![]() | 28. Januar 2012 Werbung und umworben werden. Out? Manchmal vermisse ich bei der Paarbeziehung, der Suche nach dem passenden Partner etwas. Werbung und Umworben werden. Das müsste ich vielleicht näher erklären. Ich empfinde das Kennen lernen eines Menschen den ich als Partner in Erwägung ziehen könnte heute deutlich anders als noch vor zwanzig Jahren. Mir fehlt sehr oft die Phase in der man fühlt: Mein Gegenüber interessiert sich für mich und legt sich auch ins Zeug damit er für mich interessant ist oder werden kann. Dieses: Ich will diesen Jemanden für mich gewinnen, ihn für mich einnehmen. Und ich gestehe: Heute kommt es mir so vor als würde dieses einnehmen sehr häufig darauf bezogen: Ich bin ne Granate im Bett. Es mag lachhaft klingen aber ich vermisse manchmal echt das man sich einfach mal kennen lernen darf, miteinander ausgehen kann ohne zu zanken wer denn jetzt die Rechnung bezahlt, das man sich nicht deswegen trifft weil es sexuell so gut harmoniert. Ich kann nicht sagen wie häufig ich in den letzten Jahren gehört habe ich wäre doch eine Zicke, wahrscheinlich frigide oder ähnliche nette Titulierungen wenn ich NICHT nach dem dritten Kaffee und der zweiten gemeinsamen Pizza in die Heia will. Die Werbungsphase ist für mich das was mir zeigt das der andere an MIR interessiert ist. Und nicht an dem was ich sexuell so liefern könnte. Und sie ist für mich auch die Zeit heraus zu finden ob ich soviel Gefühl für den anderen habe das ich mit ihm überhaupt ins Bett gehen will. Dazu gehören für mich z.b auch so banale Dinge wie man bringt sich Blumen mit, verabredet sich zum Kino, zum essen, macht sich fein und freut sich ein Loch in den Bauch, schenkt blödsinnige Kleinigkeiten die kein Mensch braucht die aber das Herz erwärmen und zeigen: He, ich find Dich toll. Ich will einen Menschen nicht erst sexuell kennen lernen. Dann weiß ich zwar wie er vögelt, aber ich weiß kaum etwas von seinem Inneren. Und das ist mir wichtig. Es ist mir wichtig zu wissen wie er tickt und was er denkt, wovon er träumt und was er sich wünscht. Wichtig zu wissen ob das Vertrauen das ich gebe auch Anklang finden wird, wichtig zu wissen das ich nicht nur Nummer bin. Und ich habe lange geglaubt das viele Menschen das so sehen und wollen. Und werde inzwischen oft eines Besseren belehrt. Nicht das ich was gegen Sex hätte, ganz im Gegenteil. Aber für mich bestimmt er nicht in erster Linie ob ich mich in einen anderen verlieben könnte. Ein Date sollte für mich der Auftakt zu einer Werbungsphase sein wenn es passen könnte. Und ich brauche Zeit um einen Menschen kennen zu lernen. Ich weiß ob er mir gefällt wenn ich ihn sehe, kann beurteilen ob ich mir vorstellen könnte mich von ihm anfassen zu lassen. Aber mehr weiß ich ihm Normalfall nach einen Kaffee, einem Treffen, kaum von ihm. Und das empfinde ich als zu wenig um zu behaupten das es reicht um mich einzulassen. Mehr möchte ich erstmal gar nicht anführen. Ich hoffe das sich eine Diskussion entwickelt in der sich vielleicht neue Sichtweisen kennen lerne oder eben auch ob ich vielleicht so wirklich alleine mit diesem Empfinden bin das man sich keine Zeit mehr lassen will ein Gegenüber wirklich kennen zu lernen. Weil ich oft den Eindruck habe das wir uns keine Zeit mehr dafür gönnen einen anderen wirklich kennen lernen zu wollen. Ich hoffe auf eine konstruktive Diskussion. |
