![]() | 06. November 2011 Wie sinnvoll covern lassen? Einen schönen guten Abend. Bei meinem Anliegen handelt es sich vorab um eine theoretische Frage, denn aktuell steht kein Treffen im Raum. Jedoch habe ich mich mit dem Hintergrund hier angemeldet, meine Phantasien irgendwann (in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft) in die Realität umzusetzen. Nun stellt sich mir vorab die Frage, wie ich die Sache mit der Sicherheit und dem Covern sinnvoll angehen könnte. Ich bin nicht ganz unerfahren im BDSM-Bereich und habe auch schon ein paar BlindDates hinter mir. Allerdings - ja extrem naiv - damals ohne Rücksicherung. Alles ging gut, die Herren waren normal, ohne böse Absichten und alles lief wie vereinbart. Inzwischen bin ich jedoch ein paar Jahre älter und Mutter, somit hat sich mein Sicherheitsdenken stark verändert. Ich bin verheiratet und wenn wirklich irgendwann was laufen sollte, dann ohne das Wissen meines Mannes (und jetzt bitte keine Diskussion über Moral). Ich möchte also möglichst wenig "Mitwisser" haben. Freunde kann ich auch nicht wirklich dazu verdonnern, da die meisten gemeinsame Freunde sind und ich sie nicht in einen Gewissenskonflikt bringen will. Professionelle Cover-Agenturen? Habe ich schon von gehört. Aber sind die gut? Sinnvoll? Empfehlenswert? Wer könnte noch in Frage kommen? Wie habt ihr das gemacht? Hoffe auf ein paar Ideen. Vorab schon mal vielen Dank. Gruß Mattea |
![]() | 06. November 2011 Schau doch einfach mal hier CoveRing Und ja, ich halte covern für durchaus sinnvoll. Wie ein jeder das für sich gestaltet ist wohl unterschiedlich, aber eine gewisse Absicherung find ich schon gut. |
![]() | 07. November 2011 Es sind deine Freunde und Bekannten also unisono nicht eingeweiht, was deine "Nebenbeschäftigung" in BDSM angeht? Niemand, der deine Abwesenheiten notfalls deckt? ("War bei Freundin xy", solche Sachen) Ich frage nicht aus moralischen Gründen, sondern aus einem ganz pragmatischen: Wenn doch jemand eingeweiht sein sollte, dann ist es nur konsequent, dieser Person dann auch das Covern zu übertragen. Schließlich ist das dich Decken nichts anderes als Covern, in dem Fall vor dem Auffliegen gegenüber deinem Mann. Ansonsten schließe ich mich den bisherigen Tipps an: Zu Covering oder Covergruppe in der SZ Kontakt aufnehmen, Coverer in der Nähe aufstöbern, diesen/diese dann persönlich treffen und dann entscheiden, ob du ihr hinreichend vertrauen kannst.s Meines Wissens geben sich die Initiatoren beider Gruppen aber große Mühe, "schwarze Schafe" draußenzulassen. Eine 100%ige Garantie gibt es zwar auch dann nicht, aber sie ist dort sicher höher als anderswo. |
![]() | 07. November 2011 Dem kann ich mir nur anschliessen. Natürlich sind die meisten Dates so, dass alles glatt läuft. Es steckt ja nicht hinter jedem BDSMer auch ein Psychopath Aber ich würde mich da immer absichern, denn es kann eben auch mal ein echtes A....loch dahinter stecken. Und sollte wirklich mal etwas nicht stimmen, ist es ja sehr wichtig, dass dich jemand herausholt, aus der Situation. Und wie Hanjie schon schrieb, die Leute, die sich als "Schutzengel" zur Verfügung stellen, sind (vorwiegend oder eigentlich) ok. Liebe Grüße Runa |
![]() | 07. November 2011 Sinnvolles Covern ... ... bedeutet aus meiner Sicht: Austausch (ggfs. verifiziert) der Realdaten und beidseitiges Wissen, dass diese Daten bei einer Vertrauensperson deponiert werden, die sie nach bRückmeldujng "am Tag danach" dann auch ungelesen wieder löscht. Wer das nicht kann oder nicht will - z.B. wegen Stalkererfahrungen - der kann sein Blinddate in eine kontrollierte bzw. sichere Umgebung vereinbaren. Playparty oder - wenn man auch ungestört sein will - ein angemietetes Zimmer in einem Studio. |
