![]() | 18. Januar 2012 Passen wir zusammen? Die Frage „passen wir zusammen?“ ergab sich in einem anderen Thread und ist eine eigene Beobachtung wert. Welche Grund"bedingungen" müssen erfüllt sein, damit für euch eine Passung vorliegt? Wieso seid ihr zusammengekommen? Welche Faktoren haben da eine Rolle gespielt, und wie sieht es mit diesen Faktoren heute aus? Bleibt ihr zusammen, obwohl grundlegende Dinge nicht zusammenpassen zu scheinen, und weshalb? Oder trennt ihr euch lieber und verabschiedet euch vom Traum eines gemeinsamen Lebens, vom Eigenheim, vom Hund, den Kindern und der Familie des Partners? Habt ähnliche Bedürfnisse oder ergänzen sie sich? Und falls beides nicht zutrifft: Könnt ihr diese Reibungspunkte abfedern? Und wie? Kann dieses "passen" oder "nicht passen" auch an unterschiedlichen Lebensentwürfen und inneren Werten festgemacht werden? Und wie geht ihr damit um, wenn sich solche tiefgreifenden Unterschiede bemerkbar machen? Trennung, Weiterentwicklung, Akzeptanz? Was ist da möglich? Wann waren für euch (im Nachhinein, da blickt man ja immer anders auf die Beziehung) die ersten Anzeichen zu bemerken, dass "es irgendwie nicht passt“? Ich bin gespannt auf konstruktive Beiträge und hoffe, dass persönliche Anfeindungen bei unterschiedlichen Meinungen, die sehr willkommen sind, ausbleiben. |
![]() | 18. Januar 2012 @komischer_Kautz Vor nicht allzu langer Zeit fragte ich einen Mann, den ich aufrichtig gern hab, obwohl ich nichts über ihn weiß, außer dem, wie ich mich fühle, wenn er da ist, was genau er eigentlich sucht. Seine Antwort war: Genau eine Frau, eine, die eben zu ihm passt. Desto länger ich darüber nachdenke, desto mehr lande ich immer und immer wieder in der Erinnerung an meine Großeltern und dem wohlwollendsten, liebevollsten Lächeln, das (m)ein Gesicht so schenken kann (unbedachter Weise). Wenn ich die beiden beobachte, dann läuft mir jedes Mal ein wohliger Schauer den Rücken rauf und runter, weil ich weiß und doch jedes Mal auch neu verstehe, dass es genau das ist, was ich auch will - ein Leben, mit einem Partner. Dazu gehört meiner Ansicht nach aber mehr als Schmetterlinge & Leidenschaft. Loyalität und Ausdauer, Konflikt- und Teamfähigkeit und vor allem (und vielleicht auch am wichtigsten) der Wille und Glaube an "gemeinsam durch dick und dünn" oder "bis dass der Tod uns scheidet". Das ist zum einen nicht jedermanns Sache und meiner Beobachtung nach im 21. Jahrhundert bedauerlicher Weise aus der Mode gekommen. Doch gleich welches Beziehungsmodell man Leben will, welches das Herz will und in den Alltag passt - ist es nicht letztlich immer eine Frage von Glück und/ oder Timing, ob wir dem oder der Einen begegnen? Und wenn dem so ist, kann es dann nicht auch mehr als nur eine/n geben? Eben einen, für den das Jetzt das richtige Timing ist... Morgen ist ein anderes Jetzt. Ein Neues. Eine neue Chance... Und so schließt sich für mich der Kreis zu eben jenem Mann, der sein Leben teilen will, mit einer, die das Puzzle vollendet in Harmonie. Seine Erfahrung lässt ihn nach Nachhaltigkeit suchen, an die Zukunft denken, sein Herz & Sein, an das Hier und Jetzt und die Schmetterlinge. Naja, und wenn beides passt, dann passt man wohl zusammen. Oder, wie seht ihr das? Knutscha, icke |
