![]() | 03. Oktober 2011 Wenn die Freundin plötzlich als Domina arbeiten möchte... Aufgrund eines Gespräches mit einer Freundin beschäftigt mich zur Zeit die Frage, wie ein Mann in einer Beziehung mit BDSM-Einschlag (Femdom-Malesub) reagieren würde, wenn sie ihm ankündigt, dass sie aus finanziellen Gründen gerne die Neigung zumindest zum Nebenberuf machen möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass es für den Partner eher schlimmer ist, wenn er und sie auch BDSM ausleben. In einer Vanilla-Beziehung könnte man ja noch sagen, dass sie im Studio ihrem Partner ja nichts wegnimmt, was er haben möchte. Wenn er dagegen ihr Sub ist und dann auf einmal noch andere Männer diesen Status (wenn auch nur gegen Bezahlung) erhalten... Ich habe ihr ehrlich gesagt aus diesem Grund davon abgeraten, aber ich grübele immer noch, ob das richtig war. Was meint ihr dazu? |
![]() | 03. Oktober 2011 Jemand, den man liebt, hat per se immer einen anderen Status als jemand, der sich Zeit erkauft... wenn man das begrffen hat, sehe ich darin kein Problem.. noxx |
![]() | 03. Oktober 2011 Naja, das Problem ist ja im Prinzip dasselbe wie bei Partnern, bei denen ein Teil der Prostitution nachgeht. Einfacher wird dadurch die Beziehung sicher nicht, aber dass der Sex und/oder SM im Studio ein anderer ist als jener zuhause, dürfte ja klar sein. Es könnte beispielsweise auch den gegenteiligen Effekt geben, dass ihr der Kontrast stärker auffällt zwischen reiner Dienstleistung und SM inkluusive Zuneigung. Ich würde ihr in dem Fall nicht konkret abraten, aber auf die Gefahren hinweisen, dass der häusliche SM drunter leiden könnte, weil's vielleicht Flashbacks zu ihrer Arbeit geben könnte. Mehr aber auch nicht. Ihrem Partner nimmt sie ja nix weg, da sie ja ohnehin eher Wunscherfüllerin ist als professionelle Domina. Kunden, deren Wünsche nicht zumindest zum Teil erfüllt werden, kommen schließlich nicht wieder. |
![]() | 03. Oktober 2011 Drei Punkte halte ich für wichtig: 1. Wann / wo wurde die BDSM-Erfahrung gemacht 2. Finanzieller Druck 3. Status des subs 1. Wenn sie ihren BDSM-Einstieg mit ihrem jetzigen sub gemacht hat und jetzt "plötzlich" (oder wie Du auch schreibst aus finanziellen Gründen) ihre BDSM-Erfahrung zu Geld machen will bedeutet das für mich etwas anderes, als wenn sie vorher bereits andere subs hatte und ihre BDSM-Erfahrung dort erworben hat. Warum? Im zweiteren Fall ist es etwas salopp gesagt sowas wie die Neigung zum Beruf zu machen, im ersten Fall könnte ein gemeinsames "Projekt" durch den Job als Domina deutlich verändert werden. 2. Ist der finanzielle Druck so groß, dass es schwer wird Freier abzuweisen? Müssen praktisch alle Wünsche von Bestandskunden erfüllt werden? Warum? Der Job ist psychisch belastender, wenn kaum Wahlmöglichkeiten bestehen. Das zieht irgendwann auch ihren sub in Mitleidenschaft. 3. Wenn klar ist, dass es ein Job ist, bei dem es zudem Wahlmöglichkeiten gibt sehe ich den "Status" des subs nicht in Gefahr. Schwieriger wäre es m.E. wenn die Frau in einer Vanilla-Beziehung "plötzlich" beschließen würde als Domina zu arbeiten. Warum? Bei einer Vanilla-Beziehung begibt sich die Frau in eine ganz andere Welt der Sexualität, die ihrem Mann / Freund vollkommen fremd ist. Im Fall der BDSM-Beziehung kann sub diese Welt wenigstens ansatzweise nachvollziehen. |
