![]() | 16. Dezember 2011 SM mit sich selbst Ich denke ich bin sicher nicht der einzige der auf etwas schmerz steht und keine Partnerin hat. Oder es gibt noch die Möglichkeit das man selbige hat, diese aber nicht dafür zu "begeistern" ist. Wie dem auch sei, ich gehöre zu erster Gruppe. Da ich mir sicher bin das ich nicht der einzige "Insasse" in dieser Gruppe bin, wollte ich mal fragen wie der Rest es hält. Ich für mich habe die ein oder andere Sache entwickelt um mein verlangen zu erfüllen. Denn natürlich spielt diese Vorliebe auch bei der Selbstbefriedigung eine Rolle. Das Problem ist nur das man leider dabei keine "Grenzerfahrungen" macht. Zumindest bei mir ist es so das ich nicht voll durchziehe. Denn ich weiß ja das es dann weh tut. Wie will man sich selber mit einer Peitsche auf den Arsch hauen, so das es weh tut. Teil des Spiels ist ja das man die Kontrolle abgibt und nicht weiß was kommt. Allein nicht darstellbar. Geht es anderen genauso? |
![]() | 16. Dezember 2011 Spannendes Thema! Also, was sich selbst hauen angeht bin ich davon überzeugt, dass sich das nahezu gar nicht simulieren lässt, ähnlich wie sich selbst kitzeln. Der Körper stellt sich schlicht auf den Schmerz ein weil er recht genau weiß wo er hinkommt. Es ist garantiert ein anderer Schmerz als jener unter "Echtbedingungen". Als Jugendlicher (so um 13, 14 herum) habe ich mich häufiger nachts selbst gefesselt, das verstärkte dann um ein Vielfaches die Masturbationsfantasien, weil sich die echte Enge mit der Fantasie wunderbar mischte. Heute fessle ich mich eher aus Übungszwecken, weswegen es da dann nicht mehr so gut funktioniert. Allerdings klappt's mit selbst knebeln und Augenbinden immer noch sehr gut: Ersteres, weil die mangelnde Artikulation ja auch laut machbar ist und die Mischung dadurch wieder gut funktioniert, Letzteres weil er visuelle Reize ausschaltet und damit der Fantasie mehr Platz gibt. Dennoch tue ich beides außerordentlich selten: Es ist eben doch ein riesiger Unterschied, ob ich es selbst an mir mache oder jemand anders. Die Ohn-Macht ist eben nur im letzteren Fall real. |
![]() | 16. Dezember 2011 Das mit der Peitsche funktioniert und wurde früher z.T. zu einer Art Besessenheit. Wie und warum das gemacht wurde, findet man im "Wiki" unter "Flagellanten". |
![]() | 16. Dezember 2011 Ich finde Wäscheklammern oder andere Formen von Klammern immer sehr schön für masochistisches Masturbieren. Der Schmerz baut sich langsam auf und kann schön lange ausgehalten werden. Reizstrom und EInführen von Vibro-Elementen ist ebenfalls eine ganz passable Sache. Auch Augenverbinden kann funktionieren - da ich beim Masturbieren aber immer gerne lese, funktioniert das bei mir nicht. |
![]() | 17. Dezember 2011 Selbstbefriedigung ist wie das Trinken billigen Alkohols. Sie ist nur eine Illusion von Befriedigung und hinterlässt Kopfschmerzen. |
![]() | 17. Dezember 2011 Mir fallen zu dem Thema dann noch Tunnelspiele ein, sprich Brennesseln, Kyttasalbe wärmend u.ä. in die Masturbation mit einbauen. |