![]() | 18. Januar 2012 Passung ist aus meiner Sicht ein Gefühl. Nach meinem bisherigen Stand der beidseitige (erfolgreiche) Übergang von "Verliebtheit" zu "Liebe", ohne das initiale Gefühle, die Anziehungskraft und Verbundenheit zu verlieren. Inwieweit diese auch real übertragen wird... well, ich lache einmal selbst-zynisch auf. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass man mit jedem x-beliebigen Menschen eine erfolgreiche Partnerschaft führen kann. Vermutlich sogar eher und besser, als mit denen, in die man sich verliebt. Zumindest, wenn man aufeinander entsprechend Rücksicht nimmt und den Gegenüber als den erkennt (/zu erkennen versucht), der er wirklich oder zumindest seinem Empfinden nach ist. (Was aber wohl massiv viel Ressourcen frisst.) Ich finde es schwierig diese Frage "allgemein" zu beantworten, ist das zumindest bei mir ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Angefangen von einer "Das ist die Frau deines Lebens. Segen und Fluch zugleich."-Intuition über verschiedenste ähnliche und unähnliche Stadien und Auswahlkritierien, die mit jeder zwischenmenschlichen Begegnung/Erfahrung... nicht höher gelegt, aber doch anders/spezifischer werden. Wobei ich mich mittlerweile wohl auch von der Frage "Passen wir zusammen?" distanzieren und der "Wollen wir das Leben gemeinsam verbringen?" hinwenden will. Ja, ich denke die ergibt weitaus mehr Sinn und ist langfristig zielführender. Veränderungen sind ein natürlicher Prozess. Wer sich heute noch ähnlich war, kann morgen schon ganz anders sein. Solange die Bereitschaft und das Commitment für die gemeinsame Beziehung vorhanden ist... |
![]() | 18. Januar 2012 Eigentlich passen wir nicht zusammen. Teilweise sehr verschiedene Interessen, Lebenseinstellungen etc. Dennoch ist es so, dass wir uns vermissen, sobald wir getrennt sind und uns nach der Zeit sehnen, wo wir wieder zusammen sein können. Ist so, dass jeder von uns beiden eher die Gemeinsamkeiten sucht und genießt, anstatt sich über die Verschiedenheiten zu ärgern/aufzuregen. Auch wenn natürlich diese gerne mal Gegenstand von Neckereien oder auch ein bisserl Streit sein können. Immerhin hab ich so schon gelernt, dass ein Streit nicht gleich das Ende der Beziehung bedeutet. Ist bei Weitem noch nicht alles suptertoll und auf der sicheren Seite zwischen uns - vielleicht wäre es dann aber auch schon wieder langweilig. Es muss nicht immer alles passen, Gegensätze können sich durchaus wunderbar ergänzen. |
![]() | 18. Januar 2012 Eine frühere Kollegin von mir hat die Antwort auf die hier gestellte Eingangsfrage folgendermaßen zusammengefasst: Wenn in den Bereichen - Sexuelle Bedürfnisse - Ansprüche an das materielle Lebensniveau - Wert- /Moralvorstellungen die Gemeinsamkeiten größer sind als die Unterschiede, und darüber hinaus eine große emotionale Nähe besteht, dann stehen die Chancen für eine dauerhaft glückliche Beziehung gut. Natürlich: ein solches Statement ist sehr allgemein. Aber vielleicht eine halbwegs zuverlässige Daumenregel, wenn man eine braucht. LG Dieter |
![]() | 18. Januar 2012 @ Versuchender Ich finde es schwierig diese Frage "allgemein" zu beantworten, ist das zumindest bei mir ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Angefangen von einer "Das ist die Frau deines Lebens. Segen und Fluch zugleich."-Intuition über verschiedenste ähnliche und unähnliche Stadien und Auswahlkritierien, die mit jeder zwischenmenschlichen Begegnung/Erfahrung... nicht höher gelegt, aber doch anders/spezifischer werden. Ja, allgemein zu bleiben, bedeutet wahrscheinlich, auch irgendwo "beliebig" zu bleiben. Kriterien, die abhakbar sind? Nein, sicher nicht. Aber einige Schreiber (Großwild - aber mir fehlt der Bezug zum komischen Kautz - hat er wieder gelöscht? - und Seeleverschenkt) haben ja schon versucht, aus ihrer persönlichen Sicht darzulegen, was da so relevant sein könnte. Und es ist eine Frage, an der wir alle uns abarbeiten, und die wir "hinterher" immer schlauer beantworten als während der Zeit, wenn die Hormone tanzen, die Bedürftigkeit ausbricht, Licht und Liebe uns erfüllen und den Alltag noch nicht erreicht haben oder sonst ein Faktor gegeben ist, der uns in die Arme eines anderen Menschen treibt. Wenn Ihr meine Fragen weiterentwickeln, am eigenen Beispiel beantworten oder umformulieren wollt, bin ich nur dankbar. |
