![]() | 17. Januar 2012 Frustrierende Sexualität Hallo, liebe Clubber, ich mache mir gerade so ein bißchen Gedanken um meine Sexualität. Ich habe spät (fast 21) angefangen, und auch mit meiner Partnerin bis zum Schluß nie häufig Sex gehabt. Wenn wir ihn hatten, war er sehr gut, aber aus gesundheitlichen Gründen ging es nie sehr oft. Dann kam die Trennung, monatelang, kein Sex. Situationsbedingt zu einem solchen Zeitpunkt nicht dramatisch, aber doch irgendwann spürbar. Dann ein heißes Wochenende mit einer Frau aus dem JC. Toller Sex, aber eben nur ein Wochenende. Jetzt bin ich in einer neuen Beziehung, die zwar menschlich sehr harmonisch und liebevoll ist, aber sexuell betrachtet eher frustrierend ist. Darüber wird noch viel Redebedarf sein, das ist klar... Ich fange allmählich an, mich zu fragen, ob das schon alles gewesen sein soll. Ich bin jetzt 38 und habe nichts, was man eine erfüllende Körperlichkeit nennen könnte. Ich habe zwar Sex, aber selten, wenig geil und oft ziemlich bemüht, weil sie meine Unterforderung natürlich bemerkt. Ich vermisse die Geilheit aufeinander. Sie zieht sich vor dir aus, und du bekommst einen Ständer. Ein Blick, die gleiche Reaktion. Sex haben, und sich darauf konzentrieren müssen, nicht zu schnell zu kommen, statt darauf, die Erektion zu halten. Das kann's doch jetzt nicht gewesen sein. Wie geht man damit um? Ich verdanke besagter Frau aus dem JC sehr viel (an dieser Stelle noch einmal Danke, liebe J. Ich weiß, daß ihre Unerfahrenheit ein Problem ist, und das mit 44 Jahren! Sie ist verklemmt, gehemmt und hat oft Bedenken, neues auszuprobieren. Sie hat mich zwar gebeten, sie diesbezüglich etwas an die Hand zu nehmen, aber ich überfordere sie unwillentlich sehr schnell. Einen Orgasmus bekommt sie so gut wie nie. Bei ihrem Exmann hat es schon kaum geklappt, bei mir noch nie (bisher hatten wir sowieso nur eine handvoll Male Sex. Sie sagt, sie bekomme ihren Kopf nicht ausgeschaltet, was schon immer ihr Problem gewesen sei. Müßte man bei einer so frischen Beziehung - gerade mal knapp 2 Monate - nicht ständig scharf aufeinander sein? Häufigen, geilen Sex haben? Der bloße Anblick für Wallung sorgen? Das hier hat eher was von "mütterlicher Erotik", sorry, liebe sexuell aktive Muttis... Habt Ihr vielleicht ein paar gute Tips für mich, wie ich meine Frustration überwinden kann? Mit meiner Partnerin reden werde ich auf jeden Fall, aber das wird nicht von jetzt auf gleich eine Änderung bringen, soviel ist klar... |
![]() | 18. Januar 2012 oh mann... Hallo ignis! Was du da beschreibst, ist eine ähnliche Situation, so wie sie bei mir ist. Puh, ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen. Und nicht vergessen, jeder Mensch ist neugierig. Manche müssen nur erinnert werden, dass sie es sind Alles gute! Pure |
![]() | 18. Januar 2012 Hatte auch mal so eine Beziehung. Da war ich 25. Mit einer Lehrerin. Sex nach Lehr- und Stundenplan. Ja, ich weiß, man schreibt nichts schlechtes, aber, sorry, ich schreibe die Wahrheit, und anders kann ich das nicht umschreiben. Meine Versuche, dies anzusprechen wurden mit wüsten Beschimpfungen "beantwortet. Nach 2 Jahren gab ich es auf, nach weiteren vieren war ich auch an einem solchen Punkt...und beendete es, obwohl wirklich alles andere stimmte! Aus heutiger Sicht...ein Fehler. Aber nicht wieder wandelbar. Meine letzte Beziehung: Nach