![]() | 07. November 2007 ohne Überschrift... Hi andruschka Eine gute Frage, ob man sowas verzeihen kann oder nicht. Ich persönlich kann in einem Fall wie bei Dir nicht mitreden. Habe jedoch ein Beispiel aus meinem Leben, was zwar vom Grundprinzip komplett anders ist, und trotzdem irgendwie Parallelen aufweist. Ich wurde nach 2 jahren glücklicher Beziehung von meinem eigenen Freund vergewaltigt. Somit war diese Beziehung mit eigentlichen Zukunftsplänen natürlich sofort beendet. Er hatte auch versucht, sich zu entschuldigen, irgendwie aus diesem Wirrwarr der Gefühle zu befreien. Litt massivst an Schuldgefühlen (Berichte von gemeinsamen Bekannten). Anfangs hatte ich nur Hass für Ihn übrig. Dieser wandelte sich irgendwann in Wut, denn ich hatte sehr mit dem Erlebten zu kämpfen. Irgendwann kam die Enttäuschung, dass Menschen zu soetwas fähig sind. Darauf folgte Mitleid, dass er sich soweit nach unten begeben hat. Mittlerweile sind meine Gefühle für ihn wieder Neutral (es war vor 6 Jahren), ich kann Ihm in die Augen sehen, mich mit Ihm unterhalten. Zwar nicht in tiefgründigen Gsprächen, doch zumindest für einen Small-Talk reicht es. Und auf eine gewisse Art hat sich auch eine Art "Dankebarkeit" entwickelt, denn durch das erlebte habe ich Erfahrungen gesammelt, welche ich zum Glück positiv nutzen kann, als persönliche Stärke. Vielleicht, andruschka, ist es mit Deiner Gefühlswelt ähnlich. Es wurde etwas genommen, was ein anderer durch Idiotie und Dummheit genommen hat... Und um auf die anfängliche Frage nochmal zu antworten: Er wäre ohne eine Annahme der Entschuldigung aus dem Zimmer komplimentiert worden! liebe Grüße und keep on smiling dusky |
![]() | 08. November 2007 dusky Heute ist wieder so ein Tag wo ich an die Unfallfolgen denken muß.Das Wetter ist saumäßig und alle Knochen tun weh.Habe aber sehr viel Gartenarbeit vor mir,die währe der Fuß noch vorhanden mir leicht von der Hand gehen würde.So warte ich auf meine Frau das wir es gemeinsam machen.Und das gefällt mir gar nicht,denn sie muß den ganzen Tag arbeiten und hat ihren Feierabend auch verdient.Sie jammert natürlich nie,aber mir geht das gegen die Hutschnur.Und so gibt es viele Beispiele wo man öfters daran Erinnert wird,was wäre wenn.Aber genug gejammert,werde mal mit der Gartenarbeit anfangen. |
![]() | 19. Dezember 2007 Das Jahr! Und wieder ist fast ein Jahr zu Ende,auch dieses habe ich einiger maßen Überstanden.Einige OP,s sind dazugekommen,die Zähne wurden saniert und wir haben neue Leute kennen gelernt.Waren zum Usertreffen,was Spitze war und hoffen es war nicht das letzte.Möchte mich bei allen Bedanken die hier ihre Antwort hinterlassen haben und wünsche allen ein FROHES WEINACHTSFEST. Andreas |
![]() | 21. Dezember 2007 hallo andruschka! Wünsche Euch beiden ebenfalls ein besinnliches Weihnachtsfest! liebe Grüße dusky |
![]() | 24. Dezember 2007 also ich würd seine entschuldigung anehmen wenn er freiwillig gekommen ist. Weil wenn er normal denken kann wird er es selber wissen das er dein Leben zerstört hat. ich weiß net aber ihn würde/wird auch wenn du entschuldigung animmst sein Gewissen ihn die hölle heiß machen. |
![]() | 27. Dezember 2007 Sorry ??? Gegenfrage; Hast Du schon mal einen Fehler begangen, wolltest Dich liebend gerne Entschuldigen...und konntest nicht?? Ein Onkel von mir fuhr mit dem Auto gerade nach Hause... Sozusagen, die Klassische Version... zwischen den geparkten Autos kam ein Kind vor sein Auto gelaufen...Er hat es Totgefahren Am Ende hat er sich von seiner Familie entfernt, verlor seine Arbeit, wurde Alkoholiker... Dieser Mensch, der Dir Wehtat...er wollte sich Entschuldigen ! Du musst Ihn nicht "Verstehen"... Das Kann eben dieser Mensch doch selbst nicht! Aber; er möchte sich Entschuldigen Gib`Ihm doch diese Chance... Was hast Du denn noch mehr zu "Verlieren"? Wenn sich dieser Mensch schon bei Dir "Entschuldigen" wollte? Dann zeigt es doch, das er das doch selbst niemals wollte.... LG,FrankWF |
