![]() | 16. November 2011 Was tut Ihr aus Liebe zu/für Euren Partner? Heute morgen habe ich darüber nachgedacht, dass mein Mann, wenn er zuhause ist, morgens ab und zu die Betten macht. Dies tut er mir zuliebe, denn ihm ist es völlig egal, ob sie gemacht sind oder nicht, er findet es sogar toll, wenn sie beim ins Bett gehen abends noch verwühlt sind. Trotzdem macht mein Mann weiter klaglos die Betten ... Er seziert mir rohe oder auch gekochte Eier, obwohl er das blödsinnig findet, er kauft Käsekuchen, den ER ums Verrecken nicht mag, er entfernt Zecken an unserem Hund, weil ich bei diesen Viechern die absolute Krise kriege, so ekelig finde ich die, obgleich er meint, wenn ich einen Hund habe, müsse ich auch Zecken entfernen können - kann ich aber nicht! Ich wiederum habe ihn unser halbes Haus in "Pistazie" streichen lassen, obgleich ich ebenso gern "Lavendel" gehabt hätte (Farben heißen heute so Nee, Spaß beiseite, in den großen Dingen des Lebens waren wir uns immer einig und sind unseren Weg gemeinsam gegangen. Aber in den kleinen Dingen des Alltags tut man doch oft aus Liebe zu dem andere Dinge, die man sonst vielleicht nicht würde, oder? Wie seht Ihr das, was macht Ihr aus Liebe zu oder für Euren Partner? Ich bin gespannt auf Eure Antworten! LG, Thova (w) |
![]() | 17. November 2011 Aus Liebe würde ich auch unangenehme Sachen tun. Aber ich würde aufpassen, dass das nicht zur Gewohnheit wird! Es ist wichtig, sich seinen Charakter zu erhalten und sich nicht zu verlieren. Traditionell mußten Frauen diesbezüglich eher auf sich achten, inzwischen verstärkt auch unser "starkes" Geschlecht. Gemachte Betten finde ich auch sehr wichtig, aber ich kann es verstehen, dass jemand das total unwichtig findet oder sogar ablehnt. "Ich wohne doch nicht im IKEA Katalog" habe ich mal gehört. Nur meine Gedanken dazu. |
![]() | 17. November 2011 wenn wir lernen uns zu freuen, verlernen wir am besten anderen weh zu tun. Ich denke ich tue etwas für meine Partnerin oder Menschen die mir sehr nahestehen um ihnen Freude zu machen. Denn das (er)freut mich dann wieder. Liebe ist, sich am Glück und an der Freude des anderen zu erfreuen. Etwas gönnen können, etwas geben und sich um etwas zu kümmern. Und das schöne ist, ich bekomme es oft zurück ohne zu fordern, so wie ich gebe oft ohne zu fordern. der cruiserman |
![]() | 17. November 2011 Ich erinnere mich an ein Ehepaar, die bei ihrer goldenen Hochzeit gefragt wurden, was denn ihr Geheimnis für eine glückliche Beziehung sei. Darauf sagte die Frau (sinngemäß): "Wir haben uns immer alles geteilt. Besonders, wenn es um Entscheidungen ging. Mein Mann traf die wichtigen Entscheidungen, z.B. welche Farbe das neue Auto hat und wohin es in den Urlaub geht usw. Und ich habe mich um die nicht so wichtigen Kleinigkeiten gekümmert, z.B. auf welche Schule die Kinder gehen und wie unser Geld angelegt wird." Und der Mann saß schmunzelnd dabei und nickte. Für mich spiegelt das, neben Liebe und Zuneigung, einfach ein großes Vertrauen wieder. Wenn man sich in allen wichtigen Fragen einig ist und darauf bauen kann, immer die Unterstützung des Partners zu haben, dann lässt uns dies einfach diese kleinen Nettigkeiten füreinander tun. Und wenn es nur der leere Milchkarton ist, den er mal wieder auf der Küchenarbeitsplatte stehen gelassen hat, und den frau dann wegräumt, oder dass man sein Lieblingsessen kocht, was man selber nicht ausstehen kann, oder ähnliches. Ich finde es klasse so. Aber ich habe es auch in früheren Beziehungen und im Bekanntenkreis schon anders erlebt. |
