Wieviel Ehrlichkeit verträgt Mann ohne Einbusse der Libido?

27. November 2011
Wieviel Ehrlichkeit verträgt Mann ohne Einbusse der Libido?

Hallo,

mal eine Frage in die Runde. Dazu kurz meine Situation. Ich kann vaginal nur kommen, wenn ich oben bin. Mein Freund (mit dem ich ansonsten sehr gut harmoniere) hat oft Angst, dass ich mich im Eifer des Gefechts vergesse und ihm weh tue. Was, wie ich leider zugeben muss, schon vorgekommen ist. Seine Angst ist also nicht ganz unbegründet. Wenn er mich dann einbremst oder meine Bewegungen einschränkt, damit ich nicht ganz außer Rand und Band gerate, ist meine Erregung dahin. Natürlich lieben wir uns auch oft in anderen Stellungen, aber einen Orgasmus konnte ich bis jetzt nur haben, wenn ich oben bin (oder natürlich oral, aber das finde ich lange nicht so erfüllend).

Wie ehrlich kann ich zu ihm sein? Ich glaube, dass es ihn ziemlich erschüttern würde, wenn ich ihm sage, dass ich in anderen Stellungen bis jetzt nicht kommen konnte. Ich befürchte, dass das auf seine Libido einen negativen Effekt haben würde. Ganz auf tolle Orgasmen möchte ich aber auch nicht verzichten.

Wie weit kann ich eurer Meinung nach gehen, ohne unser Sexleben damit noch komplizierter zu gestalten. Ich würde gerne einen Weg finden, wie wir uns gemeinsam da rantasten können, ohne ihn vorher komplett vor den Kopf stossen zu müssen.

Alles Liebe,
Apassionate
27. November 2011

*lol* also wenn du ihm bis jetzt nicht mal vorgespielt hast auch mal in einer anderen Stellung gekommen zu sein.......würde ich es ihm einfach sagen........besser als wenn er unten liegt und verkrampft ist aus Angst er könnte dich mal wieder nicht bändigen *zwinker*
27. November 2011

Wie ehrlich kann ich zu ihm sein? Ich glaube, dass es ihn ziemlich erschüttern würde, wenn ich ihm sage, dass ich in anderen Stellungen bis jetzt nicht kommen konnte. Ich befürchte, dass das auf seine Libido einen negativen Effekt haben würde. Ganz auf tolle Orgasmen möchte ich aber auch nicht verzichten.

Ich vermute, dass es ihn und seine Libido mehr erschüttern würde, wenn du nicht offen das Gespräch mit ihm suchst. Nur wenn du ehrlich zu ihm bist, hat er eine Chance - die solltest du ihm und dir geben.

lg triplex
27. November 2011
Eine Frage...

...kannst Du auch kommen, wenn er Dich in der Stellung stösst, und nicht Du reitest?
Eventuell könnte das seine Angst mindern, bis er wieder dazu psychisch bereit ist.
Nur meine eigene Vermutung natürlich.

LG
27. November 2011

Da dies nun absolut nichts unübliches ist, dass Frau nur in einer bestimmten Stellung, manche dann noch nur in einer bestimmten Position in bestimmten Winkel vaginal kommen können (immerhin auch viele überhaupt nicht), sollte das der männlichen Libido keinen Abbruch tun. Red dir da am besten kein Problem ein, dass er vielleicht gar nicht hat.
27. November 2011
Wieso Rücksicht auf seine Libido nehmen ...

... wenn deine nicht befriedigt wird?

Scheinst ja selber verzichten zu können, für ihn, auf Befriedigung in anderen Stellungen... warum sollte er nicht ein bisschen Risikofreudiger sein ... für dich und deine Befriedigung?

Thema Ehrlichkeit : Ist wichtig ... ABER Aufrichtigkeit ist mehr wert!
Insofern zeige ihm WER du bist, WAS du brauchst und vor allem WIE genau!

Glaube kaum das er sich daran stören wird wenn er erfährt wie er seiner bessere Hälfte zum Höhepunkt bringen kann!

