![]() | 27. Dezember 2011 Unerwiderte Liebe als Belastung einer Liebesbeziehung Hallo zusammen, einige von euch kennen das sicher, da lernt man einen netten Mann kennen, hat das Glück, diesen neben der Partnerschaft treffen zu dürfen und man hat mit diesem auch sehr schöne und tiefgehende Treffen, man ist sich einig, dass man sich gegenseitig sehr zueinander hingezogen fühlt und trotzdem macht es irgendwann „Peng“ und ihr verliebt euch so heftig, dass es fast weh tut und kaum zum Aushalten ist. Ihr habt aber schon etwas länger gemerkt, dass das nicht in der Form erwidert wird bzw. erwidert werden will und irgendwann habt es irgendwann auch schwarz auf weiß, sodass es auch die letzte Hoffnung verstehen sollte… Eigentlich… Doch wie damit umgehen? Einen Rückzieher kann man schlecht machen, will man auch nicht, dafür ist die Beziehung zueinander schon zu gewachsen, die eigene Liebe zu groß und überhaupt: Nein, das geht gar nicht, auch wenn Leute von außen das einem immer so schön locker und flockig raten können und man sich selbst eigentlich auch etwas abnabeln möchte… Aber: Auch wenn die Wahrheit furchtbar bitter schmeckt, so will man trotzdem doch immer mehr, weil jede Pore danach schreit! Andererseits ist es schwer damit zu leben. Die Gewissheit zu haben, dass das nur mit äußerst geringer Wahrscheinlichkeit irgendwann symmetrisch sein wird, Verletzungen und Enttäuschungen, die sich daraus entwickeln, sich immer zu zügeln, um es nicht noch schwerer werden zu lassen und nicht zu viel zu erwarten und zu fordern… Man sollte ja nicht unbedingt um Liebe kämpfen, es sei denn man mag es, auch sonst gegen Windmühlenflügel anzurennen oder damit gleich alles kaputt zu machen. "Was tun?", sprach Zeus. Ging es euch auch schon mal so, ist es irgendwann möglich als grundsätzlich sehr sensibler und emotionaler Mensch damit gut klarzukommen? Ist es nur eine Zeit- oder Verstandesfrage? Ich ertappe mich dabei immer in bestimmte Muster zurückzufallen, weil ich einfach auf dieses Freundschaft- statt Liebe-Level nicht herunterfahren kann. Das ist wohl immer so, wenn einer der Beiden noch mehr will. Aber wieso ist das so? Wieso kann man das nicht einfach so hinnehmen und akzeptieren, sich übe entgegengebrachte Zuneigungen freuen anstatt sie überzuinterpretieren. Wieso muss man so zornig und verletzt sein, nur, weil es halt nicht so richtig klappt mit der gegenseitigen Liebe? Wieso kann man auch nicht einfach nach dem Motto "Geben ist seliger denn Nehmen" handeln? Ich verfalle dann auch wieder in das typische Denken „Das gibts nur einmal, das kommt nicht wieder“ und rede mir nicht nur ein, dass niemand mehr so dicht an mich ran kommt, das passiert dann auch so. Weil man sich Enttäuschungen und Verletzungen sparen will. Aber dann erlebt man auch kein wirkliches Glück mehr und beschneidet sich selbst. Diesen Gedanken finde ich auch ungut. Aber genauso stelle ich auch fest, dass ich durchaus unter Appetitlosigkeit leide und der Hunger nach anderen Menschen, die mir vielleicht das geben könnten, was mir fehlt, überhaupt nicht da ist… und mit Wasser in den Augen sieht man auch eher verschwommen, vor allem, wenn man eh schon zu Schwermut neigt. Das waren jetzt viele Worte durcheinander gewürfelt, aber wenn das Herz voll ist, quillt wohl auch die Tastatur über… Ich bin jedenfalls gespannt auf eure Antworten und Erfahrungen! Diskussionen, Bewertungen oder gar hämische Kommentare über Liaisons, Offene Beziehungen und Co. möchte ich allerdings hier nicht haben, dafür gibt es auch genug andere Threads, denke ich… und das Bild wäre ja trotzdem das Gleiche, auch wenn die Beziehungsform eine andere wäre. Und gerade hier erwarte ich eigentlich spannende Beiträge. Im Bekannten-, Kollegen- und Freundeskreis würde ich mit dem Thema wohl echt auf Unverständnis stoßen, schon allein durch die zweite Liebe in einer Beziehung. |