![]() | 28. Januar 2012 du bist damit nicht alleine Ich kann nicht sagen wie häufig ich in den letzten Jahren gehört habe ich wäre doch eine Zicke, wahrscheinlich frigide oder ähnliche nette Titulierungen auch dies kenn ich als reaktion wenn ich schreibe oder sage, das ich zu wenig von dir weiss um gleich mit dir in die "kiste" zu springenklar mag ich auch ab und an einfach nur sex doch wenn ich diese lust verspüre gehe ich in einen swingerclub ab und an scheint es wie wenn heute fast alles konsumiert wird kontakte, freundschaften etc. verkommen bei einigen wohl ehr zum konsumgut das man, wie eine ware, ohne sich die mühe zu machen erst einmal zu entdecken was dieser mensch wirklich für facetten hat sich ab und an auch einmal etwas zeit lassen, erst etwas in die tiefe gehen, scheint mir manchmal auszusterben doch schön zu wissen das es auch viele andere gibt, die nicht dem denken : jetzt sofort und alles verfallen sind nur leider fallen die anderen leider etwas mehr auf schade im grunde |
![]() | 28. Januar 2012 ab und an scheint es wie wenn heute fast alles konsumiert wird kontakte, freundschaften etc. verkommen bei einigen wohl ehr zum konsumgut das man, wie eine ware, ohne sich die mühe zu machen erst einmal zu entdecken was dieser mensch wirklich für facetten hat sich ab und an auch einmal etwas zeit lassen, erst etwas in die tiefe gehen, scheint mir manchmal auszusterben Das ist auch mein subjektives Empfinden. Ich fühle mich oft "gehetzt" Nicht nur in meinem Arbeitsleben und in meiner Freizeit in der ich gefälligst auch aktiv sein sollte, nein, ich empfinde das auch häufig so wenn ich mich mit Jemandem treffe. Als ob man keine Zeit hätte sich zu entdecken und kennen zu lernen. Als ob sie uns davon läuft. Entweder sofort oder gar nicht! |
![]() | 28. Januar 2012 Du bist ganz sicher nicht alleine mit diesem Gefühl, aber wie bei allen Emotionen hat diese Art der Werbung auch eine Schattenseite Ich will einen Menschen nicht erst sexuell kennen lernen. Dann weiß ich zwar wie er vögelt, aber ich weiß kaum etwas von seinem Inneren. Und das ist mir wichtig. Es ist mir wichtig zu wissen wie er tickt und was er denkt, wovon er träumt und was er sich wünscht. Wichtig zu wissen ob das Vertrauen das ich gebe auch Anklang finden wird, wichtig zu wissen das ich nicht nur Nummer bin. so kennst Du sein Wesen, weißt wie er tickt, kennst sein Inneres, bist verliebt ... und dann passt es sexuell nicht. Ist das tatsächlich die bessere Variante ? Glücklich verliebt und sexuell unbefriedigt ? Ist das nicht immer abhängig von den unterschiedlichen Lebensprioritäten eines jeden Einzelnen ? Vom jeweiligen Lebensabschnitt ? Ohne diese pauschal zu werten, einfach akzeptieren, solange man selber seine Werte leben darf. |
![]() | 28. Januar 2012 Ein wunderbares Thema Amarintha! In einer Zeit des Exzessiven, der Extreme und Radikalitäten ist es nicht gerade leicht Menschen zu begegnen, deren Pendel weder im Extrem verharren oder gar heftig ausschlagen. Die sanft schwingenden Pendel sind rar, aber es werden zunehmend mehr In unserer Zeit, wo Sex und der körperliche Genuß einerseits zwar in einer moralischen Zwangsjacke stecken, andererseits aber im Extrem offen und in vielen Variationen ausgelebt wird, ist es verständlich, dass Menschen wenig auf das Persönliche, das Energetische und auf das Zwischenmenschliche geben. Schneller Sex, am besten virtuell lancieren und in der Praxis erleben. Nun hat sich ebenso das Werben und umworben werden in Extreme verschoben. Viele stellen sich demonstrativ auf die Wartebank und wollen maximal umworben werden, andere dagegen gehen extrem progressiv werbend vor und das Mittelmaß ist wieder einmal verfehlt. Zusätzlich hat sich die Hire & Fire Mentalität durchgesetzt. Vor noch 100 Jahren war das eine Rarität. Da war die Selbstbedienungs- & Junk-Lebensweise undenkbar. All das und noch so einiges mehr geschüttelt und gemixt lässt den heeren Wunsch nach einem wohligen Werben und Umwerben für ein intensives Kennenlernen kaum noch zu. Ich hatte mal vor einiger Zeit die Phase, wo ich ausschliesslich darauf Wert legte, erst mal den Menschen selbst kennen zu lernen. Dabei kam es öfters vor, dass ich wunderbaren und wundervollen Menschen begegnete, wo ich mir wirklich sehr viel mehr vorstellen hätte können. Aber bereits der erste Sex war so konträr, dass selbst ein