![]() | 15. Februar 2012 Interkulturelle Beziehungen Hallo liebe Beziehungsfreunde, wie heißt es so schön: Wo die Liebe hinfällt... Und das heißt, dass sie auch vor Ländergrenzen und verschiedenen Kulturen nicht Halt macht. Wir möchten euch zwei binationale Beziehungen aus dem JOYclub vorstellen. Sie standen uns zu ihrem Kennenlernen, Zusammenleben und möglichen Problemen Rede und Antwort: Interkulturelle Paare Habt ihr auch Erfahrungen in einer internationalen Beziehung gemacht? Oder ist auch diesbezüglich mal was Verrücktes passiert? Hier könnt ihr eure Erlebnisse, Geschichten und Gedanken posten. Nationale und internationale Grüße, Miss Mood |
![]() | 15. Februar 2012 Sind selber "Interkulturell" und freuen uns, OTL zum Freundeskreis zählen zu dürfen. Wir waren zwar nicht so schnell mit dem Heiraten (laaaange Briefe und Chats waren an der Tagesordnung - ich glaub viele Paare haben in ihrer gesamten Beziehungszeit nicht soviel kommuniziert wie Flor und ich vor dem ersten wirklichen Treffen), aber auch bei uns war es der berühmte Kommissar Zufall, dass wir uns kennengelernt haben - und das ist inzwischen auch schon über 16 Jahre her... Ablehnung hat es eigentlich selten gegeben, allerdings haben einige Fremde schon mal saublöde Sprüche abgelassen (als ich leider nicht dabei war) und die wohl immer noch als Stachel tief drin sitzen, obwohl die entsprechenden Leute niveaumäßig unter aller Kanone waren. Aber selbst in der Familie kam von einer eingeheirateten Person ein saudummer Kommentar, aber da war wohl auch viel der Neid wegen der doch gravierenden Ausbildungsdifferenz der Faktor, damit sie sich dann anderweitig profilieren mußte. Ansonsten ist es eigentlich doch völlig egal, ob man weisser ist und eher zu krebsrot tendiert, wenn die Sonne stärker scheint - oder ob man einen bronzeneren Hautton zeigt. Das wichtigste sitzt doch viel tiefer und ist von der Herkunft absolut unabhängig. |
![]() | 15. Februar 2012 Also zuerst einmal sind für mich binationale Beziehungen, alle Beziehungen, die einen deutschen und einen nichtdeutschen Partner beinhalten... z.B eine/ein Deutscher mit einer/einem Österreicher, ist ebenfalls binational... Da aber hier der Focus, wie mir scheint auf binational "exotische" Paare gerichtet ist, müsste die Fragestellung anders heißen... Habt ihr Erfahrungen in einer internationalen exotischen Beziehung gemacht...dementsprechend außerhalb Europas... Ich könnte schon etwas dazu beitragen, aber halt nur aus dem europäischem Ausland...wenn das international genug ist? |
![]() | 15. Februar 2012 @ guggi9 Also bei uns ist's zwischen einem Niederländer und einer Deutschen |
![]() | 15. Februar 2012 Informativ Ich (M) muß mich jetzt mal outen: Ich hegte bislang immense Vorurteile gegen interkulturelle Beziehungen. Dies aus diversen Gründen, teils eigene (Lebens)erfahrungen, teils persönliche Einstellung. Gerade aber solche Berichte belehren einen aber ruckzuck eines Besseren, und das ist gut so. Auch mit 54 sollte man schließlich noch lernfähig sein. Scheinbar gehts öfter 'gut' als man glaubt. Ich freu' mich für die Beteiligten. LG vom Paar1510 |
![]() | 16. Februar 2012 @ guggi9 Die Fragestellung ist bewusst nicht eingeschränkt auf bestimmte Länder oder ähnliches. Wenn du binationale Erfahrungen innerhalb Europas gemacht hast, passt doch das auch zum Thema. Also wenn du uns es erzählen magst, kannst du es gern tun... |
![]() | 16. Februar 2012 @Flor_Esteban mit exotisch meinte ich speziell ausserhalb Europas oder eben einen total anderen Kulturkreis...weiss nicht wie ich es sonst beschreiben soll... Aufgrund der 2 Beispiele im Bericht nahm ich an, das eben hierauf fokusiert wird... Ich kenne Spanien ziemlich gut...meine Schwester wohnt seit 10 Jahren in Denia...ebenso war ich knapp 7 Jahre beruflich in Südamerika...hauptsächlich Kolumbien und Brasilien, von daher kenne ich auch einige Paare und deren Lebenssituation...Das gab auch den Ausschlag für meinen ersten Beitrag, weil ich es eben so w.o. beschrieben verstanden habe... nichts für ungut |
