![]() | 22. Januar 2012 Kopfsache @omg Das kann ich nur bestätigen. Ich habe meinen geschiedenen Mann sehr geliebt. Ganz und gar. Aber obwohl ich eigentlich eine sehr ausgeprägte Libido habe, war diese fast gänzlich versiegt. Grund war, dass er zunehmend erst Bruder, dann wie mein eigenes Kind wurde, das ich liebte, hegte und pflegte, aber eben nicht begehrte. Wenn ich dann mal Sex mit ihm hatte, hatte er ihn ergriffen und ich ein inzestuöses Gefühl. Unsere Liebe war sehr stark, aber eben nicht diejenige zwischen Mann und Frau, und genau das hat uns auch zur Scheidung bewogen. In den nachfolgenden Beziehungen habe ich stets auf subtile Einladungen"sei meine Mutter" geachtet und sie nur in dem Ausmaß befriedigt, wie dies ohne emotionale Erosion meinerseits verträglich war. Meinen späteren Mann habe ich quasi immer begehrt. Er allerdings bevorzugt eine devote Partnerin, die er in mir nicht findet (wenn auch keine dominante). Sein Anstreben, mich willenstarken autonomen Mustang in die Unterwerfung zu zwingen, erregte ihn solange, bis er das Verfolgen seines Ziels als vergeblich erkannte. Für eine Mann-Frau-Beziehung ist Freundschaft sicherlich ein großartiges Fundament, aber ich glaube, dass eine erfüllende Sexualität nicht so leicht "outzusourcen" ist. Wem dieses gelingt, dem sei sein Glück gegönnt. |
![]() | 22. Januar 2012 Stimmt was nicht? Ist es denn wirklich so dass eine Partnerschaft auf Dauer nicht funktionieren kann ohne Sex? Ich bin seit 13 Jahren mit meinem wesentlich älteren Gefährten (diesen Ausdruck habe ich bewusst gewählt) zusammen. In unserer Beziehung war ich diejenige, die wenig bis keinen Sex brauchte. Ich schätze mittlerweile, dass mein hormonelles Verhütungsmittel viel damit zu tun hatte, denn kaum abgesetzt bin ich fremd gegangen. Bei diesem Ausrutscher habe ich allerdings nur festgestellt, dass es unzählige Dinge an meinem Partner gibt, die ich liebe und die ich nie mehr missen möchte. Erlebnisse, Charaktereigenschaften, Verbundenheit, die für mich mehr zählen als die erotische Beziehung. Als sehr verstandgesteuerter Mensch, habe ich keine Mühe mit wenig Sex. Trotzdem kommt ab und zu der Gedanke auf, ob mit mir etwas nicht stimmt? |
![]() | 11. April 2012 Meist ist es anderrum... ..in dem Sinne, daß Frau keine Lust hat und der Mann mehr Sex will. Es liegt wohl an der Dauer der Beziehung (je länger, desto weniger), körperlichem Befinden, Erziehung(was die meisten gar nicht wissen) usw. usw. Auf Dauer belastet dies jede Beziehung...egal, wer mehr will und wer weniger will. Ich habe das selber erlebt und in der nachfolgenden Beziehung war es jahrelang ok, jetzt ist es aber auch zum Problem geworden. Eine plausible Erklärung gibt der Partner meist nicht ab. Entweder man arrangiert sich damit, oder es kommt irgendwann zum großem Knall. Natürlich stumpft man selber ab und hat (nach zig vergeblichen Liebesbemühungen) auch irgendwann keine Lust mehr. Frust macht sich breit und bringt einen auf dumme Gedanken. Zwingen kann und soll man niemanden, daß macht ja auch keinen Spaß (mir zumindest nicht). Mann kann nur hoffen, daß es besser wird...(wird es aber meistens nicht). |
![]() | 11. April 2012 Warum nicht schreiben, sondern lesen ? Wir haben hier nun schon soooo viele Threads zu diesem ewig gleichen Thema. Hallo, liebe Wissende und Alteingesesessene, ich kann es verstehen, daß ein solcher Klassiker denen überdrüssig scheint, die ihre Antworten gefunden haben und sie leben können. Aber jemanden mit dem Verweis abzuspeisen, "lies es doch einfach in unseren Archiven nach", finde ich nicht den Sinn eines Forums. Auch wenn es immer wieder um dieselben Ansichten geht, ist das Stöbern in gesperrten Threads wohl kaum besser, als sich mit zehn schlauen Fachbüchern Kompetenz anlesen zu wollen. Wenn ich eine Frage, ein Problem schildere, bin ich vielleicht nicht ausschließlich daran interessiert, mir aus tausend vorliegenden Anregungen die für mich treffendsten herauszupicken. Sondern ich möchte lebende Antworten von heute, einen Dialog. Ich möchte vielleicht spüren, daß sich jemand - und sei es nur virtuell - mit mir beschäftigt. Ich möchte mir meine Fragen vielleicht von der Seele schreiben dabei. Das hilft zumindest mir beim Bewußtwerden. In anderen Foren des JC habe ich hin und wieder Statements gelesen wie "hier teilzunehmen, ist/war meine Therapie." Das heißt, nichts tut dem Menschen besser als das Gefühl, unter Menschen zu sein. Liebe Grüße, Norbert |
![]() | 11. April 2012 @ silentWing Ich hab's ja schon eingesehen, lieber Norbert, dass ich da etwas einseitig und nur aus meiner Sicht argumentiert habe. Das Thema kann einem, wenn es ständig immer wieder neu aufgebracht wird, schon mal auf die Nerven gehen. Aber Du hast natürlich recht, dass jeder es anders erlebt und jeder seine eigene Situation gerne persönlich gesehen haben möchte. Und insofern entschuldige ich mich für diesen unbedachten Satz, den ich ja verbrochen habe. Trotzdem halte ich es durchaus für sinnvoll und gut, sich erstmal Literatur zu besorgen oder bisherige Threads zu lesen, denn dort lassen sich womöglich auch sehr wertvolle, hilfreiche und passende Beiträge finden. Und dann kann man immer noch die eigene Situation hier einstellen. (Der Antaghar) |
![]() | 11. April 2012 Da die Themenstarterin seit ihrem letzten Posting nicht mehr online war, sperre ich den Thread an dieser Stelle. Nutzt für allgemeine Diskussionen zum Thema bitte die vorhandenen Threads. Sollte Schokohasi79 ihr eigenes Thema wieder aufgreifen wollen, reicht eine kurze Mail an den Support oder eine CM an mich. Liebe Grüße, xxxotb JOY-Team |
