![]() | 02. Februar 2012 @Diana_WI Ich danke Dir - sehr schön - genauso solche "Geschichten", das (Mit)Teilen von Erfahrungen, gefällt mir sooo gut |
![]() | 02. Februar 2012 @Taishar halte ich für religiös anmutende Phantasiegebilde, dazu geeignet, dass sich der alle-Liebende an seiner eigenen Edelmütigkeit berauscht. Vorbildfunktion hat es für mich persönlich nicht. Mich fasziniert schon lange der Gedanke, wie man urteilsfrei sein kann (nicht wertfrei, Werte finde ich toll, die habe ich für mich). Urteilen empfinde ich, richten sich gegen Andere und mit welchem Recht? Zu urteilen bedeutet aber auch, zu seinen Überzeugungen zu stehen, Dinge falsch zu finden und sie daher zu bekämpfen, sich einzumischen, sich für etwas einzusetzen. Für mich geht es nicht um Edelmütigkeit, wobei ich "edles Handeln" und eine "edle Haltung" schon toll finde. Aber dieses "alle Menschen lieben" hat für mich mehr mit Bedingungslosigkeit zu tun.. Und es wurde ja bereits teilweise angesprochen. Diese Bedingungslosigkeit bezieht sich einfach auf das Dasein und den Wert (die unantastbare Würde?) eines Menschen/ jedes Menschen. Vor diesem Hintergrund gibt es die gelebten Beziehungen, in denen gehandelt, gewünscht, gefordert, verzichtet, abgegrenzt wird, oder was auch immer.. |
![]() | 02. Februar 2012 @Dieter Ich für meinen Teil glaube, dass das Finden einer solchen Haltung ebenso erstrebenswert wie anspruchsvoll ist. Aus meiner Sicht setzt sie aber einen sehr sorgfältigen Umgang mit sich selbst und ein hohes Maß an Selbsterkenntnis voraus. Wichtig erscheint mir, dass die Nächstenliebe, von der hier vielleicht die Rede ist, nicht den Verzicht auf Selbstabgrenzung und Selbstschutz zur Folge hat, wie manche gerne predigen. Denn Nächstenliebe ist ohne Selbstliebe (Eigenliebe) nicht möglich - und Eigenliebe beinhaltet das Anerkennen eigener Grenzen und Bedürfnisse. Imho sehr schön und sehr verständlich in Worte gefasst. Durch diesen Faden bekomme ich zu dem Thema mehr Klarheit. "Sich selbst im Anderen erkennen" - dieser Gedanke bildet sich jetzt bei mir.. |
![]() | 02. Februar 2012 @Alex78 Ich glaube da mußt du Jesus fragen ..... Über diesen bin ich ja bei meinem Ideal gelandet Ohne jetzt Kirchengläubig zu sein, fasziniert mich "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" schon eine ganze Weile. Dann habe ich noch rausgefunden, dass die Bibel diese Vorgabe als "goldene Regel" sieht, wenn Du sie erfüllst, brauchst du nichts weiter beachten.. |
![]() | 02. Februar 2012 Wunderbar.. ..ER_Win praktiziert: "Ein bisschen mehr Liebe von Mensch zu Mensch ist mehr wert als alle Liebe zur Menschheit" |
![]() | 02. Februar 2012 Alle Menschen lieben? Ich würde es nicht lieben nennen. Ich muß alle Menschen akzeptieren, so wie sie sind. Ich kann etwas mit ihnen zu tun haben wollen, weil ich sie mag oder sie meiden, weil ich nicht mit ihnen klar komme. Alle Menschen akzeptiere ich, versuche sie so zu nehmen, wie sie sind. Viele mag ich, aber nur wenig Menschen liebe ich. |
![]() | 02. Februar 2012 @Aye79 Seite 2 Aber alle Menschen lieben? Gar die ganze Menschheit? Für mich unmöglich. Ich kann leider nicht die schönen Seiten des Mensch-Seins losgelöst von allem Übel was einem tagtäglich begegnet, sehen und aufnehmen. Irgendwie schade, wenn ich bedenke dass dieses Übel vor allem auf Gier und religiösem Fanatismus, also ganz menschengemachten Dingen beruht. ;)Auch für mich derzeit praktisch unmöglich. So unmöglich, wie es für die Menschheit über Jahrhunderte war, zum Mond zu kommen. Trotzdem haben sie immer wieder "Spinner" damit beschäftigt, wie es doch gehen könnte, weil sie die Vorstellung toll fanden, in einer Welt zu leben, in der das geht.. Zu viele Menschen waren und sind an Nächstenliebe absolut uninteressiert. Sie sind es nicht wert, geliebt zu werden. Ja, ich weiss sehr gut, was Du damit meinst. Wer kennt dieses Gefühl nicht? Aber dann gibt es Menschen, die schreiben sowas wie: "Liebe mich,wenn ich es am wenigsten verdiene,dann brauch ich es am meisten.» Und ich finde das schön und frage mich, wie ich dahin kommen kann. |
