Beziehungsprobleme. Was kann Man(n) tun?

27. Januar 2012

Das scheint der thread der langen Beiträge zu sein und die Länge deiner eigenen,werter TE ,weisen für mich ein wenig auf dein Problem hin.Noch deutlicher aber der folgende Teil deines Eingangspostings:

Ich für meinen Teil, bin stets bemüht, mich so zu verhalten, dass ich sie nicht störe, sie nicht überfordere, keine ihr unangenehmen Wünsche äußere, mich nicht so verhalte, wie es ihr nicht passt.......

....... Zu Beginn hatte sie nur meine ständige Zuneigung zu ihr bemängelt (Komplimente, Geschenke, Streicheleinheiten, Zuwendung, Zuvorkommenheit)........... Die Tatsache auf sie einzugehen hatte sich dann derart gewandelt, dass ich nach und nach aufschreiben musste, was ich tun und nicht tun durfte, um sie nicht zu verärgern(!!!!!!), da ich mir das alles nicht merken konnte


Du hast dich während eurer Beziehung nicht verändert,euer "Verhältnis" ist für sie sichtbar geworden,nachdem sich der Nebel anfänglicher Verliebtheit gelichtet hat.

Schon die Formulierung "um Begrüßungsküsse kämpfen" zeigt,was bei euch nicht stimmt.

Sexuelle Dominanz hat nichts mit dem Leben zu tun und Du bist im Umgang mit deiner Freundin so devot,wie man es nur sein kann.

Und du scheinst sie zu erdrücken,mit deiner Zuneigung (siehe oben).
Ich bin nicht sicher ob so grundsätzliche Verhaltensweisen abzulegen sind und deine"Liste" zeigt,daß Du das eigentliche Problem nicht verstanden hattest: du warst sogar bereit eine Art Schauspiel zu inszenieren,um ihr zu gefallen.

Ich glaube Du bist das Problem,nicht sie.

Solltest Du einen Weg finden daran zu arbeiten,würde ich mir als erstes die Frage auf die Stirn tätowieren:" mache ich das für mich,oder um ihr wieder zu gefallen?"
27. Januar 2012

Eure Beziehung hat m.e. EINE Schieflage, die alles andere nach sich zieht:
Sie arbeitet in einem wohl extrem anstrengenden Job (körperlich und geistig) und das (vermute ich mal) geringe Gehalt gleicht diese Belastung kaum aus.
Du bist Student (verdienst Du eigentlich noch was dazu?) und kannst nicht viel zum Lebensunterhalt Eurer "Familie" beitragen.

Das muss schon für Dich (also dominanter Mensch) grausam sein - für sie ist es das aber wahrscheinlich erst recht!

Ich denke, die Hauptursache Eures Problems könnte in diesem beruflichen Umfeld zu finden sein. Sie ist zwar noch recht jung dafür - aber wenn sie am Rande eines Burnout kratzt, kann ich mir gut vorstellen, dass ihre Gedanken immer mehr um den Job kreisen. Und dann stellt sie sich vor, dass sie ja jetzt auch noch ihren Studenten mit durchfüttern muss.

Da Du Dich als dominant bezeichnest und früher ja viel selbstsicherer aufgetreten bist als heute, war diese Dominanz sicherlich auch Grundstein Eurer Beziehung.

Durch die Schieflage ist diese Grundlage futsch... Sie wird immer dominanter, weil Sie sich um das Geld kümmern muss und Du wirst immer weniger dominant, da Du fühlst, dass sie als der Verdiener (zumindest in unserer Kultur) die Hosen an hat.

Entweder könnt Ihr durch ausgiebige Gespräche (Paartherapie!) diesen kulturell bedingten Problemkreis durchbrechen, oder Ihr findet eine Lösung, dass ihr finanziell mind. gleich zieht.

Die von mir vermutete Burnout-Problematik sollte man vielleicht auch noch mal im Hinterkopf behalten. Wenn ihre berufliche Belastung geringer wäre, könnte sie ggf. besser mit der Schieflage umgehen.

