![]() | 12. Januar 2012 Unterschiedliche Lust/Unlust Hallo, ich schildere es euch, wie es mir so ergeht und bin gespannt auf euer Feedback, eure Erfahrungen, Meinungen etc. Mein LG und ich führen eine sehr tiefe Beziehung. Ich weiß, dass er mich aus ganzem Herzen liebt und umgekehrt verhält es sich ebenso. Emotional ist es DIE Beziehung meines Lebens! Wo viel Licht, da auch Schatten und der fällt bei uns auf die Lust. Ich bin jemand der im Grunde genommen sehr aktiv ist, aufgeschlossen und selbstbewusst und sich gerne auslebt. Er ist in dieser Hinsicht eher passiv. Er hat mir am Beginn der Partnerschaft bzw. davor, als wir nur "freunde" waren (jaaaa, diese Zeit gab es auch und da haben wir Hemmungslos über alles gesprochen), dass er sich z. B. nicht mal selbst Hand anlegt ...es gibt ihm nichts, so sagt er. Er hat auch "wenig" (=relativ) Erfahrung, denn ONS haben ihn ebenso nichts gegeben und Beziehungen hat er nur wenige geführt, da seiner Meinung nach, nciht die Richtige für ihn dabei war. Das Dilemma ist: er mag sehr selten, ich andauernd. Ich fürchte, dass ich ihn sogar regelmäßig vergraule, weil er sich ständig unter Druck gesetzt fühlt. Ich hab irgendwie schon viel Versucht. Hab versucht ihn die Lust entdecken zu lassen und er hatte dann auch richtige Freude daran, aber die Cruz ist - wenn er sie nicht bekommt, ist er auch zufrieden. Irgendwie mag ich es nicht, ständig diejenige zu sein, die die Initiative ergreift Sorgen macht mir meine eigene Entwicklung. Ich hab bemerkt, dass mein Verlangen bereits immer weniger wird und das ist ...klingt jetzt vielleicht blöd...aber, es ist nich normal Keine Ahnung, wie aus dieser Flaute rauskommen. Wenn ich nichts mache, dann passiert bei ihm auch nicht´s. Bzw. er signalisiert mir in Momenten wo absolut gar nix gehen würde, dass er dran denkt und davon ne Latte bekommt, aber dann, wenn wir die Gelegenheit dazu haben, da geht dann nix mehr Was sagt ihr? lg |
![]() | 12. Januar 2012 Wir haben hier nun schon soooo viele Threads zu diesem ewig gleichen Thema. Ich empfehle immer, einfach mal zuerst die bereits vorhandenen Threads mit dem gleichen Thema zu lesen - da finden sich teilweise hervorragende Anregungen und großartige Diskussionen ... (Der Antaghar) |
![]() | 12. Januar 2012 Oh danke für den Hinweis! Bin mit den jeweiligen einzelnen Funktionen noch nichst so vertraut! Keinesfalls wollte ich jemanden unnötigerweise belästigen. |
![]() | 13. Januar 2012 Das ist doch keine Belästigung, sondern völlig okay! Und ich wollte nur höflich darauf aufmerksam machen, dass diese Thematik hier schon x-mal durchgekaut wurde - mit sehr lesenswerten Anstößen zum Nachdenken. Und ich bin sicher, da sind auch wertvolle Gedanken für Dich dabei. (Der Antaghar) |
![]() | 13. Januar 2012 |
![]() | 13. Januar 2012 Hallo Schokohasi79! Mir ergeht´s ähnlich wie Dir. Du bist nicht alleine. lg |
![]() | 14. Januar 2012 |
![]() | 14. Januar 2012 noch ein paar ... |
![]() | 15. Januar 2012 Keine Lust Hallo ihr lieben Mir geht es ähnlich nur dass Sie keine lust hat, komme nir hin und wieder vor wie in einer Zweckgemeinschaft, und bin seid einiger Zeit auf der suche einer Lösung. mfg maik |
![]() | 15. Januar 2012 Variante 1 Was mich bei diesen Threads immer wunder ist das Mantra mäßige Beschwören der ewig großen Liebe - wenn zwei Menschen so unterschiedlich sind in punkto Lust und Sex, wenn einer so aktiv und andere so passiv zu sein scheint, dann frage ich mich, wie denn alle anderen Themen so funktionieren im 'Alltag??? Nach demselben Muster? Einer managt den Alltag und der andere lhnt sich zurück? Wenn man mit dem Anderssein des Partners so ein großes Problem hat, also offenbar erst mal keine gemeinsame Position sieht, dann gibt es für mich immer schnell die Frage ob das überhaupt ne Zukunft hat? Oder seh ich das zu krass? |
