![]() | 10. Januar 2012 Gleiche Bildung: ja oder nein? Hallo In meinem Freundeskreis wird dieses Thema schon seit längerer Zeit immer mal wieder diskutiert und ich würde gerne eure Meinung hören! Sollten Paare darauf achten, dass beide ungefähr das gleiche Bildungslevel haben? (Ja ich mache das jetzt mal am Schul/Hochschulabschluss fest) Oder "geht" auch der Akademiker mit der Frau mit Hauptschulabschluss? Kann das funktionieren? Fallen vielleicht Personen mit einem Bildungslevel, der sich sehr von eurem eigenen unterscheidet, von vorneherein durchs Raster? Das soll jetzt niemanden diskriminieren sondern zielt hauptsächlich auf den Gedanken ab, dass sich die Menschen einfach auch über unterschiedliche Dinge unterhalten oder potentiell unterschiedliche Interessen haben. Habt ihr positive/negative Beispiele erlebt? LG Yuko |
![]() | 10. Januar 2012 Meine subjektive Beobachtung ist, dass Männer eher "abwärtskompatibel" als Frauen sind. Gewagte These, ich weiß. So spontan fällt mir nur ein Beispiel eines Paaren ein, bei dem eine Akademikerin mit einem Mann ohne abgeschlossene Berufsausbildung glücklich wurde. Ein ähnliches Bildungsniveau mag für manche wichtig, für andere völlig nebensächlich sein. Und Beispiele lassen sich sicher auch für alle Kombis finden. neupolli |
![]() | 10. Januar 2012 Nicht der Bildungslevel, sondern der Intelligenzlevel ist entscheidend. |
![]() | 10. Januar 2012 naja. Was nützt denn eine Intelligenzbestie, die ihren Allerwertesten nicht hochkriegt und sich vernünftig bildet? |
![]() | 10. Januar 2012 Ist oft sinnvoll Grundsätzlich gilt ja: wo die Liebe hinfällt. Warum also nicht offen sein? Real sieht´s dann doch eher so aus, dass sich zumeist Partner finden, die zumindest ein gewisses Basis-Bildungs-Niveau haben. Gespräche sind da sicher einfacher, auch gewisse Verständnisse und Auffassungen - und keiner kommt sich stark intelektuell unterlegen vor. In der Regel finden sich, so meine Erfahrung, eben praktisch auch Leute mit gleicher Grundbildung häufiger als umgekehrt. Dass das anders auch geht (bestes Beispiel: Goethes Frau Christiane) ist logisch, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. |
![]() | 10. Januar 2012 Meine erste Beziehung war mit einer Studierten Dame. Ich hatte nie das Gefühl, das Sie mir auch nur annähernd folgen könnte, egal worum es ging. Ob es um praktische Intelligenz (Alltag) oder um hochtrabende Themen ging, egal. Natürlich kann ich als einfacher Hauptschüler (...also, das heutige ABI...) keinesfalls in Ihrem Studienfach mithalten, aber selbst bei einfachen Dinge wie Mathe schieden sich die Geister enorm! So ist es für mich als Kerl, der weniger Zeit mit seinem Kind verbringt als die Frau Mama, nicht nachvollziehbar, wie Frau abends, wenn der Kerl wieder von Schicht kommt, heulend da hockt und meint "Die Kleine will die Medizin nicht trinken!"...Papa kippt den Kladderadatsch einmal in ein neues Gefäß und innerhalb von Oktasekunden ist die Medizin, wo sie sein sollte! Ohne Palaver, ohne Ärger, mit einem weniger "wertvollem" Schulabschluß! So etwas nenne ich praktische Intelligenz, einfach mal bewusst und mit Grips an die Sache ran gehen. Oder solche Dinge wie meine Ex-Lehrerin: Vergleicht und misst stundenlang Winkel, um nach 2 Tagen total erschöpft daher zu meckern alles wäre so schwer als Beamtin! Nicht den Winkel auf durchsitiges Papier malen und nur noch anlegen: Passt = Schulnote 1; Passt nicht = Schulnote 6...passt eventuell = irgendwas dazwischen. Oder eine andere (Hat ABI!); Legt den Löffel zum Rühren der Speisen auf die Arbeitsplatte und beschwert