Das Berühren der Figüren...

16. Januar 2012
Das Berühren der Figüren...

Das Berühren
der Figüren
mit den Pfoten
ist veboten


Neulich hat mich eine Freundin bezüglich einer seltsamen Mailkonversation mit einem Fotografen angesprochen. Sie wurde angeschrieben, ob sie Interesse an einem Fotoshooting hätte. Nach einigen Hin und Her wäre dies sogar kostenlos. Im weiteren Gesprächsverlauf fokussierte der Fotograf seine Mailfragen auf einen Reiz, den sie empfinde, wenn sie eine von ihm vorgeschlagene vorbereitende Handlung mache. Die allerdings eher erotischen als fototechnischen Charakter hatte. Eine gezielte Rückfrage, ob denn sexuelle Interessen vorhanden seien, wurde ausweichend beantwortet und schließlich der Mailwechsel vom Fotografen kommentarlos abgebrochen.

Etwas ähnliches hat eine frühere Partnerin erlebt, allerdings hat dieser Fotograf am Ende eines Kennenlerntreffen dann doch zugegeben, dass Geschlechtsverkehr mit seinem Model durchaus erwünscht ist. Hier in den Foren liest man hier und da auch, dass sich manche Fotografen auch mehr als Fotos machen vorstellen, wenn sie Models ablichten.

Es spricht ja auch nichts dagegen, wenn sich zwischen Model und Fotografen spontan etwas entwickelt. Aber so gezielt darauf hinzuarbeiten, unter dem Vorwand Fotos zu machen, jemanden ins Bett zu bekommen, finde ich schon daneben. Ich kann mir auch vorstellen, dass manche Models so überrumpelt sind, dass sie sich vor Ort gar nicht trauen, abzulehnen.

Für viele unerfahrene oder unbedarfte Modelle ist es auch gar nicht leicht einzuschätzen, welcher Fotograf seriös ist und welcher nicht. Pseudoprofessionelle SetCards usw. kann man sich ganz leicht im Internet erstellen. Ein allgemeingültiges Merkmal oder objektive Auswahlkriterien wird es wohl nicht geben.

Ich denke nicht, dass so ein Verhalten die Regel ist, jedoch kann es vorkommen. Vielleicht hat die eine oder andere ähnliches erlebt oder jemand weiß, wie man solche Erlebnisse vermeiden kann.
17. Januar 2012

Auch wenn es manche Fotografen nicht gerne lesen oder sich dann gestört fühlen: Ich gestatte meinen Models schlichtweg gerne Begleitpersonen. Erfahrungsgemäss wird gerne mal die Schwester oder eine gute Freundin mitgenommen. Auch der Freund/Partner ist denkbar, aber das kann manchmal problematisch sein, weil doch mancher Partner mit der Situation nicht umgehen kann... Bei diversen Model- und Fotografenplattformen im Internet kann man auch Shootingbewertungen der Fotografen einsehen und es ist oft auch möglich, direkt Models, mit denen Fotografen gearbeitet haben anzuschreiben und mal nachzuhaken... Grundsätzlich biete ich Models auch einen Kennlerntreffen auf neutralem Boden in einem Cafe an, damit man sich schon mal beschnuppern kann.
18. Januar 2012

es gibt schon auiffällig viele hobby fotographen

und das

Aber so gezielt darauf hinzuarbeiten, unter dem Vorwand Fotos zu machen, jemanden ins Bett zu bekommen, finde ich schon daneben.


kommt garantiert häufig vor!


und das

Ich gestatte meinen Models schlichtweg gerne Begleitpersonen.


find ich prima und spricht für seriosität!
18. Januar 2012

In Kunstakademien gehört Aktzeichnen zur Ausbildung.

Hier gilt die eiserne Regel, dass das Aktmodell nicht berührt werden darf und jede Positionsänderung nur verbal vermittelt werden darf.
18. Januar 2012
Modelle

werden grundsätzlich nicht angefasst !

Der Fotograf ist der Spiegel für das Model und kann durch gezielte Anweisungen das Model führen. Insofern ist es rein fototechnisch nicht erforderlich ein Model anzufassen.

Bei der Belichtungsmessung erkläre ich dem Model, was ich mache und warum ich das mache... und dass ich dem Model näher komme

Begleitpersonen sollten nie ein Problem sein.

Und jedes Model kann sich über diverse Foren über den Fotografen erkundigen, sei es über Shootingbewertungen oder über Auskünfte anderer Modelle...

