Innerhalb der Partnerschaft Sex "kaufen"

25. Januar 2012
Innerhalb der Partnerschaft Sex "kaufen"

Hallo liebe Joyclubber

wir sind vor einiger Zeit auf einen Arikel im Joy-Magazin aufmerksam geworden in dem es um sogenannte PayPigs also "Zahlschweine" ging. Gleich vorweg, wir sind keine Anhänger der BDSM Szene und haben den Artikel aus Neugier gelesen und uns viel darüber unterhalten.

Aus diesem Artikel hat sich, anfangs noch als reiner Spass, eine für uns mittlerweile reizvolle Spielart unseres Erotiklebens herausgebildet die wir Euch hier kurz vorstellen wollen.

Vorweg: unser Liebesleben ist voller Energie, Sex macht zusammen viel Spass *popp* und jeder geht auf den anderen ein. Wir probieren sehr gerne neue Dinge aus und empfinden unseren Sex als sehr befriedigend und harmonisch.

Und jetzt kommts, hin und wieder "erkaufe" ich mir gerne mal gewisse Praktiken mit meiner Freundin.
Es kann sich aus der Situation heraus ergeben dass ich sie frage, was ein spontaner Blowjob im Auto (gleich sofort) kostet oder ausgiebiges Lecken auf der Couch (und ich lecke wirklich gerne *sabber*)
Oder aber ich wünsche mir ein Foto nach meinen Vorstellungen von ihr auf mein Handy und bin nach Erhalt den vorher abgemachten Betrag leichter...

Es hat für beide einen gewissen Reiz, zumal sie mich in der Hand hat (du wünscht dir das, also bleche den Betrag XY oder es gibt nix), und Sie das machen muss was ich mir wünsche, sofern sie eingewilligt hat und ich bezahlt habe.
Irgendwie brachte uns dieser Artikel über PayPigs auf den Gedanken, obwohl doch grosse Unterschiede zwischen einem echten Zahlschwein und unserem Spiel bestehen.

Interessant dabei ist dass sonst im Bett eigentlich keiner von uns besonders dominant oder devot ist.
Haben wir hier verborgene Vorlieben an uns entdeckt?
Es macht mich schon ein wenig an wenn ich etwas unbedingt machen möchte, es aber deutlich im Geldbeutel spürbar wird. Oder einfach sparen zu müssen, um mir einen "grösseren" Wunsch zu erfüllen. Und Sie kann leicht damit spielen... *my2cents* *fiesgrins*

Nun, ich stelle Euch unsere neu entdeckte Spielwiese hier frei zur Diskussion, vielleicht gibt es noch andere Paare die auch finanzielle Spiele (auch Sachgüter sind denkbar wie Handtaschen, Schuhe, etc...)
mit in ihr Sexleben einbauen?

Für was würdet ihr innerhalb iner Partnerschaft auch mal gerne zahlen um es jetzt oder später zu bekommen?

Oder würdet ihr Euch gar zu einem "bezahlten Sexobjekt" heruntergestuft fühlen? (was bei uns definitiv nicht diesen Beigeschmack annimmt!)

Gibt es auch Frauen, die ihren Mann durch finanzielle Reize hervorlocken würden (entgegen Grönemeyer: "Männer kaufen Frauen")

Abschliessend noch eine Anmerkung: vergleicht es bitte nicht mit Prostitution, trotz getrennter Kassen bleibts ja doch in der Familie... *lach* es ist für uns lediglich ein Spiel im Liebesspiel und ist keineswegs bestimmend für unser Erotikleben, eben eine reizvolle Ergänzung *fiesgrins*


liebe Grüsse
Harry
25. Januar 2012
omg

So richtig verstehe ich das Spiel wohl nicht. Also entweder habt ihr getrennte Kassen, oder es bleibt in der Familie, dann habt ihr nur eine Kasse. Ist Zweiteres der Fall, ist es ganz klar ein Rollenspiel. Und ich kann nun mal einem Rollenspiel nicht viel abgewinnen, weil ich mich dabei selbst nicht ernst nehmen kann.

Für Sex zu bezahlen ist auch nur so lange reizvoll, solange man es nicht tun muss; man nicht davon abhängig ist, bezahlt zu werden; und man es sich locker leisten kann. In jedem anderen Fall ist immer einer von beiden der Dumme, oft auch alle beide.
25. Januar 2012

Das ist ja mal richtig geil.

Das muß ich mit meinem Mann auch spielen, ist ja der Hammer, auf so eine Idee bin ich ja noch gar nicht gekommen.
25. Januar 2012
omg

Das muß ich mit meinem Mann auch spielen, ist ja der Hammer, auf so eine Idee bin ich ja noch gar nicht gekommen.

