen.

Welche Aussichten bestehen, jetzt jemanden in Deutschland zu finden, kann ich nicht sagen. Das habe ich nie gebraucht.

Daß Du, @andruschka dann auch noch durch den Umzug um die läppischen paar €, die Du von ihm bekommen hättest umfällst, das ist zwar tragisch, aber kann dem Verursacher nicht zur Last gelegt werden.

Übrigens die 130Mark waren damals ein Fünftel des Bruttodurchschnittverdienstes. Selbst wenn er das wärend der DDR Zeit weitergezahlt hätte, wären das nur rund 30 DM gewesen.
23. Januar 2007

Heute in Deutschland zu finden der ganz legitiem einen festen Wohnsitz hat ist kein Prob. das geht ganz schnell.
Um so schlimmer dass es mal grad 30 Euros sind, wird Zeit dass der Verursacher mal darüber nachdenkt.
23. Januar 2007
zurück

ich schlage vor, das eingangsposting noch einmal zu lesen!
vielleicht spekulieren wir jetzt noch über irgendwelche umrechnungssätze von DDR-mark zu €, natürlich unter berücksichtigung der inflationsrate.
eine diskussion um das grundproblem, eine entschuldigung anzunehmen,
scheint mir angemessener und passender.


lg piere
23. Januar 2007
...

Es ist gut, daß es viele verschiedene Meinungen gibt, doch es ist weniger gut, daß sich manche der Schreiber hier durch die Meinung anderer auf den Schlips getreten fühlen.

Da ich meine Meinung schon mehrfach kundgetan habe und darauf auch Antworten bekommen habe, die teils mehr, teils auch weniger mit dem Eingangs- Thread zu tun haben, ist es mir langsam aber sicher zu müßig
hier weiter meine Beiträge einzubringen.

Ich wünsche Euch allen noch eine fruchtbare Diskussion und wünsche Andreas nur das Allerbeste.

LG von der Thekenlady
04. Februar 2007
Gib Dir selbst die Zeit die Du brauchst...

Glaub mir, der Verursacher ist auch mit gemischten an diese Sache heran gegangen. Stelle mir gerade seine Situation vor und denke,er hatte wahnsinnige Angst vor diesem Zusammentreffen.
Er hat sicherlich mit Deiner Reaktion gerechnet und sie mehrmals im Kopf durchgespielt.

Deine Reaktion war "ok", sozusagen NORMAL.

Niemand hätte noch im Krankenhaus daran gedacht seinem Peiniger zu verzeihen.

Niemand wäre zu diesem Zeitpunkt, wärend er sich gerade versucht mit der Situation abzufinden und sie zu verarbeiten, nur in der Lage gewesen eine sachliche Unterhatung mit dem Verursacher zu führen.

Aber ich finde aus Dir ist ein sehr starker, selbstbewusster Mensch geworden der gerade sehr viel bewegt.

Das ist super! Behalt Dir diese Gabe bei, denn das was Du aus dieser Erfahrung mitgenommen hast sind mit Sicherheit Dinge die Du sonst nie Erfahren hättest.
14. Februar 2007

Also.. nachdem ich 3 Seiten las, will ich mal fix sagen was ich denke... danach les ich weiter *g*

Wenn mir sowas passiert wäre, ich hätt den auch hochkantig rausgeworfen klar... weil so kurz danach das doch nicht einfach ist... ich selbst müsste erst damit klar kommen... dann kann ich auch weiter denken.. ich würd dem anfangs auch dei pest an Hals wünschen und was weiss ich nich noch alles... aber, wenn Zeit vergangen ist... würde auch ich ins grübeln kommen, ob das alles so richtig war.. eine gestammelte Entschuldigung muss nicht bedeuten, dass sie nicht ernst gemeint ist, sie würde mir im nachhinein viel mehr sagen, dass sie ernst gemeint ist bzw die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie ernst gemeint ist.. und das er den Mut aufbrachte, das persönlich zu tun und nicht nen Strauss Blumen mit nem Brief ins KH zu schicken, dem zolle ich ehrlich Rerspekt... ich denke, das gestammel kommt von der Angst "Wie nimmt er es auf.. was passiert.. kann er mir verzeihn..." Vielleicht hilft es, wenn Andruschka sich hinsetzt, dem Verursacher nen brief schreibt.. ihm schildert, wie es ihm jetzt geht... das es damals schwer war zu verzeihen, bzw zu entschuldigen, weil das zu frisch war das Ganze... dem Verursacher zeigen, ich muss mich damit auseinander setzen, weil Du mit so viel Alkohol im Blut noch den Mumm hattest Auto zu fahren.. ihn fragen, warum... bei so nem hohen Wert geh ich auch von Alkoholsucht aus... wenn der Verursacher dei Entschuldigung ernst meinte, wird er sich wieder melden.. wenn sein Anwalt ihm damals nur dazu riet, um ne geringere Strafe zu kriegen, wird er es nicht tun.. und ich glaube, das ist ein guter Anfang um zumindest rauszufinden, wie ernst war die entschuldigung gemeint...ich glaube, wenn man die Antwort weiss, ist man nen grossen Schritt weiter...
Mein Ex sagt immer, wenn irgendwas is,
"Ich bin nicht nachtragend, kann nur schwer vergessen..."
damit will ich sagen, man sollte dem Autofahrer zeigen, es war absoluter Mist, aber ich lebe damit, ich muss damit leben und ich hoffe, Du wirst das nie wieder tun... und das man das eben niemals vergessen kann, egal wie sehr man sich bemüht..für mich selbst wäre es ne beruhigung, einen Schritt getan zu haben, um meinen inneren Frieden zu finden..
20. Februar 2007
als unbetroffener

kann ich zwar nicht wirklich zu diesem thema beitragen, aber vielleicht mit einer idee einen denkanstoss anbringen: das akzeptieren einer entschuldigung muss von innen heraus kommen. wenn du das geschafft hast, kannst du auch wieder zum inneren frieden finden, den du -vermutlich?- dringend nötig hast.

meine mutter wurde 1982 von einem raser einen tag nach ihrem 32. geburtstag überfahren.

bis heute habe ich keine entschuldigung dafür gehört.
22. Februar 2007
...

Eine wirklich aufrichtige Entschuldigung muss gelebt werden.

In Deinem Fall würde ich diese zumindest anerkennen wenn er weiterhin Kontakt gesucht und mir bewiesen hätte etwas daraus gelernt zu haben.

Es gibt (und gab auch zu DDR-Zeiten) eine Menge sozialer Einrichtungen in denen man sich engagieren kann...und eben diesen Einsatz würde ich als Entschuldigung ansehen.

Mal im KH "Hallo" sagen reicht auf keinen Fall...

Wenn es Dich aber noch beschäftigt - such ihn, finde ihn und berichte ihm von Deinem Leidensweg nach dem Unfall....

Ich befürchte jedoch, dass jemand der sich in diesen praktisch komatösen Zustand des Vollrauschs versetzt, über ausreichend Hirnzellen verfügt (grundsätzlich *g* ) wirklich zu verstehen was er angerichtet hat.

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