aktives Miteinanderarbeiten daran unmöglich erschien. Dann dreht ich den Spieß um und beleuchtete erst den Sex und du kannst dir schon denken, was dabei raus kam. Wo der Sex göttlich war, war ein partnerschaftliches Miteinander undenkbar. Da wir die Menschen nicht ändern können sondern nur uns selbst, finde ich es gut, wenn du dich mit dieser Thematik selbst intensiver beschäftigst. So kommen deine Wünsche auch beim Unterbewusstsein und im Verstand an. Es kann deine innere Konfiguration ändern, es kann deine klare Kommunikation nach Außen hin verändern und am Ende formulierst du das auch unüberhörbar: Ich möchte dich kennenlernen, als Mensch und dann erst ob es sexuell harmoniert. Mir hat am besten geholfen, weder bei dem einen noch anderen Gusto Erwartungen an den Tag zu legen. Allerdings unter der Prämisse, dass beides, die Kennenlernphase mit dem Ausloten des Mensch-seins und der körperlichen/geistigen Lust zusammen harmonieren und befriedigt sein sollten. Schönes Thema hg D. |
![]() | 28. Januar 2012 so kennst Du sein Wesen, weißt wie er tickt, kennst sein Inneres, bist verliebt ... und dann passt es sexuell nicht. Aus meiner Erfahrung heraus ist das eher unwahrscheinlich. Ich bin da bescheiden Nein, ich sehe das so das man sich auch miteinander finden kann. Solange nicht bestimmte wichtige Neigungen nicht abgedeckt werden können glaube ich tatsächlich daran das man ein befriedigendes Sexleben erreichen kann wenn beide das so wollen. Und es geht mir auch gar nicht darum das man überhaupt keinen Sex haben sollte. Ich bitte das nicht so zu interpretieren. Es geht um das Kennen lernen eines Menschen. Und ich glaube nicht daran das man jemanden besser beurteilt oder besser kennt wenn er angemessen vögelt. Und klar ist nachvollziehbar das man sich auch sexuell anziehend finden sollte. Keine Frage. |
![]() | 28. Januar 2012 @Amarinta Ein Date sollte für mich der Auftakt zu einer Werbungsphase sein wenn es passen könnte. Und ich brauche Zeit um einen Menschen kennen zu lernen. Ich weiß ob er mir gefällt wenn ich ihn sehe, kann beurteilen ob ich mir vorstellen könnte mich von ihm anfassen zu lassen. Aber mehr weiß ich ihm Normalfall nach einen Kaffee, einem Treffen, kaum von ihm. Und das empfinde ich als zu wenig um zu behaupten das es reicht um mich einzulassen. Da sprichst du mir aus der Seele, Amarinta. Danke, dass du dieses Thema angesprochen hast. Das empfinde ich nämlich genauso. Und meiner Erfahrung nach halten die Beziehungen, wo die Phasen des Umwerbens und "Sich-nahe-Kommens" sehr lange und nicht einfach waren, am längsten. Diese Beziehungen sind auch emotionell viel intensiver, weil man einfach, bevor man endlich zusammen kam, so viel Emotionen in die Sache investiert hat. Mir ist es deswegen unklar, wieso jemand der Meinung ist, es wäre bei einem ersten Date gleich klar ob es passt oder nicht. Klar, entscheiden wir unbewusst binnen 2? Sekunden ob die Chemie stimmt. Das macht aber noch lägst nicht alles aus. Beim ersten Treffen ist man sowieso innerlich angespannt und nicht ganz bei sich (vielleicht nicht alle, aber viele). Traurig, wenn die Menschen sich selbst und somit auch ihrem Gegenüber keine zweite Chance sprich keine weitere Möglichkeit mehr geben sich zu entfalten, sich zu öffnen und einander besser kennenzulernen, weil sie sich einfach nur auf das eine erste Date beschränken. In der Hoffnung auf was Besseres. Und im Nachhinein denken bestimmt viele: "Mensch, hättest du sie/ihn bloß nicht so schnell aufgegeben." Etwas kaputt zu machen ist immer leichter, als etwas neues aufzubauen. Ihr Lieben, hört auf Eure innere Stimme. Und wenn ihr von Anfang an ein gutes Gefühl hattet, und beim ersten Date aber nicht ganz überzeugt wart, dann wagt einfach noch einen weiteren Versuch. |