![]() | 18. Januar 2012 rueckenwind_69: aus ihrer persönlichen Sicht darzulegen, was da so relevant sein könnte. So did I. Ich denke, wenn eine potentielle Partnerin und ich das Bestreben haben dauerhaft miteinander eine Beziehung zu führen, passt es. Wenn wir uns bewusst sind, dass es keine Garantie gibt, dass wir es auf ewig schaffen, aber bereit sind gemeinsam unser bestmögliches zu tun, dass dem so ist. Wir offen und (selbst-)ehrlich miteinander umgehen, wir uns blind verstehen und mit dem anderen immer noch zusammen sein wollen, obwohl er so ist, wie er ist. Und ein jeder selbiges für sich annehmen kann. Bisher hatte ich dieses (vermeintlich) wissende Gefühl, diese innere Bereitschaft bei einer einzigen Frau. Von daher sage ich nicht, ich warte auf es ein zweites oder drittes Mal, habe ich mich seitdem verändert und tue es immer noch. Das Ausschlaggebende für mich ist jedoch ein initiales Gefühl (Das Hervorheben dieses Menschen, den Sog, die er auslöst.), gefolgt von einem langfristigen Kennenlernen. Wenn man so will, ein freundschaftliches Seite an Seite gehen, welches sich irgendwann zur Partnerschaft erkürt. Gerade das langfristige Kennenlernen, um die "Obwohls" mitzukriegen und zu schauen, ob man damit umgehen kann/will, finde ich wichtig. |
![]() | 18. Januar 2012 Und es ist eine Frage, an der wir alle uns abarbeiten, und die wir "hinterher" immer schlauer beantworten als während der Zeit, wenn die Hormone tanzen, die Bedürftigkeit ausbricht, Licht und Liebe uns erfüllen und den Alltag noch nicht erreicht haben oder sonst ein Faktor gegeben ist, der uns in die Arme eines anderen Menschen treibt. Mir ist mit der Zeit bewusst geworden, dass ich versuchen könnte "vorher" schlau zu sein zu Ungunsten meiner Hormone, Bedürftigkeit, im Dunkel und der Lieblosigkeit des Unerfüllten und mir vorstellen, wie der Alltag mit dem anderen aussehen könnte, bevor ich ihm in die Arme falle. |
![]() | 18. Januar 2012 Ich erzähle mal so aus meiner Sicht: Mein Exmann war der absolute Gegensatz zu mir. Völlig anders und wir hatten bis auf die Tatsache das wir gemeinsame Werte teilten, nichts, aber auch wirklich nichts gemeinsam. Wir konnten uns nicht mal darüber einig werden welche Nachrichtensendung wir sehen wollten. Er wollte Tagesschau, ich lieber die auf RTL. Das nur als Beispiel. Es war sehr anstrengend für beide Parteien. Alles mußte bis ins kleinste mühsam diskutiert und erarbeitet werden. Ob das nun der Urlaub war oder so banale Fragen welche Küche wir nun kaufen. Und so hat sich eben die Beziehung gestaltet. Es war, im Rückblick, eine Abfolge von Diskussionen ohne Unterlass über jeden Mist. Nicht zu vergessen die ständigen Streitereien. Als ich mich trennte war mir nur eins absolut klar: Sowas will ich nie wieder! Als ich dann meinen letzten Partner kennen lernte war der das genaue Gegenteil. Sehr ruhig, wir hatten soviel Gemeinsamkeiten das ich es fast unheimlich fand. Wir teilten nur nicht die gleichen Werte. Die Beziehung war überaus harmonisch, sehr friedvoll, sehr ruhig, wir haben nicht ein einziges Mal gestritten. Und es war so langweilig. Das mag sich gemein anhören, aber in seiner Art jedem Streit aus dem Weg zu gehen wurde eben auch nichts geklärt. Das Problem war einfach nicht vorhanden. Und die Trennung war irgendwann unvermeidlich. Heute würde ich wenigstens versuchen soviele Gemeinsamkeiten mit einem Gegenüber zu haben das man nicht täglich in Diskussionen um alles und jedes streiten oder kämpfen muß, aber auch genug Punkte in denen man eben unterschiedliche Standpunkte hat damit es nicht zu ruhig wird. Aber ob ich das so abschätzen kann in der Phase der Verliebtheit? Ob ich dann nicht doch dem Gefühl den Vorzug gebe und zeitweise die rosarote Brille aufsetze? |
