![]() | 12. Dezember 2011 @leif Naja, ohne die Person(en) zu kennen, sollte man mit derartigen Spekulationen etwas vorsichtiger sein. Ich stimme dir aber zu: Es mangelt da scheinbar an Kommunikation. Nehmen wir die Sache mit den Füßen: Ich kenne keine Frau, der es nicht gefällt, wenn ihr die Füße massiert werden. Soll es geben, mir ist jedoch noch keine begegnet. Würde ich jetzt rüber zu meiner Freundin und ihr anfangen die Füße zu massieren, würde sie es mit ziemlicher Sicherheit genießen. Er hat sie also entweder nie drauf angesprochen oder derart plump, dass ihr jede Lust drauf vergangen ist. Andererseits muss man sich aber auch fragen, wo ihr Einsatz für die gemeinsame Lust ist. Hat sie es sich womöglich in ihrer eigenen Lustlosigkeit bequem gemacht? Es heisst immer, ER hat zu tun, zu zeigen, zu machen... aber tut ER das, ist es auch falsch. SIE blockt alles ab, will nicht, mag nicht, ist bäh... ja, das kann ja dann auch nicht funktionieren. Dann wird nur noch angedeutet und garnicht mehr drüber gesprochen. Da müssen beide offen miteinander reden, was sie wollen und mögen. Und das dann auch mal tun! Anders geht es nicht. Es ist immer leicht, in so einem Fall auf uns plumpe Männer zu zeigen - die Wahrheit ist aber doch, dass viele Frauen mindestens genauso plump sind wie wir. In so einer festgefahrenen Situation kann es mitunter helfen (so blöd es klingt), Abmachungen zu treffen: Heute mal so, wie es mir wünsche, nächsten Samstag mal das was du willst. Setzt aber auch voraus, dass beide etwas an der Situation ändern wollen. Meist ist es allerdings so, dass einer nichts ändern will und einer nur soweit Änderungen will, wie es ihm in den Kram passt. |
![]() | 12. Dezember 2011 @HerSub, es sind zugegebenermaßen Vermutungen, die aber, wenn sie zuträfen, ihm helfen können. Aus seinen Beiträgen entnehme ich, dass er mit Kompromissen leben will. Auch den Fall, dass sie nicht dominant ist, hat er schon gedanklich durchgespielt. Ich bin der Meinung, dass Kompromisse ihre Grenzen haben und faule schon gar nichts taugen. Ein fauler Kompromiss ist schon sein Versuch, sie zu "überreden", obwohl es doch einem Menschen in einer Beziehung nichts bringt, wenn er aus "Liebe" heraus gegen seine Gefühle handeln soll. Auf der anderen Seite sagt er, dass er sie liebt, aber dann möchte er, dass sie gegen ihre Gefühle handelt. Dieser Schwindel fliegt irgendwann auf und endet in einer Trennung und beide können sich nicht daran erinnern, sich jemals geliebt zu haben. Er hat hier genug nützliche Hinweise bekommen, z. B., seine Gefühle sprechen zu lassen. |
![]() | 12. Dezember 2011 Mal ein anderer Aspekt. Wenn man selber eher der passive Mensch ist sexuell gesehen, wie soll man dann auch wirklich Gefallen finden wenn der Gegenpart auch passiv eingestellt ist? Und nur mal so angemerkt: Der TE hat geschrieben das sie eher der passive Part ist und es lieber hätte wenn er sie mal so richtig hart durchvögelt. DAS will er aber auch nicht. Weil es liegt ihm nicht. Ich glaube ehrlich gesagt nicht das es da an ihr im Besonderen liegt sondern daran das da zwei Menschen sind die eigentlich Beide eher den "Macher" bräuchten. |
![]() | 12. Dezember 2011 Das sehe ich ähnlich und ist auch nicht selten in so einer Dev./Dev. Konstellation. |
![]() | 13. Dezember 2011 Nja, wie die Konstellation nun genau aussieht, kann hier keiner wirklich beurteilen, da wir nur seine Sicht der Dinge kennen und dazu keinen von den beiden persönlich. Wir stochern hier also ohnehin alle etwas im Dunkeln... "Hart durchgevögelt werden wollen" sollte man imo auch nicht mit "devot" gleichsetzen. Das Problem ist hier aber sehr wahrscheinlich, dass er sich völlig in seinen devoten Fantasien verloren hat... und sie damit aus dem Auge. Meine Partnerin mag es auch, hart durchgevögelt zu werden, was sie allerdings nicht davon abhält, dominant zu sein. Ist ja auch kein Problem - mal wird SM gemacht, mal gevögelt, mal gekuschelt, mal gibt es Filmabend mit Pizza... Beim TE wird allerdings alles andere ausgeklammert, es soll so sein wie in der Fantasie. Oder, wie so oft gerade bei Malesubs, wie in den ganzen Geschichten, die so im Netz stehen. Das lässt im Grunde keinen Platz mehr für sie und ihren Charakter, sondern nur noch für das Abbild seiner Wunschdomse. Im Grunde könnte es so einfach sein: Es gibt eine Zeit für SM und es gibt eine Zeit zum Ficken! Ich würde beides nicht missen wollen, muss es aber nicht gleichzeitig haben (ist mitunter aber auch ganz nett). Sollte es wirklich eine dev/dev-Konstellation sein, dann ist es natürlich schwierig. Allerdings, wie gesagt, ist das schwer zu beurteilen, ohne ihre Sicht und die beiden persönlich zu kennen. "schwierig" heisst übrigens nicht unlösbar - nur muss man da dann auch einfach ehrlich zu sich und dem Partner sein und eine gemeinsame Lösung suchen. Auch das geht nur durch Offenheit. Wenn es aber schon daran scheitert, ihr mal die Füße zu verwöhnen (ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau ihre Füße entsetzt wegzieht, wenn er ankommt und sie massieren will!), dann ist das Problem tiefliegender. Und daran haben beide ihren Anteil... |
![]() | 13. Dezember 2011 Hart durchgevögelt werden wollen" sollte man imo auch nicht mit "devot" gleichsetzen. Deswegen hab ich das auch nicht getan Und es gibt eine Menge Menschen die im Bett lieber machen lassen ohne deswegen auch nur ansatzweise devot zu sein. |
![]() | 13. Dezember 2011 Hey amarinta du kannst das doch nicht trennen ,alles was man macht wird nach BDSM-Regelhandbuch eingestuft |
![]() | 13. Dezember 2011 Jaja, das gute alte BDSM-Regelhandbuch... aber genau das ist hier beim TE wohl ein Teil des Problems: Er will sie als Domina, nach allen (vermeintlichen) Regeln der Kunst. Dummerweise läuft SM eben nicht nach Handbuch, sondern nach Fantasie, Lust, Idee... wenn das allerdings beiden fehlt oder sie diesenicht kommuniziert und miteinander ausgelebt kriegen, dann wird es schwierig. Er würde ihr gerne die Füße verwöhnen - sie lehnt ab. Er würde sich gerne von ihr dominieren lassen - sie lehnt ab. Sie würde gerne hart gevögelt werden - er lehnt ab. Jeder will seins und keiner was gemeinsames... |
