![]() | 21. Februar 2012 Vergebene Frauen Fällt mir nicht leicht, das anzusprechen worüber ich gerade so nachdenke, aber ich tu's trotzdem. Normalerweise inszieniert man sich hier anders, und dieses andere "easiere" Seite gibt's ja auch noch, aber mich interessiert zu sehr, was ich hier für Antworten bekomme. Insofern öffne ich mich mal ein wenig. Ich war bis vergangenen November in einer festen Beziehung. Viereinhalb Jahre lang. Aus verschiedenen Gründen ist sie in die Brüche gegangen - und es ist auch richtig so. Am Ende dieser Beziehung habe ich eine Frau kennengelernt, verheiratet, mit einem kleinen Kind. Ich hab mich wie ein Irrer in sie verliebt. Und sie sich in mich, ein wenig wenigstens. Sie war toll, die Inkarnation von allem, was mir in meiner Beziehung gefehlt hat. Nicht sexuell, das schenkten beide sich nichts, aber was Lebensfreude, Aufregung, positive Gedanken, Neugierde und Freude anging. Anyway, es zeichnete sich recht schnell ab, dass sie ihren Mann und ihr Kind nicht verlassen werden würde. Ich hab mich dennoch von meiner damaligen Freundin getrennt. Es war für mich die einzig konsequente Entscheidung. Am Ende stand ich also als Neu-Single da - ohne meine langjährige Fréundin und ohne die Frau, in die ich mich verliebt hatte. Es war einerseits befreiend und andererseits schrecklich. Aber ich konnte in den Spiegel sehen und hatte das Gefühl, mich anständig verhalten zu haben. Ich war im Reinen mit mir. Ich bin ausgezogen, hab mich neu aufgestellt, ein neues Leben angefangen. Nun bin ich Single, und nun passiert dasselbe wieder. Ich lerne eine ganz zauberhafte junge Frau kennen, wir daten ein paar Mal, und als erste funken sprühen werde ich wieder mit der tatsache konfrontiert: Vergeben seit acht Jahren (wenn auch nicht verheiratet). Ihr Freund ist lieb und nett und "trägt sie auf Händen", aber es fehlt der Kick, udn offenbar soll ich den nun liefern. Sie reduziert unser "Zusammensein" explizit nicht auf das Sexuelle, spricht von Magie, von Chemie, vin Anziehungskraft. Sie findet mich furchtbar anziehend, hat Gefühle für mich, in ihren Mails ist nicht nur von Sex die Rede, sondern von Emotionen, von dem, was ich bin und ihr Freund offenbar nicht. Sie ist, oder schreibt wenigstens, sie sei verliebt. Aber es bleibt immer die Einschränkung: "Ich weiss nicht, was ich tun werde, wie ich entscheiden werde. Ich geniesse Dich einfach, aber ich weiss nicht, wie es weitergeht." Ich glaube zu ahnen, wie das ausgeht, schon aus der Erfahrung von vor wenigen Monaten heraus - und es wird mir nicht gefallen, fürchte ich. Ich sollte wohl die Finger davon lassen. Andererseits verbringen wir wunderbare Zeit zusammen. Und manchmal frage ich mich: Was ist nur los mit den Frauen von heute? Irgendwie sind sie... wie ich früher war und nicht mehr sein möchte. Ulkig, oder? Erlebe ich etwas völlig normales und verstehe es nur nicht? Ich bin gespannt auf Eure Antworten. |
![]() | 22. Februar 2012 Das wäre ein Moment, in dem man zumindest mal über die diversen Formen der ethischen Nicht-Monogamie nachdenken könnte. Und sei's auch nur, um sich dagegen zu entscheiden; aber es existieren durchaus konstruktive Möglichkeiten jenseits des Alles oder Nichts, wenn man sie gehen will und kann. Viel Glück. |
![]() | 22. Februar 2012 Du ahnst ja bereits wie es ausgehen könnte..... und ich denke Dein Gefühl trügt Dich nicht. Im Grunde stellt sich nur die Frage kannst Du mit der Rolle der zweiten Geige umgehen, oder nicht? |