![]() | 18. Januar 2012 Liebe und nicht Zusammenpassen kommt meines Erachtens und aufgrund meiner Lebenserfahrung häufig vor. Meiner Meinung lässt sich sowas dann funktional nur durch Distanz realisieren. Denn auf Dauer wäre sonst eine bilaterale Funktionalität nicht möglich, dauerhaft extrem anstrengend und die Liebe ginge dahin, weil sich nach und nach immer mehr negative Gefühle einstellten. Im Alltag ist eben gerade dieses Zusammenpassen enorm wichtig und unabdingbar. Meine Überlegung: Wenn man nicht zusammen wohnt, jeder sein Ding macht und sich ab und zu sieht, könnte das Positive an dieser Beziehung durchaus erhalten bleiben. Aber ob sich das mit der Lebensplanung des einzelnen vereinbaren lässt, vielleicht? Jedoch nicht mit zwei Individuen auf verschiedenen Terrain |
![]() | 18. Januar 2012 Bedingungen? Innere Verbundenheit, Vertrauen, Ehrlichkeit, Leidenschaft, Untrennbarkeit, im Rausch zu sein und alles vergessen zu könne und das Gefühl zu haben, dass einem mit diesem Partner zusammen die Welt am Arsch lecken kann! Genau das braucht man als Bedingung! OK, eine Partnerschaft kann man mit vielen führen, dem gebe ich Recht. Aber wer das andere kennt, der wird sich am Ende nur mit dem zufrieden geben können und nicht mit weniger! |
![]() | 18. Januar 2012 so.... jetzt sag ich auch was dazu.. ich finde die frage schon ok, so wie sie da steht. dieses "passen wir zu- sammen" heisst für mich: ist das die frau, mit der ich leben will, alt wer- den will. bin ich bereit kompromisse zu schliessen, wie weit gehen diese kompromisse. ich habe auch eine ehe hinter mir. uns verbanden die kinder, sympathie und das gefühl, dass man das so macht. bei mir war es wohl auch so et- was wie torschlusspanik. zusammengepasst haben wir nicht, weder sexuell noch von unserer herkunft her. sie stammte aus "besseren krei- sen", ich bin ein arbeiterkind. dass die herkunft so wichtig sein könnte, hätte ich mir nicht träumen lassen. aber allein die rituale, die sich inner- halb meiner schwiegerfamilie so abspielten, waren für mich fremd, ich fand sie belustigend. ähnlich sah sie wohl meine verbindung zu meinen eltern, meinem heimatdorf und meinen geschwistern. wären die kinder nicht gewesen, wir hätten uns wahrscheinlich schon nach sehr kurzer zeit wieder getrennt. aber ich habe vieles von ihr ge- lernt, wir reden heute ganz normal miteinander und verbrachten diese weihnachten sogar gemeinsam. so etwas geht mit der ex auch. es ist allerdings völlig klar, dass wir uns wegen unserer kinder miteinander beschäftigen. gäbe es die nicht, wir hätten keinen kontakt mehr. bei meiner freundin ist es so, dass ich das gefühl hatte endlich ange- kommen zu sein, endlich in den hafen einzulaufen, den ich so lange gesucht hatte. und nun bröckelt der putz, das schiff lief auf eine sandbank und wir stellen uns gerade die frage: passen wir zusammen. hab ich nur das bild von ihr vor augen (wir kennen uns schon seit über 20 jahren), das ich sehen will? geht es ihr genauso? letztens sprachen wir darüber. mir fiel es wie schuppen von den au- gen, dass sie völlig andere schwerpunkte hat als ich, dass ich sie to- tal fasch eingeschätzt habe. unterm strich tut's weh, fühlt sich nicht gut an und ist auf jeden fall kein dauerzustand - weder für sie, noch für mich. wir haben getrennte wohnungen, deshalb geht das wohl so halbwegs gut seit über drei jahren. |