![]() | 16. Januar 2012 Frust mit der Unlust… Hallo meine Liebe, das was du schilderst kenne ich auch nur zu gut. Es ist der Grund warum ich hier bin. Ich bin seit 8 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir haben eine kleine Tochter. Und leider mag auch mein Mann viel weniger Sex als ich. Auch wir haben geredet und geredet. Ging auch gar nicht anders, da ich regelmäßig sehr sehr unglücklich wurde. Wie kann es sein, dass er mich nicht begehrt? Mein Mann möchte mich glücklich machen und liebt mich auch über alles. Er versprach zunächst Besserung. Aber jeder ist, wie er ist! Und etwas vorzuspielen, was man eigentlich nicht mag, bringt auch nichts. Irgendwann sagte er von sich aus, dass ich mir dann halt jemanden anderes suchen soll. Ich solle mich nur schützen und er wöllte es dann nicht wissen. Selbstverständlich habe ich das nicht gemacht. Das kann er ja wohl nicht ernsthaft wollen! Im Laufe der Jahre habe ich mir immer mehr andere Beschäftigungen gesucht. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und war immer öfters unterwegs. Der Erfolg hat mich eine Zeitlang sehr erfüllt. Doch irgendwann holt einen die sexuelle Unerfülltheit ein. Ich war letztes Jahr an dem Punkt, wo ich meinen Mann verlassen wollte. Als letzten Haltestrick habe ich dann aber doch den Schritt ins Internet gewagt und bin fremdgegangen. Diesen Schritt habe ich nicht bereut. Durch den Entschluss einen Seitensprung zu wagen, habe ich jedenfalls meine Ehe gerettet. Auch durch die Konversation mit anderen Männern habe ich viel über meinen Mann gelernt und konnte sogar frischen Wind wieder ins eigene Bett bringen. Dass ich heimlich unterwegs sein muss, gefällt mir nicht, aber ich arbeite weiterhin an unserer Ehe und unserem Sexualleben. Wie es weitergeht wird sich zeigen. Derzeit bin ich froh, dass wir jetzt wieder so harmonisch und ausgeglichener miteinander sind. Man baut sich ja auch vieles gemeinsam auf. Und nicht nur wegen der Kinder möchte man das nicht kaputtmachen. Ich denke mal, letztlich musst du entscheiden, ob du dich trennst oder fremdgehst. Jeder ist da auch anders. Meine Freundin (auch ein Kind), der es ähnlich ging, hat sich getrennt. Jedenfalls wirst du auf Dauer in solch einer Beziehung nicht glücklich. Liebe Grüße und alles Gute! Taraja |
![]() | 16. Januar 2012 @all: Danke, dass ihr mich unterstützt, indem ihr die passenden Themen hier gelinkt habt!!!!! Und danke, es bedeutet mir auch etwas, zu wissen, dass es nicht nur mir so geht. @Taraja: Deine Zeilen berühren mich. Sie haben auch viel mit meinem Lebenskontext zu tun. Ich kenne das auch so. ...hatte mich in meiner früheren Beziehung dann auch in Arbeit und HObbys geflüchtet, sexuelle Kraft in Kreativität umgemünzt, aber irgendwann ging es halt nicht mehr .... Ich hab das ganze schon mal erlebt und meine Konsequenzen gezogen. Mann verlassen. Neu angefangen. Komplett neu. Trennung, kompletter Ortswechsel, Jobwechsel...ich hab das gebraucht. Ich weiß, dass ich diesen Mann niemals verlassen möchte, da mein Herz mit tiefster Liebe mit seinem verbunden ist, aber mein analystisches Ich bezieht diese Flaute ja leider teilweise auf mich selbst. Ich frage mich schon, wo meine Anteile sind? Überfordere ich? Verlange ich zu viel? ...nur ich hab durch meine bisherige Erfahrung auch so etwas wie meinen Egoismus gefunden: was fehlt noch, damit ich mich glücklich und zufrieden fühle? ...wenn ich mir diese Frage stelle, dann lande ich beim Thema Sex. ...ach einfach so viele Gedanken...ich muss mich da erst mal strukturieren, glaub ich |