![]() | 22. Februar 2012 Ein sehr reales Thema! Ich habe diese Erfahrung im früheren Single-Leben auch machen müssen. Ich hatte zeitlich getrennt zwei Affairen mit vergebenen Frauen. Eines zog sich über mehr als 3 Jahre hin. Ich nenne es immer die Büroaffaire, weil wir oft in ihrem Office waren Sind zusammen ausgegangen, haben alles möglich gemacht, als wären wir ein Paar. Der Typ zu Hause war lieb und nett, konnte sie aber nicht befriedigen. Er konnte ihr angeblich keine Wärme verleihen und sie in den Arm nehmen. Er hat alles rausgefunden und ewig gestalkt. Wäre damals ein Grund für sie gewesen sich zu trennen. Sie war völlig fertig. Offener ging es nicht. Ich hatte ihr nochmal gesagt das sie meine Traumfrau ist. Ich musste beruflich wegziehen und wollte sie mitnehmen... Tja, das Ganze ist jetzt fast 4 Jahre her und ich weiß das sie immer noch mit dem gleichen Mann zusammen ist. Sie möchte ihr Leben mit ihm verbringen... Zweitere ähnlich. Hat sich langsam entwickelt. Der Sex war Wahnsinn. Das ging soweit, dass sie sich von ihrem damaligen Partner sogar getrennt hatte. Ein paar Wochen später hat sie es bereut und ist zurück. Die Beiden leben nach wie vor zusammen. Ich denke typisch Frauen, suchen sie doch Sicherheit und Geborgenheit. Und das gibt ihnen nunmal das gewohnte Umfeld. Ein Risiko einzugehen ist für eine gewisse Zeit sicher ein Spiel und eine Abwechslung, doch schlussendlich dafür alles aufzugeben!? Du wirst immer der "Verlierer" sein bei dieser Sache. Genieße es so lange Du kannst! Nimm es mit und verbuche es unter den guten Zeiten. Lass die Hoffnung saußen das sich hier was ändert. Du bist der Gespiele für die schönen Stunden. Hier offenbart Sie alles, was sie zu Hause außen vor lassen muss. |
![]() | 22. Februar 2012 Ich denke typisch Frauen, suchen sie doch Sicherheit und Geborgenheit. Und das gibt ihnen nunmal das gewohnte Umfeld. Wieso typisch Frau? Ein Fall von partzieller Blindheit???? Ich (und wahrscheinlich jede Menge andere Frauen) kennen genügend Fälle bei denen es umgekehrt ist. |
![]() | 22. Februar 2012 mariamagdalehna hat Recht.... Meine Erfahrung, von mir selbst gemacht und auch im Bekanntenkreis gehört ist die...dass eher Männer diese Denkweise haben. LG dieFEE |
![]() | 22. Februar 2012 Der Hormonrausch einer Verknalltheit nimmt halt keine Rücksicht auf die stabile Partnerschaft, die den nach 6-36 Monaten einfach so nicht mehr haben wird in 95% der Fälle. Ich finde ja "Treue ist auch keine Lösung" einen ganz empfehlenswerten Einstieg, die Denk- und Verhaltensmuster da wenigstens mal kurz zu hinterfragen. Niemand soll bekehrt werden, jeder soll seinen eigenen Weg finden - aber ob dieses schwarz/weiss so hilfreich ist, ohne über die anderen Farben wenigstens mal nachgedacht zu haben? |
![]() | 22. Februar 2012 phillipneo: Ich glaube zu ahnen, wie das ausgeht, schon aus der Erfahrung von vor wenigen Monaten heraus - und es wird mir nicht gefallen, fürchte ich. Ich sollte wohl die Finger davon lassen. Andererseits verbringen wir wunderbare Zeit zusammen. Und manchmal frage ich mich: Was ist nur los mit den Frauen von heute? Irgendwie sind sie... wie ich früher war und nicht mehr sein möchte. Ulkig, oder? Hach ja, das "elendige Thema" mit großartigen, vergebenen Frauen, die in ihrer Beziehung... nun ja, whatever. Ich könnte so viel und doch gar nichts schreiben. phillipneo: Erlebe ich etwas völlig normales und verstehe es nur nicht? Ich bin gespannt auf Eure Antworten. Ja (Je nachdem, was du als Ausgangspunkt/"normal" ansiehst.) und ja, anscheinend. (Mehr möchte ich zum gegebenen Zeitpunkt nicht beantworten, ist mehr nicht (explizit) gefragt.) |
