Wie kamt ihr zum BDSM?

28. September 2011
Wie kamt ihr zum BDSM?

Mich interessieren eure perönliche Erfahrung wie es bei euch anfing. Ob mit einem bereits erfahrenen partner war, in einer beziehung als versuch, alleine aus Neugier oder oder oder...

Gab es etwas was euch so gekickt hat,das euch klar war das BDSM euer ding ist, oder ist das eine schleichende erkenntniss gewesen?

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und möchte auch gerne selber erzählen wie es bei mir war:

Es ist nun inzwischen 4 jahre her, das ich einen partner hatte, der mich gerne mal etwas gröber mochte. Dazu muss ich sagen, das ich ja noch recht jung bin und damals noch viel jünger und viel unerfahrener und "wilder" war. Wenn er härter ranging, zog ich nach.

In mitten eines Liebesspiels, in dem ich ihm ganz schön zusetzte, meint er mit tiefer fester, bestimmender Stimme "Jetzt reicht es mir aber mit dir! Wirst du dich mir fügen?!" und biss mir dabei sehr fest von hinten in den nacken.

Es war als wenn jemand einen schalter umgelegt hat-ich sank zusammen, versprach zu gehorchen und zu dienen. Und es war soo gut!!!

Tja so habe ich Blut geleckt und bin in die untiefen den BDSM eingestiegen und habe mich und meine neigungen/bedürfnisse weiter entdecken und erforschen können

PS:Auch heute, wenn es mir schwer fällt mich komplett zu fügen, genügt ein fester Biss in den Nacken und schon bin ich brav wie ein Lämmchen. *engel*
28. September 2011
Nö,

kein bestimmtes Erlebnis.
Es ist in mir gewachsen, ist ein Drang, ein Teil von mir.
Hatte Jahre Zeit - es jetzt nicht doch auszuleben, hieße mich verleugnen.
28. September 2011

ist ein Drang, ein Teil von mir.

Ist es Wohl von jedermann. Nur die frage wie man es merkt oder ab wann man es zulässt und akzeptiert ist von jedem anders zu bewerten,denke ich.

es jetzt nicht auszuleben, hieße mich verleugnen

genau so erging es mir und es ging mir schlecht damit. Ich habe gelitten und habe gemerkt das es nicht ohne geht und ich nicht ohne will!
28. September 2011

Machtspiel fasziniert mich seit frühester Kindheit, mit der Pubertät wurden daraus Wichsfantasien, und mit dem Internetzugang wurden diese Fantasien konkreter.. *zwinker*
28. September 2011

Bei mir dauerte es Jahre, bis ich mir selber gegenüber zu meinen devot-masochistischen Neigungen und Fantasien stehen konnte. Hatte da nen ziemlichen Knopf in der Leitung bezüglich Feminismus einerseits und Unterwerfung unter einem Mann andrerseits. Weil, selbstbewusst, eigenständig, emanzipiert und gleichzeitig devot, das konnte ja nicht sein.
Dachte ich zumindest.

Irgendwann hab ich aber gemerkt, dass es nicht nur zusammen geht, sondern, zumindest für mich, sogar eine Grundvoraussetzung ist, selbstbewusst und eigenständig zu sein um sich so richtig fallen zu lassen.

Der erste Versuch, diese devot-masochistischen Neigungen in einer Partnerschaft auszuleben ging gründlich in die Hose (und die Beziehung in die Brüche), was aber wohl eher an mir lag und daran, dass ich keine rechte Ahnung hatte was ich wollte.

Und dann hat mich vor 4 Jahren eine Frau aus Boston die ich von einem BDSM-Forum kannte und auch schon getroffen hatte gefragt, ob ich mich ein wenig um einen guten Bekannten von ihr kümmern könne, weil der niemanden in Zürich kenne.

Von da an ging alles recht schnell, wobei er mich immer wieder bremste, wofür ich ihm heute dankbar bin.
28. September 2011

SM kam zu mir. Viele Jahre ist das schon her.

Manchmal geht er auch wieder. Bisher kam er dann immer wieder zurück.

Was noch nie zu mir gehörte ist, erst lange überlegen und Nabelschau betreiben. Wenn ich eine Idee, einen Wunsch einen Implus habe, überlege ich gerade noch ob das mir oder anderen schaden könnte - wenn nicht probiere ich es aus.

Reflektieren und mich weiterentwickeln kann ich persönlich mich nur an Hand von Erfahrungen, nicht von theroretischen Gedankengebilden.

Wörter und Sätze die ich für Neigungen, Orientierungen, Ausrichtungen nicht mehr nutze sind - nie, immer, notwendig, ausschließlich usw...

Alles ist im fluß.
29. September 2011

Vor über 20 Jahren sagte mein damaliger Freund beim Sex zu mir, ich solle ihn m it einer Gerte schlagen. Fand ich gut, habe ich gemacht, bin dabei geblieben....