![]() | 17. Dezember 2011 ja, ja, da gibt es einen Haufen irgendwelcher Praktiken und Manipulationen. Aber es ist nur ein billiger Ersatz gegenüber dem Erlebnis mit einem Partner. Ich befürworte das nicht, aber ich kann es nachvollziehen, wenn es jemand tut. Er muss sich immer bewusst sein, dass er immer kurz vor der Selbstaufgabe steht, und sein Ziel aus den Augen verliert. G Es mindert den Druck, mehr nicht - es befreit nicht. Für Menschen, die der Meinung sind, es hat eh keinen Zweck, oder für die, die eh nichts anderes als den Kitzel wollen, mag es Ok sein, aber für alle anderen lehne ich das ab. Auf der anderen Seite, Menschen mit einem devoten Grundgefühl, sollten schon mal ausprobieren, wie das ist. Ich habe das als 14jähriger ausprobiert, und es hat funktioniert, ich kann Haue vertragen. Dummer Quatsch, man könnte sich nicht weh tun. Das ist doch das Einfachste, man haut solange, bis Striemen kommen. |
![]() | 18. Dezember 2011 Hmm, Dummer Quatsch, man könnte sich nicht weh tun. ist missverständlich angesichts deiner Worte Es mindert den Druck, mehr nicht - es befreit nicht. ... Ich bin da ganz pragmatisch: Natürlich mindert Masturbation den Druck. Den rein körperlichen. Kein Mensch wird das bestreiten können, manchmal baut sich nun einmal Druck da unten zwischen den Beinen auf. Zwar geht der auch wieder, wenn man es ne ganze Weile nicht macht und auch genauso lange keinen Sex hat, aber bis dahin geht schon recht viel Zeit bei 'rum. In ner Woche ist das nicht erledigt. Das klappt auch wunderbar mit sich selbst hauen (vermutlich meintest du das, leif?), der körperliche Druck, einfach mal Schmerzen spüren können, das klappt so natürlich auch wunderbar, überhaupt keine Frage. Aber der psychische Druck, das Erleben der Ohn-Macht und der ganze Kram der dahintersteht, der geht dadurch nicht. Das meintest du wohl auch, leif? Das sehe ich genauso, es ist höchstens körperlicher Druckabbau, den psychischen kann man, wenn man Pech hat, dadurch eher noch verstärken. Das Ziel kann und sollte immer noch sein, sich da ins Leben draußen zu werfen und jene kennen zu lernen, die ebenso Freude daran haben. Wer zuhause nur wichsend sich zusammenfantasiert wie schön es doch wäre ohne vor die Tür zu gehen, wird niemals erleben, was doch erlebbar ist. Aber hey, darum geht's hier dann doch nicht wirklich, oder? Nicht etwa um eine "wie kriege ich es hin, damit ich keine Partnerin brauche", wa? Doch eher "was mache ich wenn grade einfach mal keine da ist?". Ich habe im Übrigen festgestellt, dass das reale Erleben immer anders ist als man es sich vorher in der Fantasie zusammenzimmert. Insofern kann man das Eine mit dem Anderen ohnehin niemals vergleichen. Das ist auch ganz gut so. So ist und bleibt das Leben spannend. |
![]() | 18. Dezember 2011 Mit Wäscheklammern kann Frau sich wohlige Schmerzen zufügen. Kerzenwachs ist auch gut, der schmerzt immer. Selbst zugefügte Schmerzen sind nur ein lauer Ersatz für das Spiel mit einem Partner. Aber besser wie gar nix! |
![]() | 18. Dezember 2011 Obwohl ich einen Partner habe, mit dem ich auch ein sehr erfüllendes Sexualleben inklusive viel BDSM habe, verzichte ich deswegen noch lange nicht auf Sex mit mir selbst. Das ist auch kein lauer Ersatz, sondern eine sehr gute Sache: Sex mit dem Menschen auf der Welt, der mich am allerbesten versteht und dem ich absolut bedingungslos vertrauen kann. Es ist was anderes - aber kein Ersatz. Äpfel sind doch auch kein Ersatz für Birnen, sondern schlicht was anderes. |