Nur so lange, bis er es sich nicht mehr leisten kann. *mrgreen*
25. Januar 2012
@ omq

Da mach dir mal keine Gedanken, ich kenn ja seinen Kontostand, und ich werde ihn ja nicht aussaugen also sein Konto *smile*
25. Januar 2012

Nach meinen Beobachtungen (die sicher nicht repräsentativ, aber doch interessant sind) macht es für manche Menschen einen besonderen Reiz aus, "gekauft" und "bezahlt" zu werden. Es ist ja nur ein Spiel, das den Reiz von manchem erhöhen soll. So wie es auch ein Spiel ist, gefesselt zu werden (man wird ja nicht wirklich ernsthaft entführt und gefesselt ...).

Ich verstehe viele sexuelle Spiele auch nicht, insbesondere aus de Bereich des BDSM, mache ich aber trotzdem nicht drüber lustig. Und wenn es einer Frau nun mal einen gewissen Anreiz bietet, sich "kaufen" zu lassen, oder einem Mann, sich eine Frau zu "kaufen", auch wenn's nur gespielt ist, dann gönne ich ihnen das eben.

Mich würde eher interessieren, woher dieser Reiz kommt und warum das für manche überhaupt reizvoll ist und wie man so etwas in einem Spiel so glaubwürdig wie möglich umsetzen kann.

(Der Antaghar)
25. Januar 2012
Worin liegt der Reiz..?

Hat es vielleicht etwas mit Wertschätzung zu tun..?

ich überlege mir auch schon seit einer Weile worin der Reiz liegt...

Lg
25. Januar 2012
Ich persönlich...[m]

... könnte damit nicht viel anfangen.

Das würde für mich den Sex, auch innerhalb der festen Beziehung, auf eine kapitalistische Sache herunterstufen.
Frau möchte mal wieder eine Handtasche oder Schuhe die sie sich aus dem Taschengeld gerade nicht kaufen kann (Taschengeld = freiwillig ausgemachte und festgesetzte Summe aus dem Haushaltsgeld, welches jeder zur freien Verfügung hat) und gibt quasi den Körper her um an das Taschengeld des Mannes heran zu kommen.
Auch bei uns kommen Dinge, die man "sofort" haben möchte. Dann spricht man darüber und kauft es nach Abwägung auch.
Aber der Sex muss unabhängig von dem bleiben zumindest die Absicht dessen. Hinten herum ist es vielleicht schon so, dass man an dem Abend einfach gelöster ist und zu mehr bereit ist... das wäre menschlich. Trotzdem ist dann kein "Du zahlst - ich Sex"

Ich verstehe schon, dass dies für Euch persönlich ein "sexueller Lustgewinn" sein könnte, sehe aber gleichsam "eine Gefahr" darum, dass es irgendwann einmal kein Sex ohne Geld mehr gibt, da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und warum wieder ändern, wenn es Vorteile bringt

Klar, dass das nichts mit Prostitution zu tun hat, aber es bleibt - für mich jetzt - eine rein kapitalistische Sache - in Eurem Fall.

In Falle des "PayPig" (Ich kenne mich da jetzt - ehrlich gesagt - gar nicht aus) ist der sexuelle Lustgewinn im Sinne der devoten Einstellung erreicht, also nicht primär kapitalistisch. Vielleicht geht es aber auch bei Euch (Dir) doch eher in diese Richtung.. was dann ja vollkommen in Ordnung wäre...


lg Chris

curious_ER_sin
25. Januar 2012
omg

Ich verstehe viele sexuelle Spiele auch nicht, insbesondere aus de Bereich des BDSM, mache ich aber trotzdem nicht drüber lustig.

Lustig gemacht habe ich mich nun nicht direkt darüber. Falls doch (und da wäre die Meinung des Threaderstellers gefragt) dann entschuldige ich mich in aller Form, das war meine Intention keineswegs.
25. Januar 2012
@Antaghar

Ich glaube es ist einfach dieses unerwartete, man weiß ja nicht auf welche Idee der Partner kommt, und dann am nächsten Tag davon zu shoppen ist doch cool.

Also ich will das auf jeden Fall ausprobieren, aber dennoch geht das glaube ich nur wenn man etwas für Rollenspiele übrig hat.
25. Januar 2012

Irgendwie brachte uns dieser Artikel über PayPigs auf den Gedanken, obwohl doch grosse Unterschiede zwischen einem echten Zahlschwein und unserem Spiel bestehen.

der größte Unterschied ist wohl das das Geld in der Familie bleibt, man muß also nicht wirklich drauf verzichten...von daher seh ich es auch eher als eine Spielart an, ähnliche wie eine Schnappsidee die irgendwann den Reiz verliert.