![]() | 22. Februar 2012 Ich denke Typisch Mann und Frau gibt es in der Sparte schon garnicht mehr. In der heutigen Zeit hopst man schneller zum nächsten Menschen als das man sich mit diversen Problemen auseinander setzt um das was man hat entweder zu verbessern oder im reinen auseinander zu gehen. Also könnte man meinen die Wegwerfgesellschaft der Geschlechter. Ist ein Mensch nicht gut genug wird man eben den nächsten suchen anstatt mal (entschuldigt die Wortwahl) die Klappe aufzumachen und Tacheles zu reden. Zum Thema an sich: Mein Beileid lieber TE. Ich kenn das auch und es fühlt sich zumindest für mich blöd an zu wissen das da eine Frau ist die zwar was von dir will du aber eigentlich weisst das sie den jetzigen nicht verlassen wird. Ich würde dir daher ehr raten dich zwar nicht komplett von Ihr zu "trennen" aber sagen das Du erst wieder das "intensive" suchst wenn sie weiss wo sie hingehört. Zweigleisig ist eh auf dauer keine Lösung. Also klare Aussagen zu dem Thema und eine klare Struktur um den weiteren Weg entweder alleine oder zu zweit zu gehen. |
![]() | 22. Februar 2012 @ versuchender und was wolltest Du uns damit sagen???? |
![]() | 22. Februar 2012 Sie ist, oder schreibt wenigstens, sie sei verliebt. Aber es bleibt immer die Einschränkung: "Ich weiss nicht, was ich tun werde, wie ich entscheiden werde. Ich geniesse Dich einfach, aber ich weiss nicht, wie es weitergeht." Wäre es besser Sie sagt: Es passt so wunderbar zwischen uns, wir sollten zu dritt miteinander leben ? Da zieht auch so mancher ein merkwürdiges Gesicht Und mal ernsthaft, was verpasst man ? Mit einem Menschen zusammen zu sein, der nicht in der Lage ist ehrlich und offen eine Beziehung zu führen. Um dann selber der Nächste zu sein, dem ein Lügengebilde vorgegaukelt wird ? |
![]() | 22. Februar 2012 meine Frage an dich.......... warum lässt du dich dann auf eine Affaire mit einer gebundenen Person ein wenn du es danach hinterfragst es gibt doch genügend Singles und alleinstehende............... LG Jamaika69 |
![]() | 22. Februar 2012 Erlebe ich etwas völlig normales und verstehe es nur nicht? Es völlig normal zu nennen fände ich übertrieben,es kommt aber vermutlich häufiger vor. Da Du das "Ende" ahnst,verstehst Du es zumindest in Ansätzen. Das Ende wird vermutlich von Dir iniziiert werden,bewußt oder durch dein Verhalten. Man kann eigene Erfahrungen nicht verallgemeinern,aber ich vermute,Du bedienst einfach einen bestimmten Bereich(der nicht auf Erotik beschränkt sein muß),der bei ihrem Partner fehlt. Der kann sogar eine gewisse Tiefe haben ,wird vermutlich aber trotzdem nicht um den (großen)Teil ergänzt werden, den ihr Partner beansprucht. Evtl. bietest Du auch ein wenig freie Projektionsfläche für diverse Tagträume,von denen sie ahnt,daß die Realität die auffressen würde. |
![]() | 22. Februar 2012 Bliebe trotzdem die immer wieder gleiche Frage: Warum gestalten all diese Frauen (oder Männer) ihre Partnerschaften (die sie ja offensichtlich nicht beenden wollen) nicht so spannend und erotisch aufregend wie mit ihrem Lover (der für sie ja nur ein vorübergehendes "Spielzeug" ist) ... (Der Antaghar) |
![]() | 22. Februar 2012 Sorry, ich bin hier der Moralapostel den keiner lesen will. Aber es ist eine frage der moralischen Hygiene, ob man mit solch einer Frau etwas anfängt. Du musst Dir drüber klar sein, das Deine Seele so eine Beziehung nicht unbeschadet überstehen kann. Entweder du zerstörst eine Beziehung, oder sie entscheidet sich für ihren Freund und dann bist DU am Boden zerstört. Klar bist Du nicht für die Beziehung dieser beiden Leute verantwortlich. Und ja, wir leben im 21. Jahrhundert. Und ja, das alles kann jedem passieren. Wo die Liebe eben hinfällt. Ich persönlich denke jedoch: Raus aus so einer Dreiecksbeziehung! Du kannst dabei nur der Verlierer sein. Und das Kind? Auch an das muss man auf jeden Fall denken. Mein Tip: Brich den Kontakt zu dem Mädel ab oder besteh, wenn Deine Liebe nicht aus der plötzlichen Einsamkeit heraus resultiert darauf, das sie sich entscheidet. Oder ist es für Dich ertragbar, das sie nachts neben ihrem Freund einschläft? Löse das Problem. Geh nach vorne und stell Forderungen oder zieh einen Schlussstrich! |