![]() | 17. November 2011 Hmm. Wenn ich etwas tue, dann nicht "aus Liebe", sondern weil ich Rücksicht nehmen/meinem Gegenüber entgegenkommen/ihn unterstützen will. Mangels aktueller Partnerschaft erübrigen sich aktuelle Antworten und vergangene halte ich für redundant. Erweitert man die Frage und bezieht sie nicht nur auf eine physische/explizite Bindung, so halte ich mich in jeglicher Hinsicht von der Frau fern und ziehe mein eigenes Ding auf/durch. Wobei das mittlerweile mehr aus Rücksicht mir selbst gegenüber geschieht, von demher... Wenn ein Mensch darauf achtet, dass es mir gut geht, achte ich darauf, dass es ihm gut geht. (Vorausgesetzt es gibt eine Übereinkunft, dass man (gegenseitig) auf sich achtet.) Dass es selbst beim (subjektiv) "perfekten Partner" Punkte & Verhaltensweisen gibt, mit denen sich arrangieren "muss" (oder eben auch nicht)... sehe ich eher als Gelegenheit und Chance, denn Zwang. Und Nahrungsmittel zu kaufen, die der andere, aber man selbst nicht mag *Schulter zuck* Finde ich jetzt nicht so besonders, ist man damit ja nicht gleich kontaminiert. Spannender wird's, wenn der Gegenüber das gerade gegessen hat und dann sofort rumknutschen will. (Pilze, Fisch, Lakritze Gegenseitige Anpassungen sind wohl notwendig, um miteinander leben zu können. Und solange die grundlegende Entscheidung, gemeinsam durchs Leben zu gehen, bei beiden besteht, und der eine seine Wohnung nicht voller Kitsch, Schnörkel und Ramsch zustellen will, während der andere minimalistische Funktionalität bevorzugt... wobei man sich vermutlich selbst da einig werden kann, wenn man will. |
![]() | 17. November 2011 Aber in den kleinen Dingen des Alltags tut man doch oft aus Liebe zu dem andere Dinge, die man sonst vielleicht nicht würde, oder? Wirklich? Tut man all das was du (Threaderstellerin) aufgezählt hast, aus Liebe zum Partner? Lass mich mal reflektieren ... Wenn meinem Partner Lungenhaschee schmeckt, wieso gehört dann Liebe an den Start, um es zu kaufen, mitzubringen oder beim Essen anwesend zu sein? In meinen Mund muss es nicht, meine Zähne müssen es nicht kaufen und herunterschlucken muss ich es auch nicht. Ich tue mich schwer Vorgänge mit Liebe in Verbindung zu bringen, die den Partner selbst und alleinig betreffen. Ist es nicht viel mehr die Geste selbst, das an den Partner denken beim Einkaufen und das Mitbringen? Ist das nicht die Liebe zum Partner? Um die Sache, also Substanz/Gegenstand geht es dabei in meinen Augen weniger. Eher um das "an den anderen denken". Wenn die Hunde Zecken haben, dann mache ich sie eben weg. Mich ekelts dabei nicht, das Problem hätte dann schon der Partner, also "who cares" Ob das Schlafzimmer jetzt grün, blau oder gelb gestrichen ist, juckt mich auch nicht, denn wenn Augen zu -> dann dunkel Wenn es dann um Vorgänge und Sachen geht, die man selbst nicht für wichtig einstuft, aber macht, des Kompromisses und der Tagesharmonie wegen, ist das dann zwingend Liebe? Ist es nicht eher die Liebe, die den anderen so sein lässt wie er/sie/es ist? Nach meiner Wahrnehmung wird Liebe zu oft für Alles heran gezogen, statt Liebe in seiner Form von Achtsamkeit und Freiheit zu leben. Alles andere fügt sich dann von alleine. Am Ende (!) zählt das Miteinander, Füreinander und Gemeinsame in Liebe, in Freiheit und in Achtsamkeit. Schön wenn es wieder vermehrt gelebt wird hg D. |