Frauen die gerne schöne, ästhetische Bilder von sich haben möchten, sollten sich einfach mal mehr über den Fotografen erkundigen, Bildmaterial sichten, ggf. telefonieren und sich nicht von jedem vermeintlichen 08/15-Knipser bedrängen lassen... jeder fängt sicherlich mal klein an, aber merkt durchaus sofort, welche Absichten hinter Anfragen stecken...
19. Januar 2012
@ArtOfDesign

TOPP!!!!

besser hätte man es nicht zusammen fassen können!!!
Du hast alles gesagt & auf den Punkt gebracht *g*
19. Januar 2012
Stimmt...

....Modelle werden nicht angefasst.

Ausnahme: Man muss was korrigieren, was das Model in dem Moment nicht selbst kann oder einfach nicht sehen kann, obs passt. Das aber dann auch nur nach Rückfrage bzw. Absprache.

Begleitpersonen sind natürlich auch gestattet und völlig ok wenn gewünscht.

Alles andere find ich persönlich ziemlich unseriös.

Grüße

Ralf
19. Januar 2012
Erfahrungen

Ich habe bislang auch die unterschiedlichsten Erfahrungen mit Fotografen bzw. deren Anfragen gemacht.
Grundsätzlich habe ich Shootings erst ausgemacht, wenn ich ein gutes Bauchgefühl hatte.
Ein Telefonat vor einem Shooting war für mich bislang das mindeste um zumindest so mal herauszufinden, ob man gut miteinander kommunizieren kann und ob die Chemie stimmen könnte. Oft habe ich mich mit dem Fotografen auch vorher mal auf einen Kaffee getroffen, wenn es die Entfernung zugelassen hat.
Wie hier auch schon ein paar Mal zur Sprache kam haben die meisten seriösen Fotografen auch kein Problem mit Begleitpersonen.
Ich wollte bislang niemanden dabei haben, weil es mich persönlich ablenkt, aber es hat mir immer ein gutes Gefühl vermittelt, wenn der Fotograf von sich aus schon angesprochen hat, dass ich gerne eine Person meiner Wahl mitbringen könnte.
Auch die angesprochenen Shootingbewertungen in diversen Foren vermitteln sicher einen ersten Eindruck.

Bei Shootings hatte ich bislang durch die Bahn weg nur positive Erfahrungen.
Jeder einzelne Fotograf mit dem ich bislang geshootet habe war sehr seriös, hat alles erklärt was er gemacht hat, wurde in keinster Weise anzüglich und hat mich nicht angefasst und schon gar nicht versucht irgendeine Situation auszunutzen.
Ich höre/lese zwar immer wieder mal davon, dass es da auch andere Fotografen geben soll, kann aber selbst (Gott sei Dank) nur positives berichten.
Im übrigen habe ich auch schon gehört, dass es durchaus auch Modelle gibt, die nicht ausschließlich Fotos fokussieren.
Also scheinbar gibt es diese Probleme auf beiden Seiten.

Ich kann aus meiner Erfahrung heraus nur dazu raten, mindestens einmal einen Telefonkontakt mit dem potentiellen Fotografen herzustellen. Wenn es geht vielleicht auch ein Vorab-Treffen machen.
Und vor allem auf das eigene Bauchgefühl hören.

Viele liebe Grüße,
eunomia
06. Februar 2012

Im übrigen habe ich auch schon gehört, dass es durchaus auch Modelle gibt, die nicht ausschließlich Fotos fokussieren.
Also scheinbar gibt es diese Probleme auf beiden Seiten.

Auch ein interessanter Aspekt, wobei ich denke, dass dies eher seltener der Fall ist.
06. Februar 2012

Also manchmal muss man schon korrigierend eingreifen wenn man eine bestimmte Vorstellung im Kopf hat. Ob man Gliedmaßen 'zurechtrücken' muss, weil's dem Model schwerfällt es entsprechend umzusetzen, nicht weil es zu doof ist, sondern weil es vieleicht ein unnatürliche Haltung ist und es auch für das Model angenehmer ist wenn man entsprechend 'nachhilft'. Oder man muss Klamotten zurechtzupfen, Haare legen etc.

Entscheidend ist, denke ich, das das Model spürt das es dabei um die Aufnahme geht und nicht um vorgeschobenes Antatschen.

Begleitpersonen helfen da vieleicht beiden Seiten dabei *zwinker*

Wenn man sich als Fotograf/in sehr gestört fühlt, kann die Begleitperson ja im Vorzimmer einen leckeren Kaffee trinken und Kataloge durchgucken...