sechs Jahren immer noch Sex wie in den ersten Wochen...Hammer, Genial, Ausufernd, genau nach unserem Gusto... Wünschen würde ich mir Beziehung eins, aber ich schaffe es nicht, auf Sex zu verzichten. Wirst Du auch nicht. Wenn das nicht anfänglich geregelt wird durch klare Aussagen, ich würde es beenden. Klar, ich bin älter, aber ich würde meine Zeit dafür nicht nochmals investieren, heute wieder bei null anzufangen. Das mag die ersten zwei / drei Nächte der Fall sein, aber danach sollte es zur Offenbarung kommen. Was unweigerlich der Fall ist, wenn es auf beiden Seiten passt. Passt es nicht...ich bin kein Schreiner, der zurecht sägt, was nicht passt. Dafür habe ich bereits zu oft Späne in den Müll werfen dürfen. |
![]() | 18. Januar 2012 Männer unter sich Da meine Vorschreiber Tipps gegeben haben, übernehme ich die Kopfwäsche. Werft zuerst mal die ganzen Erwartungen über Bord, wie man Sex praktizieren sollte. Es gibt kein man, es gibt nur dich, deine Partnerin und euer Vergnügen! Mir wird Angst und Bange um die Menschheit, wenn ich lese, dass Sex nur darin besteht, dass der Mann seinen Schwanz in irgendwelchen Körperöffnungen der Frau versenkt. Als ob Essen nur aus schlucken bestehen würde! Solange du so denkst und das von deiner Partnerin erwartest, wird sie den Kopf nie frei bekommen und jeder Orgasmus ein Wunder sein. Hast du dir mal überlegt, wie wenig Anteil an der Oberfläche des Körpers Schwanz oder Muschi haben? Wäre doch keine schlechte Idee, den anderen 95% der Körperoberfläche in 95% der Zeit 100% der Aufmerksamkeit zu widmen, oder? Das ist Sex, das alte rein-raus-Spiel ist nur der krönende Abschluss. Und wenn deine Partnerin nach diesen 95% der Zeit die ersten paar Mal den Kopf noch nicht frei hat, solltest du die Rücksicht/Achtung/Liebe und menschliche Größe besitzen, an's Waschbecken oder unter die Dusche zu gehen. Glaub mir, wenn alles andere in eurer Beziehung stimmt, klappt's dann auch bald mit dem Sex. Viel Spaß wünscht euch McDoodle |
![]() | 18. Januar 2012 Nett gesprochen, würde auch zustimmen, wenn ich nicht 4 Jahre was anderes erlebt hätte. Es liegt nicht nur am Mann allein, zu gutem Sex gehören, munkelt man, zwei Menschen. Und nach einer solchen Zeit befriedigen Dich Rücksicht/Achtung/Liebe und menschliche Größe nicht mehr. Zumindest war das so bei mir. Dann lieber die richtige Rücksicht/Achtung/Liebe und menschliche Größe zeigen und sich trennen, wenn ein Gespräch nicht wirklich weiter führt. Wie will man(n) einen Menschen der in unserem Alter ist, noch ändern? Abgesehen davon, zumindest ich, sehe meinen Sinn nicht darin, andere zu ändern. Ein für ihn wichtiges Ding verkümmert innerhalb der Beziehung. Dann führe ich doch lieber keine und hab das gleiche Ergebnis. Für alles andere kann ich Freunde einladen, da muss es nicht unbedingt eine Partnerin sein, die mich dumm auflaufen lässt mit meinen Wünschen. Ich weiß, es klingt egoistisch, aber auf was soll es rauslaufen? In fünf bis zehn Jahren dann ein kleiner Schritt weiter oder...Affären und fremd gehen? Wo sind da Rücksicht/Achtung/Liebe und menschliche Größe? Man lügt hierbei nicht nur sich selbst an. Auch dem Partner wird etwas vorgespielt bei einem Thema, was eigentlich fortgeschrittener sein sollte. |