![]() | 08. November 2011 Hallo Mattea, ich habe ein zwiespältiges Verhältnis zum Covern... auf der einen Seite gibt es natürlich ein Gefühl der Sicherheit... doch halte ich dieses Gefühl für mehr als trügerisch... Denn bis die dich covernde Person überhaupt reagieren kann, kann das Schlimmste schon längst passiert sein... Oder es ist objektiv gar nichts passierst, du stehst mitten in einer wunderbaren Session... hast nur genau deshalb vergessen, die vereinbarte "Meldung" abzugeben... und die Polizei unterbricht dann ziemlich eindrucksvoll die "Session"... auch nicht wirklich lustvoll... Ich bin jetzt rund 20 Jahre aktiv in BDSM-Kreisen unterwegs... und getraue mich zu sagen, dass es da nicht mehr Psychopathen gibt, als im gesamten Bevölkerungsdurchschnitt... will sagen, jeder, absolut jeder intime Kontakt KANN in einer Katastrophe enden (und bei den Irren die mitunter herumlaufen muss es nicht einmal ein intimer Kontakt sein... reicht schon zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein...)... doch die Wahrscheinlichkeit ist wirklich minimal... und absolute Sicherheit wird es niemals geben... Mein Rat: den potenziellen Partner erst einmal richtig gut PERSÖNLICH kennen zu lernen, OHNE sich auf irgend etwas einzulassen... wenn dir nach 1-2 Treffen auf neutralem Boden, z.B. im Kaffehaus oder zum Abendessen jemand auch nur symbolisch das "Messer an den Hals setzt"... lass es... kein Dom, der es wert ist, wird dich zeitlich unter Druck setzen... miteinander OFFEN und vor allem EHRLICH reden, immer wieder, macht klug, BEIDE... und dann höre schlicht auf dein "Bauchgefühl"... LG, DocWolf |
![]() | 08. November 2011 DocWolf im Grunde hast du nicht unrecht mit dem was du schreibst. Aber was spricht dagegen, sich - nachdem das potenzielle Date "begutachtet" wurde - trotzdem abzusichern? Natürlich hast du Recht, wenn es wirklich zu einer Untat kommen sollte, kann auch ein Schutzengel nicht helfen. Aber - um dieses Szenario beizubehalten - dieser Unmensch könnte wenigstens im Nachhinein noch gestellt werden. Das ist das Eine. Das Andere ist, ich habe meinen Dates damals gesagt, dass ich mich covern lasse und zu einer bestimmten Zeit einen Anruf tätigen muss. Ein verantwortlicher Dom könnte dann für die nötige Unterbrechung sorgen, wenn die/der zu Schützende gerade nicht selbst daran denken kann (Beim Covern generell es geht ja nicht nur um Treffen in der BDSM Szene, es geht genau so gut um ganz "normale" Treffen, auch da finde ich, sollte ein gewisser Rückhalt geboten sein) Und man kann schliesslich einen ganz bestimmten - zuvor verabredeten - Wortlaut nutzen, um dem Schutzengel mitzuteilen, ob nicht alles in Ordnung ist. So habe ich das immer verabredet und es ging gut. (Allerdings habe ich zum Glück auch mit keinem wirklich Verrückten zu tun gehabt) Liebe Grüße Runa |
![]() | 08. November 2011 Übermut tut selten gut... ...und manchmal verleitet das "undercover sein" schon dazu (mich zumindest). Vielleicht passt es nicht so ganz, der Bauch meldet da schon Bedenken an, aber jetzt bin ich schon mal hier und notfalls werde ich ja gerettet... (andereseits ist manchmal der Handyempfang auch einfach gestört, oder nicht möglich...mein Handy hat ein SM-Problem:in Kellern findet es grundsätzlich kein Netz, würde also jemand versuchen mich anzurufen, und sich bei nicht-erreichen Sorgen machen, wär das fatal...) Ich, für mch selber, hab die Erfahrung gemacht, das gut auf sich selbst aufzupassen immer noch die effektivste Art des Schutzes ist. Lern den Mann bei Tageslicht in einer belebten Umgebung kennen. Es besteht kein Grund ein erstes Date auf einem Autobahnparkplatz bei Nacht oder an einem abgelegenen (im Winter geschlossenen) Freibad zu bestreiten... Halte das erste Trffen eher kurz. Du hast noch einen anderen Termin, so in etwa 2 Stunden. Da musst Du hin, wirst erwartet. (Kann ja immer noch ganz plötzlich ausfallen...). Halte Dir einen Fluchtweg offen (Kind ist mit Oma allein...wenn alles schief geht täuscht Du ne SMS von Oma vor und kannst flott und ohne große Erklärung die Szene verlassen.) Tritt selbstbewusst auf, frag ihn alles was Du wissen willst...lass es auf Dich wirken und dann weißt Du, ob es passt. Im Ernst, die meisten Männer sind unheimlich nett, irre höflich, sehr bemüht, absolut angenehm im Umgang...Nur Mut! Jemand der wirklich an Dir Intresse hat wird sich auf ein Kaffekränzchen einlassen, Deine Sorgen verstehen und gern mit Dir von Angesicht zu Angesicht plaudern:-) Liebste Grüße Lucie |