Ist der Reiz weg will man ihn dann behalten? dann müßte er verstärkt werden...da ist die Schwelle sein Geld komplett los zu werden nahe gerückt.

Ich betrachte die Sache eher harmlos und würde eher auf hausarbeit umschwenken, statt geld zu fordern. Was denn ein Mal Möse lecken?Okay ....dannach nimmst du die Gardienen ab und wäschst sie pfleglich.....
25. Januar 2012

Mich würde eher interessieren, woher dieser Reiz kommt und warum das für manche überhaupt reizvoll ist und wie man so etwas in einem Spiel so glaubwürdig wie möglich umsetzen kann.

BDSM ist auch nicht meine Welt. *gg*
Was Du beschreibst ist allerdings auf das uralte und biologische "Frauen werden ge*****, Männer f*****" begründet. BDSM ist relativ neu, auch wenn sich manche vielleicht daran stören würden, aber man darf BDSM nicht mit dem "echten Sadismus oder "echtem Machismus" vergleichen. Das eine ist sexueller Lustgewinn durch eine Art "Rollenspiel", das andere ein psychisches Krankheitsbild. Oft ist es auch so, dass devot im Bett nicht gleich devot im Leben ist...
(Grenzfälle gibt es immer)

Als die Sexualität der Frauen nicht mehr unterdrückt wurde und bewusst wahrgenommen werden durfte (Gesellschaftlich) wurde den Frauen auch der Trieb des Mannes bewusst und das er "f****" möchte. Daraus ergab sich - in Bezug auf den Mann - dass, er "gefälligst" etwas dazu tun soll, ansonsten "Verweigerung" - es bedarf natürlich eines Mannes, der sich dann darauf einlässt - ein Spiel eben, weil es ihm selbst einen Gewinn bringt.
Im Falle der devoten Frau kann es der genau Gegenteil sein, quasi das "Dem Trend folge ich nicht, ich lasse mich gerne F****" ...
Wieder andere haben so stressige Positionen, das sie zumindest im Bett "die Schwachen" sein wollen...

Es gibt differente Facetten, warum ein Paar BDSM auslebt... es hat aber [fast] immer mit dem "Machtspielchen Mann / Frau" zu tun und einem sexuellen Lustgewinn.

lg Chris

curious_ER_sin
25. Januar 2012
Abgesehen davon ...

... dass ich Rollenspielchen gemeinhin nichts abgewinnen kann, glaub ich nicht, dass diese Gefahr:
Das würde für mich den Sex, auch innerhalb der festen Beziehung, auf eine kapitalistische Sache herunterstufen.
hier wirklich besteht.

Es ist doch für die zwei - wenn ich sie richtig verstanden habe - nur ein 'reizvolles Spielchen', nicht? Wenn sie wirklich nur noch aus der Tatsache, dass einer für die sexuelle 'Leistung' des anderen bezahlen muss, Lust gewinnen würden, dann vielleicht...

Wenn jemand Spaß daran hat, ab und an ein 'Fesselspielchen' in den Sex mit einzuflechten, besteht in meinen Augen auch nicht die Gefahr, dass er nur noch mit einem gefesselten 'Objekt' Sex haben kann - ob dieses nun will oder nicht - dafür braucht es eine eindeutige sexuelle Präferenz in diese Richtung (und wenn man ein 'Opfer' benötigt, eine tatsächliche sexuelle Störung...)
25. Januar 2012

Also ich kann mir absolut vorstellen, dass so etwas jemand geil findet. Wie ist es bei euch, findest es eher du oder sie geil und wie geht es ihr dann beim Shoppen? Gehst du da dann mit? Ich schätz das kann dann durchaus nochmal spannend werden, wenn beim Bezahlen die Blicke dann so hin und hergehen.

So etwas funktioniert aber nur dann, wenn jeder ein klar abgestecktes Budget hat. Also getrennte Konten oder eben wie schon jemand sagte ein fix vereinbartes Taschengeld. Wenn es nur pseudomäßig hin- und hergegeben wird, wärs mir persönlich auch zu viel Rollenspiel - und das, obwohl ich Rollenspiele durchaus mag.

Ich schätze mal, es ist schon ein Kick in Richung Abhängigkeit, Verantwortung abgeben usw dabei. Finde ich spannend.
25. Januar 2012

Oder hat es vielleicht auch etwas damit zu tun: Sich einfach mal als "Nutte" fühlen zu dürfen?

Wobei sich mir auf den ersten Blick nicht der Reiz davon erschließt, was aber nicht bedeutet, dass es ihn für manche Frauen nicht geben mag ...

(Der Antaghar)

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