Und der Punkt von Exmortis auch schon in Spiel gebracht ... Musst du tatsächlich Gerade und Aufrecht auf ihm sitzen damit deine Klitoris bei der Reitbewegung durch die Reibung mit Stimuliert wird? Oder könntest du dich auch auf ihm vorbeugen den Hintern und das Becken etwas in die Höhe und dich dann von ihm Stoßen lassen? (Mit den Fingern kannst du deine Clit dann ja immer noch Stimulieren!), möglich? denkbar? verständlich?
27. November 2011

Nun ja, -
die Angst vor Penisfraktur, wenn eine Frau zu ungestüm reitet, der Penis rausrutscht und gestaucht wird , ist nicht unbegründet und auch für mich gut nachzuvollziehen.
In aller Regel brauchen Frauen die nur bei "wilden Reiten" kommen können den taktilen Reiz an ihrer Klit, der bei Rutschen auf seinem "Venushügel" entsteht.
Angst des Mannes entsteht dann, wenn du bei Reiten zu weit "abhebst" und dabei die Gefahr des Rausrutschens und Stauchens entsteht. Du solltest möglicherweise versuchen, eng an ihm zu bleiben, und mit weniger "Hub" zu reiten.
Son bisschen Vögeltechnik kann man doch als Paar dezidiert besprechen.
Mit Ehrlichkeit und Libido hat das Thema nichts zu tun.
Lg
Freimut
27. November 2011
Danke Freimut!!!

Das war DIE präzise Beschreibung!!! Ich werde mal versuchen daran zu arbeiten!
Ich würde halt auch gerne einen Weg finden in einer anderen Stellung zu kommen. Die Stimulation der Klit durch die Hand empfinde ich irgendwie so direkt und auch ein bißchen eindimensional, weil ich es so scharf finde, wenn der ganze Bereich stimuliert wird und das am besten wenn ich ihn in mir spüre. Ich mag es extrem, wenn ich auch um die Vagina und einfach im gesamten Schamlippenbereich den sanften Druck von seiner Haut spüre.

Also reden wir hier mal ganz offen und ehrlich. Bei Sex mit einem neuen Partner (meiner ist nicht mehr ganz neu ;o) war es aber vor nicht allzu langer Zeit) muss man sich immer aneinander herantasten, schauen was der andere mag, vermitteln was man selbst mag, erproben was man gemeinsam ausprobieren mag etc. Ich denke, dass es wohl ziemlich selten ist, dass das gleich ab dem ersten Mal perfekt funktioniert so dass beide immer befriedigt sind. Richtigen Männern (wie mein Freund auch einer ist =o)))) ist es wichtig, dass die Partnerin auch zu ihrem Genuss kommt. Das geht oft so weit, dass die Lust des Mannes dann verschwindet, wenn er glaubt, dass sie keinen Spaß an der Sache hat.

Und jetzt ganz ehrlich: Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit halte ich zwar für sehr wichtig aber nicht immer für das Beste! Wenn ich damit sein Selbstwertgefühl reduziere und ihm dadurch die Lust nehme, hat keiner von uns beiden etwas davon. Es geht mir nicht darum zu lügen oder zu wissen was in einer perfekten Welt zwischen zwei perfekten Menschen ohne zerbrechliche Egos (was wohl viele Männer bei diesem Thema haben) das Beste wäre... hm... also vermutlich kann ich den Thread wohl schließen... Aber danke an die, die geantwortet haben. Das hat mir zumindestens dabei geholfen mir klar zu werden. Ich werde ihm wohl nicht die ganze "Wahrheit" sagen, aber noch einmal versuchen ihm zu zeigen, wie ich ihn gerne spüre und vielleicht funktioniert das dann ja auch einmal in einer anderen Stellung.