![]() | 03. Oktober 2011 sollte sie sich zuerst klar sein das sie es nicht nur mit "kunden" zu tun haben wird die die neigungen deiner freundin bedienen, auch wenn profidomen das meist nach außen tragen. ich denke das ihr bei zu viel bdsm auf komerzieller schiene auch die lust zu hause flöten gehen kann. dann sollte sie das mit ihrem sub besprechen....es kommt eben auch stark auf die art der beziehung an, wenn sie ihn behalten will ist es wichtig das auf augenhöhe zu besprechen, es geht hier nun mal darum das sich seine freundin/herrin prostituieren will. wichtig ist auch das sie ihre eigenen grenzen vorher kennt und sich nicht darüber hinweg bewegt. |
![]() | 03. Oktober 2011 Na, kommt ja auch stark auf die Art des SM an, die sie zuhause pflegen. Stundenlanges Verschnüren inklusive langem Vorspiel, mehrstündige Flagsessions oder "tease & denial" von morgens bis abends wird in einem Studio so eh nicht klappen, das wäre für die Kunden n bisschen sehr teuer |
![]() | 03. Oktober 2011 ???? was hat das mit sm zu tun? ich nehme mal ausdrücklich alle, die sich unfreiwillig-gezwungenerweise prostituieren aus. menschen entscheiden sich aus wirtschaftlichen oder persönlichen gründen dazu der prostitution nachzugehen. (sollte eine "herrin" der meinung sein, sie prostituiere sich nicht, darf sie gerne bei dem glauben bleiben) daraus ergibt sich zwischenmenschlich von : "juckt mich nicht" bis "ich kann es nicht ertragen", alles was an reaktionen möglich ist. irgendwelche aussagen wie ein partner reagieren könnte sind reine raterei. wie kommt man auf die bescheuerte idee, dass sm´ler da anders reagieren sollten als vanillas? was hat das damit zu tun, wann und wie man zu sm kam? oder dem status des vorhandenen subs? koppschüttel. |
![]() | 04. Oktober 2011 @ old Odin: aussagen wie ein partner reagieren könnte sind reine raterei. Richtig! Dazu habe ich auch keine Aussage getroffen. Nur ein paar Anregungen zu meinen Überlegungen: - Wenn das Finanzielle im Vordergrund steht und / oder finanzieller Druck dahinter steht handelt es sich ganz klar um Prostitution. Und das ist nun mal kein "gesellschaftskonformer" Beruf. - Die Frage von Dark_Amber wurde im BDSM-Forum gepostet und es handelt sich um eine BDSM-Beziehung. Aber gerade bei dieser Frage sollte es darum gehen, dass nicht das "Rollenverständnis" dazu mißbraucht wird eine Regelung einseitig durchzusetzen sondern vielmehr, dass diese Frage auf gleicher Augenhöhe geklärt wird. - Werden Vanillas sicher anders reagieren als SMler, denn: Die Welt die man nicht kennt macht vielen Angst. Zudem ist es für die angehende Domina wohl leichter mit jemandem über ihren Berufswunsch zu sprechen, der sich in dieser Welt auskennt. Und: Wenn Du eine Partnerin zuhause hättest, welche Dich mit Hingabe bekocht und plötzlich, nachdem sie beschloßen hat aus finanziellen Gründen Köchin zu werden, dazu keine Lust mehr hat würdest Du Dich vielleicht auch beschweren. Insbesondere wenn Kochen bzw. bekocht werden ein wichtiger Bestandteil Deiner Beziehung war. Oder wie Daria es schrieb: ich denke das ihr bei zu viel bdsm auf komerzieller schiene auch die lust zu hause flöten gehen kann. So ähnlich ist es nicht so selten auch mit professionellen Köchen welche dann zuhause nicht mehr so die Lust haben zu kochen. |
![]() | 04. Oktober 2011 Intakte Beziehung mal angenommen, hätte ich persönlich damit kein Problem. Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps. Für mich stellt sich nur eine Frage, ob die Dame es gedanklich komplett trennen kann, zwischen Job und daheim. Wenn ja, dann viel Spaß auf der Arbeit. |