![]() | 19. Januar 2012 Passen ... Wir haben wohl nicht zusammen...tja, den Satz hab ich schon öfter gehört bzw. ausgesprochen. Nach der ersten Initialzündung, dem ersten Hormonrausch..da taucht diese Frage für mich auf, wenn ich mich z.B. auf einem HeavyMetall-Konzert wiederfinde, klar ist.. das Mutti mit am Frühstückstisch sitzen wird, er in einem Satz erwähnt..das er keine eigenen Kinder will aber ein Frau mit Kindern o.k findet...da kann er ja schnell wieder gehen, wenn er sich bei einem Autounfall als Gaffer und nicht als engagierter Helfer outet, keine Essmanieren besitzt, er als erwachsener Mann denkt das das Reh die Frau vom Hirsch ist.... All dies sind bei mir Punkte, die zum absolut eindeutigen Nicht-passen führen. Es hat sich für mich herauskristallisiert, das Gleich und Gleich auf Dauer zuwenig Reibung und Energie gibt. Das aber zu grosse Gegensätze bei Erziehung, Allgemeinbildung, Lebensweise, Libido (!), Einstellungen das Ganze zwar erst spannend aber letztendlich für mich persönlich zu anstrengend machen. Ein "Passendmachend" hat sich als nicht praktikabel herausgestellt...dabei werden alle Beteiligten nur unglücklich Bei mir muss ein Gefühl von Ankommen dasein, von Erfülltsein, von sehr viel Respekt und Lust auf den anderen...und dann muss es eine einigermassen gleichschnelle Entwicklung geben, denn sonst nützt das erste "Passen"nicht viel... |
![]() | 19. Januar 2012 ob "man" zusammen passt .... Diese Frage kann nach meiner Lebenserfahrung nicht grundsätzlich so oder so beantwortet werden. Beispielsweise hatte ich als 20jährige kaum eine konkrete Vorstellung - weder von mir und meinen tiefen Bedürfnissen bezüglich Partnerschaft ... und demzufolge auch null Ahnung, wie mein Partner sein sollte. Damals - im Höhepunkt der hormonellen Aktivitäten ... haben wohl auch vor Allem die Hormone entschieden, wer mit wem zusammenkommt. Ich schätze, das ist auch heute nich viel anders ... Nach meiner 2. Ehe, so mit 40, wusste ich, dass ich - mein 1. Mann ein sehr unterschiedliches Temperament zu meinem hatte und dementsprechende Bedürfnisse (z.B. immer auf Axe sein wollen) und - mein 2. Ex z.B. andere Lebensziele und vor Allem andere Methoden, diese zu erreichen (Werte) hatte, als ich. Beide Ehen sind letztlich deshalb in die Brüche gegangen, weil Niemand auf Dauer sich selbst so sehr verbiegen kann, dass immer ein Kompromiss gefunden wird. Ich zumindest konnte und wollte es irgendwann auch nicht - es ging zu Lasten meiner Gesundheit und so zog ich die einzig richtige Konsequenz - die Trennung vor. Heute, wieder etliche Jahre später, weiss ich recht genau über meine Bedürfnisse Bescheid und auch, dass bei NICHT-Übereinstimmung in grundliegenden Punken ich das Alleinleben bevorziehe. Unter grundlegenden Punkten verstehe ich, was @ Dieter bereits aufgeführt hat: - die gleichen Wert-/Moraltvorstellungen - möglichst viele gemeinsame Interessen - eine Sexualität, die beide zufrieden stellt - emotionale Nähe - ausgewogenes Nähe-/Distanz-Bedürfnis und - ein in etwa gleichs Mitteilungbedürfnis Besonders wichtig finde ich, dass wir uns auf der gleichen Entwicklungsstufe befinden, d.h. die gleiche Sprache sprechen und das V E R S T E H E N des Gesagten mit Hirn und Herz erfolgt. Missverständnisse entstehen, wenn zwei Menschen miteinander kommunizieren, die sich auf spirtuell verschiedenen Entwicklungsstufen befinden + der "Empfänger" Worten/i][ eine andere Bedeutung beimisst, als die, die sie beim "Sender" haben. |