![]() | 27. Dezember 2011 Eine spannende Thematik, die mich auch schon ziemlich beschäftigt hat. Ich bin auch nicht glücklich in der asymmetrischen Liebe. Weder, wenn ich sie nicht erwidern kann, noch, wenn sie nicht erwidert wird. Ich sehe die Liebesbeziehung als Interaktion, die sich vom Fühlen und Handeln der Partner speist und befruchtet. Mancher sagt, er könne einseitig lieben, und geliebt werden und ich glaube das sogar. Es ist einfach eine andere Art zu empfinden. Ich würde keines von beiden als besser oder schlechter beschreiben, solange beide Partner in diesem ihrem Empfinden zusammen passen. |
![]() | 27. Dezember 2011 einige von euch kennen das sicher, da lernt man einen netten Mann kennen, hat das Glück, diesen neben der Partnerschaft treffen zu dürfen Dazu habe ich eine Frage : hat er eine Beziehung die offen ist oder wie muß ich das verstehen? |
![]() | 27. Dezember 2011 @ Kelene Ja, wir beide sogar. Aber das spielt ja für die gesamte Thematik ja keine allzu große Rolle, außer, dass man so vielleicht überhaupt die Gelegenheit hat, weiteren Menschen nah zu kommen. |
![]() | 27. Dezember 2011 unerwiderte Liebe... ... ist ganz bestimmt für die meisten Menschen ein Zustand, der eher enttäuscht, verletzt und traurig macht. Eine Liebes- Beziehung heißt auch für mich ein Geben und Nehmen von Gefühlen mit sehr ähnlicher Intensität, welche unterm Strich ein durchaus ausgewogenes Verhältnis aufweisen sollten. Aus eigener Erfahrung weiß ich selbst, dass zu viel einseitiges Geben zermürbt und somit unglücklich und unzufrieden macht. Raten kann Dir hier leider Niemand wirklich etwas. Dein Herz und Dein Kopf müssen wieder einer Meinung sein. Erst dann kannst Du eine Entscheidung für Dich treffen, mit der Du dann auch leben kannst. Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut! LG Azzamira PS: Mit diesem Beitrag habe ich Niemanden persönlich angreifen wollen. |
![]() | 27. Dezember 2011 Wäre mir persönlich zu viel Durcheinander, spricht für dich fast nach Polyamorie..... Liebe lässt sich leider nicht herbeizaubern oder erzwingen. |
![]() | 27. Dezember 2011 Da stellt sich mir allein schon die Frage, ob man zwei Menschen gleichzeitig lieben kann? Oder einfach unterschiedlich liebt? Diese Frage stelle ich nicht nur dir, sondern mir selbst habe ich sie auch oft schon gestellt. LG Petra |
![]() | 27. Dezember 2011 Mir persönlich stellt sich nicht die Frage ob ich mehr als eine Person lieben kann sondern eher wie ich mehr als eine gleichwertige Beziehung leben kann. Feiner Unterschied. |
![]() | 27. Dezember 2011 Für mich... ...käme in dieser Situation nur ein Cut in Frage. Ist zwar sauhart aber wenn ich Gefühle für jemanden entwickel und diese nicht erwiedert werden ist es nur eine Frage der Zeit bis es mir irgendwann richtig wehtut... spätestens wenn meine Angebetete mir von einem Kerl erzählt, in den sie sich verliebt hat und dieser Drecksack all das haben wird, was ich mir doch so sehr wünsche und er es wohlmöglich noch nicht einmal zu schätzen weiß. Soweit muss es zwar nicht kommen, nichts destro trotz wäre der Cut hier für mich die einzige Lösung wie ich mein Leben weitereleben kann, alles andere wäre sinnlos und qualvoll. greetz |
![]() | 27. Dezember 2011 Dem stimme ich vollkommen zu |