![]() | 18. Januar 2012 @ignis Dein Beitrag liest sich schon sehr traurig und auch frustriert. Du bist selbst auf den Gedanken gekommen, daß Sex - und damit so richtig geiler Sex - bei Dir noch nie eine wichtige Rolle gespielt hat. Was Du allerdings über Deine jetzige Partnerin geschrieben hast, würde sie sicher auch nicht begeistern und wenn Du ihr das auch so vermittelt hast, dann ist es kein Wunder, daß sie sich bei Dir auch nicht fallen lassen kann, denn sie muß ja immer befürchten, Dir nicht zu genügen. Geiler Sex hat aber auch eine Eigendynamik. Aus einem Funken wird ein Feuerwerk und das geht nur, wenn man im Kopf frei ist. Für Sie ist es noch belastender, denn Du schreibst ja, daß "ihre Unerfahrenheit ein Problem ist, und das mit 44 Jahren! Sie ist verklemmt, gehemmt und hat oft Bedenken, neues auszuprobieren." Nun, Du schreibst aber selbst, daß Du auch nicht auf sehr viel Erfahrung zurückgreifen kannst. "Gleichzeitig hat sie mich zwar gebeten, sie diesbezüglich etwas an die Hand zu nehmen, aber ich überfordere sie unwillentlich sehr schnell." Wodurch kommst Du zu dieser Annahme? Du schreibst "Ich verdanke besagter Frau aus dem JC sehr viel (an dieser Stelle noch einmal Danke, liebe J. Kann es nicht sein, daß Du selbst so unsicher bist, daß Du nicht die richtigen Mittel wählst? Also bei meinem Partner vergesse ich das Denken total und das öffnet allein die Tür, daß man sich keine Gedanken macht, was denn wohl passiert, wann was kommt und wie. Es passiert einfach und einen klaren Gedanken fassen, kann ich erst wieder viel später. Ich vermisse die Geilheit aufeinander. Sie zieht sich vor dir aus, und du bekommst einen Ständer. Ein Blick, die gleiche Reaktion. Sex haben, und sich darauf konzentrieren müssen, nicht zu schnell zu kommen, statt darauf, die Erektion zu halten. Das kann's doch jetzt nicht gewesen sein. Wie geht man damit um? Das belegt z.B. ,daß Du nicht frei im Kopf bist. Die Erregung eines Mannes ist eben von Natur aus schon sicht- und greifbar. Bei einer Frau braucht das etwas länger. Aber was wäre so schlimm daran, denn Dingen ihren Lauf zu lassen? Selbst wenn die erste Erregung nicht anhält, es ist ja sicher nicht die Letzte, oder? Wenn Du Dir eben um Deinen besten Freund keine Sorgen machen mußt, es damit auch keine Rolle mehr spielt wann "er" kommt, dann hat sie eben auch die Gelegenheit mit "ihm" zu spielen. Für eine Frau ist es eben auch erregend, wenn sie daran beteiligt ist, daß Du erregt wirst. Das macht eben Frau auch geil..... und das weitere ergibt sich dann von selbst. Eine Möglichkeit eine neutrale Grundlage zu finden ist, daß beide sich eingestehen Anfänger zu sein, denn das eröffnet einem ein weites Gebiet, was man gemeinsam erforschen kann. Aber durch das Eingeständnis wird auch der Druck weniger, bei ihr und bei Dir selbst. Klappt es dann nach längerer Zeit immer noch nicht, dann paßt ihr wohl sexuell nicht so gut zusammen und daran wird sich eben nichts ändern lassen. Dann kannst Du entscheiden, ob Du verzichten willst und zufrieden bist, wie es ist oder eine andere Frau suchst, wo es besser paßt. WiB |