sich, das die nach und nach versift! Nicht nen kleinen Unterteller bereit stellen! Wo kämen wir da hin? Umzug: Es wird ein ganzer Tag an Doppelseitigem Klebebandresten auf dem Laminat gebastelt und abends, wieder einmal, weinend der Kerl von der Schicht begrüßt. Er nimmt ein wenig Alkohol (Auf den er morgens noch hingewiesen hat!), schüttet etwas drauf, wartet 10 Sekunden und wischt es mit Tempo weg! Ergebnis: Eine Hochschulabsolventin die nochmals weint!!! Also, ich kenne Frauen ohne Schulabschluß bis hin zu Hochschulabschluß. Mein Fazit: Beides bedeutet: Rein gar nichts! |
![]() | 10. Januar 2012 Intelligenz braucht Nahrung, ich kenne keine Intelligenzbestie, die den Hintern nicht hochkriegt. Es gibt viele äußere Umstände, die gewisse Abschlüsse oder Leistungen auf Papier mit Stempel verhindern. |
![]() | 10. Januar 2012 erwiesener Maßen ist die Trennungsrate bei bildungsgleichen Paaren ja deutlich niedriger als bei Paaren mit Bildungsgefälle ... Intelligenz hat nicht viel mit Bildung zu tun. Was ist denn gut für eine Beziehung? Daß beide die gleichen Interessen udn Gedanken haben? Oder daß sie unterschiedliche Interessen haben und jeweils dem Partner eine andere Sichtweise, neue Aspekte, andere Dinge nahebringen können? Oder hat das überhaupt nichts damit zu tun, ob eine Beziehung lange hält? (meine Vermutung) |
![]() | 10. Januar 2012 Da stimme ich voll und ganz zu, dass Intelligenz hat nicht viel mit Bildung zu tun, da gibts ja im Moment ein paar Beispiele, sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz |
![]() | 10. Januar 2012 Die Beobachtung... ...von Neupolli kann ich bestätigen, in meinem Umfeld ist es ähnlich, entweder beide haben einen Bildungslevel oder er hat den höheren, nur im seltensten Fall ist es anders herum. Auch heute suchen die meisten Frauen noch überwiegend einen Partner zu dem sie aufschauen können, an den Sie sich anlehnen können, der eine gewisse Stärke ausstrahlt und da ist es sicher hinderlich, wenn sie sehr deutlich der "finanziell dominante" Part in der Beziehung ist. Und höheres Bildungsniveau bedeutet doch auch sehr oft (natürlich nicht immer) höheres Einkommen. Und ich glaube, dass auch viele Männer damit nicht zurecht kommen wenn die Frau der Besserverdiener ist, da sie sich dadurch "schwächer" fühlen. Sicher gibt es denn Fall heutzutage öfter, genau wie immer mehr Männer in Erziehungsurlaub gehen da die Frau das höhere Gehalt hat, aber die Regel ist es noch lange nicht. |
![]() | 10. Januar 2012 Abgesehen davon, daß Bildung nichts mit einem Schulabschluß zu tun hat, bevorzuge ich Frauen, bzw setze es voraus, daß jene auf ähnlicher Wellenlänge funken können. Standardisierte Bildung, was ein Abitur und ein gewöhnliches Studium meist nur erbringt, reicht mir nicht. Es sollte schon eine Interesse und Wahrnehmen der Realität meiner potentiellen Partnerin stattfinden, damit ich mich mit ihr umgeben möchte. Für mich bedeutet Bildung eine eigene Meinung die sich an der Realität bildete, und "sie" sich nicht an Vorgegebenem orientiert. Ergo: Rübe ist alles. Scheine egal. |
![]() | 10. Januar 2012 und da ist es sicher hinderlich, wenn sie sehr deutlich der "finanziell dominante" Part in der Beziehung ist. "Meine" Ex, die studierte Dame, hat 3 Monate gebraucht inmitten unserer Beziehung, um zu verdauen, das mein Nettogehalt zu Weihnachten fünfstellig ist. So viel dazu! Anfänglich hatte Sie keinerlei Probleme, und das, obwohl Sie ganz sicher alles war / ist, nur nicht "dominant" genug, sich mittels Geld über einen Partner "hinweg" zu setzen. Obwohl...wenn ich drüber nachdenke...mittlerweile hat Sie einen Arbeitslosen Quartalsarbeiter geheiratet. Aber, der hat ja auch ein Haus...hm... |
