![]() | 09. Januar 2012 Hörigkeit Wer hat Erfahrung gemacht? Hörig in dem Sinne, dass es fast zur Katasstrophe kam. Ein sehr heikles Thema. Es ist sehr schwer, darüber zu sprechen. Besonders, wenn man selber betroffen war. Wer sich nicht traut, hier zu antworten, darf mich gerne per Mail anschreiben. |
![]() | 09. Januar 2012 ältere Lesetipps: Die Grenze zwischen Hingabe und Selbstaufgabe? Eine Dom-Sub Beziehung bis zum Identitätsverlust? Hingabe. Eine Annäherung an einen Begriff? viel Spaß damit Liebe Grüße, SchlagFertig JOY-Team |
![]() | 09. Januar 2012 ich glaube, ich war hörig, oder beinahe hörig. Zur Beinahe-Katastrophe kam es, weil ich keine Grenzen mehr setzen konnte/wollte, in dem Bestreben es ihm recht zu machen. Danach kam der Absturz. |
![]() | 09. Januar 2012 Daraus ergeben sich eine Reihe sehr interessante Fragen, die ich mir auch schon öfters gestellt habe. - Wo ist die Grenze zwischen devot und hörig sein? - Und ist es für den verantwortungsvollen Dom klar erkennbar, ob sich sein devoter Part aus Lust und Hingebung seinen Wünschen unterwirft oder wie das Opfer eines prügelnden Partners das nur an seinen positiven Seiten festhält alles mit sich machen lässt aus Angst das letzte bischen Zuwendung zu verlieren das sie glaubt bei ihm zu haben? Gruß Jack |
![]() | 09. Januar 2012 - Und ist es für den verantwortungsvollen Dom klar erkennbar, ob sich sein devoter Part aus Lust und Hingebung seinen Wünschen unterwirft oder wie das Opfer eines prügelnden Partners das nur an seinen positiven Seiten festhält alles mit sich machen lässt aus Angst das letzte bischen Zuwendung zu verlieren das sie glaubt bei ihm zu haben? das ist zu einseitig gedacht. Lust und Hingebung gehen voraus und/oder parallel. Hörigkeit entsteht nicht von einem Moment auf den anderen und meines Erachtens in bestimmten Konstellationen. Und der Tenor dieser Aussage ist mir zu negativ und gehört zu den Aussagen, die Betroffene wie mich dazu bringen zu schweigen. |
![]() | 09. Januar 2012 negativ ist das falsche Wort, ich empfinde es als abwertend, vielleicht auch, weil ich mich getroffen fühle. |
![]() | 09. Januar 2012 Ich würde sagen, der Fachausdruck dafür ist dependente/abhängige Persönlichkeitsstörung. Weil wer keine Disposition zu sowas hat dürfte kaum von einem anderen Menschen emotional so abhängig werden. |
![]() | 09. Januar 2012 munichmisfit? Es gibt nun mal diese devoten Menschen, die im normalem Leben Schwierigkeiten haben. Sind dann leichte Beute. Wie nennst du es jetzt? |
![]() | 09. Januar 2012 @Chibbsy: Sorry, wenn ich Dich mit meinem Post irgendwie getroffen habe - das tut mir sehr leid. Aber er war weder negativ und erst recht nicht abwertend gemeint. Auch ist mir bewusst, dass es ein Prozess ist der aber doch dazu führt, dass man später auch Sachen mit sich machen lässt die einen nicht kicken und man sogar als schlimm empfindet - oder habe ich das falsch verstanden? Das Problem ist aber doch da der devote Part hier nicht im Stande ist Grenzen zu ziehen alleine der Dom hier eingreifen und stoppen kann, wenn er es mitbekommt. Daher finde ich die Frage, ob es Warnzeichen gibt für die man sensibilisiert sein sollte schon sehr wichtig. Und vielleicht gibt es ja auch Warnzeichen die wenn der devote Part sie früh genug wahr nimmt ihm zu diesem Zeitpunkt noch eine Art Notstop ermöglichen. Denke solche Infos könnten einigen helfen nicht in so eine Situation zu kommen. Gruß Jack |