Mch hat Macht und Ohnmacht schon lange vorher faszniert, man konnte das durchaus an meinem Fable für Sandalenfilme und entsprechende Literatur ausmachen. Obiges war dann die Umsetzung.

Eine meiner Initialzündungen, das ich anders ticke, war wohl das "Bitte Bitte" Video der Ärzte... da war ich 17....

noxx *huhu*
29. September 2011
Meine kleine Geschichte

Vor knapp 14 Jahren hatte ich einen Freund, der mich fesselte, mit dem ich meine ersten Atemspiele, Wachsspiele erlebte. Erst mal nicht mehr. Die kleinen Spiele faszinierten mich, hatten damals jedoch noch keinen "Namen".

Mit dem Freund gingen dann auch die Spiele und die nachfolgenden  "Freundschaften" fanden ohne sie statt.

Vor ca. 1 Jahr bin ich dann durch einen Zufall durch einen Cuckold und einen anderen Menschen, wieder mit kleinen Spielen in Berührung bekommen, habe angefangen die Faszination, die mich packte zu reflektieren, habe angefangen mich zu informieren und damit auseinander zu setzten und merkte mehr und mehr, das ich BDSM als einen Teil von mir ansehe.

Ich bemerkte meine Switcher-Mentalität und setzte mich auch damit auseinander.

Ich suchte nach einer Möglichkeit mich auszutauschen mit Menschen, die ein mehr an Erfahrung hatten. Wollte auch Unsicherheiten und Ängste bewältigen.
Dann bin ich hier im Joy Club gelandet und sehr froh viele Antworten gefunden zu haben, mich austauschen zu können.

Ich habe über Joy einige  Freundschaften geschlossen, die mir sehr wichtig sind, nicht nur bzgl. der Thematik: BDSM.

Durch viele Gespräche und Erfahrunge festigte sich meine Meinung, das ich tiefer eintauchen möchte, mehr erleben möchte.

Wie weit es bei mir noch gehen wird,  kann ich hier und jetzt nicht sagen, aber es ist mir wichtig, es ist schön und ich weiß, das BDSM nun aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken ist.
*knuddel*
29. September 2011

Ich erinnere mich, dass ich mich bei meinem ersten selbstfabrizierten Höhepunkt mit 12 daran zurückdachte, wie lange ich an dieser "Fantasiegeschichte" (Kopfkinogeschichte mit verschiedenen Episoden) eigentlich schon herumdoktorte... Im Kindergarten hatte ich damit schon angefangen, dachte ich mir damals, und mit 12 konnte ich mich bestimmt noch daran zurückerinnern ^^.

Ich erinnere mich auch daran, dass die "Doktorspiele" anderer Kinder bei "uns" Brennesseln beinhalteten und ich eine allgemeine Faszination für physischen Schmerz und verschiedene Facetten davon hatte, mit dem ich meine Mutter mindestens einmal sehr schockierte. Und ich weiß, wie sehr ich vor meinem 14. Geburtstag abends im Bett vor Scham verging, weil ich meinen Höhepunkt immer nur mit "ekligen" Fantasien (die halt in den BDSM-Bereich gehörten, wie ich heute weiß) herbeiführen konnte und NIE mit Gedanken an Zärtlichkeiten, wie es laut Bravo normal sein sollte. Ich stresste mich selbst wirklich sehr damit, immer wieder zu versuchen, beim Masturbieren an Kuscheln, Romantik und Zärtlichkeit zu denken... Aber es erregte mich nie genug, um einen Höhepunkt zu erhalten.

Ich schwor mir am Abend vor meinem 14. Geburtstag, von jetzt an mit diesem Krams aufzuhören - wenigstens für ein Jahr, so dachte ich mir, weil ich schließlich viel, viel zu jung für solche ekligen und grausamen Sachen war und in der Bravo doch so viel von Zärtlichkeit und Liebe stand.

Ich hielt 10 Tage durch und dann versank ich vor Selbstekel im Boden und machte doch wieder weiter.

Mit dem Beginn meiner ersten Beziehung trat eine "Latenzphase" ein. Ich befriedigte mich immer noch selbst, war ohne BDSM-Fantasien immer noch unfähig, einen Höhepunkt zu bekommen - aber ich konnte auch romantischem, liebevollen Sex einiges abgewinnen. Kann ich heute noch, vielleicht so zwei, drei Mal im Monat.