![]() | 18. Januar 2012 Auch ich finde deinen Beitrag ziemlich "verkopft". Und ich frage mich noch immer, ob DU eigentlich schon bereit bist für eine neue "Beziehung" mit allem Drum und Dran? Ich kann mich an ältere Beiträge von dir erinnern, in denen du über den Schmerz deiner Trennung schriebst, darüber dass besagte Frau, mit der du jetzt die Beziehung führst, keine Beziehungsgelüste in dir auslöst, über die Suche nach sexueller Befriedigung und sexuellem Selbstbewusstsein. Und DAS scheint mir gerade dein Thema zu sein. Dieses Thema bekommst du besser geregelt, wenn du dich mal nicht bindest (aus welchen Gründen denn?), sondern genießt, was sich dir (an)bietet, und ausprobierst, was dir gefällt. Zwanglos, wie an dem Wochenende, von dem noch voller Dankbarkeit schreibst. Oder innerhalb deiner Bindung eben auch zwanglos, ohne den Druck, eine Erektion bekommen, aufrechterhalten und unterbringen zu müssen. Wie du über deine Freundin schreibst, zeigt schon deine "innere Abwehr". Ich erinnere mich an den Fall, dass ein User hier über sexuelle Probleme in seiner Partnerschaft schrieb. Zufälligerweise hat seine Partnerin den Weg in den Joyclub gefunden und war ziemlich vor den Kopf gestoßen, was er so alles an Intimitäten preisgegeben hat. Und ich habe mir vorgestellt, wie ich es empfinden würde, wenn mein Partner deine Sätze über unsere Beziehung schreiben würde. Nicht schön, nicht schön... ich glaube ich wäre ziemlich vor den Kopf gestoßen. Und lese ich da vielleicht auch ein wenig die Vorboten einer Midlife Crises heraus? So nach dem Prinzip "Was hatte ich denn schon in meinem sexuellen Leben bis jetzt? Das kann doch nicht alles gewesen sein?" |
![]() | 18. Januar 2012 @ Ignis Einen Orgasmus bekommt sie so gut wie nie. Bei ihrem Exmann hat es schon kaum geklappt, bei mir noch nie (bisher hatten wir sowieso nur eine handvoll Male Sex. Sie sagt, sie bekomme ihren Kopf nicht ausgeschaltet, was schon immer ihr Problem gewesen sei. Hi Ignis, zu gutem Sex gehört m.E. auch, dass man voreinander und miteinander onaniert. Koitus ist m.E nur eine Spielart des Liebesspiels, nicht zwangsläufig diejenige, die Höhepunkte garantiert. Mein Rat wäre also, zunächst das koitusfreie Liebesspiel miteinander zu "üben" (manuell, oral, Vibrator). Wenn Deine Partnerin in der Hinsicht "Probleme" hat, ist m.E. Erachtens eine Basis für eine auf Dauer sexuelle Erfüllung kaum erreichbar. Lg Gernot |
![]() | 18. Januar 2012 Ach @ignis, da ich mich in einer ähnlichen Situation wie du befindest, bin ich inzwischen der Ansicht, dass es wohl vermessen ist, sich beides zu wünschen - eine Beziehung, in der man liebt und geliebt wird UND gleichzeitig super Sex. Ich kapiere es auch nicht, aus welchem Grund das so ist, aber ich vermag es derzeit einfach nicht zu ändern. Will nur ihn und dass ständig und immer wieder, werde aber in meiner Lust eingeschränkt, zurück gewiesen, nicht ernst genommen und es wird mir vorgeworfen, mir wäre Sex viel zu wichtig. Muss nicht erst daraufhin weisen, dass es die ersten Nächte natürlich ganz anders war. Da Redeversuche meinerseits als unwichtig oder gar als Versuch, die Beziehung zu verkomplizieren abgetan werden, sehe ich mich außer Stande, was zu ändern. Und da ist aber der Unterschied zu dir/euch. Immerhin möchte deine Partnerin von dir auf einen anderen lustvollen Level gebracht werden. Vorausgesetzt, dass sie diesen Wunsch tatsächlich verspürt und ernst meint, denk ich, du brauchst einfach mehr Geduld, aber nicht desto Trotz eine echte Hartnäckigkeit, weil sie sonst schnell in die lustlose Routine verfallen wird. Wünsch dir viel Glück. |
![]() | 18. Januar 2012 mhhh schwer.......... Konfuzius würde sagen “Mit Menschen, die nicht auf demselben Weg wandeln wie Du selbst, solltest Du keine gemeinsamen Pläne schmieden.” LG Headquarter69 |