![]() | 19. Januar 2012 Wobei ich mich mittlerweile wohl auch von der Frage "Passen wir zusammen?" distanzieren und der "Wollen wir das Leben gemeinsam verbringen?" hinwenden will. In diesem Satz von "Versuchender" verbirgt sich eine Kernaussage des menschlichen soziologischen Verhaltens. Ich stelle mir die Frage, welches "Paarverhalten" der Mensch von der Evolution eigentlich mitbekommen hat, sozusagen als BASIS- Einstellung? Ist der Mensch ein Rudeltier oder ein Einzelgänger? Ist der Mensch monogam oder Polygam? Im Gegensatz zu Tieren hat der Mensch eine bedeutende Eigenschaft bekommen, welches ihn zu dem macht, was er ist und ihn deutlich von allen anderen Spezies abhebt: Der Mensch hat die Wahl - Der Mensch ist weder Rudeltier noch Einzelgänger. Der Mensch bekommt die Hardware als Körper gestellt auf dessen Festplatte zwar ein biologisches Grundprogramm aufgespielt ist, welches wir aber durchaus selbst beeinflussen können. Bis auf wenige Ausnahmen haben wir keine vorbestimmte Software aufgespielt. Wenn wir geboren werden, beginnen wir bei null. Mit den Erfahrungen, den sozialen Kontakten, begonnen von den Eltern über die Schule bis hin zu den Freunden, schreibt sich unsere Software. Allerdings verlieren wir dabei nie unser Wahlrecht. Auch wenn wir Werte vermittelt bekamen, so können wir diese bewusst verändern und zu unserem Vorteil nutzen. Das Programm schreibt sich ständig neu, löscht sich und wird erneut geschrieben... Brauchen wir da überhaupt einen "Partner" ? Zur sexuellen Fortpflanzung (biologisches Grundprogramm) sicherlich aber um zusammen zu leben und alt zu werden ? Früher, als wir noch in Höhlen lebten und Felle trugen, brauchten wir die anderen um zu überleben. Die Welt um uns herum war Rau. Mammuts groß , Raubtiere gefährlich und der Mensch nur bedingt am Ende der Nahrungskette. Der Mensch suchte die Sozialisierung um sich als "Gruppe" zu stärken und das zu ergänzen, was einem selbst fehlte. Die Sexualität lief dabei nach dem biologischen Grundprinzip. Man fragte nicht, man tat es... Im Laufe der Jahrtausende hat sich die Welt sozialisiert. Das Mamut wurde durch den Supermarkt ersetzt, die Raubkatze gibt es in den Städten nicht mehr.... und der Mensch ist sich selber der größte Feind... Wenn es um Sexualität geht wurde das biologische Grundprogramm derart verändert, dass es nicht selten Therapeuten benötigt um es zumindest im Ansatz wieder herzustellen... Brauchen wir da noch einen Menschen der zu uns passt uns ergänzt um uns gegen "außen" abzusichern und um in Gemeinschaft stark zu werden? Nein, dazu nicht mehr, aber..... ...weil der Mensch noch etwas anderes besitzt. Jenes Gefühl, welches kein Mensch erklären oder definieren kann. Dieses Gefühl welches uns in eine Richtung treibt und alle anderen Gefühle; Gedanken vertreiben kann... aber auch Zerstörung und Wut auslösen kann... LIEBE .... Wir brauchen hier nicht zu diskutieren was Liebe ist und auch nicht ermahnen man solle Liebe nicht mit Verliebtheit verwechseln. Kein Mensch kann LIEBE definieren und wenn im Ansatz, dann nur für sich selbst.... bereits beim anderen hört es auf und man muss vertrauen. Warum "passen" wir zusammen? - Nein, tun wir gar nicht. Die Liebe hat lediglich das Programm umgeschrieben.... und uns "erzählt", dass ist der Mensch, mit dem ich zusammen alt werden möchte ! Dabei hinfällig ist die Bildung, der soziale Stand oder anderes.... solange die Liebe das Programm schreibt - egal ! Warum kommt es dann zu Trennungen? Weil wir uns in einer Welt von multimedialen Überangeboten befinden. Der Mensch hat immer die Wahl und was positiv sein kann, kann auch negativ sein: Wir haben immer einen Input- Kanal offen. Wird dieser überreizt (Werbung; soziales Umfeld etc.) , weil uns suggeriert wird, dass da draußen besseres sein könnte, müssen wir uns entscheiden.... ...dennoch haben wir die Wahl ! lg Chris curious_ER_sin |