![]() | 04. Oktober 2011 Vergleiche hinken Warum vergleicht Ihr das mit einer Vanilla-Beziehung, in der sie Domina wird? Würde nicht viel eher der Vergleich mit einer Vanilla-Beziehung passen, bei der sie "(Hobby-)Hure" wird? Einfach deshalb, weil die Praktiken im "heimischen" und "beruflichen" Bett/Studio sie deutlich mehr ähneln? Ich könnte mir schon vorstellen, dass der größte Teil der Männer da ein Problem mit hat. Andererseits weiß ich auch nicht, ob der Joy eine repräsentative Plattform ist, um diese Frage zu klären. Allein schon aufgrund der Tatsache, dass hier hauptsächlich Menschen verkehren, die sexuellen Dingen gegenüber deutlich aufgeschlossener sind, und im Durchschnitt deutlich weniger monogam sind, als der Bevölkerungsdurchschnitt in der "freien Wildbahn". |
![]() | 04. Oktober 2011 Ich würde auch sagen, dass es auf die Erfahrung im BDSM sowie die Beziehung selber ankommt, ob/wie sie es ausleben und eben mit "Beruf" erweitern können. Ausserdem.... Reden wir von Domina-Studio oder eher Hausbesuchen? Mit oder ohne SEX resp. Berührungen an intimen stellen? Dies sind so fragen, die ich mir stellen würde... Am Ende noch der wichtigste Punkt: "Die Sicherheit, Gesundheit und Diskretion" Wenn das stimmt... why not.... Ich hätte kein Problem, wenn meine Frau ne berufliche Domina wäre (mit Prostituierte hätte ich eher Mühe, aber nicht wegem fremd-ficken, sondern wegem "gesellschaftlichen Ruf"....) PS: Evtl. könnte der Sub/Partner ja sogar mitmachen in irgend ner Form.... |
![]() | 04. Oktober 2011 nachfrage @ Ronove Und: Wenn Du eine Partnerin zuhause hättest, welche Dich mit Hingabe bekocht und plötzlich, nachdem sie beschloßen hat aus finanziellen Gründen Köchin zu werden, dazu keine Lust mehr hat würdest Du Dich vielleicht auch beschweren. Insbesondere wenn Kochen bzw. bekocht werden ein wichtiger Bestandteil Deiner Beziehung war. kann zwar sein, ich bin spiesig, aber ich sehe zwischen: für jemanden kochen und mit jemandem vögeln, einen gewissen unterschied. - Werden Vanillas sicher anders reagieren als SMler, denn: Die Welt die man nicht kennt macht vielen Angst. Zudem ist es für die angehende Domina wohl leichter mit jemandem über ihren Berufswunsch zu sprechen, der sich in dieser Welt auskennt. den schuh hast du verkehrt herum angezogen. es geht nicht darum, wie vanillas auf bdsm reagagieren, sondern darum, dass auch sm´ler wie vanillas reagieren, sobald sich einer der partner prostituiert. Aber gerade bei dieser Frage sollte es darum gehen, dass nicht das "Rollenverständnis" dazu mißbraucht wird eine Regelung einseitig durchzusetzen sondern vielmehr, dass diese Frage auf gleicher Augenhöhe geklärt wird. richtig! megakritisch z. Bsp. in den fällen, da ein Dom seine Sub auf den Strich schickt, in dem er seinen status ausnutzt, gegen den eigendlichen willen der sub. trifft hier aber nicht zu. danke weintrinker, noch prägnanter lässt es sich nicht zusamenfassen. |
![]() | 04. Oktober 2011 kann zwar sein, ich bin spiesig, aber ich sehe zwischen: für jemanden kochen und mit jemandem vögeln, einen gewissen unterschied. Hmmm - genaugenommen beinhaltet der Beruf der Domina nicht "Vögeln". Sex ist tabu bei Dominas. Wenn es den gibt, dann nennen sie sich nicht Dominas sondern Bizarrladys (habe ich auch erst hier im Joy gelernt, diesen feinen aber gewichtigen Unterschied Darum sind die Fragen switchgods ebenfalls nicht doof, es kommt auch drauf an wie sie diesen Nebenjob dann ausgestaltet. Es ist hier ja von einem Nebenberuf die Rede, also wird sie ja wohl kaum ein eigenes Studio unterhalten wollen, sondern nur stundenweise irgendwo in einem arbeiten. Da ist dann ja auch noch etwas anderes als wenn