Was ich geschrieben habe, ist natürlich - wie alle Beiträge hier - reine Spekulation und kann meilenweit daneben liegen.

ER von liefdevol
27. Januar 2012

Ich glaube hier liegt ein Irrtum vor: die domonante Selbsteinschätzung des TE.
Er ist devot,von Anfang an.

Schon in der Anfangszeit der Beziehung hat sie sein "unterwürfiges" Verhalten moniert(seine Aussage),weshalb er(wie es ein dominanter Mensch getan hätte) nicht seinen Naturell folgte,sondern sich eine Liste angefertigt hat,mit allem,was sie potenziell verärgern könnte,um ein auf ihre vermeintlichen Wünsche zugeschnittenes Verhalten zu trainieren.

Eine Frau,die sowas macht könnte mir trotzdem sympathisch sein,mit meinem Respekt hätte es sich aber erledigt und die Beziehung wär durch.

Kein normal sozialisierter Mensch wünscht sich einen Partner,der, gleich einem lieben kleinen Hündchen(verzeih den Vergleich) Kunststückchen aufführt,von denen er annimmt,sie würden das "Frauchen" gnädig stimmen,in der Hoffnung auf einige Streicheleinheiten.

Konflikte,die mit finanziellem zu tun haben,sind normalerweise ein Indikator dafür,daß es an anderen "Fronten" nicht stimmt.

Daß die wirtschaftlichen "Größenverhältnisse" die emotionalen spiegeln,hilft aber sicher auch nicht.
27. Januar 2012

Von den meisten lese ich, dass ER etwas an sich ändern sollte. Klar, man beginne immer bei sich selbst, das ist schon richtig. Dennoch habe ich ein wenig den Eindruck, dass deine Freundin es dir allein überlässt, an der Beziehung zu arbeiten, selbst aber nichts beisteuern möchte oder sich zurückzieht.

Ein Paar ist ein Paar, weil es zwei sind. Niemals würde ich behaupten, dass Probleme immer nur an einem von beiden liegen. Sie hat Wünsche dich betreffend geäußert, kritisiert aber dennoch, wenn du sie umsetzen willst. Für mich liest es sich so, als ob sie selber kaum wüsste, was sie eigentlich will. Es gibt gewisse Dinge in einer Beziehung, bei denen man Kompromisse eingehen und manchmal Sachen machen muss, die einem selbst nicht wirklich gefallen. Sich aber für einen Partner zu verbiegen, dem man es sowieso nie recht machen kann, ist schlicht Selbstgeißelung. Es wird dich zerstören und sie wahrscheinlich auch.

Wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem die negativen Aspekte einer Beziehung die positiven überwiegen, darf man, finde ich, für einen kurzen Augenblick auch mal komplett egoistisch sein und sich folgendes fragen:

- Was ist mit MEINEN Wünschen?
- Habe ich überhaupt noch Freude an dieser Beziehung?
- Ist die (gegenseitige!) Liebe so stark, dass man für die Beziehung kämpfen will?
- Lohnt sich das?
- Wie stelle ich mir die Zukunft vor?

Eine Partnerschaft ist Geben und Nehmen. Und das von beiden Seiten. Ich frage mich: Inwieweit hast du ihr mal deine Wünsche mitgeteilt (ohne sie zu kritisieren) und wie sehr ist sie darauf eingegangen? Wie sieht IHRE Selbsteinschätzung der Beziehung aus? Eine Beziehung kann nicht funktionieren, wenn nicht beide gleichermaßen an ihr arbeiten (wollen). Manche leben in der Vorstellung, Probleme würden sich von alleine lösen, sie denken, eine Liebe müsste immer so eidenschaftlich, gefühlvoll und intensiv wie am Anfang sein und falls sich Routine und Frust einschleicht, haben manche ein problem darüber zu reden oder können nicht akzeptieren, dass eine Beziehung auch Arbeit macht.