![]() | 08. November 2011 Es ist nicht Jedermanns Sache,aber am sichersten ist meiner Meinung nach,wenn eine Freundin/Freund in einem Nebenzimmer anwesend ist,der sofort eingreifen kann,wenn`s brenzlig wird.Hier wurde ja schon Stromausfall erwähnt,Handy bekommt keinen Empfang,u.s.w. Alleine das Wissen,dass nebenan Jemand ist,wird jeden "übereifrigen" Herrn davon abhalten,etwas zu tun,was nicht abgemacht war! Das Ganze funktioniert natürlich eher nicht,wenn ein Treffen in einem kleinen Hotelzimmer stattfindet. |
![]() | 08. November 2011 mhhh da wir auch SM leben, weiß ich noch nicht, wie du es verheimlichen willst vor deinem mann. es geht mir echt nicht um die moral ist schließlich deine sache, aber wenn du dich mit jemanden triffst und du mit ihm/ihr eine session hast, gibt es doch bestimmt auch zeichen auf deinem körper, wie willst du das deinem partner erklären. knicks mm406 (sie) |
![]() | 08. November 2011 wo ein Wille... ....da ein Weg... Wenn man seine Spielereien ausserhalb natürlich sehr exzessiv betreibt wird es schwer was zu verheimlichen aber auch dann nicht unmöglich... und wenn man einen Spielpartner hat der weiß dass er auf Spuren achten muss ist das kein Problem. Ich würde immer (mache ich auch selbst so) eine vertrauenswürdige, mir sehr nahe stehende Person einweihen...WO geht WAS, WANN Am Anfang habe ich auch immer meine Spielpartner mehr oder weniger offensichtlich wissen lassen, dass da jemand ist der aufpasst...und sei es nur, dass derjenige einen Anruf am Ende erwartet hat...ein erstes Treffen in der Öffentlichkeit ist natürlich Pflicht Grüßee!! Dark |
![]() | 09. November 2011 Runa_Rico ich glaube, da besteht ein Missverständnis. Dagegen, sich abzusichern, spricht überhaupt nichts. Ich durfte Partnerinnen kennen lernen, die sich haben covern lassen und solche, die das nicht getan haben. Mich hat Covern nie wirklich gestört. Was ich aber dennoch zu bedenken gebe: - IST es REAL eine SICHERHEIT, wenn man eben gerade dem Einen mit der "kalten Lötstelle" begegnet? Ja klar... man kann ihn leichter ausforschen, WENN wirklich einmal etwas Dramatisches passiert ist... aber was hilft es dann noch dem Opfer? - Kontrollanrufe... alle 1-2 Stunden - schön und recht... aber du bist nach einer Sekunde tot, wenn einer es darauf abgesehen hat... Wohnadresse, Name... mal ehrlich, wer hat sich VORHER einen Ausweis-Scan zuschicken lassen und das auch hinsichtlich Name und Adresse u.s.w. wirklich überprüft? - Technische Probleme... aus irgendwelchen Gründen klappt die Verbindung mit dem Handy nicht... kommt immer wieder vor... Kontrollanruf geht nicht, die covernde Person ruft pflichtgemäß die Polizei... die, auch nicht zimperlich, tritt schon mal ein Fenster oder eine Türe ein... und findet subbie ans Kreuz gefesselt (STGB: Freiheitsberaubung) und mit etlichen Striemen (STGB: Körperverletzung) vor... die Polizei ist verpflichtet (!!!) das bei der Staatsanwaltschaft anzeigen, selbst dann, wenn subbie erklärt, damit einverstanden gewesen zu sein! Es folgt zwangsläufig ein Gerichtsverfahren... ich denke mal, die Gesetze in DE und AT sind da sehr ähnlich... - Ich finde es auch ein Wenig unfair, dass Dom auch noch darauf achten soll, dass subbie nicht darauf vergisst, ihren Kontrollanruf zu tätigen... BDSM sollte BEIDER Lust dienen... aber das setzt in meinen Augen auch Verantwortung BEIDER voraus... und WENN sich subbie schon zum Covern entschlossen hat, dann wäre ich doch der Meinung, dass da die Verantwortung auch bei ihr liegt, allfällige Kontrollanrufe zu