sie täglich 6-8 Stunden damit beschäftigt ist. Die eigentliche Frage war ja wie es für den submissiven Partner sein würde. Darüber habe ich nochmal nachgedacht und meinen submissiven Teil in mir nochmal eingehend dazu befragt Mir wäre in der Tat der Rahmen wichtig, in dem sie es ausgestaltet: Dass die Männer nach Hause kämen wäre für mich jedenfalls kritisch, sie würden in die Privatsphäre eindringen. Auch wenn es dann ihre Wohnung wäre, es wäre ja auch meine Privatsphäre, schließlich würde ich mit ihr ja in denselben Räumen mit ihr schlafen, wo zuvor ihre Freier waren, in denselben Räumen "spielen", wo sie vorher gearbeitet hat. Job und Freizeit lässt sich so schlicht nicht trennen. Ich würde wohl zustimmen, aber durchaus mit Sorgen und Ängsten. Die größte wäre: Wie verändert sich "unser" SM? Denn sie wird zweifellos sehr viel mehr machen und auch machen können als zuhause. Sie wird im Zweifel extremer sein, weil grade extreme Masochisten gerne bezahlen für extremen Schmerz - eben das, das sie zuhause nicht kriegen (können). Sie wird vielleicht Spaß an Dingen entdecken die nicht meins sind, vielleicht wird sie dadurch aber auch im Spiel selbst sich verändern und sich von mir wegentwickeln. Während sie haufenweise neue Erfahrungen macht bleibe ich quasi stehen in der Entwicklung (es sei denn ich hätte noch andere Spielpartnerinnen, aber das ist ein anderes Thema). Solche Dinge würden mir im Kopf rumschwirren: Ob ihr neuer Job den eigenen SM zu unser beider Nachteil beeinflussen könnte. Das aber zeigt sich wiederum erst dann, wenn man es ausprobiert. Kann ja auch genau umgekehrt sein, dass es außerordentlich positive Effekte nach sich zieht: Sie ist sicherer in dem was sie tut, sie weiß die echte Zuneigung zuhause noch mehr zu schätzen als zuvor, sie genießt die Zweisamkeit mehr, sie braucht die Erdung so sehr dass der heimische SM besser ist als jemals zuvor. Auch das ist ja möglich. Tja, und nicht zuletzt: Der Job ist nicht grade schlecht vergütet Wenn beide ein wenig knappsen mussten vorher und nun nicht mehr dank dieses Nebenjobs, kann das ja auch positive Einflüsse auf eine Beziehung haben. Der Wert der Freizeit steigt, die Lebensqualität steigt. Das aber selbstredend nur, wenn sie den Job als etwas begreift der beiden etwas bringt und sie nicht nur das Geld für sich hortet. Aber auch das ist wieder ein fremdes Thema (Geld). Jedes Paar regelt das ja anders, vor allem wenn ein Paar zusammenwohnt. Das nur mal als kleine morgendliche Gedankenanstöße. |
![]() | 04. Oktober 2011 Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps. genauso sehe ich das auch. und es ist nochmal ein ziemlicher Unterschied zu "normaler" Prostitution, da selbst bei "nahbarer Dominanz" GV meist ausgeschlossen ist. Insofern kann man hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. |
![]() | 04. Oktober 2011 man möge mir meine kleinkarierte denke verzeihen, aber: wenn meine partnerin, egal ob mit, ohne, halb oder 3/4 sm, ausserhalb der beziehung begiebt, verletzt sie mich damit. sorry soviel ego darf sein. wir reden ja nicht über einvernehmlichen PT oder ähnliches. die schöne geschichte, von wegen prof. domina zu sein, bedeute nicht sich zu prostituieren? sorry sex gegen kohle = prostitution. egal wie der sex im detail aussieht. wer sich da selbst belügen mag, darf dass, mit welcher kunstvollen argumentation auch immer, gerne tun. störe ich mich keineswegs daran. nur: zu glauben, es wäre innerhalb einer beziehung ein unterschied zur normalen prostitution? na gut wers glaubt. |