![]() | 17. November 2011 Für meinen Partner... ... würde ich alles tun wenn es wirklich Liebe ist. Ich meine, dass man nur weiß dass es Liebe ist, wenn man bereit ist Kompromisse einzugehen und kleine Fehler des Partners so hinzunehmen, denn sie machen ihn unter Umständen sogar aus. Der gegenseitige Respekt darf niemals verloren gehen. Und dann gäbe es wohl nichts, was ich nicht für Ihn tun würde. |
![]() | 17. November 2011 also ich bestreue jeden morgen ihren weg ins bad mit frischen rosenblätter... nein im ernst, wir vermeiden eigentlich nur die dinge, die dem anderen auf die nerven gehen. uns reicht das völlig, denn in den anderen sachen sprechen wir uns ab, oder sind uns sowieso einig. |
![]() | 17. November 2011 Es gibt vieles, was ich für ihn tu und vieles was ich tun würde. Gibt aber auch Dinge, die ich niemals für ihn machen würde. Würde niemals sagen, dass es nichts gibt, was ich nicht für ihn tun würde. |
![]() | 17. November 2011 ach ja, wir liegen beide auch lieber in ein gemachtes bett! |
![]() | 17. November 2011 das sind schon ......... die einen oder anderen Atemzüge, Leichter fällt es mir zu sagen , was ich nicht aus Liebe tue ! Betten machen, Blumen mitbringen, Geschenke zu Weihnachten oder Geburtstag, Frühstück an Bett, Staubsaugen oder Putzen, u.s.w. Aus Liebe nehme ich Sie in den Arm und sag Ihr das ich Sie liebe, Aus Liebe gebe ich Ihr meine Schulter, wenn Sie weinen möchte, Aus Liebe sitze ich mit Ihrer Familie an einem Tisch, Aus Liebe kümmere ich mich um unser Kind, wenn Sie eine Pause braucht, und was Männer noch so machen : Beim Saufen mit Freunden an Sie denken...............:-) |
![]() | 17. November 2011 Je nun... Ganz ehrlich? Das, was viele hier als sogenannte Liebesbeweise hochstilisieren, ist für mich nichts weiter als ein Teil der Arrangements, die in einer Partnerschaft nun mal notwendig sind. Wow, da kauft jemand gelierten Schweinebraten für seine bessere Hälfte? Na holla, was für eine Liebe! Wenn der andere den Schweinebraten so gerne mag, dann wird er sich dieses Zeugs zur Not ja auch selbst kaufen können, oder? Und hinterher werden eben Zähne geputzt und die Küche gelüftet. Was ist denn dabei? Wenn mein Freund die Betten macht, dann nicht, weil er mich liebt oder es für nötig hält, sondern um sich dem Gewitter zu entziehen, das über ihn hereinbricht, wenn er schon wieder seinen Teil der häuslichen Pflichten nicht erfüllt hat. Es ist also in SEINEM Interesse. Wenn ich einen bestimmten Film schaue, den er ausgesucht hat, und der mich eigentlich gar nicht anspricht, dann schaue ich (falls das Ding bei der Vorselektion nicht komplett durch meine Filter gefallen ist) deshalb mit, weil ich selbigem Film eben doch eine Chance geben will und vielleicht wirklich etwas verpasse, wenn ich ihn von vorn herein boykottiere. Ergo: Auch ICH habe ein gewisses Interesse daran, und sei es nur, zu verstehen, was mein Freund daran so super findet (sowas nennt man dann möglicherweise Wertschätzung der Interessen des anderen...) Wenn mir der Streifen dann nach dem angemessenen Versuch dennoch nicht gefällt, dann ziehe ich mich eben zurück - und tue meinem Freund damit sicherlich einen größeren Gefallen, als wenn ich daneben sitze und Begeisterung heuchle oder, schlimmer noch, ständig zur Uhr schaue, wann das Ding denn endlich vorbei ist, und ihm dabei mit den Spaß verderbe. Okay, es gibt gewisse Dinge, da muss man einfach Kompromisse eingehen, weil das wahrlich fehlende