![]() | 18. Januar 2012 Für mich hört sich das leider so an als ob es sexuell nicht paßt. Ich weiß nicht, wie oft Ihr Euch seht aber eine Handvoll Sex in 2 Monaten finde ich sehr wenig! Eigentlich sorgen doch die Verliebtheitshormone für richtig viel Lust am Anfang! Mit einem Mann, dessen Interesse nicht so ausgeprägt ist, ginge es ihr wohl besser und Dir mit einer experimentierfreudigeren Freundin. Ich glaube nicht, daß man das für beide zufriedenstellend angleichen kann. |
![]() | 18. Januar 2012 Müsste man bei einer so frischen Beziehung - gerade mal knapp 2 Monate - nicht ständig scharf aufeinander sein? Häufigen, geilen Sex haben? Der bloße Anblick für Wallung sorgen? Das hier hat eher was von "mütterlicher Erotik", sorry, liebe sexuell aktive Muttis... Richtig, wer kennt das nicht - Man lernt ein Mädchen; einen Jungen kennen, es sind Ferien und man kommt aus dem Bett gar nicht mehr raus. Jeden Tag mehrere Stunden; Tag für Tag und das die ganzen sechs Wochen der Sommerferien durch. Vor der abgeschlossenen Tür liegt ein Zettel "Bitte nicht stören" an dem die Eltern mit einem Lächeln vorbei laufen - schööön, seuftzs Keine 16 / 18 oder 20 mehr und auch nicht mehr zuhause? Mit 22 / 25... unbeschwertes Leben - man wohnt bereits in einer eigenen Wohnung und hat im Moment einen Menschen kennen gelernt, bei dem man für sich der Überzeugung ist, dass es der Partner fürs Leben sein könnte. Sechs Wochen Ferien geht nicht mehr, aber man verbringt sicherlich nahezu jeden Abend gemeinsam im Bett und kommt einen langen Urlaub auch nicht mehr aus dem Bett heraus - noch einmal seufts Was aber, wenn man diese ganzen Phasen bereits hinter sich hat und einfach kein Teenager mehr ist und auch "junger Erwachsener" nicht mehr unbedingt zutrifft. Man steht mitten im Leben. Ist 38 oder 44. Der Beruf ist immer präsent. Jeder hat Erfahrungen in langjährigen Beziehungen machen müssen (- vielleicht sind Kinder da ?) - die auseinander gegangen sind und die vielleicht der Seele noch schmerzhaft anhaften. Man wurde verletzt und muss erst wieder aufstehen... Welcher Mensch kann sich dann bei einem neuen Partner fallen lassen und wie ein Teenager den Tag vergessen und nur noch Sex im Kopf haben? Würde man sich nicht erst einmal vorsichtig in die neue Beziehung hinein begeben und alles dafür tun, dass man nicht erneut verletzt wird? Der Mensch ist ein Weltmeister im "Mauer bauen" Ihr beide seit 38 und 44 und habt diese Vorgeschichten! Du schreibst es in einem Abschnitt selbst: Bei Ihrem Exmann hat es schon nicht geklappt.. Ist das vielleicht der Schlüssel? - Hatte deine Partnerin womöglich jahrelang einen Menschen an der Seite, der nicht auf sie eingehen konnte oder wollte? Warum ausgerechnet solltest Du jetzt anders sein? (Wie gesagt, der Mensch ist ein Meister im Mauern bauen) Ich denke Deine Partnerin hat sehr viel erlebt und dir vielleicht noch nicht alles erzählt / erzählen können. Vielleicht ist sie mehr verletzt als du dir vorstellen kannst und muss darüber hinweg kommen bzw. das Leben mit einem neuen Partner erst wieder lernen. Ein Mensch, der sie da abholt wo sie steht, auf sie eingehen kann und der sie ihre Scheu und Vorsichtigkeit überwinden lasst.... Dir erging es im Grunde nicht anders. Hattest eine Partnerin, laut Profil mit ihr