![]() | 16. Januar 2012 Vielen Dank! Dann bin ich jetzt aber auch froh, dass ich mich getraut habe, dir zu antworten. Nun, dass die eigene Lust irgendwo nachlässt, wenn man selbst nur der Motor beim Sex ist, ist doch völlig normal. Irgendwann ist die Batterie einfach leer. Das ging mir leider nicht anders. Etwas verlangen kann und sollte man in der Ehe nicht. Ich denke, dass setzt den Partner unter Druck und er fühlt sich irgendwann, wie im goldenen Käfig. Aber ich denke, dass man in kleinen Schritten dennoch etwas ändern kann. Mir hat das Fremdgehen sofort wieder Selbstwertgefühl zurückgegeben und auch Mut gemacht, kleine neue Sachen im eigenem Bett auszuprobieren. Das kommt dann von ganz alleine. Es besteht auch die Möglichkeit, dass dein Mann auf eine besondere Art von Sex steht und das selbst noch gar nicht weiß. Es ist nicht einfach das herauszufinden und es ist ein langwieriger Weg. Das du deinen Egoismus gefunden hast, ist doch sehr schön. Ich habe dafür auch eine zweite Ehe gebraucht. Ich bin der Meinung, dass man glücklich und harmonisch miteinander lebt, wenn jeder für sich dafür sorgt, dass es Ihm gut geht. Wenn mein Mann nicht zum Essen kommt, weil er sich für die Firma aufopfert und dann die Familie zusammenschreit, sollte er rechtzeitig etwas essen. Und bevor ich aus sexueller Zurückweisung todunglücklich werde und meinen Frust an den nächst Schwächeren (womöglich den Kindern) auslasse, sollte ich selbst für Sex sorgen. Ich denke mal dass dein Mann dich genauso liebt, wie mich meiner. Dann möchte er auch, dass du glücklich bist. Wenn es das nächste mal wieder schlimm wird, musst du mit ihm reden. Du musst ihm klarmachen, dass du Sex brauchst. Dass du ihn aber auch nicht ändern willst und kannst. Keiner sollte wider seiner Natur leben. Vielleicht räumt er dir die gleichen Freiheiten ein, vorrausgesetzt dass Fremdgehen für dich eine Option ist. Ob es der richtige Weg ist ab und zu "Nachbarschaftshilfe" in Anspruch zu nehmen, kann ich dir nicht sagen. Das wird auch bei mir die Zeit zeigen. Ich kann dir aber sagen, dass es da draußen nette Männer gibt, die auch versuchen Lebensfreude wieder in die eigene Beziehung zu bringen. |
![]() | 17. Januar 2012 @Taraja: Danke <3 |
![]() | 21. Januar 2012 omg Wenn man die Fülle der schon existierenden Stränge zu dem Thema betrachtet, kommt man unweigerlich auf den Gedanken, dass dies eher die Regel denn die Ausnahme zu sein scheint. Sicher sind die Gründe immer individuelle, zu dem einen könnte man sagen, er solle mal zwanzig oder dreißig Kilo abnehmen, zu dem andere, dass Duschen keine schlechte Idee sei, und was es sonst alles noch so an Gründen gibt. Letztlich ist es eine unrealistische Wunschvorstellung, dass das sexuelle Verlangen in einer Partnerschaft immer im Einklang ist. Richtig problematisch wird's nur, wenn einer immer mehr Sex haben will als der andere. Das geht auf Dauer nicht gut. Meist ist die Liebe erkaltet und derjenige, der keinen Sex will, hat sich so auf Bruder-Schwester-Niveau eingenordet. Da ist also noch Liebe, aber nicht mehr die, die einem weiche Knie und ein feuchtes Höschen macht. |