Rücksichtnahme wäre. Wenn mir allein von der leistesten Knoblauchnote schlecht werden würde, dann würde ich schon erwarten, dass meine sogenannte bessere Hälfte darauf verzichtet oder nur auswärts Knoblauch isst, wo ich die Wolke hinterher nicht ertragen muss. Wenn ich Räucherstäbchen mag, aber er schon beim Anblick derselben asthmatisch keuchend zum Fenster rennt und es sperrangelweit aufreißt - na ja, dann muss ich eben auf den Spaß verzichten oder sie nur anzünden, wenn ich allein bin. Nur: Diese Rücksichtsnahme hat nichts mit Liebe zu tun. Selbiges würde ich auch von einem WG-Mitbewohner erwarten. Ganz ehrlich: Ich halte es für Bauchpinselei, zu sagen: Hey, schaut mal her, das und das tue ich für meinen Parter, wenn es dabei um so materielle Kleinigkeiten wie die Auswahl eines bestimmten Essens oder die Farbe einer Wand handelt. Das hat für mich was von: Schau mal, Liebster, ich tue das und das für dich - jetzt tu auch was für mich, okay? Und das ist für mich nicht das, was mit dem "Geben" und "Nehmen" in der Liebe gemeint ist. Zumindest nicht, wenn "Geben" zugleich verbunden ist mit einem "fordern". Als mein Freund seinerzeit für ein Semester ins Ausland ging, war ich, als er mir von diesem Plan erzählte, so ganz spontan auch nicht wirklich begeistert, wenn er für mehrere Monate auf der anderen Seite der Welt rumhopsen würde (war leider nicht Spanien oder so, wo ich mich bei allzu großer Sehnsucht mal eben in den nächsten Flieger hätte setzen brauchen und ruckizucki da gewesen wäre) aber dann dachte ich: Hey, so what? Haben einen Haufen Leute nicht verstanden. Da kamen dann so Sprüche wie: "Wenn er dich wirklich lieben würde, dann würde er so eine lange Trennung doch gar nicht verkraften! Sicher, dass das, was er da macht nicht schon eine Vorstufe von einer richtigen Trennung ist?" Darauf habe ich nur gemeint: "Wenn ich ihn wirklich liebe, wie kann ich dann von ihm erwarten, dass er mir zuliebe auf etwas verzichtet, das er so gern möchte? Und wenn wir uns wirklich lieben - dann werden wir ja wohl so ein paar popelige Monate aushalten. Und hey, wenn er sich wirklich trennen will - dann muss er nicht auf die andere Seite der Welt flüchten. Sooo schlimm bin ich nun auch wieder nicht.) Ich habe das aber nie als besonderen Liebesbeweis gesehen. Es war eine Erfahrung, die er machen wollte. Wer bin ich, mich ihm da in den Weg zu stellen? |
![]() | 17. November 2011 Ich... mache diese Dinge nicht aus Liebe sondern mit Liebe. |
![]() | 17. November 2011 Ein schönes und sorgenfreies Leben ohne Arbeitsleben Ich versuche meiner Partner ein schönes sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Sie soll Ihr Leben genießen ohne den Leistungsdruck dem man als Mann sehr oft ausgesetzt ist. Dadurch dass Sie nicht arbeiten gehen muss hat Sie genügend Zeit die Entwicklung unser Tochter zu verfolgen und zu lenken. Dafür bin ich gerne bereit mich noch stärker beruflich zu engagieren um Ihr und uns dieses Leben und Freiheit zu ermöglichen. |
![]() | 17. November 2011 Dadurch dass Sie nicht arbeiten gehen muss hat Sie genügend Zeit die Entwicklung unser Tochter zu verfolgen und zu lenken. Wow. Respekt für euch beide...oder so. Ich, ähm..."muss" auch nicht. Aber ich WILL! Und ich bin heilfroh, dass mein Freund dieselbe Einstellung vertritt und mir vielmehr in den Arsch treten würde, wenn ich auch nur auf die Idee käme, meine Tage als Hausfrau und Mutter zu verbringen...auch das kann "Liebe" sein. |