![]() | 28. Januar 2012 Das empfinde ich nämlich genauso. Und meiner Erfahrung nach halten die Beziehungen, wo die Phasen des Umwerbens und "Sich-nahe-Kommens" sehr lange und nicht einfach waren, am längsten. Diese Beziehungen sind auch emotionell viel intensiver, weil man einfach, bevor man endlich zusammen kam, so viel Emotionen in die Sache investiert hat. Genau aus diesem Grund bin ich inzwischen nicht mehr dieser Meinung. Meine letzte Beziehung ist so gewachsen, wir haben 2 Jahre!!! täglich miteinander übers Netz kommuniziert. Erst nur gute Freunde, dann sehr gute Freunde, irgendwann Spannungen und nach 16 Monaten ein erstes Treffen in der Mitte der Republik. Danach eine ganz intensive und sehr emotionale Zeit. Sex hatten wir erst nach Monaten, auf seinen Wunsch hin und da waren es schon so viel Gefühl, Zuneigung und Liebe, dass ich mich mit meiner Unzufriedenheit zufrieden geben wollte. Kurzfristig war er bereit daran gemeinsam etwas zu ändern, nach 3 Jahren war es ihm aber nur noch zu anstrengend und wir waren wieder am Anfang. Ergebnis war, gerade wegen der starken emotionalen Bindung, eine Trennungzeit von fast 1 Jahr, mit vielen Tränen, vielen bösen Worten und Verletzungen gegenseitig. Danke, aber das möchte ich nicht noch einmal. |
![]() | 28. Januar 2012 Was mich mal wieder in dieser Diskussion stört, ist die Ausschliesslichkeit mit der hier jede Seite glaubt, Recht zu haben. Ist es nicht vielmehr so, dass das einzige Patentrezept das ist, dass es keines gibt. Kann nicht auch Sex ein Teil der Werbung sein? Oder muss erst die große Liebe ins Spiel kommen, damit ich mit jemanden ins Bett gehe? Sex ist für mich kein Leistungssport, aber auch keine Frage der übergroßen und zum Teil aberwitzig überhöhten Gefühle, sondern einfach eine Möglichkeit Zärtlichkeit und Emotionen austauschen und gehört für mich so zur Werbung und zum Umwerben dazu. |
![]() | 28. Januar 2012 Was mich mal wieder in dieser Diskussion stört, ist die Ausschliesslichkeit mit der hier jede Seite glaubt, Recht zu haben. Wo liest Du das? Ich habe aus meinem Empfinden gesprochen wie die anderen Schreiber bisher auch. Kann nicht auch Sex ein Teil der Werbung sein? Oder muss erst die große Liebe ins Spiel kommen, damit ich mit jemanden ins Bett gehe? Das ist keineswegs auszuschliessen. Für manche kann das sicher so sein. Für andere wird es nicht so sein. Ich z.b möchte erst Gefühle für jemanden haben bevor ich mit ihm Sex habe. Das muß nicht die große Liebe sein. Aber eben doch mehr als ein Kaffee. Sex ist für mich kein Leistungssport, aber auch keine Frage der übergroßen und zum Teil aberwitzig überhöhten Gefühle, sondern einfach eine Möglichkeit Zärtlichkeit und Emotionen austauschen und gehört für mich so zur Werbung und zum Umwerben dazu. Zärtlichkeit tausche ich z.b über so kleine Dinge wie Händchenhalten und küssen. Auch mal mehr, keine Frage. Berührungen gehören schon dazu wenn ich einen Menschen mag Aber um wirklich Sex zu haben brauche ich Emotionen die doch tiefer gehen als: Ich mag Dich und kann Dich gut leiden. Womit ich keinesfalls eine andere Sichtweise abwerten möchte. Ich habe es anders versucht und festgestellt das es eben nicht meins ist. |
![]() | 28. Januar 2012 Womit ich keinesfalls eine andere Sichtweise abwerten möchte. Ich habe es anders versucht und festgestellt das es eben nicht meins ist. Das kann ich nachvollziehen und gestehe dir das natürlich auch zu. Bei mir ist es so, dass ich irgendwann erkannt habe, dass mir meine Sexualität zu wichtig ist, um sie in einer körperlich unbefriedigenden Beziehung auf dem Altar der Liebe zu opfern. Umgekehrt muss ich aber auch nicht mit jedem der mir über den Weg läuft in die Kiste. Wenn die Chemie stimmt und ich jemanden gut riechen kann (und das ist vielleicht sogar entwicklungsbiologisch wörtlich zu nehmen Wobei, und da liegt natürlich der Hund begraben, die meisten Menschen sich ja gar nicht mehr kennenlernen wollen, sondern auf die schnelle Befriedigung ihrer Gelüste aus sind und das macht für mich den Unterschied. |