Alles Liebe,
Apassionata
27. November 2011
Ehrlichkeit ist wichtig

Sehr schöne Abschlussworte. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung mich meinen Vorrednern nur anschließen. Es gibt immer Dinge, die die Libido etwas beeinträchtigen können. Denke aber (rein von der Tatsache, dass du hier Hilfe suchst und offen darüber schreibst), dass du jemand bist, der ihm schon Lust machen kann *zwinker*

Wenn ich mich in die Situation deines Partners versetzen könnte, würde ich mir weniger Sorgen darüber machen, warum du was beim Sex brauchst. Ich würde mir eher Gedanken machen, warum du erst jetzt darüber redest. Ob du mir vorher nicht vertraut hast oder ob du denn selbst keinen Spaß am Sex haben möchtest.

Spaß an Sex hat für mich viel mit Vertrauen und mit Ehrlichkeit zu tun. Sex wird in einer Beziehung (meiner Meinung nach) immer besser je mehr man den anderen kennen lernt. Und damit meine ich auch, dass man weiß, was der andere denkt und wie er besser kommen kann.

Viel Erfolg (und Spaß) euch beiden noch *zwinker*
27. November 2011

also , ich weis ja nicht wie alt dein freund ist, und ab einem gewissen alter erwarte ich dass mann weis wie eine frau tickt.

dazu gehören auch solche dinge wie : muss eine frau immer zu einem höhepunkt beim sex kommen oder dass mann auch weis dass es unterschiedliche wege gibt wie frau zum höhepunkt kommt oder nicht .

nur mit diesen gedanken sex zu haben die partnerin zum orgasmus bringen zu müssen ist für mich eher abtörnend.

wie schon genannt wurde gibts frauen die kommen beim sex vaginal gar nicht sondern nur clitoral durch äusserliche stimmulation.

ich glaube eher der druck geht von dir aus , der sich auf ihn überträgt..und somit kommen unsicherheit und verletzungsangst auf.....

kann es etwas sein, dass du da ganz schön egoistisch bist????
27. November 2011
Na

da gibts doch nur eine Antwort. Sags ihm wie es ist und wenn er das nicht versteht ist er icht der Richtige
27. November 2011
Zur Klarstellung

1. Mein Freund kann mir sehr wohl auch Orgasmen spenden und ist mit seiner Zunge und seinen Händen sehr geschickt.

2. Wir sind beide in einem Alter, in dem wir schon einige Erfahrung mit Sex und Sexualität haben, waren beide schon verheiratet. Wir sind also keine Teenager mehr!

3. Mein Freund ist sehr einfühlsam. Er hat das selbst schon zu Beginn unserer Beziehung bemerkt und war deshalb auch ziemlich niedergeschlagen. Er hat es mir gegenüber auch angesprochen und ich habe es ihm mehr oder weniger bestätigt. Seit dem stimuliert er mich öfter oral oder mit seinen Händen. Er ist dabei keinesfalls besessen oder abtörnend (so jemanden hatte ich auch schon und das macht wirklich keinen Spaß), sondern einfühlsam und zärtlich.

Ich möchte einfach gerne auch anders mit ihm erfüllenden Sex haben und will aber auch verhindern ihn wieder so vor den Kopf zu stoßen.

Ich habe jetzt aber erkannt, dass man in so einem Forum wohl ziemlich leicht mißverstanden wird und auch wenn ich euch für eure Mühe mir zu antworten danke, haben mir doch nur wenige von den Beiträgen helfen können. Danke an Freimut & crispy2010!

Alles Liebe,
Apassionata
28. November 2011
Höhepunkt

Ich persönlich bin der Meinung, dass es zwischen zwei Personen so oder so immer etwas, die Atmosphäre und Leichtigkeit verkompliziert und verwirft, sobald man überhaupt anfängt, bewusst darüber nachzudenken, ob es dem Partner gerade gefällt.

Das hat für mich sowas von "Schatz, findest du mich dick oder dünn?" Frau will es anderen gern recht machen. Das kenne ich. Der Partner selber sollte aber alleine wissen und dann auch so mutig, ehrlich und offen sein, Zeichen zu senden, was ihm gefällt und wonach ihm ist. Vor allem aber sollte mein Gegenüber auch wissen oder zumindest den Weg ergründen, herauszufinden, was mir gefällt.