![]() | 27. Dezember 2007 Entschuldigung ? Warum ? Habe mich eben mal in den vorangegangenen Seiten umgesehen... Du fühlst Dich Behindert? Hoffentlich aber nicht Nutzlos? Ich selbst habe mich mal in der Jugendarbeit in meiner Gemeinde eingesetzt... Wetten ? Auch für Dich gibt es immer noch den einen, oder anderen Platz, wo Du Dich einsetzen kannst Du selbst; bist als MENSCH Wichtig! Verlier´Dich selbst nicht aus den Augen.... Das wäre zu schade... Dein FrankWF PS: Ich wünsche Dir und Deinen Liebsten von ganzem Herzen alles Gute und nicht nur einen "Guten Rutsch in´s Neue Jahr"! Sondern auch sonst noch alles, alles Gute |
![]() | 28. Dezember 2007 @ Andruschka Ich kann Dich sehr gut verstehen, dass Du Deinen Unfallverursacher aus dem Zimmer geschmissen hast. Ich hätte auch so reagiert. Man sagt "Die Zeit heilt alle Wunden", ob das immer auf einen zutrifft, steht in den Sternen, aber kann man damit und sollte damit leben, was passiert ist. Ich denke, Du brauchst Deine Zeit und ich denke auch, dass diese Person es bereuen wird, denn auch sie muss damit leben, was sie Dir angetan hat. Du wirst mit der Zeit damit auch besser klarkommen und anders denken, als nach Deinem Unfall. Ich wünsche Dir viel Glück und Du hast ja noch Deine bessere Hälfte, die mit Sicherheit auch zu Dir steht, egal wie es jetzt bei Euch ausschaut. Auf jedenfall alles Liebe und viel Gesundheit in dem nächsten Jahr und übrigens: Happy Birthday LG PrivatesPaar200 |
![]() | 28. Dezember 2007 ... 3,8 Promille sind, wie bereits geschrieben wurde, ein Wert von Gewohnheitstrinkern. Die meisten Anwälte werden im übrigen davon abraten, ein Unfallopfer im Krankenhaus zu besuchen, wenn Alkohol im Spiel war. Könnte ja immerhin sein, daß sich ihr Mandant zu einer Aussage im Krankenhaus verleiten läßt, die ihnen die Verteidigung ihres Mandanten erschwert. Ich persönlich verstehe Deine Reaktion; aber auch diejenigen, die sagten, daß sie verziehen hätten. Es kommt ja auch immer auf die jeweilige Situation an. Ich habe knapp 20 Jahre ehrenamtlich in einem Verein gearbeitet, der Unfälle auf Autobahnen abgesichert und die Unfallopfer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versorgt hat. Hierbei bin ich auch von einem "Unfallopfer" tätlich angegriffen worden, was mich fast das Leben gekostet hätte. Dem Täter, der wegen einer anderen Sache dann verurteilt wurde, habe ich nicht verzeihen können - er tat es aus vollem Bewußtsein und um eine andere Tat zu vertuschen und fliehen zu können. Aber es gibt auch Unfälle, die durch eine verkettung unglücklicher Umstände zustande kommen - wäre es so gewesen, hätte ich verzeihen können. Wie gesagt - es kommt auf die Umstände an. |
![]() | 02. Januar 2008 Verzeihen ist enorm wichtig damit man seinen Mitmenschen die Chance gibt sich selber weiterzuentwickeln,schließlich gehört meist viel Mut dazu sich zu entschuldigen.Allerdings wächst der Fuß davon auch nicht nach.Ich hoffe einfach mal dass der Fahrer für sich selber etwas erkannt hat und zumindest irgendwie versucht hat deine Schmerzen zu lindern. |
![]() | 02. Januar 2008 Leider nein! Auser das ich den Fahrer am Krankenbett(Rausschmiss)gesehen habe,habe ich nie wieder etwas von ihm gehört oder gesehen.Im Grunde möchte ich ihn auch nicht mehr sehen,es ist viel Zeit vergangen und ich muß damit Leben. Ich wünsche Euch allen ein gesundes neues Jahr. |
![]() | 04. Januar 2008 @ andruschka als langjähriges mitglied in der freiwilligen feuerwehr berlin habe ich viel von dem schrecken und dem leid unschuldiger erfahren den alkoholisierte verkehrsteilnehmer verursachen. solche einsätze machen wenig vergnügen und hinterlassen oftmals neben einem gefühl der hilflosigkeit auch die frage nach dem "warum" bei wohl allen beteiligten, nicht zuletzt auch bei uns als helfern. aus meiner sicht ist es jedoch auch ein zeichen von "bewußtwerdung" wenn täter den kontakt zu ihren opfern suchen, denn nur so werden sie sich des ausmaßes ihres handelns wirklich bewußt. ein einfacher weg ist dies nicht, und er zollt wohl jedem von euch ein höchstmaß an kraft ab. ich verstehe zu gut das es dir nicht möglich war ihm zu verzeihen, zumindest nicht dort im krankenhausund und nicht so. dennoch hätte ich ihm wahrscheinlich den weg zu mir nicht durch eine kurzschlusshandlung verstellt (die ich aber gut nachvollziehen kann), ich hätte mir mehr zeit damit gelassen. mehr zeit für ihn das leid zu erkennen, und mehr zeit für mich festzustellen ob es ihm ehrlich ist.. ich wünsche dir für die zukunft all erdenkliches gute und genesung. und anbei noch eine anmerkung an alle : schieben wir nicht nur die verantwortung auf die, die durch ihre dummheit und unvernunft solche dinge tun, sondern nehmen wir unsere mitverantwortungin unserem umfeld an. einfach mal den schlüssel kassieren genügt schon. |