tätigen... dass Dom dazu auch die Möglichkeit geben muss, ist aber unbestritten. - die Freundin im Nebenzimmer... kam mir bisher nicht im realen Leben vor, weiß aber wohl, dass das auch eine Option ist. Stellen wir uns das aus der Sicht eines Menschen mit "kalter Lötstelle" vor... der die subbie schwerst misshandelt oder gar getötet hat... was wird er wohl mit der Freundin im Nebenzimmer tun?... Wie gesagt... ich habe keinerlei Probleme damit, wenn sich jemand covern lassen möchte, wenn er mir begegnen will... ich möchte nur mögliche Probleme aufzeigen und deutlich machen, dass es eine verdammt trügerische Sicherheit für einen selbst sein kann... Ein lokales Beispiel, auch wenn es nichts mit BDSM zu tun hat, aus den letzten Tagen: Ein Gastwirt versucht höflich (!) laut Aussage der anderen Gäste einen randalierenden Gast um Ruhe zu bitten... der zieht mitten im Lokal ein Messer und Sekunden später ist der Gastwirt tot... Die Irren sind überall... und ich gehe eine Wette ein, sie sind unter BDSM-ern nicht häufiger als im ganz "normalen" Durchschnitt der Bevölkerung... Darum geht es mir, das deutlich zu machen... nicht darum, eine Absicherung, welcher Art auch immer, schlecht zu reden. LG, DocWolf |
![]() | 09. November 2011 In meinem ersten Beitrag schrieb ich etwas von einer Freundin,oder einem Freund ,z.b. in einem anderen Zimmer. Mittlerweile würde ich dazu nicht mehr raten,denn wie man weiss,werden aus ehemals besten Freundinnen schon mal "schlimmste Feindinnen". Was dann?Die beste Freundin weiss alles,kennt den Mann,die Familie,viele Freunde und vielleicht die ganze Verwandschaft........... Dann vielleicht doch lieber Schutzengel,die nichts privates wissen und dennoch (überwiegend) vertrauenswürdig sind. |
![]() | 09. November 2011 Missverständnisse dienen dazu, aus der Welt geräumt zu werden DocWolf, ich hatte dich nicht missverstanden, nur eben meine Gründe angeführt, warum ich es doch wichtig finde, sich covern zu lassen. Ich bin als Solo auch hier in der Gruppe: CoveRing. Und dies ist ja ein Forum, das dazu dient, unterschiedliche Meinungen auszutauschen, nicht wahr? Natürlich hast du (sowie auch die, die es ähnlich schrieben) Recht, eine solche Absicherung kann auch trügerisch sein. Und wenn es einer vor hat, dann ist es hinterher eh zu spät. Wir haben vor nicht all zu langer Zeit eine Freundin "geschützt", aus der Ferne. Und sie hat sich tatsächlich dahingehend abgesichert, dass sie uns sämtliche Daten ihres Dates hat zukommen lassen. Er wusste Bescheid und fand es richtig. Wäre er nun - wie du es nennst, DocWolf - einer mit "kalter Lötstelle", hätte er uns seine Daten wohl kaum gegeben. Das ist schonmal, so finde ich, ein wichtiger Grund sich auf ein Date einzulassen oder nicht. Natürlich muss auch das Vertrauen in den Schutzengel bestehen, dass dieser keinen Unfug mit den ihm überlassenen Daten betreibt... Und wir haben auch nicht abgemacht, dass sie sich zweistündlich bei uns meldet (das hätte ihr wohl den ganzen Abend versaut *lach), sie meldete sich als sie angekommen war, dann nochmal nach 2 Stunden und dann rief sie an, weil sie die Nacht dort verbringen wollte. Bis dahin mussten wir uns darauf verlassen, dass ihr Bauch nicht lügt Natürlich hätte in dieser Zeit alles passieren können... Aber sie war "bestmöglich" durch sich selbst (in erster Linie) und dann durch uns abgesichert. Aber letztlich drehen wir uns vermutlich im Kreis. Die einen (so wie ich) finden es unumgänglich sich den "Schutz" zu organisieren, die anderen halten davon nichts und verlassen sich nur auf ihr Bauchgefühl. Was las ich gestern noch so passend, in einem anderen Zusammenhang: Wird´s besser, wird´s schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich! (Erich Kästner) Liebe Grüße Runa |
![]() | 09. November 2011 Runa, welche Art von Date muss ich mir vorstellen, bei dem ich von einem Mann "sämtliche" Daten vor dem ersten Treffen haben möchte? |
