![]() | 09. Februar 2012 Neverenough: das ist leicht.Man muß es nur erlebt haben |
![]() | 09. Februar 2012 Da können wir uns ja die Hand reichen. |
![]() | 09. Februar 2012 Ich muß gestehen,daß mir diese Variante besser gefällt,bis auf die Tatsache,daß so an einer Beziehung,die besser beendet wär(manchmal zum Wohle beider) eben noch eine Weile festgehalten wird,aus zumindest den falschen Gründen. |
![]() | 09. Februar 2012 Frage Was ist denn mit falschen Gründen gemeint? |
![]() | 09. Februar 2012 Ein guter Grund eine Beziehung nicht aufzugeben wär,wenn da noch zwischenmenschliche Nähe ist,aus der man wieder was wachsen lassen kann. Schlechte wären z.B. : Sex,Gewohnheit,Geld,wenn man sich ansonsten nicht mehr gut tut. |
![]() | 10. Februar 2012 In meinen Augen ist es ganz normal, dass es Phasen im Leben gibt (ohne nun einen genauen Zeitraum nennen zu wollen) in denen man unzufrieden ist, mein seinem Sexleben, ob in der Beziehung mit zu wenig Sex, als Single ganz ohne Sex, oder weil man zuviel Sex hat und nicht "satt" wird. Wie rum auch immer. Nur gerade durch Seiten wie diese hat dieses "Elend" eine Plattform und heraus gelassen zu werden. Würde man sich auf anderen Seiten umschauen würde man hunderte Menschen finden, die an ihren Computer verzweifeln, Hausfrauen deren Essen immer anbrennt, Hundebesitzer die nicht Herr über ihr Tier sind etc...Es ist die Frage wo man sucht. Und bekannt ist: Sex sales. Daher finden sich auch immer mehr Reportagen und Ratgeber in den Medien, vor allem im Fernsehen oder in Frauenmagazinen. Denn jeder könnt sein Sexleben ja ein wenig noch verbessern. Das ganze wird genauso aufgebauscht wie Burnout und ADHS. Klar mag es das alles geben, aber nicht in dem Maße wie es um uns herum täglich auftaucht. Ein Kind was nicht hören will hat ADHS, der Nachbar der unzufrieden mit seinem Job ist hat automatisch Burnout-Syndrom, beim besten Freund klappts nicht im Bett, und er ist sexuell frustriert...Mit ein wenig Abstand sieht man, dass es einfach normal ist, und man was dagegen tun kann. |
![]() | 10. Februar 2012 @sonne_licht: Gehe ich täglich einer Arbeit nach zu der ich mich nicht beruf(en) fühle, nur um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, so hängt meine Leistung nur von dem Lohn ab. Sobald der Lohn gekürzt wird, kürze ich meine Leistung. Am Ende des Monats, nachdem alle wichtigen Rechnung beglichen sind, fange ich an zu konsumieren um das auszugleichen, was mich einen ganzen Monat innerlich nicht ausgefüllt, erfüllt hat. Was mich natürlich nicht wirklich erfüllt ... Dass niemand darauf reagiert, zeigt überdeutlich, wie genau du das sorgfältig verdrängte hüpfende Komma getroffen hast. |
![]() | 10. Februar 2012 Da hat niemand drauf reagiert,weil es weltfremd ist . Die Mehrheit der Leute macht Jobs die sie nicht ausfüllen,weil sie nunmal essen und wohnen müssen. Die moderne Industriegesellschaft bietet gar nicht die Möglichkeit für jeden abwechslungsreiche Arbeit nach Wunsch bereitzustellen und viele Menschen werden einfach da "verbraucht",wo sie "benötigt" werden. Wer genug Energie und Befähigung hat kann da ausscheren.Die Gesellschaft ist aber drauf angewiesen,daß das nicht allen gelingt,nicht alle die Fähigkeit oder auch nur den Elan haben. |
![]() | 10. Februar 2012 @ofinterest11 Oder die eben das Übel erkannt haben und sich etwas suchen, wo sie drin aufgehen können. Sicher macht der Beruf mehr Spaß, wenn man liebt, was man tut. Oft ist aber der eigene Anspruch mit der Welt draußen nicht vereinbar. Leider, denn es ist nachgewiesen, daß Krankheitszahlen und Fehlzeiten rückläufig sind, wenn man gerne zur Arbeit geht. Und leider wird die Zahl deren, die durch Arbeit ihren Lebensunterhalt auch bestreiten können, immer geringer. Da werden alle Statistiken geschönt. Vollbeschäftigung und trotzdem noch auf Hilfe angewiesen. Da stimmt was nicht. Das das auch zu Frust führt, ist klar. Und das wird Beziehungen eben auch beanspruchen. Dann tut es verdammt gut, wenn man jemanden an der Seite hat, der das auch auffängt. WiB |
