![]() | 27. November 2011 Dominant und devot - was versteht ihr darunter? Immer wieder liest man hier in Profilen, dass sich jemand als devot oder dominant bzw. auch als Switcher bezeichnet. Schaut man sich dann das Profil genauer an, liest man weiter unten ebenso häufig im selben Profil, dass BDSM, SM, D/s, Erniedrigung, Schmerzen, Gewalt ... abgelehnt werden. Wir wollen hier jetzt keine Diskussion über den Gewaltbegriff beginnen. Für uns ist klar, dass submission, Erniedrigung, Züchtigung, Schmerzen nur im gegenseitigen Einverständnis stattfinden (safe, sane and consensual). Uns interessiert, wie ihr Devotheit respektive Dominanz für euch definiert. Devotheit = passiver Part beim Sex, aber bitte tu mir nicht weh und benutz mich auch nicht? Gilt das so für viele sich selbst hier als devot bezeichnende Menschen hier im Joyclub? Für Aufklärung danken Jörg & Kea |
![]() | 27. November 2011 dominant = Mann oder Frau liegt oben devot = Mann oder Frau liegt unten Switcher = mal oben - mal unten Mal im Ernst - ich denke devot oder dominant gibt es in mehreren Ausprägungen sowie Abstufungen und muss nicht immer was mit BDSM zu tun haben. Es gibt viele Paare, die es gerne mal etwas härter mögen oder auf Fesselspiele stehen ohne Interesse an den sonstigen BDSM Praktiken zu haben. Gruß Jack |
![]() | 28. November 2011 nu ich glaub, der haken an der sache in den profilen hier ist einfach, dass das eben eine auswahl unter vielen anderen ist. wenn jemand dann sein profil hier ausfüllt und diese begriffe liest versteht er sie unter umständen aber überhaupt nicht in einem bdsm-kontxt sondern überlegt sich: nuja, zuhause hab ich die hosen an. also wird wohl dominant passen. so oder so ähnlich habe ich oftmals den eindruck, dass es hier interpretiert wird. allerdings ist das mit den begriffen eh so ne sache: ihr zählt z.b. "gewalt" mit auf, und die zählt für mein verständnis nicht zu den dingen, die im bdsm was zu suchen haben! übrigens hat devotion / dominanz ja auch nicht zwingend was mit sm zu tun. deshalb seh ich sowas bestenfalls als eine grundlage um miteinander ins gespräch zu kommen - mehr aber nicht. alles andere wäre schon zuviel hineininterpretiert was aber gar nicht da steht. |
![]() | 28. November 2011 Ja, die Begriffe sind im Joy ziemlich unscharf. Man weiß einfach nicht, ob derjenige, der dominant/devot ankreuzt, es auch wirklich im BDSM-Sinne ist. Es kann ja auch alltagsdominant ("ich hab immer die Hosen an, hmmjoar, dominant passt") oder alltagsdevot ("bin nicht so die Karrierefrau, ja, also, devot kommt schon hin") gemeint sein. Hilft nix, muss man die Leute direkt fragen. Oder eben auch sich die Beiträge ansehen. Wenn jemand, sagen wir mal, 1000 Beiträge geschrieben hat, aber keinen einzigen im BDSM-Kontext, liegt der Verdacht nahe, dass doch nur das im Alltagskontext gemeint ist. |
![]() | 28. November 2011 Devotheit = passiver Part beim Sex, aber bitte tu mir nicht weh und benutz mich auch nicht? Nö. Nur weil ich devot bin heisst das noch lange nicht, dass ich meinen Mann nicht auch mal ficken kann. Mit seiner Erlaubnis, natürlich (Und ich red jetzt nicht von Strap-ons) Was devot hier auf JC und auch auf anderen Seiten bedeutet, frage ich mich auch manchmal. Ich denke, der Begriff war früher mal genauer definiert, aber heute, wo jeder mit Handschellen rumspielt und Analsex und Deepthroat zum Standardrepertoire jeder 16-jährigen gehört und überhaupt BDSM in die Popkultur Eingang gefunden hat ist das wohl einigermassen unscharf geworden. Dann ist es aber auch so, dass devot noch lange nicht masochistisch heisst, und umgekehrt auch nicht. Mit Schmerzen muss Devotheit ja nichts zu tun haben. Also, wie hanjie sagt: Nachfragen. |