Mein Partner und ich haben auch ab und zu Probleme, auch mal größere. Das ist völlig normal und wir beide wissen, dass dies nicht bedeutet, dass diese Beziehung nicht funktionieren kann, nur weil nicht immer alles toll ist. Wir suchen das Gespräch, immer wieder und stetig. Ohne Kommunikation geht gar nichts und wir beide achten darauf, nur dann miteinander zu reden, wenn uns unsere Gefühle gerade nicht übermannen. Wir sprechen über Wünsche und Frust und wir BEIDE sind erwachsen genug einzusehen, dass wir Fehler machen können.

Unsere Beziehung sieht vor, dass es innerhalb von ihr drei Komponenten gibt: ER, SIE und WIR. Jede dieser Komponenten hat ganz eigene Bedürfnisse. Als Paar ist man nicht dazu verdammt, sein ganzes Leben nach dem Partner zu richten. Mein mann hat als Mann Bedürfnisse, die er auch alleine auslebt. Jeder von uns macht sein Ding, wir kleben nicht ständig aneinander. Aber wir sind auch ein Paar. Und auch als Paar haben wir gemeinsame Bedürfnisse. Wir achten darauf, dass jede einzelne Komponente unserer Beziehung gesund ist und differenzieren dort Bedürfnisse Und Probleme. Beispielsweise habe ich manchmal Probleme, die nichts mit unserer Beziehung zu tun haben und diese Probleme bringe ich auch nicht mit in die Beziehung. Ich löse sie alleine. Probleme, die unsere Beziehung betreffen, lösen wir zusammen.

Vielleicht können wir das so gut, weil wir stets darüber reden, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen. Wir wissen, wo wir in zehn Jahren stehen wollen. Wir wissen, dass wir dort gemeinsam stehen wollen. Also müssen wir auch gemeinsam daran arbeiten, dass sich diese Wünsche erfüllen.

Ich würde dir nicht raten, dich für deine Freundin zu verstellen oder ihr Wünsche zu erfüllen, bei denen du dich selbst unwohl fühlst. Dabei geht die Authenzität verloren und damit ist keinem geholfen. Es ist wichtig, dass auch du selbst dich frei entfalten kannst, genauso wie sie.

Ich empfehle dir also, mit deiner Freundin über deine Probleme zu reden. Konstruktiv streiten bedeutet in diesem Fall, nicht zu kritisieren. Sage ihr nicht, was dich an ihr stört, sondern wie du dich fühlst. Sprich mit ihr über deine Ängste, deinen Kummer. Und versuche, dass sie das auch tut. Ihr beide müsst euch klar darüber sein, wo ihr in zukunft stehen wollt, ob ihr eine gemeinsame zukunft haben wollt und wie eure Vorstellungen aussehen.

Bisher hatte ich den Eindruck, dass deine Freundin vor allem "fordert". Tu dies, tu das, das mag ich nicht, das mag ich schon... Es ist nicht gesund, wenn ein Teil eines Paares nur fordert, aber selbst nicht bereit ist, auf die Wünsche des anderen Teils einzugehen. Und vor allem ist es nicht okay, seinen Partner "erziehen" zu wollen. Warum hat sie sich in dich verliebt? Warum hast du dich in sie verliebt? Was hat euch gegenseitig angezogen? DAS sind Eigenschaften, die man sich bewahren sollte.
Ich würde nie etwas von meinem Mann verlangen, wovon ich weiß, dass er das eigentlich nicht möchte. Und ich würde auch nie verlangen, dass er bestimmte Charaktereigenschaften verändert, die ihm die "Echtheit" nehmen.

Wenn du nicht dominant bist, dann bist du es eben nicht. Es von dir zu verlangen, obwohl du dich mit dieser Eigenschaft nicht anfreunden kannst, ist einfach überdimensioniert.

Uns als Paar hält zusammen, dass wir auch unabhängig vom Partner eigene Sachen machen, aber auch, dass wir unsere Blockaden öffnen und gemeinsam neue Dinge entdecken, auch sexuell. Etwas Neues zu erleben, wovon man hinterher begeistert ist, hat den Vorteil, dass man viel Positives mit dem Partner verknüpft. Und das kann nur förderlich sein!

Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, dass das Gespräch mit Unbeteiligten sehr nützlich sein kann. Eine objektive Person kann einem manchmal den Kern des Problems offenbaren, auf den man selbst nie gekommen wäre. Eine objektive Person, gerade ein Therapeut, urteilt nicht. Er reflektiert die Tatsachen distanziert. Wenn deine Freundin nicht mit dir zur Beratung gehen möchte, dann versuch es erstmal alleine. Vielleicht schafft auch sie es, wenn sie erstmal alleine geht.

Ich finde es innerhalb einer Beziehung unglaublich wichtig, dass man Probleme gemeinsam anpackt. Will nur einer etwas ändern oder "retten", ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt.

Darum solltest du dir auch optional Gedanken darüber machen, ob eine Trennung sinnvoll wäre, sollte deine Freundin bei der Problemlösung nicht mit dir an einem Strang ziehen.
27. Januar 2012

Dennoch habe ich ein wenig den Eindruck, dass deine Freundin es dir allein überlässt, an der Beziehung zu arbeiten

Hier geht es (meiner Meinung nach)nicht darum,an einer Beziehung zu arbeiten,sondern darum,daß jemand erkennen muß wie "ungewöhnlich" sein Verhalten ist und zunächst mal an sich arbeiten sollte.

Ob die Beziehung mit dem Willen/der Hilfe beider dann überhaupt wieder in eine "normale" Richtung gelenkt werden kann,(die sie ja nie hatte)ist ein ganz anderes Thema.

Die evtl. therapiewürdige Fixierung auf die Befindlichkeiten eines anderen Menschen dürfte eine Beziehung mit wem auch immer schwierig machen,wenn nicht unmöglich.

Ich könnte keinen Tag mit jemandem zusammenleben,dessen Lebensinhalt es ist ,mich nicht "zu stören" ,keine ungebürlichen (!?) Wünsche an mich heranzutragen etc. und der eine Liste anfertigt,weil die vielen Verhaltensregeln,welche er sich selbst auferlegt,in der Hoffnung sie würden mir gefallen, so leichter zu trainieren sind.

Das Thema heißt zunächst Selbsterkenntnis.
27. Januar 2012

Ich könnte umgekehrt aber auch keinen Tag mit jemandem zusammenleben, der mich praktisch zu einem solchen Verhalten nötigt. Ich denke nämlich nicht, dass dies von ungefähr kommt.

Des weiteren halte ich es für Verschwendung, wenn nur einer an sich arbeitet, obwohl Beziehungsprobleme auch "Paarprobleme" sind und beide eine Lösung finden sollten.
27. Januar 2012

Niemand kann mich zu so einem Verhalten nötigen und nicht immer gehen Beziehungsprobleme von beiden aus.

Stell dir vor Du läßt dich auf jemanden ein,und bemerkst nach einer Weile,daß er z.B. spielsüchtig ist(und es auch vorher war).Diese Spielsucht fängt wegen finazieller Katastrophen irgendwann an eure Beziehung zu belasten.
Habt ihr dann nur ein Beziehungsproblem,oder hat er(!) ein Problem,bei dessen Bewältigung du evtl. hilfreich sein kannst?

Wenn jemandes "Problem" aber nunmal seine krankhafte Fixierung auf dich ist ,Du dich erdrückt fühlst und selbst darunter leidest,fällt es dir evtl. schwer an seinem Problem zu arbeiten,weil dich der Umgang mit ihm schon so viel Kraft kostet.
27. Januar 2012

Da hast du selbstverständlich Recht. Dennoch, auch wenn mein Partner so ein Problem hätte, würde ich ihn damit nicht allein lassen. Sofern er sich helfen lässt, würde ich ihn darin unterstützen, mit ihm daran arbeiten und ihm nicht den Rücken kehren und von ihm verlangen, damit allein klarzukommen.