![]() | 27. Dezember 2011 Es geht hier nicht um Grundsätze. Ob man zwei Menschen lieben kann oder nicht, ist hier unrelevant und ist nicht Teil der Fragestellung. Es gibt die unterschiedlichsten Formen und Auswüchse von Liebe, die sich wohl in kein Raster pressen lassen. So viel steht fest. Es stellt sich auch nicht die Frage nach einem Beenden oder Cut. Auch wenn einige Leute behaupten, der Leidensdruck wäre nur noch noch nicht hoch genug. Eine Intention von mir war es eigentlich nur, sich hier mal auszutauschen über Möglichkeiten abseits von schwarz und weiß. Und übrigens weder um Mitleid zu erregen noch, weil ich es jetzt so mega gut finde, in Wunden zu wühlen. Es muss ja aber irgendwo auch Graustufen geben. Auch, wenn ich fast vermute, dass man wohl wirklich entweder damit leben und sich arrangieren muss oder halt komplett einen Strich ziehen. |
![]() | 27. Dezember 2011 Ich weiss, daß man mehr Menschen innig lieben kann als nur eine Person. Es sollte nur den einen und den anderen nicht kaputtmachen (und auch nicht die Personen, die zum Zusammenleben dazugehören). |
![]() | 27. Dezember 2011 Hmm, also... du hast die Situation ja nun sehr ausführlich beschrieben.... wenn nun aber Es geht hier nicht um Grundsätze. Ob man zwei Menschen lieben kann oder nicht, ist hier unrelevant und ist nicht Teil der Fragestellung. Es gibt die unterschiedlichsten Formen und Auswüchse von Liebe, die sich wohl in kein Raster pressen lassen. So viel steht fest. Es stellt sich auch nicht die Frage nach einem Beenden oder Cut. Auch wenn einige Leute behaupten, der Leidensdruck wäre nur noch noch nicht hoch genug. diese beiden Fragen für dich IRRElevant sind, frage ich mich was ist denn die Frage, die dich eigentlich interessiert? Natürlich hast du recht mit all diesem für und wieder der Situation, in der du schöne Momente aber auch weniger schöne erleben wirst. Letztendlich läuft es aber doch darauf hinaus, dass man jemanden liebt, den man nicht haben kann. ---> Sux! --> Cut! greetz |
![]() | 27. Dezember 2011 unerwiderte Liebe Ich bin gerade dabei eine solche unerwiderte Liebe zu verdauen. Es hilft kein weiter so - es hilft auch keine Pseudo-"Freundschaft", die für einen vn beiden nie eine sein wird - es hilft nur der Abstand. Aber du bist noch nicht so weit, denn du sagst du willst nicht darauf verzichten. Dann bleibt nur der bittere Weg. Solange enttauscht werden, solange Schmerzen ertragen, solange Verlangen aushalten bis die Galle platzt. Irgendwann kommt der Punkt und du sagst: "Nein, dass kann es nicht sein" oder du fügst dich in eine emotionale Abhängigkeit, die sowohl deine aktuelle Partnerschaft, wie auch deine Affäre (ich nenne sie mal so) oder am Ende dich selbst zerstört. Aber mal ganz ehrlich, wenn du diese Empflingungen für deisen Mann hast, bist du dir deiner Empfindungen für deinen jetzigen Partner noch sicher? Oder suchst du innerlich nicht längst nach einem neuen Partner und glaubst ihn in diesem Mann gefunden zu haben? Dann wird es sicherlich irgendwann einen dritten Weg geben! lg und viel Erfolg bei der Bewältigung |
![]() | 27. Dezember 2011 auch ein "cut" tut ja weh und kann es auch ganz schön lange noch tun!!! Ich finde mich öfter noch in Erinnerungen wieder- es hat ja auch mit meiner jetzigen Situation zu tun, wie ich in der Vergangenheit geliebt und gelitten habe... Mir selber geht es immer dann besser, wenn ich mich unabhängig von diesem "außen" mache und in mich hineinhörend entdecke, dass ich selber für mich die Quelle des Glücks bin und somit nicht so abhängig von der Liebe und Zuwendung eines anderen... Hinschauen: "wo liegt mein Bedürfnis, das ich über diesen Menschen zu erfüllen hoffe" Profan sagen wir manchmal zueinander: "Kümmern sie sich um sie sich" und das ist keinesfalls als Gleichgültigkeit zu verstehen! Dani |
