![]() | 10. November 2011 Ich glaube inzwischen auch, dass wir erstmal zwischen uns beiden versuchen müssen, das Problem zu zweit anzugehen, bevor wir uns an "Dritte" wenden. Mit dem Reden ist es nicht immer ganz einfach. Das Thema hat bei uns schon für eine Menge Frustration gesorgt, und ist daher im Gespräch zwischen uns schon fast zu einem Minenfeld geworfen, wo wir beide schon mal unbedachterweise etwas gesagt haben, was den anderen ziemlich verletzte. Von daher versuchen wir mittlerweile beide, das Thema nur sehr vorsichtig und behutsam anzusprechen. Von daher (ich weiß es brennt euch schon in den Tasten, das zu schreiben ;-)) sollten wir erstmal zwischen uns beiden an der Vertrauensbasis arbeiten, bevor wir über andere Schritte nachdenken. Danke auf jeden Fall schon mal für alle Meinungen, weitere Ratschläge sind noch immer gerne erwünscht (oder vielleicht auch mal persönliche Erfahrungen... wir sind doch nicht die einzigen, denen es so oder ähnlich geht?). |
![]() | 10. November 2011 Oha, da habt Ihr wirklich ein ziemliches Problem und ich (er) kann mich sehr gut in Dich hineinversetzen. Nein Schatz, ich habe mir kein Soloprofil angelegt, um hier heimlich diese Frage zu stellen, ich-bin-es-nicht!!! Ich mag es nämlich auch mal ganz gerne, wenn unsere sie mal etwas genauer sagt, wo es lang geht, um das mal sehr vorsichtig zu umschreiben und sie muss schon einen sehr guten Tag haben, damit sie das mal rauslassen kann. Nun ist es aber bei mir nicht so ausgeprägt wie bei Dir und es stellt sich nicht dieses Verlangen ein, wenn es ein paar Monate mal nicht passiert, dann ist das auch nicht weiter tragisch. Wir haben aber das Thema sehr intensiv erörtert und unsere sie meinte, dass es nicht so Ihr Ding ist. Gar nicht mal, weil sie mir diesen Wunsch aus körperlicher Sicht nicht erfüllen könnte, sondern weil es ihr einfach schlichtweg total peinlich ist, sich so vor mir zu zeigen und sich so gehen zu lassen. Für jemanden der sich in der Materie nicht auskennt und für den es eine ganz neue Erfahrung ist, ist es einfach sehr schwierig sich so gehen zu lassen und den Partner zu dominieren. Denn unsere sie schlüpft dann ja in eine Rolle, die sie sonst nicht verkörpert. Das macht es für eine eigentlich nicht dominante Person noch viel schwieriger. Stell Dir vor, Du stehst auf einer Bühne und sollst Ballett tanzen und hast es noch nie vorher getan und jemand der Dich sehr gut kennt, schaut Dir dabei zu. Du würdest Dich total unwohl fühlen. Habt Ihr schon mal darüber geredet wie es sich bei Deiner Freundin so anfühlt, wenn sie dominant ist? Ich meine nicht körperlich, sondern einfach vom "Peinlichkeitsfaktor" her. Bei uns spielt das eine große Rolle, auch nach 14 Jahren Beziehung kann das sehr schwer sein. Was würde ich wohl machen, wenn unsere sie sagen würde, dass sie einen mega geilen Orgasmus bekommt, wenn ich nackt vor ihren Augen Ballett tanzen würde? Ich hätte ein ziemliches Problem, nicht körperlich sondern vom Kopf her. (Gut, körperlich auch, aber mir fiel jetzt auf die schnelle kein anderes Beispiel ein). Die große Kunst ist es also bei uns, unsere sie in eine entspannte Situation zu bekommen, wo sie sich keine Gedanken darum machen muss, dass ihr etwas unangenehm sein könnte. Hört sich so einfach an, aber versuche mal das Denken und Abwägen einer Frau zu unterdrücken. Da ich da sehr entspannt bin und es nicht eilig habe, bauen wir manchmal ganz unverhofft alltägliche Dinge, die erstmal auf den ersten Blick nichts mit SM zu tun haben, in unser Liebesleben mit ein. Manchmal ist ja auch der pure Anblick der ganzen Materie sehr abschreckend. Der Unterschied zwischen einer Fliegenklatsche und einer Ledergerte ist nicht so groß, kann aber im Kopf einen großen Unterschied darstellen. Man kann auch im Baumarkt oder im Segelbedarf sehr schöne Taue erwerben und eine Wäscheklammer kann auch recht spannend sein. Für jemanden, der eigentlich nicht dominant ist, ist es eine sehr große Herausforderung, sich so gehen zu lassen. Was lachst Du denn so blöd Schatz? Dreamteam66831 Das Leben ist bunt |
![]() | 11. November 2011 Das mit dem Ballett tanzen ist eine gute Analogie. Aber selbst, wenn jemand den Balletttanz technisch meistert, heißt das noch nicht, dass er damit wirklich die Ausstrahlung rüberbringen kann, die zu so einer Darbietung dazu gehört (denke ich mal, bin jetzt auch kein Ballett-Experte ;-)). Der Punkt mit der Unbefangenheit ist tatsächlich ein kritisches Thema. Ich müsste genauer herausfinden, was in der dominanten Rolle bei ihr im Kopf vorgeht. Das reden darüber ist nur immer sehr schwierig. Zumindest schwingt in ihrem Kopf offenbar oft der Gedanke mit, dass sie nur auf diese Weise attraktiv für mich wäre, was natürlich Gift für gute Stimmung ist. Ich würde es ja gerne auch so entspannt angehen, und habe es oft schon versucht, auf SM zu verzichten, bis sie mal wieder die Initiative ergreift. Aber damit bin ich leider schon mehrfach an die Grenzen des Machbaren gekommen. Von daher muss ich wohl einsehen dass es bei mir schlicht und einfach nicht ohne geht... |
![]() | 12. November 2011 Bin verheiratet, devot, mein Mann teilt meine Neigung nicht. Er hat zwar gemeint, er wolle dominant werden.......aber das kann ich nicht akzeptieren bzw. anerkennen, dafür kennen wir uns schon zu lange. Da ich meine Neigung nicht mehr unterdrücken möchte, wir uns aber sonst ganz gut verstehen, führen wir eine offene Ehe. Es war am Anfang schwierig für ihn, aber mittlerweile funktioniert es sehr gut. Nun oute mich mal, daß ich weiß wie es ist der dominante Part im Bett zu sein. Es viel mir auch nicht schwer, da ich im Alltag eh dominant bin. Aber es machte keinen Spaß, es war nicht mein Ding! Ich bin nun mal devot und möchte auch nicht in eine Rolle schlüpfen, denn mehr ist nicht! Für die Erfahrung bin ich dankbar, denn sie hat nur meine Neigung bestätigt! Wenn bei Euch miteinander nicht geht..... unterdrücken wird auch nicht funktionieren. Das Beste wäre, ihr würdet tatsächlich ein Paar finden. Ihr könnt ja getrennt Sex haben, aber jeder wüßte, wo er hin gehört. Ansonsten bleibt nur eine offene Beziehung, zumindest nach meiner Erfahrung. |