![]() | 28. November 2011 Kann Painpleasure und Hanlje nur zustimmen. Leider ist die Auswahl eingeschränkt, das Repertoire der meisten fliessend und die Grenzen nicht genau definiert. Erschwerend kommt hinzu, dass wir uns hier auf einer Plattform bewegen, die sich in erster Linie um das Thema Sex dreht und ich kann daher gut verstehen, dass viele in ihrer Selbstpräsentation etwas vorsichtig sind um nicht gleich entweder von Mails überflutet zu werden oder um die Chancen auf eine Antwort gegen Null laufen zu lassen. Ich denke, dass sich vieles aus dem Gespräch entwickelt. Aber es ist ja leider auch so, dass sich viele überhaupt nicht bewußt sind was sie eigentlich sind und das es sowohl zu viele Pseudodoms wie -subs gibt. Und auch auf die Gefahr hin, dass es für viele lächerlich sein mag. Ich glaube dass wenn es das Schicksal will, dann finden die richtigen zusammen! (Dauert nur vielleicht manchmal etwas länger ;-)!) |
![]() | 28. November 2011 richtig @ Hanjie Ja, die Begriffe sind im Joy ziemlich unscharf. Man weiß einfach nicht, ob derjenige, der dominant/devot ankreuzt, es auch wirklich im BDSM-Sinne ist. Und außerdem fehlt sadistisch/masochistisch - was ja bekanntlich auch nicht immer identisch ist und erst recht nicht immer zusammen geht. Und dann wandelt man sich auch noch selbst im Leben, letztes Jahr noch nur sad-dom, dann verlagern sich die Interessen, und schon... Kategorielosigkeit Wie schön, dass am leibhaftigen Kennenlernen (bei sich selbst und anderen) nie ein Weg drum herum führt, allen erweiterten Netz-Möglichkeiten zum Trotze. Liebe Grüße Rico |
![]() | 28. November 2011 Für mich bedeutet devot die abgabe der Kontrolle. Ich übergebe die Verfügung über mich einen Anderen, und habe (fast) keinen Einfluß auf das, was geschehen wird. Das regt mein Kopfkino an, und kann aus kleinen Gesten, oder Aufgaben auch ohne Anwesenheit des Anderen geschehen. Einfach nur das Kopfkino in Bewegung bringen. LG Petra |
![]() | 28. November 2011 Lächel, manchmal habe ich so bei manchen den Verdacht, es das als Vorliebe angeclickt, was grad in, hip und als absoluter Sexburner in diversen Magazinen/ Zeitungen propagiert wird. Dieses Mal ist es halt dominant/devot/switch in light..... geht auch wieder, diese Modewelle |
![]() | 28. November 2011 ich bin nicht devot, ich unterwerfe mich |
![]() | 28. November 2011 Ich bin nicht dominant, ich bestimme *lächel* |
![]() | 28. November 2011 grins, und ich bin nicht sad-dom, sondern bestimme und quäle nur gern zu unser beider Lustgewinn.... |
![]() | 28. November 2011 Ich denke devot/ dominant und maso/ sado lassen sich ohne weiteres trennen. Dominanz lässt sich auch ohne ausgeprägte sadistische Neigung ausleben. Wer sich wo einordnet ist hier sicher ein wenig beliebig, jeder der sich gelegentlich mal von seiner Liebsten (oder umgekehrt Sie von Ihm) mit dem Schal ans Bettchen binden lässt kann sich dann unter eher devot einordnen. Dies ist eben keine ausgesprochene BDSM-Site und von daher ist das so doch auch OK. LG Jörg PS.: Auch auf einer BDSM-Site würde ich für mich eher devot ankreuzen |
![]() | 28. November 2011 Ja nu, gibbet dat aber durchaus Menschen, die devot aber sadistisch veranlagt sind oder dominant und maso. Vieles spielt zusammen, manches halt stimmungsabhängig etc.pp. Trennbar ist manches in der Oberfläche, tiefergehend aber nicht. Oder es vermischt sich dann und wann mal fröhlich. Interessant ist eigentlich immer dann, wenn Menschen mit herzlich wenig ahnung von BDSM und dessen Spielarten die sog. BDSM-Fibel vorlegen und meinen: SO hat dat nu zu sein!! Ähm, ja, da kann einem dann schon was platzen. Und hast Du eine angebl. devote Sub vor Dir, die eigentlich gar nicht devot sondern nur eine Frau ist, die viel zu bequem ist, die Verantwortung für ihr Leben zu tragen und im Bett gern betüdelt wird- tschä nu, dann ist`s auch Essig. Vorallem dann, wenn Du tatsächlich Dom bist. Ebenso, wenn Maso-Peter schon beim Anblick der Peitsche Aua schreit und bitte nicht zu feste.... Nicht das, was dir dann Spaß macht. |
![]() | 28. November 2011 Gut das es da die Möglichkeit des Austausches gibt und man sich nicht allein auf gesetzte Kreuzchen verlassen muss.... |