Schließlich dient es auch dem Fortbestand und der Gesundheit der Beziehung und damit auch der eigenen seelischen Gesundheit. Seinem Partner zu helfen bedeutet für mich auch immer, sich selbst etwas Gutes zu tun.
27. Januar 2012

seine Partner zu helfen ist okay..wenn man erkannt hat das es sein Partner ist und nicht ein Partner
27. Januar 2012

Nach demEnde meine reltzten Beziehung habe ich auch festestellen müssen, dass ich mich total veränder thatte,um dieser Frau zu gefallen. Da sganze hat mich derart unglücklich gemacht, nur gemerkt habe iche erst danach, als ich wieder zu mir gefunden habe, meine alte art wieder entdeckt habe.
Jetzt habe ich eine Frau gefundne, bei der ich offen sein kann, zeigen kann, wie und wer ich bin, wo ich mich nicht vertsellen muss, um ihr zu gefallen.
Das ganze zeugt aus meiner sicht heute von Selbstaufgabe und zu geringem Selbstwertgefühl. Das wiederum ist keine Basis für eine harmonische Beziehung.

Heute wuiß ich, dass es am wichtigsten ist, offen zueinander zu sein, Probleme gleichzu beginn anzusprechen, ehe sie sich einbürgern.
Den Punkt scheint ihr bereits verpasst zu haben.

Aus meiner Sicht gibt es da nur noch zwei Wege:
REDEN - und wirklich versuchen, die Probleme zu beheben (auf beiden Seiten), was allerdings schon wieder mit Selbstaufgabe zu tun hat, weil beid esich ändern und somit verstellen müssen, oder eben die Trennung, um wieder zu sich selbst finden zu können
29. Januar 2012
Hallo zusammen!