![]() | 02. Februar 2012 @anaid Deine Beiträge lesen sich für mich so: Du hast Dir Gedanken gemacht, wie Du in Deiner Welt leben, mit Anderen umgehen möchtest und bist damit mir Dir im Reinen. Und Du bist neugierig und urteilsfrei für andere Konzepte, weil Du Dich in Deinem gut aufgehoben fühlst. Das finde ich schön und bewundernswert |
![]() | 02. Februar 2012 @Nanuk13 aber warum müßen wir warten, bis der " Erleuchtete" zu uns kommt - warum gehen wir Ihm nicht einige Schritte entgegen - in die Gefühlswüste, in der wir alle stecken aber es uns nicht ein gestehen. Was verlieren wir dabei??? Haben wir Angst vor Ihm?? Was sind unsere eigenen Erwartungshaltungen Ihm Gegenüber???? Wie nehmen wir seine Worte und Gesten auf?? Oder werden wir davon etwa total überrumpelt, von seiner Ausstrahlung und Ruhe - die wir bis dahin nicht kannten. Oh, in meinem Bild geht es nicht darum, auf Erleuchtete zu warten, sondern um den Wunsch, dass sich diese Menschen einfach zeigen.. Und - ich war selbst mal in einem Erleuchtungszustand und habe mich ordentlich gezeigt. Getanzt und gesungen auf dem Weg zur Arbeit, getanzt und gesungen in der Kassen-Warteschlange beim Aldi, mich an jedem Menschen gefreut, den ich gesehen habe und ihn angelächelt.. Und die Reaktionen auf mich waren begeistert - manchmal überrascht, unsicher, aber ich habe durchweg nur positives feedback erlebt oder wahrscheinlich besser: Ich konnte alles feedback positiv erleben. Aber mit meiner Reaktion: "Hach, da ist ein Mensch, wie schön", habe ich mich selbst dann "fremd", wie ein Besucher, ein Alien gefühlt und das wollte ich nicht und habe den Zustand beendet. Und jetzt bin ich begeistert und verletztlich und unsicher und tapfer und verrückt und was weiss ich noch alles auf meinem Weg, Gleichheit, Verständnis und Lieben in meinem Leben zu erfahren.. |
![]() | 02. Februar 2012 Liebe Amarinta Ich denke schon das man seine eigenen Werte und Überzeugungen nicht ausser acht lassen sollte in dem Wunsch danach alle lieben zu können. Denn Liebe beinhaltet ja das man auch liebt wenn alles dem widerspricht woran man selber glaubt. Ich schätze mal das könnte es sehr schwierig machen die Liebe für alle am Leben zu erhalten. Meine Suche, wie könnte das gehen, alle Menschen zu lieben, entspringt aus meinem Wunsch, meine Werte und Überzeugungen in meinem Leben anzunehmen und zu leben. Das Ideal nicht sehen, sagen: "Unmöglich zu erreichen" und sich damit umdrehen, sondern das Ideal zu lieben und zu achten und einen kleinen Schritt nach dem anderen sich darauf zubewegen.. |
![]() | 02. Februar 2012 @joiman Da denke ich mir, zeigt mir das eine Ablehnung, die ich gegen einen Teil von mir hege und wenn ich das erkenne, kann ich evtl. da Verständnis und Vergebung für mich entwickeln. Der Wunsch, alle Menschen lieben zu können ist damit natürlich purer Egoismus hier stolper ich, ehrlich gesagt...denn den versuch alle zu leben zu seinem eigenen egoistischen bedürfnis? wenn ich das richtig verstanden habe geht es am ende nicht darum alle menschen zu lieben sondern in diesem moment allen menschen zu zeigen das ICH fähig binalle menschen zu lieben und IHR nicht...um sich selbst auf die schulter zu klopfen? Danke für diesen Hinweis zur Überprüfung. In der Sichtweise von Egoismus, die Du beschreibst, sehe ich den Hintergrund, dass man sich selbst von den anderen Menschen getrennt sieht. Was ich für mich tue, kann sich damit gegen andere richten. Was andere für sich tun, kann sich gegen mich richten. In meiner Ideal-Sichtweise, weiss und lebe ich die Verbundenheit mit anderen Menschen. Es gibt damit keine Über-Unter-Ordnung, kein Getrenntsein, kein Dagegen mehr.. Aufschreiben kann ich das schon, verstehen noch nicht ganz.. |