Aber warum kann man nicht die Maßstäbe die man an die Models anlegt, auch an sich anlegen?
07. Februar 2012

Also ich bin bisher noch nie so behandelt worden, dass mich jemand einfach angetatscht hätte oder so. Ganz im Gegenteil hatte ich immer das Gefühl, dass der Fotograf um jeden Preis Berührung vermeidet. Ich kann mir vorstellen, dass die Fotos auch besser werden, wenn sich die Frau während des Posings nicht überlegt, ob er sich geistig jetzt grad einen runterholt ...

Erotische Stimmung war in den Shootings nicht wirklich zu spüren. Auch wenn man sich das schwer vorstellen kann, aber das ist eher Arbeit. Für beide Seiten. Gegrabsche stört hier ebenso viel oder wenig, wie es in jedem anderen Job stören würde.
07. Februar 2012

Ganz ehrlich?

Ich finde, dieses "Um-jedem-Preis-berühren-Vermeiden" kann auch nicht Sinn der Sache sein. Das hat für mich schon fast den gleichen Charakter, wie das Fokussieren, irgendwie so unangenehm klinisch.
Ich finde, wenn der Fotograf vorher ansagt: "Soo, ich korrigiere mal" und sich quasi die entsprechende Einverständniserklärung geholt hat, dann ist das okay. Manchmal gibt´s ja wirklich Posen, wo ein Model das echt nicht selber kann ohne noch mal aufzustehen und sich noch mal neu zu sortieren oder einfach nicht kapiert, was der Fotograf meint, wenn er sagt "Jetzt mach doch mal so..." Dann mal ein Bein entsprechend hinzudrapieren geht in Ordnung.

Ich gehe jetzt aber auch von einer Situation aus, wo die Chemie zwischen Fotograf und Model stimmt und beide eine gewisse Professionalität an den Tag legen, zumindest mit der Situation und auch mit der Nacktkeit.

Ich finde, man merkt ja auch, woher der Wind weht oder wohin die Sache führen soll. Die sexbesessenen Möchtegerns erkennt man glaube ich, schon vorher -

Ich kann mir auch vorstellen, dass manche Models so überrumpelt sind, dass sie sich vor Ort gar nicht trauen, abzulehnen.

Hmmm - also sorry, aber wer da keinen Riegel vorschiebt, wenn unerwarteterweise Sachen passieren, die er / sie nicht möchte (gewaltsame Übergriffe jetzt mal ausgenommen, aber ich denk mal, von denen reden wir nicht), dann ist er / sie selbst schuld.

Klar wäre das in der Shooting-Situation scheiße, gerade wenn man nicht oder nur unzureichend bekleidet ist, klar fühlt man sich verletzlicher - aber du meine Güte, wir sind doch alle große Mädchen und Jungs!
07. Februar 2012

Ja, ich fands auch witzig, vor allem weils oft einfacher gewesen wär, er würd meinen Kopf einfach nehmen und drehen. Oder die Haare so hindrappieren, wie es passt oder so.... weil das kann ich nicht so gut, wenn ich meinen Kopf dabei ja nicht verdrehen soll.

Nein, ein kleines Stück weiter nach rechts, nein zu viel, bisschen noch zurück, ah nein vor, nicht so weit, zurück..... und dann soll man entspannt und locker lächeln *zwinker*

(is jetzt natürlich alles überspitzt und ich bin wohl auch ein unerfahrenes und ungeschicktes Model, aber ihr wisst, was ich meine)
07. Februar 2012

LucyLime schrieb:
Hmmm - also sorry, aber wer da keinen Riegel vorschiebt, wenn unerwarteterweise Sachen passieren, die er / sie nicht möchte (gewaltsame Übergriffe jetzt mal ausgenommen, aber ich denk mal, von denen reden wir nicht), dann ist er / sie selbst schuld.

Oops, denke mal bitte nach, was du da von dir gibst.

das Opfer ist schuld...
07. Februar 2012

Argh!

Genau das hab ich befürchtet!

Daher habe ich, falls du noch mal nachlesen magst, auch differenziert und gewaltsame Übergriffe ausgeschlossen.

Einen solchen kann ich in deinem Eingangspost und besonders in diesem Ansatz

Aber so gezielt darauf hinzuarbeiten, unter dem Vorwand Fotos zu machen, jemanden ins Bett zu bekommen, finde ich schon daneben. Ich kann mir auch vorstellen, dass manche Models so überrumpelt sind, dass sie sich vor Ort gar nicht trauen, abzulehnen.

keineswegs erkennen.

Wenn einer mich ungefragt antatscht, dann weise ich ihn in seine Schranken. Wenn ich diese Möglichkeit nicht habe - dann ist offensichtlich Gewalt von anderer Seite gegeben.

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