![]() | 16. Februar 2012 Bin selbst ein Produkt so einer "interkulturellen" Beziehung - und meine Eltern haben immer gesagt: Die Mentalität ist seltener das Problem als die Persönlichkeit. Andererseits: Wenn aufgrund der Mentalitäten zu unterschiedliche Vorstellungen herrschen, in den, ich sage mal, wichtigen Dingen, die das Zusammenleben bestimmten (Geschlechterrollen / Traditionen / Kindererziehung / Konservative Werte oder eher Offenheit / Einstellung zu Geld, individueller Freiheit etc...) dann kann das durchaus zu Problemen führen - aber das kann bei jedem nicht internationalen Pärchen genauso sein. Ich hätte aber durchaus zum Beispiel ein erhebliches Problem mit so, sagen wir mal, traditionaller Rollenverteilung (Mann verdient Brötchen, Frau macht Kinder, Kirche und Küche) und könnte nicht mit einem Mann zusammenleben, der sagt: "In meiner Kultur is das so, und deshalb is es auch richtig so!" und von dieser Sichtweise auch nicht abrückt. |
![]() | 16. Februar 2012 Meine kommt aus der Ukraine und es klappt. Es ist bei uns genau wie es bei anderen Paaren ist, eine ganz normale Ehe mit allen was dazu gehört. |
![]() | 16. Februar 2012 Klappt bestens Mrs. Sunfra als Norddeutsches Mädchen von der Küste und Mr. Sunfra als Schweizer Eidgenosse kommen sehr gut klar, selbst wenn es nur eine kleine interkulturelle Geschichte ist. Die Liebe kann fast alles Überwinden. Kulturen, Religionen, Sprachen und Entfernungen. Sollten sich mal die Politiker dieser Welt zu eigen machen. |
![]() | 16. Februar 2012 Ich bin auch ein "internationales Produkt". Und meine Großfamilie vereint viele Nationalitäten (wenn ich jetzt richtig zähle: mindestens 9). Bei den Hochzeiten, runden Geburtstagen und Beerdigungen treffen wir uns alle: ein buntes Völkchen |
![]() | 16. Februar 2012 Interkulturelle Beziehungen Ich trete zwar hier im Clöub als "Einzelmann" auf, bin aber seit über 17 Jahren mit einer Südamerikanerin ( Peru) verheiratet. Als meine Frau nacvh Deutschland kam, waren es viele sachen, die Ihr sehr fremd waren. In ihrer Kultur , war es z.B. nicht üblich in eine gemischte Sauna zu gehen und es erforderte eine große "Überzeugungskraft", dass es doch etwas ganz normales sei. Z.B. gab es bis vor etwa einem Jahr dort auch keinen richtigen FKK Strand und als er dann publik wurde gab es eine großen Aufschrei in der Gesellschaft Auch viele sexuelle "Praktiken" waren/ sind in ihrer Kultur noch Heute verpönt. Z.B. Selbbefriedigung war etwas unmoralisches was man nicht machte. Ich denke mit mal, dass es viel binationale Paare gibt, die am Anfang, bedingt durch die unterschiedliche Kultur, es sehr schwer hatten oder Heute noch haben. Man muß sie respektieren und nicht versuchen sie mit "Gewalt" zu ändern...entweder findet man einen gemeinsamen Weg oder es klappt nicht |
![]() | 17. Februar 2012 und es erforderte eine große "Überzeugungskraft", dass es doch etwas ganz normales sei. Aber da geht es doch schon los, oder? Für sie ist es eben nicht "normal" gewesen. Hättest du es denn respektieren können, wenn sie dabei geblieben wäre? (Und ich würde das in gewisser Weise auch als Persönlichkeitssache betrachten. Ich für meinen Teil bevorzuge übrigens nach wie vor entweder die private Sauna im häuslichen Keller statt die öffentliche - es ist einfach nicht immer schön, was man da so zu sehen kriegt - und es gibt sprüche, wie WILL frau einfach nicht von fremden Kerlen hören, wenn sie gerade nur ein Handtuch umgebamselt hat...) |
![]() | 17. Februar 2012 Aber da geht es doch schon los, oder? Für sie ist es eben nicht "normal" gewesen. Hättest du es denn respektieren können, wenn sie dabei geblieben wäre? Hallo LucyLime Ich glaube, da hast du mich ein wenig falsch verstanden, oder ich habe mich eventuell auch ein wenig falsch ausgedrückt...sorry wenn das so war.....ich hätte natürlich auch respektiert, wenn sie gesagt hätte, sie möchte das nicht...wäre absolut kein Problem gewesen...Jemanden zu etwas übereden, wozu er eigentlich keine Lust hat finde ich auch besch...deswegen hatte ich ja auch von Überzeugungskraft ( und in " " ) geschrieben. Überzeugung heißt für mich JEDER hat seine Ansichten und man kann versuchen einen Mittelweg zu finden und wenn Einer seine Ansichten nicht "ändern" kann oder nicht möchte soll man dieses auch zu 100% akzeptieren und respektieren...und das habe und werde ich auch in der Zukunft so halten Aber da geht es doch schon los, oder? Für sie ist es eben nicht "normal" gewesen. Hättest du es denn respektieren können, wenn sie dabei geblieben wäre? |
![]() | 17. Februar 2012 Nö, ich hab dich schon richtig verstanden. Ich wollte nur darauf hinaus, dass die Formulierung "das ist doch ganz normal", mit Vorsicht genossen werden sollte - weil es da eben sehr große kulturelle Unterschied geben kann. Und was "normal" ist, muss ja auch nicht "richtig" sein. |
