| Teilnehmer ihre Meinung höflich formulieren ? | 68% | (40) | |
| Teilnehmer kein Blatt vor den Mund nehmen ? | 31% | (18) | |
| Teilnehmer insgesamt: | 58 | ||
![]() | 04. Februar 2012 Sammelthema: Professionelle Aktfotografie unter der Lupe ... Sinn dieses Sammelthreads ist eine Diskussionsperspektive für nüchterne und unvoreingenommene, aber manchmal auch gnadenlose und eventuell sogar destruktive Bildkritik zu eröffnen. Fotografen, Künstler und auch Models - solang sie über die Bildrechte verfügen- werden gebeten, ihre fotografische Beiträge zu leisten, falls sie bereit sind, sich jeglicher Kritik zu stellen. Ausserdem, in der angehängten Umfrage werden Teilnehmer gefragt, ob es bei einer kunstkritischen Diskussion angebracht ist, eher die eigene Meinung immer höflich zu formulieren, oder doch lieber - nach Bedarf - kein Blatt vor den Mund zu nehmen. |
![]() | 05. Februar 2012 Der dritte Punkt fehlt mir.. ...denn man kann seine Meinung auch höflich und gewählt ausdrücken. "Kein Blatt vor den Mund" neigt dann doch gerne, vor allem in Internetforen, in die verbalen Niederungen von Hartz-TV abzusinken. Mit einer Diskussion, die professionelle Aktfotografie, und damit eine Fotografie die sich selber einen künstlerischen Anspruch gestellt hat, kunstkritsich betrachet, hat dies nicht mehr zu tun. Weder in der Malerei, noch den anderen Kunstrichtungen ist solch eine Ausdrückweise gewünscht. Dennoch: Künstler ist jeder und Kunst ist alles! Daher....lasse ich es für alle Lieben hier offen. LG Norbert |
![]() | 05. Februar 2012 Eine kritische Sicht schließt Höflichkeit nicht aus. Insofern ist eine "Entweder-Oder"-Debatte irreführend. LG Dieter |
![]() | 05. Februar 2012 Der Sinn eines Bildes ist ja die Wirkung auf den Betrachter und nicht die Selbstverherlichung des Erschaffers. Insofern macht jede Reaktion des Bildes ob "höflich", direkt, negativ wie positiv erst den Sinn des Bildes aus. In vielen Fällen lösen sogenannte "Unpluged" Kommentare erst die richtige Auseinandersetzung mit dem Bild in der kompletten Tiefe aus, auch wenn Sie unhöflich erscheinen. Das ist auch im Schriftwerk ähnlich. Charlotte Roche (Feuchtgebiete) oder Herr Sarrazin hätten mit ihren Darstellungen bei weitem nicht diese Diskussionstiefe erreicht, wenn die mit Sicherheit als Unhöflich zu bezeichnenden Kritiken nicht publiziert worden wären. Beide Werke hätten wenig Beachtung gefunden. Neben der "Unhöflichkeit" gibts es ja auch noch u.a. die satirische Kritikvariante, welche dann oft selbst zum Gegenstand der Diskussion wird. LG MK ...davon Abgesehen finde ich die Auswahl in der Umfrage auch inhaltlich mehr als nur reduziert. Unhöflich ausgedrückt sind die Fragen vollkommen "Scheisse" ! |
![]() | 05. Februar 2012 @Natural_Beauty: Danke für den Beitrag. @Dieter_Mueller: Aha... @MagicDesire: Das hast Du mal wieder sehr milde ausgedrückt. |
![]() | 05. Februar 2012 Höflichkeit ist grundsätzlich ein schwieriges Thema, denn was bedeutet Höflichkeit überhaupt? Höflichkeit ist stark geprägt durch geschichtlichen und kulturellen Hintergrund und somit bedeutet sie in jedem Kulturkreis etwas anderes. Gleich ist aber bei allen, dass es sich dabei um eine rücksichtsvolle Ausdrucksform handelt: Man möchte dem anderen nicht zu nahe treten oder weh tun. Die Frage, wann Höflichkeit nur rücksichtsvoll und wann es eine Lüge wird, finde ich persönlich schwierig. Jeden Samstag Abend können wir in einer Fernsehshow sehen, dass Höflichkeit einen nicht immer weiterbringt. Wenn ich bei DSDS die bitteren Tränen von jungen Menschen sehe, denen alle Freunde ein großartiges Talent bescheinigt haben, dann frage ich mich, ob man denen nicht einfach mal früher die Wahrheit gesagt hätte. Aber ich möchte hier um Gottes Willen keine Diskussion über DSDS beginnen. Es sollte nur ein Beispiel sein. Ich selbst nehme gern kein Blatt vor den Mund. Damit bin ich logischerweise schon häufig angeeckt. Gerade im Internet, wo man einen Tonfall oder den passenden Gesichtsausdruck nicht mitliefern kann, finde ich es schwierig, mich richtig auszudrücken. Oft schreibe ich dann lieber nichts, was eigentlich schade ist, denn wie Magic Desire bereits schrieb, fangen dann die Diskussionen erst an, interessant zu werden. Was ich nicht mag, ist hingerotzte Kritik, die keine Begründung enthält, z.B. „Du brauchst ein besseres Model“. Was am Model nicht stimmt, wird aber nicht geschrieben. Ich kann sehr gut leben mit Meinungsäußerungen wie „ist mir zu bunt“ oder „dem Foto fehlt der Pfiff, ich finde es langweilig“. Besser ist natürlich, wenn man noch einen Vorschlag für eine Verbesserung erhält, aber das ist nicht immer machbar. Dann muss man seinen Kopf selbst anstrengen. Manchmal verstehe ich den künstlerischen Aspekt eines Fotos einfach nicht. Dann habe ich die Wahl nichts zu schreiben oder meine ehrliche Meinung kund zu tun. Eines ist aber immer ganz klar – nur aus Höflichkeit gibt es von mir keinen Beifall. Nun habe ich so viel geschrieben und muss gerade feststellen, dass es hier um professionelle Aktfotografie geht und mich das ganze Thema somit eigentlich gar nichts angeht, da Fotografieren und Modeln für mich nur ein Hobby ist. Aber ich nehme ja gerne kein Blatt vor den Mund … |