![]() | 10. Februar 2012 Ich denke, da hängt auch die Messlatte einerseits sehr hoch, andererseits konzentriert sich unsere Gesellschaft sehr auf den Sex und die Beziehung. Alles muss perfekt sein, wenn es nicht perfekt ist, wird es aussortiert. Es beginnt beim europäisch verordneten Gütekriterium, wie ein Apfel auszusehen hat, der im Supermarkt verkauft wird, und hört bei der perfekten Beziehung auf. Unperfektion ist nicht gewünscht, und auf das, was uns mangelt, schauen wir und versuchen es durch "Ablehnung" dessen, der es auszulösen scheint, zu verbessern. Was nicht stattfindet, ist eine gewisse Lässigkeit im Umgang mit sich selbst und mit anderen. Und was vielleicht auch nicht passiert, ist das, was früher viele Kunstwerke in Musik, Malerei und Literatur hervorbrachte: Den Fokus auf den Mangel zu legen und ihn mit kreativen Mitteln zu verarbeiten (zu sublimieren...). Stattdessen lassen wir uns volldröhnen damit, wie jemand zu sein hat, der unseren Mangel endlich (!! Sehnsucht nach dem Traumpartner mit allen Eigenschaften, die WIR für wichtig halten) beseitigen kann. Und das muss ja in die Hose gehen - denn wer passt schon vollständig in das Perfektheitsbild des Partners. Ich glaube, Menschen, die noch andere Interessen als den Partner haben, und die nicht dem modernen Brot-und-Spiele-Weltbild der Medien und der Gesellschaft hinterherlaufen, haben es da einfacher, ihr Inneres mit der Außenwelt abzugleichen und auch mal hinnehmen zu können, dass der Partner kein Wunscherfüllungsautomat ist, auf dessen Funktionieren man einen Anspruch hat, und den man wegwerfen darf, wenn er ein Kriterium, nämlich (hier im Thread) den richtigen Sex zur richtigen Zeit in der richtigen Menge zu liefern, nicht erfüllt. |
![]() | 10. Februar 2012 Oder die eben das Übel erkannt haben und sich etwas suchen, wo sie drin aufgehen können. Das funktioniert nur,wenn es nicht jeder macht. Daß das Leben in den letzten Jahren für viele belastender geworden ist wird niemand bestreiten.Sexuellen Frust gibt es aber sicher auch bei den Priviligierten der Gesellschaft(mir fällt da grade die Szene vor vielen Jahren ein,als Bill Gates in einer Fersehshow sehnsüchtig verstohlen in den Ausschnitt von Pamela Anderson gestarrt hat |
![]() | 10. Februar 2012 Danke,Rückenwind. Der für mich beste Beitrag bislang, im Thema. |
![]() | 10. Februar 2012 Danke schön, ofinterest |
![]() | 10. Februar 2012 ... immer mehr Reportagen und Ratgeber in den Medien Anja89 ... gab es vor 20 Jahren und sicherlich davor, auch schon im Überfluß. Jedenfalls kann ich mich noch gut an "Wahre Liebe" mit Lilo erinnern und an diverse Schmierblätter und sinnfreie Ratgeber. Ja, die gibt es auch schon ewig. Es haben sich eigentlich nur die Sendezeiten im TV geändert und die Beiträge wirken heutzutage sehr viel moderner, aber auch flacher und noch unsinniger. Bei diesem Thema, geht es immer nur um Einschaltquoten. Sex und Diät ... die Garanten für gute Quoten. |
![]() | 10. Februar 2012 Und vor 40 Jahren waren es Kolle und Beate Uhse. Nachdenklich stimmt schon, warum es heute keine wirklichen Meisterwerke mehr geben wird. Ich habe gerade eine Reportage über den Bau des Kölner Doms gesehen, der anders als andere Bauwerke der Romanik und Gotik erst im 19.Jahrhundert abgeschlossen werden konnte. Wir können heute zwar mit unserer Technik auch Höheres bauen, sollten uns aber stets die Frage stellen, warum es möglich war, geniale Bauwerke ohne diese Technik sogar schon in der Antike zu schaffen. |