![]() | 02. Februar 2012 Was mir dieser Faden bisher schon gegeben hat.. Einen lieben Dank allen Interessierten und Mitschreibenden Mir ist ein grosses Licht aufgegangen, dass ich diese ganze Angelegenheit wohl problemorientiert, in diesem Falle angstorientiert angegangen bin. Da ist eine Sehnsucht, ein Ziel, Verbundenheit/Gleichheit mit allen Menschen erleben und erfahren und ich lasse mich von der Angst packen: "Aber, wenn es gar keine Gleichheit aller Menschen gibt?", lasse meine Aufmerksamkeit durch diese Angst binden, betrachte meine Welt durch diesen Angst-Blick und bekomme dabei sogar Angst vor meiner eigenen Grösse Aber es liegt an mir, nicht der Angst, sondern dem Glauben/dem Ziel zu folgen. Dann sehe ich die Welt so: "Ich glaube an die Gleichheit aller Menschen und habe Sehnsucht, sie zu erleben" und auf einmal ist es kein Problem mehr, die Gleichheit zu erkennen. "Jedem geschehe nach seinem Glauben" - Wenn ich glaube, ich muss Angst wegen etwas haben, werde ich das erleben. Wenn ich ohne Angst glaube, werde ich etwas anderes erleben.. Wie bereits angesprochen, ist meine Suche nach einem Weg, alle Menschen zu lieben, die Suche nach einem Ideal. Und somit geht es dabei auch um die "ideale Liebe". Das ist für mich die bedingungslose Liebe. Diese lässt alle Freiheiten. Wenn ich einen Menschen bedingungslos als Mit-Menschen liebe, muss ich ihn damit nicht als Freund lieben und Freundschaft mit ihm pflegen. Ich bin damit zu nichts verpflichtet, nicht zum Umgang mit diesem Menschen, nicht zum Verzicht auf Abgrenzung.. Genauso ist es mit dieser bedingungslosen Liebe auch gut erträglich, von allen Mit-Menschen geliebt zu werden. Ich vergleiche es mal wieder mit der Liebe zu den Kindern, die Liebe in der Familie ist grundsätzlich (heisst, Ausnahmen gibt es natürlich auch) eine Basis, die einfach da ist. Die da ist und alles zulässt, Innigkeit, Verbundenheit und Harmonie ebenso wie Streit, Abgrenzung und Trennung. |
![]() | 03. Februar 2012 Schön geschrieben. Und bei Idealen immer dran denken: Das Wissen, ein Ideal niemals ganz erreichen zu können, darf uns nicht daran hindern, danach zu streben. (Keine Ahnung, wann und wo ich diesen Spruch gelesen habe) |
![]() | 04. Februar 2012 vielleicht wäre es ein guter schritt, auf dem weg alle menschen zu lieben, wenn es einem erstmal gelänge alle menschen zu respektieren. in ihren bedürfnissen, in ihren eigenheiten, in ihren sehnsüchten lg su |
![]() | 11. Mai 2012 Respekt, Achtung und "Der Weg" "Respekt" ist für mich etwas relativ kompliziertes. Dazu braucht es für mich Nähe und Wissen über den Anderen. Welcher Respekt ist für einen bestimmten Menschen wichtig? Für einen Juden, einen Mormonen, eine Afrikanerin usw.. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von Respekt und diese kann ich erst erfahren, wenn ich ihn kennen lerne. Für mich ist die Grundlage auf dem Weg zur Nächstenliebe eher die Achtung - auch ganz einfach im Sinne von "Beachtung". Einfach Eine Antwort auf meine Frage habe ich mittlerweile für mich gefunden, ein Leitstern, dem ich folge. Sie kommt weniger aus dem Kopf, ist daher mit Worten nicht so recht zu beschreiben. Aber evtl. findet Ihr eine Annäherung über diese Worte: Atmen - Aufrichten Verstehen - Vergeben Lachen - Lieben |