Ich habe in letzter Zeit nur je einmal pro Woche hier herein geschaut und bin immer wieder ein wenig übermannt, wieviel hier von Euch zurückkommt, was mich froh stimmt.
Mittlerweile verbringe ich mehr Zeit damit mich auf mich selbst zu konzentrieren. Ich habe viel zu tun und bin auch des öfteren weg und beschäftige mich mal mit anderen Dingen als nur mit meiner Beziehung.
Wie zu erwarten kam nach dem letzten Beziehunghoch wieder eine Beziehungflaute, der krasse Wechsel zwischen den kurzen, sehr guten und den langen, eher weniger guten Zeiten, den ich angesprochen hatte.
Ich versuche das allerdings nicht so schwer zu nehmen. Ich würde nicht sagen, dass ich eine "LMAA-Einstellung" entwickelt habe, aber eine gewisse Lethargie macht sich in mir breit, die mich ein wenig beängstigt, sich aber auch als ganz nützlich heraus stellt, wenn man sich selbst finden will. Ich lasse alles mehr oder minder auf mich zukommen ohne mir groß Gedanken darüber zu machen. Ich habe eingesehen, dass ich immer zuviel geplant habe und die Gesamtsituation zu sehr einschätzen wollte. Mittlerweile ist mir das alles eher schnuppe. Ich versuche auch nicht mehr meiner Partnerin hinterherzurennen. Wenn sie etwas möchte dann meldet sie sich und ich sage Ihr dann ob es machbar ist oder nicht und ob ich Lust dazu habe oder nicht.
Sie findet mein Verhalten jedoch meiner Einschätzung nach eher negativ. Aber das ist nur logisch, da man sich erst einmal daran gewöhnen muss, nicht unbedingt alles hinterhergetragen zu bekommen, wie bisher.
Sexuell läuft bei uns gar nichts. Ich akzeptiere das ganz einfach und habe Sex mit mir selber *zwinker*
Rummeckern bringt da ja nichts und ich möchte ja auch, dass sie es möchte und sich fallen lassen kann.
Allerdings hänge ich ein bisschen nostalgisch den Zeiten hinterher als ich sie noch in meinen Bann ziehen konnte und sie verrückt nach mir war. Naja, das ist wohl die Routine die hier angesprochen wurde, die sich nach und nach breit macht. Vielleicht kommt das ja wieder, falls sich ein Gleichgewicht in der Beziehung wieder einstellen sollte.
In den letzten Nächten schlafe ich immer auf dem Sofa. Ich weiß nicht warum aber ich schlafe besser ein, da ich sie nicht die ganze Zeit neben mir habe und stundenlang wach liege. Ihr gefällt das nicht wirklich. Mir tut es allerdings gut. Da im Bett sowieso nichts läuft und sich am nächsten Morgen sowieso nur darüber beschwert wird, dass ich anscheinend zu nah an sie ran gerückt bin, finde ich diese Lösung für mich ganz sinnvoll.
Gespräche über die Beziehung haben wir seit längerer Zeit auf Ihren Wunsch hin komplett eingestellt, da ihr das ganze Thema an sich unangenehm ist und zu stressig. Wenn, dann bin sowieso ich derjenige, der das Gespräch sucht, was ich mittlerweile auch nicht mehr mache. Ich weiß, dass das nicht die Lösung sein kann, aber ich behalte dann meine Gedanken für mich, ziehe meine Konsequenzen ohne die Meinung meiner Partnerin daraus und lenke mich ab. Natürlich habe ich die Befürchtung, dass das ein Weg bergab ist, aber ich sehe mich nicht imstande daran etwas zu ändern, ohne dass sie Ihren hübschen Hintern hochbekommt.
Das ist in etwa die aktuelle Situation. Ich bin nicht glücklich damit, aber ich arbeite immerhin in gewisser Weise an mir selbst.
Zum Thema Dominant / Devot was hier ja mehrfach zu Sprache kam:
Ich denke, dass jeder mehr oder minder den Begriff der Dominanz für sich selbst definiert. Ich persönlich trenne die sexuelle Dominanz von der Dominanz im Alltag. Wenn ich also in einer Art Fragebogen ein Häkchen setzen muss, in welchem es gerade eben noch um sexuelle Vorlieben ging, gehe ich davon aus, dass auch die Frage nach der "Gesinnung" in diesem Zusammenhang sexuell gemeint war und setze daher mein Häkchen bei "Dominant", da ich sexuell dominant bin. Dies muss (für mich ganz persönlich) nicht automatisch bedeuten, dass ich (und ich übertreibe jetzt hier mal vorsichtig) im Alltag das tonangebende Alphamännchen bin, dass jedem sagt wo es lang geht, alle Entscheidungen allein trifft und in jeder Situation die Kontrolle und die Entscheidungskraft über die Gesamtsituation hat.
Mag ja sein, dass dies für einige die Definition von Dominanz ist, für mich allerdings nicht. Ich für meinen Teil reduziere diese Begrifflichkeiten voll und ganz auf meine Sexualität.
Nur ein Gegenbeispiel wäre beispielsweise eine Frau die tagsüber viel Verantwortung trägt, Macht hat und diese auch auslebt, im Gegenzug jedoch zu Hause als Gegengewicht das Bedürfnis hat, dominiert zu werden. Genauso geht das auch umgekehrt.
Natürlich gibt es Menschen, die ihre Dominanz oder ihren Devotismus durch die Bank weg den lieben langen Tag auf Arbeit und zu Hause ausleben und da dann auch kein Gegengewicht dazu benötigen.

Ich glaube hier liegt ein Irrtum vor: die domonante Selbsteinschätzung des TE.
Er ist devot,von Anfang an.

Schon in der Anfangszeit der Beziehung hat sie sein "unterwürfiges" Verhalten moniert(seine Aussage),weshalb er(wie es ein dominanter Mensch getan hätte) nicht seinen Naturell folgte,sondern...

Ich habe allerdings den Eindruck, dass in der oben zitierten Aussage die Behauptung mitschwingt, dass sexuell dominante Personen zwangsläufig auch im Alltag wegen ihrem "Naturell" dominant sein müssten. Dies sehe ich ganz und gar nicht so. Geht man alleine schon von der Tatsache aus, dass verschiedene Geschehnisse im Alltag die sexuelle Stimmung bspw. Abends komplett beeinflussen können, so widerspräche sich ja diese Aussage schon von vornherein.
Ich denke durchaus, dass es solche Menschen gibt, schätze jedoch eine mögliche Statistik so ein, dass dies eher selten der Fall ist. Die obige Behauptung würde ja implizieren, dass solche Menschen niemals den Wunsch verspürten, Verantwortung oder Macht abzugeben und die Existenz von sojemandem scheint mir doch recht unwahrscheinlich.
Vielleicht sollte man zur Diskussion dieses Themas auch einen eigenen Thread erstellen.
29. Januar 2012
ich frage

mich immer, wer es besser beurteilen kann:

Der Mensch, der sich seinen Charakterzug "aussucht"
oder diejenigen, die Ihn von aussen betrachten können ?

