![]() | 09. Januar 2012 24/7 und Randbedingungen Ich schreibe hier ohne wirklich tiefe Erfahrung mit 24/7 aber mit einigen Parallelen, wie dem Versuch ein lebendiges (D/S verspieltes) Sexleben in einer ähnlichen Konstellation (Kinder + Mitbewohner) hinzukriegen. Erstmal heisst für mich 24/7, dass ein wie auch immer definiertes Machtgefälle immer existiert. Aber daraus, dass es immer gilt folgt nicht, dass es für alles gilt. (24/7 ist nicht automatisch TPE (total power exchange)) Das ginge im Rahmen von Kindern auch schlecht. Sub kann ja nicht erst Top fragen, ob es dem Kind die Windeln wechseln darf oder mit ihm zum Arzt gehen. D.h. es muss geklärt werden, auf welche Dinge im Alltag das Machtgefälle sich bezieht und worauf nicht. So ein partielles aber dauerndes Machtgefälle hat man ja auch ganz profan als 8/7 im Arbeitsleben. Dann befindet man sich nicht 24h in einer Situation, wo das Machtgefälle durchgesetzt werden kann und man ist oft in einer Situation wo es möglicht subtil sein muss, weil andere nicht einbezogen werden dürfen. Aber da Du schreibst, dass es neu ist für Dich, hier mein Tipp: Weniger ist oft mehr. Nicht gleich riskieren über das Ziel hinaus zu schiessen. Es reicht oft schon ganz kleine Dinge zu nehmen, z.B. Angewohnheiten von Sub, die im Beisein vom Top untersagt sind. (Körperhaltungen, Formulierungen etc) Diese Regeln mal einen Tag lang aufmerksam durchzuhalten kann schon viel Spass machen. Und um den Spass geht es ja. |
![]() | 09. Januar 2012 Auch wir haben 3 Kinder im Haus… Als wir uns entschieden haben 24/7 zu leben, haben wir ganz klein angefangen und überlegt, was können wir alltägliches da mit einbringen und so ausleben, dass offensichtlich „alltägliches“ für uns beide doch D/S 24/7 ist. Das erste waren ein paar ganz simple Regeln, welche heute absolut selbstverständlich geworden sind: Wenn ich Kaffee will, dann macht sie ihn mir, rührt den Zucker ein und bringt ihn mir. Beim Essen fängt sie nie vor mir an zu essen. Wenn es möglich ist (unbeobachtet von den Kindern), dann zieht sie mir die Schuhe aus, wenn ich heim komme. (Wobei sie dies mittlerweile immer macht) Wenn sie Fenster putzt, dann nur auf meine Anweisung und dann ohne Höschen… Wenn sie den Raum verlässt, hat sie mir kurz zu sagen wohin sie geht. Wenn sie das Haus verlässt oder außer Haus den Raum verlässt, dann hat sie sich mit einem Kuss zu verabschieden…. So sind nach und nach immer mehr Regeln und Rituale entstanden, welche permanent ein latentes D/S Gefälle aufrechterhalten, egal ob zuhause oder außer Haus. 24/7 mit Familie ist nichts, was man von heute auf morgen umsetzen kann und auch nichts, was Dom auch wirklich permanent einfordern kann, da besonders mit Kindern im Haus zu vieles passiert, was man nicht vorhersehen kann. Sicherlich bereitet sie immer meinen Kaffee zu und rührt den Zucker für mich ein, (auch im Straßenkaffee), doch wenn sie plötzlich von einem Kind gebraucht wird, kann ich mich entweder entscheiden zu warten und dann kalten Kaffee trinken oder den Zucker doch selber einrühren… doch hätte es in diesem Fall für Subbi keine Folgen… Man sollte also schon abwägen, was ist machbar und was nicht, was kann man „offen“ machen, was absolut nur im Verborgenen. LG Krolock |
![]() | 10. Januar 2012 Mit kleinen Dingen anfangen und reale eigene Erfahrungen sammeln. Nur das hilft einem in der eigenen Beziehung selber weiter. Denn alles weitere ist nur "hörensagen", was einem selbst nur sehr sehr sehr bedingt hilft. |
![]() | 10. Januar 2012 Genauso ist es bei uns auch. Es sind die kleinen Dinge und Regeln im Alltag, dem dem Leben und somit 24/7 die Würze geben. Es müssen keine großen Aktionen sein, die dieser Art zu Leben Leben einhaucht, wie zB. der Kaffe bei Krolock und Sarah, und die das Machtgefälle immer spürbar machen. Luna |
![]() | 10. Januar 2012 Das hat Krolock jetzt aber mal wirklich nett dargestellt!!! Vielen Dank dafür!!!!!!! |
![]() | 10. Januar 2012 oh..Danke... manchmal hab ich halt auch so eine Eingebung... LG Krolock |
![]() | 15. Januar 2012 Sehr interessante Beiträge hier. @Krolock und Sarah: Würde mich über eine pm sehr freuen zum Austausch, da ich auch in ähnlicher Situation bin und gleichgesinnte suche. |
![]() | 23. Januar 2012 es ist mir ein Bedürfnis bevor ihr hier jemand als Forentroll bezeichnet, lest vielleicht mal der Dame ihr Profil durch. Vielleicht findet man da einiges an Verständnis, denn eine Depression ist eine schwere Erkrankung, aber durchaus behandelbar. Gruss Sonja |