Kinder (?) und konntest aus medizinischen Gründen nicht den Sex erleben, den du gerne gehabt hättest. Nach der Trennung dann komplette Flaute. Dazu kommt dann ein Wochenende mit einer Frau, die wusste was Sex ist... (ein Kumpel würde jetzt "Halligalli Drecksaufest" dazu sagen und hast erfahren, was Sex sein kann und erwartest dieses jetzt auch irgendwo in dir drin - etwas was dir deine jetzige Partnerin nicht geben kann. Zumindest im Moment nicht. Jetzt setzt du sie erneut unter Druck. Vielleicht unterbewusst aber der Druck ist da: Du hast ein Profil bei JC und schwärmst von dieser Frau mit der Du ein Wochenende verbracht hast... etc... Um es in Worte von Dieter Nuhr zu fassen: „Wie soll es funktionieren, wenn die Bekloppten versuchen, die Verrückten zu therapieren?“ Ich sage jetzt einmal - Ihr passt nicht zusammen und solltet euch trennen. Steht es mir zu, so etwas zu sagen? NEIN, das tut es nicht - Also überzeuge mich bzw. dich vom Gegenteil. Sie braucht einen Menschen der sie abholt wo sie steht und einfühlsam das Leben wieder lehrt. Jemand der ihr die Sexualität wieder zeigt und mit dem sie zusammen lernen kann, was ein Orgasmus ist. (die 44 sind dabei schnuppe)...... Dagegen steht jemand der endlich wieder scharfen, geilen ausdauernder Sex möchte und das so oft wie es geht... Jemand der einem ONS nachtrauert und sich mit 38 in einer sexuellen Midlife Crises befindet. Tja, das passt eben nicht und daran ist auch keiner Schuld. Es ist eine Kostellelation die so nicht funktioniert- zumindest nicht auf Dauer. Paartherapie? Einzeltherapie? Nun, bei einem langjährigen Paar sicherlich aber nach zwei Monaten Beziehung? Aber das, musst zunächst alleine Du Entscheiden und im Anschluss zusammen mit ihr... wie stark ist der Faktor Liebe? wie weit kannst Du zurückstecken und auf sie zugehen? wie weit ist sie bereit auf Dich zuzugehen und Vertrauen fassen? lg Chris curious_ER_sin |
![]() | 18. Januar 2012 Stimme meinem Vorschreiber zu. Ich höre nicht viel Respekt vor deiner Partnerin aus deinem Beitrag. Mann ist immer so gut wie sein Gegenüber, es liegt immer an beiden wenns nicht klappt. Wenn sie dir wirklich was bedeutet suchst du das Gespräch. Vielleicht machst ja du etwas falsch??!! Da hilft nur reden, Ursache suchen, Hilfe zusammen anfordern. |
![]() | 18. Januar 2012 Ich kann mich nalani nur anschließen. Respekt ist das A und O einer Beziehung. Respektlosigkeit oft der Anfang vom Ende. Unterschwellig strahlt man den mangelnden Respekt aus, der Partner merkt schnell, was man tief im Inneren von ihm hält. Und spätestens dann kann sich niemand mehr fallen lassen. just my 2 cent |
![]() | 18. Januar 2012 Oah, schon eine ganze Menge zusammengekommen... Also, viele Eurer Antworten enthalten bereits wichtige Punkte des ganzen Problems. Verkopftheit ist ganz klar eines davon, und zwar auf beiden Seiten. Es ist oft einfach eine Frage des Loslassens, auch während des Aktes selbst. Ich habe gestern lange mit ihr telefoniert, und wir haben uns auch mit diesem Thema auseinandergesetzt. Das Problem ist ihr bekannt, diese Unlust hatte sie in ihrer Ehe auch schon, woran diese im Endeffekt auch gescheitert ist. Sie ist jemand, der Sex nicht wirklich braucht. Sie masturbiert so gut wie nie (geschweige denn vor mir), und in den 6 Jahren nach ihrer Trennung hatte sie nur die handvoll Male mit mir etwas. Das spricht