Je mehr ich von dir hier lese, desto mehr verstärkt dich der Eindruck, das dein Selbstbild nicht mit der Aussensicht übereinstimmt.
29. Januar 2012

Little Whip:
Ich habe allerdings den Eindruck, dass in der oben zitierten Aussage die Behauptung mitschwingt, dass sexuell dominante Personen zwangsläufig auch im Alltag wegen ihrem "Naturell" dominant sein müssten

Nein,das ist etwa das Gegenteil von dem,was ich geschrieben habe.

Für die Beziehung spielen sexuelle Vorlieben erstmal keine Rolle,solange sie kompatibel sind.
Ich hatte dich so verstanden,daß Du dich als eine normalerweise auch im Alltag dominante Person siehst,die sich in dieser Beziehung verändert hat.

Tatsächlich hast Du dich von Anfang an(deine Schilderung) in eine devote Rolle begeben.Das hat euch nicht gut getan,so gut es vielleicht auch gemeint war.

Ich bin allerdings nicht sicher,ob wortlos zur Schau gestelltes Desinteresse die richtige Alternative ist.
Bei genauer Betrachtung scheint es auch nur eine andere Variante zu sein, ihren Wünschen zu entsprechen(nicht zuviel Nähe im Bett,bloß keine unangenehmen Beziehungsgespräche,ihr die Entscheidung überlassen,wann was unternommen wird...).

Wenn ihr nicht mal ein Gespräch dazu hinbekommt,was ihr euch wünscht,oder nicht und "Hilfe" von außen nicht in Frage kommt,habt ihr ein Problem,das durch ignorieren nich kleiner wird.

Sie wird das evtl. auch gar nicht einordnen können.
13. Februar 2012
kann dich gut verstehen...

ich kenne beide seiten der medaille...

habe zurückgewiesen und wurde zurückgewiesen, beides ist im nachhinein nicht schön!!!

wenn man zurückgewiesen wird macht man sich ständig gedanken woran es wohl liegen könnte, man malt sich mit der zeit dinge aus die einen auffressen...

wird man nich geliebt, gibt es da jemand andern oder ist man nicht mehr atraktiv genug...

und wenn man abweist... ich habe es 3 jahre getan und ich kenne die gründe heute nicht wirklich...
jedesmal wenn er mich nur in den arm genommen hat habe ich gewußt ( dachte ich ) er will mehr!!!

da baut sich so ein druck auf und man macht einfach zu!

aber fakt ist doch ( und das muß sich doch wohl jeder eingestehen ) wenn man lange zusammen ist, dann flaut das sexleben irgendwann ab. ich hatte einige beziehungen ( lange beziehungen ) und es war immer gleich!

ok man kann sich sagen das es nie der richtige war... aber bei freunden und bekannten ist das nicht anders und deshalb denke ich das ist normal und man sollte nicht zu viel von dem anderen erwarten!!!

denn wenn man zu viel erwartet kommt wieder der druck!!!

vielleicht liege ich auch völlig falsch...

die einzige frage die zählt, ist doch die ob man sich liebt! und wenn das gegeben ist, dann lasst den druck aus dem spiel...

liebe ist das a&o einer beziehung...
und wenn ihr liebt dann kämpft!!!
13. Februar 2012

dazu müsste als erstes jeder für Sich definieren ..


Was ist Liebe ?



Und ganz ehrlich TE, für mich wärst du schon lange aus dem Rennen. Verehrung schön und gut, MAL auf Händen getragen werden auch ganz nett, aber Deine Liste und alles andere .. das wäre mir viel zuviel des Guten gewesen.

Welche Frau mag schon auf so einem Podest leben ?

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