Aber da war dieses Monster in mir, und daher wagte ich nie, wie andere Paare mal ganz vorsichtig mit Fesseln oder verbundenen Augen zu experimentieren. Ich hatte viel zu viel Angst vor dem, was dann aus mir herausbrechen würde - irgendwie spürte ich, dass ich zu softem Fesselsex einfach nicht mehr in der Lage sein würde, wenn meine Dämme brachen, dass ich dann mehr und mehr und mehr brauchen würde.... Irgendwann traf ich im Real Life einen Mann, wir flirteten, er erzählte mir von "BDSM" und ich wusste, dass ich das wollte. Ich war viel zu schüchtern, es zuzugeben, und ich hatte große Angst, dass ich keine "richtige" BDSMse sein würde.

Da war es noch ein Jahr voller Ängste, Experimente, Bauchkribbeln, peinlichen Momenten... Und danach konnte ich selbstbewusst beim Kennenlernen neuer Männer sagen "Ich bin so - und du?" Irgendwann war dann einer dazwischen, der sagte "Es interessiert mich sehr, aber ich weiß nicht, ob ich auch so bin. Lass es uns zusammen entdecken!" Das haben wir dann getan. Heute sind wir verlobt.
29. September 2011
@Dark_Amber

... was ein schönes Ende der Geschichte *g*
29. September 2011

Danke schön *g*
30. September 2011

ich habe mich als kind für bdsm intressinert nur da könnte ich es noch nicht ausleben und während meine jung würde das intresse dran noch größe ist lebe ich es auch voll aus und es mach auch viel spaß...

lg saskia
30. September 2011
Ein einziges Bild

war der Ausschlag bei mir. Damals wußte ich eigentlich noch gar nichts damit anzufangen, außer dass ich spürte: Es gefällt mir. Auf dem Bild war eine Frau mit schwarzen, streng nach hinten zu einem Pferdeschwanz gebundenen Haaren, die es sich auf einem Barhocker neben einem Käfig bequem gemacht hat. Ihre dunkle Hautfarbe passte perfekt zum Schwarz ihres Leders. Nur zu gern hätte ich über all die Jahre – 12 sind es an der Zahl – dieses eine Bild noch einmal gesehen. Immer wieder fasziniert mich dessen Kraft. Damals ahnte ich nicht, welche Anziehungskraft es auf mich ausüben würde.
30. September 2011

diese spiel mit der macht hat schon immer ein reiz auf mich gehabt sich jemand zu unterwerfen, jetzt wo mann das in real erlebt es unbeschreiblich diese gefühle. mann kann sich einfach fallen lassen und braucht sich keine gedanken zu machen außer seiner herrin zu gehorsam sein.
30. September 2011
Und so wars bei mir:

Mit ca 6 oder 7 Jahren, als ich so an mir herum spielte, hatte ich bereits Phantasien, die in Richtung SM oder eher DS gingen. Mit ca 17 Jahren bekam ich das Buch: „Die Geschichte der O“ in die Hand (würde mich eigentlich immer noch interessieren, wie ich zu dem Buch überhaupt kam) und danach war klar für mich, wie es sich nennt, worauf ich stehe. Es war eine Art Schlüsselerlebnis für mich, zumal ja keiner da war, mit dem ich über dieses Thema hätte reden können und ich wusste dann zumindest schon mal, dass ich mit diesen Phantasien nicht alleine auf der Welt stand.

Mit 22 Jahren habe ich dann nach Doms Ausschau gehalten (durch Annoncen im Hamburger Magazin Szene oder Prinz), ich hatte aber keinen Erfolg. Die wenigen Männer, die ich traf und die sich als Doms ausgaben, mochte ich nicht leiden. Und in Ermangelung dessen habe ich dann einfach die Männer gefragt, die ich halt in Diskos oder auf Partys kennen lernte, ob sie vielleicht so eine Neigung verspüren würden wie ich. Leider war niemand von den Männern wirklich daran interessiert, auch wenn hin und wieder mal ein kurzes Spielchen für mich abfiel, mit z.b. Hintern-Versohlen oder Verfolgungsjagd. Nachdem ich dann meinte, endlich begriffen zu haben, dass ich da wohl eine Nadel im Heuhaufen suche, habe ich mich dann entschlossen, mich von BDSM zu verabschieden.

Dann habe ich lange mit einem „normalen“ Mann zusammen gelebt. Der Sex war, solange ich noch verknallt war, ok. Nach einem Jahr, als der Sex schon weniger wurde, nahm ich mir dann mal ein Herz und gestand ihm einfach meine Phantasien, in der Hoffnung, dass er damit was anfangen könnte. Aber das war leider nicht so. Und dann kam die lange Phase, wo es so gut wie keinen Sex mehr zwischen uns gab und wenn doch mal, dann brauchte ich wieder meine SM-Phantasien , um geil zu werden. Richtig ausleben tue ich DS erst nach der Trennung von meinem Mann vor ca 10 Jahren, da gab es dann glücklicherweise endlich eine Szene für uns SMer und ab da fing dann mein eigentliches sexuelles Leben erst richtig an! *g*

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