![]() | 28. Januar 2012 Wenn die Chemie stimmt und ich jemanden gut riechen kann (und das ist vielleicht sogar entwicklungsbiologisch wörtlich zu nehmen Das kenn ich auch so. Riechen können ist so wichtig, oder fast noch wichtiger als: Gefällt mir! Wobei, und da liegt natürlich der Hund begraben, die meisten Menschen sich ja gar nicht mehr kennenlernen wollen, sondern auf die schnelle Befriedigung ihrer Gelüste aus sind und das macht für mich den Unterschied. Genau das meine ich wohl. Wie ich sagte, ich hab so überhaupt nichts gegen Sex und bin sogar mit dem letzten Partner am ersten Abend im Bett gelandet. Mir geht es eher darum das mich oft das Gefühl beschleicht das man nicht als Mensch wichtig wäre, sondern eher als Objekt für die Gelüste gesehen wird. Boah, klingt furchtbar, aber ich finde grade keine besseren Worte. Ich hab mal in einem kleinen Zornesanfall von mir gegeben: Aha, erstmal gucken ob der Stecker auch wirklich richtig in die Dose passt und dann mal weiter gucken oder wie? Dieses unterschwellige "Drängen" das ich oft verspüre nimmt mir dann echt die Lust darauf überhaupt noch darüber nachzudenken ob ich mit diesem Jemand überhaupt was haben will. Denn es kommt mir dann immer so vor das nicht ICH wichtig bin sondern das was ich liefern könnte. In sexueller HInsicht. Denn eigentlich sollte ja das Paket in sich stimmig sein. Und ich glaube auch nicht das man einen anderen damit überfordert wenn er bis zum fünften Date warten müsste oder dem sechsten. Wenn ich dazwischen spüre das er interessiert ist, das er vielleicht auch mal einfach so anruft, mal ne SMS schickt, vielleicht auch mal nur so zum Abendessen vorbei kommt, dann wäre ich die Letzte die sagt: Moment, Sex erst nach drei Monaten oder sowas. Es geht darum das Interesse an dem Menschen zu spüren. Beidseitig. Nicht darum Sex generell auszuschliessen. |
![]() | 28. Januar 2012 Aber genau das ist es, was ich mit meinem ersten Statement meinte. Viele scheuen den Sex wie der Teufel das Weihwasser und machen dann für sich den Grundsatz daraus: Ich muss den anderen bis in die hinterste Ecke seiner Seele kennenlernen, um dann Sex miteinander haben zu können. Oft mit Verwunderung, dass beim ersten Mal dann nicht der Himmel voller Geigen hängt und auch kein Feuerwerk abbrennt, sondern eher die Erkenntnis, dass man körperlich doch nicht so kompatibel ist. Deswegen ist dies auch kein Votum gegen das Werben und Umwerben, sondern eher gegen die Erwartungen, die oft daran geknüpft werden. Jeder muss für sich entscheiden, wie weit er sich auf den anderen einlassen mag. Das Bauchgefühl entscheidet, was sich gut anfühlt und was nicht. Und, nur so am Rande, "Werbung" kann ja auch die Vorspiegelung falscher Tatsachen sein. |
![]() | 28. Januar 2012 Gibt's eigentlich auch einen Falsch-Erwartungen-Thread? Und was man dagegen machen kann? Wäre auch interessant. Ich befürchte in letzter Zeit manchmal wirklich, dass hier der schöne Schein weit über den realen Menschen gestellt wird. Und das Werben und umworben werden - da fehlt vermutlich die Zeit dazu. Es ist auch (also ich spreche jetzt vom Joyclub) für viele vergebene Liebesmüh, sich hier einen abzuwerben, und dann kann man sich nicht riechen. Ich glaube, die Regeln des virtuellen Kennenlernens haben wir noch nicht so drauf. Immerhin sind wir die erste Generation, die damit umgehen darf. |
![]() | 28. Januar 2012 Und das Werben und umworben werden - da fehlt vermutlich die Zeit dazu. Es ist auch (also ich spreche jetzt vom Joyclub) für viele vergebene Liebesmüh, sich hier einen abzuwerben, und dann kann man sich nicht riechen Ich sprach schon von der Werbung wenn man sich kennt Jemanden zu umwerben den man nicht kennt und den man dann vielleicht nicht mag wäre ja auch ein wenig, hm, unlogisch, oder? |