![]() | 23. Januar 2012 @Sub_Sonja Hab ich was verpasst...oder kann es sein, dass dieser Beitrag in einen anderen Thread sollte Deine Worte sind zwar wahr, doch ich verstehe hier den Zusammenhang zum Thread nicht ganz.... LG Krolock |
![]() | 23. Januar 2012 OT @krolock ich glaube sub_sonja bezieht sich auf rebel_yell und ihre ausfuehrungen auf der ersten seite |
![]() | 23. Januar 2012 Ok... jetzt ist es auch bei mir angekommen.... diese Beiträge hatte ich schon verdrängt... Alles wieder im Loot... LG Krolock |
![]() | 23. Januar 2012 alltag hallo, ich versuche mal meinen ersten Beitrag, ich bin ziemlich neu..sowohl im forum, als auch im bdsm. wir "praktizieren" bdsm erst seit ca. 4 Monaten, wobei wir beide neu sind. wir d.h. mein mann (33) und ich (32) sind seit 12 Jahren ein paar und seit 9 Jahren verheiratet, haben 3 Kinder. klassisch kann man sagen das ich schon immer die Neigung hatte und das Glück nun habe das mein mann auch gefallen daran findet. ich devot, er dominant. wie krolock_u_sarah bereits geschrieben haben ist aufgrund der Kinder ein 24/7 Alltag "schwerer" aber nicht unmöglich. ich muss gestehen ich habe mir hier einige regeln bereits abgeschaut, weil sie so schön umsetzbar sind und nur wir wissen was sie uns bedeuten. wie krolock schrieb mit dem Kuss beim verabschieden z.b. . aber auch wir, als komplette Neulinge, setzen uns nicht unter druck, sondern legen nach und nach ein paar regeln fest. @krolock_u_sarah ich stoße immer wieder auf so tolle beiträge von euch. könntet ihr mehr berichten von eurem alltag, regeln usw.? gerne natürlich auch pn. ich weiß nur noch nicht, ob ich freigeschaltet bin. lg mici |
![]() | 23. Januar 2012 Klar doch können wir Doch vorweg denke ich sollte ich erklären, dass wir es ohnehin etwas „eigenbrötlerisch“ halten… Submission ist in meinen (unseren) Augen, nichts was gefordert werden muss oder sollte, sondern sie sollte einfach sein. Es sollte nicht nötig sein, dass Dom permanent seine Sub daran erinnern muss was er ist und was sie ist… Nein, interessant (gerade im 24/7) wird es dadurch, dass sie einfach Sub ist… sich von sich aus Regeln und Rituale auferlegt und aneignet, sich auch mal von sich aus einfach zu seinen Füßen auf den Boden setzt, seine Füße küsst oder massiert…. Sprich… schwer wird es, wenn Sub sich nur „subbig“ fühlt, wenn Dom aktiv etwas fordert, etwas sagt oder handelt. Daher sind unsere „alltäglichen Kleinigkeiten“ nicht unbedingt aus Regeln heraus entstanden die ich aufgestellt habe, sondern auch oft Dinge, welch sie von sich aus eingeführt hat um mir zu zeigen, dass ich ihr Herr bin. Zudem fühle ich mich absolut nicht nur dann als ihr Herr, wenn ich mir ihre Hingabe erzwinge oder einfordere, sondern auch dann, wenn sie mir ihre Hingabe von sich aus zeigt und unter Beweis stellt. Unser Alltag ist also auf der einen Seite durch meine / gemeinsame Regeln gezeichnet, auf der anderen Seite aber auch durch von Sarah selbst auferlegte Regeln, welche ich gerne angenommen habe. Hier ein paar Stichworte: Begrüßung / Abschied Aufstehen wenn Herr den Raum verlässt oder betritt Beine nicht übereinander schlagen Vor dem Genuss von Alkohol fragen Der Herr bekommt immer das erste Stück (Kuchen, Fleisch, Brötchen…) Sein Glas wir immer gefüllt, bis er abwinkt Schuhe ausziehen wenn er heim kommt (dadurch ist sie automatisch auch auf den Knien) Kein Höschen zu bestimmten Zeiten Gedanken, Gefühle, Fantasien in ein Tagebuch schreiben Nur Fenster putzen wann und wie es der Herr sagt Verbot auf Toilette zu gehen, bis der Herr es erlaubt Ein Ü-Ei gefüllt mit Geld einführen und dann im Rock und ohne Höschen das Haus putzen ohne dass es heraus fällt Zucker in den Kaffee rühren, Brot schmieren… Nie ungefragt vom Teller des Herrn probieren Handkuss wenn Herr Heim kommt Einen Anruf wenn sie länger aus dem Haus ist Etc….etc… Es muss zur Neigung und natürlich zur Situation innerhalb der Familie passen… zudem kennt doch Frau / Sub ihren Herrn am besten… wieso soll nur seine Fantasie gefragt sein? Was mag er, was wag er nicht… und schon kann Sub für sich eine Regel oder ein Ritual daraus machen… LG Krolock |
![]() | 26. Januar 2012 Es gibt sie also doch.. .. die ganz normale Ihr macht mir Mut, vielen Dank! Serpentia |
![]() | 27. Januar 2012 wunderschön geschrieben @serpentia vielen lieben dank für die schönen Worte. im Grunde brauche ich mich nur noch dem Dankeschön für Krolock_und_Sarah anschließen. ach und die Kommentare der Kinder lg und ein schönes Wochenende mici |