![]() | 04. Januar 2008 @ andruschka als langjähriges mitglied in der freiwilligen feuerwehr berlin habe ich viel von dem schrecken und dem leid unschuldiger erfahren den alkoholisierte verkehrsteilnehmer verursachen. solche einsätze machen wenig vergnügen und hinterlassen oftmals neben einem gefühl der hilflosigkeit auch die frage nach dem "warum" bei wohl allen beteiligten, nicht zuletzt auch bei uns als helfern. aus meiner sicht ist es jedoch auch ein zeichen von "bewußtwerdung" wenn täter den kontakt zu ihren opfern suchen, denn nur so werden sie sich des ausmaßes ihres handelns wirklich bewußt. ein einfacher weg ist dies nicht, und er zollt wohl jedem von euch ein höchstmaß an kraft ab. ich verstehe zu gut das es dir nicht möglich war ihm zu verzeihen, zumindest nicht dort im krankenhausund und nicht so. dennoch hätte ich ihm wahrscheinlich den weg zu mir nicht durch eine kurzschlusshandlung verstellt (die ich aber gut nachvollziehen kann), ich hätte mir mehr zeit damit gelassen. mehr zeit für ihn das leid zu erkennen, und mehr zeit für mich festzustellen ob es ihm ehrlich ist.. ich wünsche dir für die zukunft all erdenkliches gute und genesung. und anbei noch eine anmerkung an alle : schieben wir nicht nur die verantwortung auf die, die durch ihre dummheit und unvernunft solche dinge tun, sondern nehmen wir unsere mitverantwortungin unserem umfeld an. einfach mal den schlüssel kassieren genügt schon. |
![]() | 05. Januar 2008 Ich kann nicht! Das soll hier kein gejammer sein,aber es ist eben so.Immer wenn es mal Berg auf geht und ich mich wieder richtig ins Zeug lege kommt irgendwo eine Keule her und es muß an mir Rumgedoktort werden.Dann bin ich für Wochen oder Monate auser gefecht gesetzt und das Nervt.Nun ist es so,das ich nach fast 20 jahren in der Firma aufhören muß und das Belastet mich am meisten.Ich kann und will nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen und meine Frau muß auf Arbeit. WIE SOLL ICH DA JEMALS VERZEIHEN ? |
![]() | 05. Januar 2008 @Andruschka ICh denke nict, aß du groß rumjammerst. Deine Klagen, Sorgen, Ängste und Nöte sind sicherlich berechtigt. Abr darum geht es beim Verzeihen ja auch nicht. Könntest Du denn Deine Situation besser verkraften, wenn es kein betrunkenerAutofahrer wäre, der dies verursacht hat ? Wieviele Menschen sind in ähnlichen Situationen durch Krankheit oder durch einen normalen Unfall, vielleicht auch mal durch eigene Schuld ? Dein Leben ändert sich ja nicht dadurch, das du nicht verzeihst, du hast nur ein Opfer für Deine verständliche Wut. Das ist ja durchaus legitim, und Wut kann auch mal nützlich sein, aber du soltest aufpassen, daß es nicht in Bitterkeit umschlägt, denn das kann passieren wenn man nicht verzeiht und Bitterkeit verätzt dir Dein Leben mehr, als es der Unfall und seine Folgen eigentlich wert sind Du sollst ja nicht für den anderen verzeihen, entweder ist er ein Typ der ein Gewissen hat, was ihn jetzt schwer belastet oder nicht, das wird sich durch deine Haltung gar nicht so sehr verändern. Aber für dich selber finde ich es wichtig, damit du Dein Schicksal annehmen kannst und deine Kraft für Deine Zukunft und nicht für Deine Vergangenheit einsetzt. Auch wenn du deine jetzige Arbeit verlierst heißt es ja nicht, daß du nie mehr arbeiten kannst, es gibt viele Menschen die auch mit einer körperlichen Behinderung arbeiten. Sieh es als Chance sich neu zu orientieren... Ich weiß das klingt alles ein bißchen schwültig aber das soll es nicht sein... Viele Grüße und trotz allem ein gutes neues Jahr für Dich Andrea |