![]() | 10. Januar 2012 Ich empfinde es nicht als negativ, Da Sub ja trotzdem Hinweise geben kann wenn etwas in dessen augen schief läuft, auch wenn Sub nicht handeln mag/kann/darf. Ich finde es unterstreicht nur nochmal die Verantwortung die Sub und Top haben. Top die ganze zeit und Sub bei der Wahl des Tops. Also wenn Sub etwas nicht macht nur weil er MEINT er dürfe es nicht tun, Dann wäre ich ganz schön wütend, allerdings noch mehr wenn es ihm wirklich schadet und er mich nicht drauf hingewiesen hat. Dieses nachdenken und drauf hinweisen hat für mich nichts mit Hörigkeit zu tun. Vielleicht ist da ja der Unterschied in den Definitionen. Guten morgen euch allen. |
![]() | 10. Januar 2012 Ich glaube, Hörigkeit hat mit Devotion, Dom-Sub und überhaupt BDSM oder Prügeln allgemein überhaupt nichts zu tun. Das wenige, was ich von Hörigkeit weiß, ist etwa so ähnlich wie eine Sucht. Man könnte sich von einem Partner lösen, wenn man will, da er einem in welcher Form auch immer nicht gut tut. Wer von Hörigkeit betroffen ist, bringt aber weder den Willen auf, noch den Blick für eigene Bedürfnisse, noch die Hoffnung, die Situation verändern und sich selber damit gut tun zu können. Meiner Meinung nach ist Hörigkeit ein Festhalten an einem nicht gut tuenden Partner, weil man vor lauter Auf-diesen-Partner-sehen nicht mehr den Blick für eigene Bedürfnisse und Möglichkeiten hat. Ob in dieser "Beziehung" BDSM vorkommt oder nicht, Dom oder Sub "gespielt" wird, Gewalt im Spiel ist oder nicht, hat mit Hörigkeit an sich nicht unbedingt etwas zu tun. Ich habe eine sicherlich hörige Frau erlebt, in deren Ehe es keinen Sex mehr gab, aber auch keine Gewalt, die äußeren Umstände nahezu wünschenswert ausahen - sie war aber weder in der Lage, einen anderen Gedanken zu fassen als das von ihrem Mann Gesagte, noch gar ohne ihn Entscheidungen für sich selber zu fällen. |
![]() | 10. Januar 2012 Jack Sorry, wenn ich Dich mit meinem Post irgendwie getroffen habe - das tut mir sehr leid. es ist schon ok, denn ich bin ja froh, hier ehrliche Meinungen zu bekommen.Aber er war weder negativ und erst recht nicht abwertend gemeint. bei mir war es jedenfalls leider soAuch ist mir bewusst, dass es ein Prozess ist der aber doch dazu führt, dass man später auch Sachen mit sich machen lässt die einen nicht kicken und man sogar als schlimm empfindet - oder habe ich das falsch verstanden? Das Problem ist aber doch da der devote Part hier nicht im Stande ist Grenzen zu ziehen alleine der Dom hier eingreifen und stoppen kann, wenn er es mitbekommt Das ist der Punkt an dem meine eigene Verantwortung einsetzt. Es gab Warnzeichen. Ich habe sie verleugnet und bin sehenden Auges in meine Hörigkeit gerannt. Daher finde ich die Frage, ob es Warnzeichen gibt für die man sensibilisiert sein sollte schon sehr wichtig. Wenn diese Warnzeichen dem Dom nun aber gleichgültig sind, weil er nur an der Erfüllung seiner eigenen Bedürfnisse orientiert ist? Er profitiert von der Hörigkeit einer Sub. Und vielleicht gibt es ja auch Warnzeichen die wenn der devote Part sie früh genug wahr nimmt ihm zu diesem Zeitpunkt noch eine Art Notstop ermöglichen. Marianne |
![]() | 10. Januar 2012 Marianne, wie sehen solche Warnzeichen denn aus? |
![]() | 10. Januar 2012 Omphale das sehe ich auch so, aber ohne den BDSM Kontext wäre ich nie hörig geworden. Es war dieser besondere Kick, der mich süchtig machte. Und ich glaube nicht, dass wie hier an anderer Stelle beschrieben, eine Disposition vorhanden sein muss, um hörig zu werden. |
![]() | 10. Januar 2012 Wie sehen solche Warnzeichen aus.... .... dass man Dinge verdrängt, die unter anderen (normalen) Umständen sofort dazu geführt hätten, das Verhältnis zu beenden; ... dass diese Dinge/Umstände etc. immer mehr werden/immer größer werden/immer deutlicher werden/immer verletzender werden - und dennoch schluckt man es - aus der Panik heraus, gar nichts mehr (von ihm) zu haben. |