![]() | 10. Januar 2012 Sollten Paare darauf achten, dass beide ungefähr das gleiche Bildungslevel haben? Paare können nicht auf etwas achten, einzelne Menschen können auf etwas achten. Ein Paar besteht aus zwei Menschen, und beide sollten darauf achten, dass die Beziehung ihnen gut tut und sie sich darin wohlfühlen. Oder "geht" auch der Akademiker mit der Frau mit Hauptschulabschluss? Kann das funktionieren? In der Geschichte unserer Gesellschaft wird man mindestens ein Paar finden, bei dem das funktioniert hat, also kann man festhalten: "Ja, es kann funktionieren." Alle genaueren Nachforschungen, die uns zur Verfügung stehen, deuten darauf hin, dass Ehen zwischen einem (formell) hochgebildeten Mann und einer (formell) niedriger gebildeten Frau stabiler sind (d.h. mit geringerer Wahrscheinlichkeit geschieden werden) als Ehen zwischen einer (formell) hochgebildeten Frau und einem (formell) niedriger gebildeten Mann. Über die Qualität dieser Beziehungen sagen solche quantitativen Ergebnisse natürlich nichts aus. Fallen vielleicht Personen mit einem Bildungslevel, der sich sehr von eurem eigenen unterscheidet, von vorneherein durchs Raster? Es gibt Personen, die für mich von vorneherein durch das Raster fallen, jedoch nicht allein dadurch, dass sie diesen oder jenen Bildungsabschluss besitzen oder nicht besitzen. Allerdings braucht es ein gewisses Level an Witz und "Wachheit", es braucht Wissen, Gedankenschärfe, klaren Ausdruck, die Fähigkeit, meine Gedanken nachzuvollziehen und die Fähigkeit, mich mit eigenen Gedanken geistig anzuregen, damit eine Frau mich interessiert und begeistert (das gilt sowohl für die Aussicht auf eine langfristige Beziehung als auch für einzelne Nächte und alles dazwischen). Und ich will nicht leugnen, dass die Erfüllung dieser Kriterien mit dem formellen Bildungsgrad der Frauen positiv korreliert. Unter hundert zufällig herausgegriffenen "Akademikerinnen" würde ich wahrscheinlich mehr Frauen finden, die mich geistig anregen, als unter hundert Frauen mit Hauptschulabschluss. Dass wir hier nur von Wahrscheinlichkeiten reden und dass sich bestimmt auch Frauen finden, bei denen es für mich ganz anders aussähe, versteht sich von selbst. Grüße, EL |
![]() | 10. Januar 2012 Shadow, hast du auch das Gefühl, daß Frauen die sich für stark halten, es manchmal auch sind, doch eher jemanden "unter" ihnen irgendwie bevorzugen? Der Eindruck drängt sich mir langsam auf -und nervt mich. Mit "gleich" scheinen viele nicht klarzukommen, meine ich bemerkt zu haben. |
![]() | 10. Januar 2012 Nach meiner eigenen Erfahrung, gibt es verschiedene Ausrichtungen. Wenn ich Wert darauf lege, eine liebevolle, empatische Frau an meiner Seite zu haben, ist es mir relativ egal, wie bildungsgeprägt und bewandert diese Frau ist. Sie ist als Mensch gesehen einfach wunderbar, ganz so ... wie sie eben ist und was sie ausmacht. Philosophische oder fachspezifische Themen und Exkurse kann ich doch mit anderen ausleben/erleben. Wenn ich Wert auf fachliche Wellenlänge lege, käme der restliche Wohlfühlfaktor zum erliegen. Das Ideal, zumindest kopforientiert, wäre Beides in einem, wobei dann die Frage wäre: wo ist dann noch die Entwicklung durch Verschiedenheit. Schon deshalb liebe ich das poylamore Leben in jener Form, dass der Liebe keine knebelnden Ketten angelegt werden. Ganz gleich ob im Zusammenleben zu zweit, zu dritt oder getrennt wohnend. Diese Form der gemeinsamen, erfüllenden Freiheit lässt alles erleben. hg D. |