In einer Beziehung lernt man sich doch mehr und mehr intim kennen. Es pendelt sich das Geben und Nehmen auf eine Harmonie ein, von der Beide ganz automatisch etwas abkriegen und haben sofern es tatsächlich die passende Konstellation zwischen Partner und Partnerin ist.

Wenn die Lust meldet, dass einem das oder das so und gern auch nur so gefällt, dann sollte man erproben oder besprechen, inwiefern es sich umgesetzt mit dem Partner tatsächlich anfühlt und wie weit man da gehen kann.
Sobald es ihn tatsächlich stört, wird er schon den Mund aufmachen oder ausbremsen. Das spürt man dann. An dem Punkt, wo es ihn wirklich stört, kann man dann immernoch anfangen, sich Gedanken zu machen.

Nun las ich heraus, dass es anfangs bereits ein ansatzweise bekanntes Problem war und er es sogar angesprochen hat. Also war er bereits so offen und ehrlich, sich dazu zu äußern, sich vertrauenswürdig und direkt zu melden, dass es ihm nicht so wohlig ist, wenn es so abläuft.

Ich finde, an dem Punkt spricht man darüber. Es rattert im Kopf, man setzt sich unter Druck. Viel zu sehr und irgendwann geht es beim Sex vordergründig nur noch darum, wie kann ich es dem Anderen jetzt recht machen? Vielleicht gesellen sich auch noch Verlustängste hinzu, man verzweifelt und zwingt sich die ganze Zeit mit einem imensen Druck und das Sexleben ist bald hinüber. Wenn man permanent darüber nachdenkt, wie man es dem Anderen recht macht, verliert es die Leidenschaft und wird nur noch eine Tätigkeit, die man pflichtbewusst ausübt um dem Anderen gerecht zu werden.
Die Folge: Man wird selber unzufriedener, unausgeglichener...verliert die Lust an der schönsten Sache der Welt.

Etwas Egoismus gehört beim Sex dann doch auch dazu. Der Partner sollte auf jeden Fall auch ertasten können, was einem selbst denn gefällt. Am Ende wird er sonst selbst völlig verunsichert und dann passiert das Gleiche: Die Lust auf jegliche sexuellen Intimheiten war einmal.

Also würde ich immer versuchen, Signale zu geben, ihn in die Richtung zu leiten, wo es auch mir gefällt und ihm auch zu zeigen, dass es mir so gefällt. Darüber aber muss ich mir gar nicht recht Gedanken machen. Sobald ich mich in der Nähe wohlfühle und mich die Lust kitzelt, übersteigt diese von Unbekannt fernbetriebene Leidenschaft unaufhaltsam und greift auf den Partner über.

Jeder hat seine eigenen Vorlieben. Allem vorweg finde ich es nicht wichtig, dass ich einen Orgasmus erleben muss. Den Höhepunkt beim Sex sehe ich für mich darin, wenn ich das Gefühl habe, ich kann mich einfach treiben lassen und schwebe mit dem Partner schwerelos ohne zu wissen, was unsere Körper jeden Moment mit uns tun. Sich und dem Gegenüber Gelegenheit zur Schwerelosigkeit, Freiheit und den freien Lauf der Dinge einfach bereitwillig genehmigen. Sobald man anfängt, sich Leistungsdruck zu machen und beginnt, sich bewusst zwingend zu etwas anzustrengen, das Gehirn bewusst bemüht um zu überlegen, wie man es jetzt tut, um... basiert das Treiben schon nicht mehr auf die durchtriebene Kraft der Triebe. Das merkt der Partner irgendwann auch selbst. Spätestens dann würde ich aber wirklich mal klar reden...

In jedem Fall ist niemand auf der Welt, um es vorderst dem Anderen recht zu machen. Gerade beim Sex ist ein gezwungenes Verstellen für seinen Gegenüber der Lustkiller überhaupt!
28. November 2011
ein wunderschöner Beitrag

...dem man nichts hinzufügen brauch. *guterbeitrag*
28. November 2011

anscheinend hat dein partner probleme mit seiner libido und das scheint dich sehr zu beschäftigen.

das lese ich so zwischen den zeilen heraus.

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