![]() | 18. Dezember 2011 Es ist was anderes - aber kein Ersatz. Äpfel sind doch auch kein Ersatz für Birnen, sondern schlicht was anderes. bei dir ist das etwas anderes. Wenn ich es nur mit mir selbst mache, ist es natürlich nur ein lauer Ersatz. Du kannst nicht vondir auf andere schließen. |
![]() | 18. Dezember 2011 Hmmm - mir ist der Vergleich "Äpfel und Birnen" zu weit weg. Ich würde eher sagen "Rot- oder Weißwein": Wenn man beides mag, die eine Sorte aber sehr viel lieber weil sie einem mehr gibt, dann wäre für mich die andere jene Sorte der Masturbation. Sagen wir es mal so: Eine gute Masturbation voller Fantasie ist immer noch besser als schlechter Sex. Guten Sex kann sie, das ist meine persönliche Meinung, aber dennoch nicht vollständig ersetzen. Dazu "schmeckt" der gute dann eben auch einfach zu gut. |
![]() | 18. Dezember 2011 Hmm... Dennoch erlebe ich es so, dass ich egal wie oft und wie gut meine sexuellen Begegnungen sind, ich immer noch ein bis zwei Mal in der Woche das Bedürfnis nach Sex mit mir selbst erlebe. Ich habe auch eine kleine Sammlung an "Einhandliteratur" dafür, sowohl in Papierform wie auch auf dem Kindle, und auch das eine oder andere Spielzeug, das dort häufiger als im partnerschaftlichen Liebesspiel zum Einsatz kommt. Wenn man natürlich monatelang ungewollt abstinent leben muss, dann wird es irgendwann häufiger und zu einem unzureichenden Ersatz für das, was man eigentlich will, das stimmt selbstverständlich und das kenne ich auch aus früheren Zeiten (da hab ich teilweise mit Handtaschen geschmissen, weil es einfach kein adäquater Ersatz war)... Ich habe keine Ahnung, wie es anderen geht, aber ich bin auf Dauer jedenfalls nicht in der Lage, auf Selbstbefriedigung zu verzichten. Auch dann nicht, wenn ich "ausreichend oft" (was immer das ist) Sex und BDSM habe. Für mich sind es Äpfel und Birnen - beides sehr lecker. Wenn ich nur eines von beidem habe, egal welches, dann fehlt mir auf Dauer was. |
![]() | 18. Dezember 2011 Leif, da kannst Du nicht von Dir auf andere schließen. Auch ich genieße es durchaus, mir selber gut zu tun. Das beginnt bei sanftem Streicheln und muss nicht im Orgasmus enden. Es kann auch einfach nur ein "Druckablassen" sein. Zum Entspannen, zum Einschlafen - auch das. Ich habe auch zu Zeiten erfüllter Partnerschaft mich selber befriedigt und zu Zeiten ohne Partner auch nicht. Es hat damit nicht immer zu tun und muss kein schaler Ersatz sein. Auch habe ich einige Selbst-Phantasien, die wären schon rein physikalisch überhaupt nicht durchführbar, aber das ist mir sowas von egal - sie sind völlig abstrus und NUR FÜR MICH. Ich käme nicht mal ansatzweise auf die Idee, sowas mit einem Partner nachahmen zu wollen. (Alleine die Kulisse!) Somit sind es zwei Paar Schuhe, ob Wein oder Obst ist mir egal, bei mir wäre es eher der Vergleich Trüffel oder Champagner. Aber zum Thema: Als masochistischer Mensch könnte ich mir immerhin wehtun, als Devoter zumindest selber fesseln - aber was macht die arme Omphale? Ausser Kopfkino ist da nicht viel - die Sadistin in mir könnte das Kissen verhauen und die Dominante die Bettdecke fesseln - aber das wäre dann wohl wirklich eher ne Verzweiflungstat oder schlichtes Üben. Also bleibt nur der Kopf als ohnehin erogenste Zone. |
![]() | 18. Dezember 2011 @dark amber doch das mit dem lesen und Augenbinde funktioniert - aber nur in BLlndenschrift |
