Kinder vs. Karriere?

29. Januar 2012

Jetzt frage ich noch einmal nach, warum wird bei einem Mann der weite Wege für seine Arbeit in Kauf nehmen muss, was bei den heutigen Arbeitsbedingungen ja schon gang und gäbe ist, überhaupt nicht darüber diskutiert.

Wenn eine Frau heute entscheidet sich den gleichen Arbeitsbedingungen zu stellen wie ein Mann, kommt sofort, dass die Mutter doch an wesentlichen Pubertätsphasen von Kindern nicht teilhaben kann.

Warum wird das mit zweierlei Maß gemessen?

Das Wohl eines Kindes entscheidet sich nicht nur über das Portemonnaie der Eltern, aber vergleichsweise sind die Startchancen dieser Kinder wohl größer, als wenn eine Hartz IV Mutter zwar ihre Kinder den ganzen Tag betreuen kann, wenn sie es dann auch tut, ihnen aber eben nicht das an Rüstzeug für die heutige Arbeitswelt mitgeben kann.

Nicht, dass ich das gutheiße, aber die Bedingungen dafür sind scheinbar politisch so gewollt.
29. Januar 2012

@evian: Ich wusste, dass du deine Vorurteile wieder mal verallgemeinert zum besten gibst.
29. Januar 2012

Es ist schon bis zu mir vorgedrungen, dass du meine Persönlichkeit ja in Frage stellst und daher habe ich von dir in dieser Hinsicht auch keine andere Klischeekiste erwartet.

Vielleicht ist es dir mal möglich, dich nicht immer wieder mit meiner Person in den Foren zu beschäftigen, denn die steht hier nicht zur Disposition, sondern etwas zum Thema beizutragen.


dass du deine Vorurteile wieder mal verallgemeinert zum besten gibst.

Wo ist da etwas Verallgemeinert?

Das sind die nackte Tatsachen.
29. Januar 2012

Hallo,

es gibt viele Familien, in denen die Kinder einen Elternteil den Tag über aus beruflichen Gründen nicht (oder kaum) zu sehen bekommen, außer an Wochenenden. In solchen Fällen ist das meistens der Vater.

Im Zuge der Gleichberechtigung darf das auch andersherum sein. Kinder können mit einer solchen Situation übrigens umgehen, wenn die Familie intakt ist.

Wichtig für die Entscheidung ist mehr, wie der Elternteil, der diese Entscheidung treffen muss, mit dieser oder jener Situation/Entscheidung selbst klar kommt. Komme ich damit zurecht, dass ich die Kinder unter der Woche nicht sehe? Andersherum: Ist der Job mir wirklich wichtig und warum?

Will man beides, müsste man wohl umziehen. Es wäre aber nicht verwerflich, den Job anzunehmen, ohne umzuziehen. Es wäre auch nicht verwerflich, ihn abzulehnen. Es ist einfach eine Frage, was man selbst will.

Wie gesagt: Wenn der andere Elternteil unter der Woche für sie da ist, kommen Kinder mit solch einer Fernjob-Situation durchaus zurecht.

Gruß
Chennai
31. Januar 2012

Hi @all,

ich habe nun ein bisschen über die Beiträge hier nachgedacht und bin zu einigen Erkenntnissen gelangt:

Ich finde auch, dass es immer noch einen Unterschied gibt, ob eine Frau ihre Kinder allein lässt oder eben ein Mann und die Akzeptanz und das Verständnis für den Mann scheint tatsächlich höher zu sein. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Kinder ja im Körper der Mutter heranwachsen und auch noch nach der Geburt abhängig von ihr und ihrer Milch sind (es sei denn sie stillt ab). Ich glaube, dass gar nicht so pauschal gesagt werden kann, ob es für ein Kind gut oder schlecht ist von der Mutter die Woche über getrennt zu sein, denn es gibt durchaus auch Papakinder.

Mir erscheint im Moment die Zweitwohnung die beste Möglichkeit zu sein(unter Beachtung der dann anfallenden Kosten). Ich komme morgens nicht abgehetzt und völlig fertig auf der Arbeit an, kann auch mal getrost Überstunden machen, komme dann nicht völlig fertig und genervt nach Hause, wo die Kids dann sowieso schon schlafen würden und kann die freie Zeit in der Woche gut nutzen, um nebenbei was für mich zu tun (z.B. Englischkurse, etc.) oder eben Bewerbungen schreiben für einen Job in der Nähe. Das Wochenende (Freitag- bis Sonntagabend) wäre ich dann für die Kids da, denn in der Woche habe ich genügend Zeit für mich selbst.

Karriere bedeutet für mich einfach Selbstentfaltung und, auch wenn das jetzt böse klingen mag, es hätte für mich immer einen faden Beigeschmack, wenn ich der Kinder wegen nur mit "angezogener Handbremse" fahren könnte. Ich mag nicht auf etwas, was mich selbst erfüllt, verzichten, nur weil ich Mutter bin. Ich will mein "Talent" nicht vergeuden, sondern nutzen um neues zu schaffen und das kann mir nur so ein Job bieten.

Andere Meinungen und Erfahrungen lese ich aber auch weiterhin gern *zwinker*

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