![]() | 05. Februar 2012 ganz höflich ... Der Sinn eines Bildes ist ja die Wirkung auf den Betrachter und nicht die Selbstverherlichung des Erschaffers. möchte ich dich darauf hinweisen, dass du wieder mal Recht hast: Fotokunst dient nicht der Selbstverherlichung - das wäre beinahe verheerend - sondern der Selbstverherrlichung "schönen Gruß" von Kurt |
![]() | 05. Februar 2012 @Smooth_Cat Danke für diesen längeren und essenziellen Beitrag. @ER_Win Wie billig, einen kleinen Tippfehler auf diese Art zu zitieren und hervorzuheben. |
![]() | 05. Februar 2012 sind wir jetzt bei "zynismus für kleine wadenbeißer" angekommen, oder wie erklärt sich die fragestellung dieses threads? wieso schließen sich denn eine höfliche formulierung und eine offene, direkte kritik aus? wie arm ist das denn, wenn man nur zwischen diesen beiden positionen wählen kann? eine differenzierte kritik sollte doch zu mehr standpunkten und varianten fähig sein außer nur also im sinne der hiesigen fragestellung setze ich mich da durchaus gerne mal zwischen die stühle. nicht immer, nicht jetzt - aber immer öfter! |
![]() | 06. Februar 2012 mir ist weder klar welchen sinn die umfrage aufgrund der frage-formulierung und der "wahlmöglichkeiten" machen soll, noch verstehe ich, was du mit der aufforderung... Fotografen, Künstler und auch Models - solang sie über die Bildrechte verfügen- werden gebeten, ihre fotografische Beiträge zu leisten, falls sie bereit sind, sich jeglicher Kritik zu stellen. ...bezweckst. der joyclub ist voll von fotografischen beiträgen und der möglichkeit darüber zu diskutieren. was bei bedarf auch wahrgenommen wird. ...ganz abgesehen davon gibt es auch noch hunderte von foto-foren, wo sich die leute schon zur genüge die köpfe einschlagen. |
![]() | 06. Februar 2012 Ich verstehe die Frage nicht so richtig, sorry, Deutsch ist nicht meine Muttersprache und ich habe nachschlagen müssen. Für "kein Blatt vor den Mund nehmen" finde ich in Wiktionary die Bedeutung "Dinge offen und direkt ansprechen". Das schließt Höflichkeit nicht aus. Es sei denn, man fühlt sich als Künstler durch eine offene und direkte Kritik beleidigt und empfindet sie als unhöflich. In dem Fall könnte man vielleicht kritische Beiträge verbieten, Zensur ausüben und die als unhöflich empfundene Kritiken löschen (lassen), oder einfach seine Werke nicht zur Diskussion stellen. |
![]() | 06. Februar 2012 Ich würde sagen, die Fragestellung ist ein Eigentor. Wie schon mehrfach ausgeführt, schliesst das eine das andere nicht aus.... Aber da ich glaube zu verstehen, was gemeint ist: Ich für meinen Teil würde eine konstruktive Stellungnahme einem "Einzeiler" vorziehen. Vielleicht nicht immer leicht zu schlucken, aber nur so kommt man weiter. Ausserdem bin ich der Ansicht, dass jeder der seine Arbeiten zeigt, auch zu ihnen stehen sollte..... |
![]() | 06. Februar 2012 Danke für eure bisherige Kritik an der Formulierung der Umfrage. Ich finde sie auch berechtigt, weil die Fragestellung tatsächlich inhaltlich reduziert und vielleicht auch zu plausibel formuliert worden ist. Wurde ja von mir auch schon in meinem ersten Beitrag hier, bei der Antwort zu den ersten drei Teilnehmern, eindeutigt bestätigt. Es dürfte tatasächlich nur ein paar wenige Grenzfälle geben, bei denen sich die zwei Optionen ausschliessen könnten. |
![]() | 07. Februar 2012 @DerFoenig Genüsslicher Kommentar! Als zynisch betrachte ich diesen Thread-Vorschlag hier nicht. Eher als einen konzeptuellen Versuch, einen fotografischen Thread mit sehr viel Text und recht wenigen Fotos in Gang zu setzen. |
![]() | 07. Februar 2012 nunja... mal davon abgesehen, dass bei "viel text" die bezeichnung "fotografischer thread" recht weit hergeholt scheint ist der part des textes wohl schonmal erfüllt. allein an bildmaterial fehlt es noch... dementsprechend fehlt es dem text auch ein wenig an inhalt bzw "material" um sich drauf zu beziehen. ob das aber in einem thread, dessen oberster beitrag auf jeder seite eine abstimmung zeigt, überhaupt so verstanden wird / wurde und hier bilder zur diskussion gestellt werden bleibt wohl abzuwarten. allerdings erschließt sich mir der sinn und die logik des "entweder zerfleischen oder ins koma streicheln" immer noch nicht wirklich. sind die graustufen dazwischen für dich sowas wie ungeliebte bastarde...? oder ist das nur einmal mehr "provozieren um des provozierens willen"? |