nicht für jemanden, der über eine ausgeprägte Libido verfügt. Ihr Exmann kam damit irgendwann überhaupt nicht mehr klar, und ging. Es mag vielleicht an ihrem Elternhaus liegen, das ich auch kenne, daß sie viele DInge einfach kategorisch ablehnt nach dem Motto "ist ekelig, das mache ich nicht, das ist pervers", etc. Ich war der erste Mann, bei dem sie Fellatio praktiziert hat. Mit deutlich über 40. Sie fand es vorher einfach ekelig. Ich kenne ihren Ex, das ist ein attraktiver, gepflegter Mann, also daran kann es nicht liegen. Es war wohl eher so ein "das macht man nicht"-Gedanke. Ich selbst versuche, so gut es geht, auf sie einzugehen, ihr in aller Ruhe neue Dinge nahezubringen (ohne Druck selbstverständlich) und zu zeigen, daß die Körperlichkeit einfach Spaß machen kann, statt eine saure Pflicht zu sein. Aber sie weiß gar nicht, was sie will, weil sie gar nicht weiß, wie viele Facetten die Sexualität haben kann. Dabei möchte sie so gerne ungehemmter sein. Aber ich glaube, genau dieser geradezu verkrampfte Wille etwas zu sein, das man nicht ist, macht die Sache im Endeffekt noch schlimmer. Ales wirkt immer so bemüht, statt von den Hormonen aufgepeitscht. Ich finde es so furchtbar schade, denn die Partnerschaft selbst ist sehr liebevoll und mit tiefem Vertrauen (ja, und auch Respekt) gesegnet. Von dem Standpunkt aus ist alles gut. Aber auf die Dauer könnte die unbefriedigende Sexualität das Gebäude ins Wanken bringen, das wissen wir beide. Für mich ist sie sehr wichtig, für sie gar nicht. Wir hatten zwischendurch über die letzten 3 Jahre immer wieder was miteinander, aber dieses Thema zieht sich wie eine roter Faden durch unseren gemeinsamen Weg... Noch einmal zu angesprochenen Thema Midlife-Crisis. Ob ich mich darin befinde, weiß ich nicht, aber der Verdacht liegt natürlich nahe. Was mein eigenes, sexuelles Erleben angeht, ist das sicher nicht ganz falsch, denn ich will mit Ende 30 nicht meine Lust am Sex abhaken. Dazu bin ich einfach zu aktiv, zu versaut, zu experimentierfreudig. Aber all das ist inzwischen so in Mitleidenschaft gezogen worden, daß ich anfange, prinzipiell mein Verlangen in Frage zu stellen. Daß ausgerechnet ich mir mal Gedanken darüber machen muß, beim Sex hart zu bleiben, hätte ich nie gedacht. Und ja, das bedeutet schon eine kleinere Krise für mich, das gestehe ich gerne ein. Meine Exfrau und ihr neuer Partner stehen auch voll im Berufsleben, und die Kinder sind auch immer nioch da. Auf deren Sexleben hat das aber so gut wie keinen Einfluß. Sie sind ständig scharf aufeinander und haben 3-4x die Woche Sex miteinander (bei ihm paßt es anatomisch deutlich besser, als das bei mir der Fall war, daher geht es mit ihm öfter). Beneide ich die beiden darum? Ja, das tue ich. NIcht, weil ich gerne wieder mit meiner Ex Sex hätte, sondern weil ich daran erkenne, daß bei mir was falsch läuft. Ich führe eine Fernbeziehung über 150km. Das ist zwar nicht allzu weit, aber wenn man sich eine oder 2 Wochen nicht gesehen hat, sollte man doch meinen, daß man das WE nutzt, um richtig Spaß miteinander zu haben. Es muß ja keine sexuelle Akrobatik sein, oder "Sportficken", wie es im Fight Club heißt, aber einfach pure, ungezügelte Lust aufeinander. Das wäre schön, und ist doch eigentlich kein besonders abgedrehter Wunsch. Das geht auch mit wenig Erfahrung. So, mehr fällt mir gerade nicht ein... |
