![]() | 28. September 2011 Doppelleben Mich würde mal interessieren was ihr tun würdet wenn ihr auf einmal erfahren würdet das ein Mensch den ihr lange kennt und von dem ihr auch dachtet ihr würdet IHN KENNEN -ein Doppelleben führt ?? Aus purer Angst und seinen Eltern zu liebe! Es geht um einen langjährigen guten Freund - der nie eine feste Partnerschaft hatte - worüber ich mir auch nie Gedanken gemacht hab-ich es persönlich auch nicht für wichtig hielt. Und aufeinmal sitzt er vor mir und gesteht das er gar nicht auf Frauen steht. Es war nie wirklich ein Thema zwischen uns - weil es mir unterm Strich egal ist - aber irgendwie hab ich ganz schön blöd aus der Wäsche geguckt! Nun gut aber er hält das ganze seiner Eltern zu liebe geheim. Sie wollen nicht das DIE LEUTE REDEN und das DIE FAMILIE redet. Nun hat er aber schon seit einiger Zeit einen Freund ( hat es auch mir nicht gesagt weil ich die Eltern kenne) und nun kann er nicht mehr. er möchte eigentlich nur ein NORMALES Leben leben und auch mal mit seinem Freund was unternehmen - und ihn auch mal mitnehmen dürfen in die Familie u.s.w. Seine Eltern aber sagen das wäre ja wohl ekelhaft ,nicht normal , was ist in der Erziehung falsch gelaufen .......!!! Also wissen sie es und tun trotzdem so als ob es gar nicht real wäre. Dann haben sie gesagt - erzählst du es jemandem bist du für uns gestorben ........! Erstmal habe ich ihm gesagt es solle ihm egal sein - ist sein Leben .....!Aber er hängt an seinen Eltern und ich glaub er fühlt sich irgendwie schuldig......! Was sagt ihr ? Bin gespannt........! Ach ja nicht zu vergessen er geht auf die vierzig zu. Also kein Teenie mehr LG Mahina |
![]() | 29. September 2011 ich würde ihm empfehlen eine beratungsstelle für homosexualität aufzusuchen den dort kann man ihm sicher erklären das er an gar nichts schuld hat und es wirklich keinen grund gibt sich schuldig zu fühlen für mich klingt es auch irgendwo latent nach: noch abhängig von den eltern wessen leben möchte er den leben? seines oder das seiner eltern? er muss es z.b. auch gar nicht weiter erzählen, er kann auch den weg wählen, das er öffentlich mit seinem partner auftritt oft gar keine schlechte methode, den dann sind die anderen an der reihe sich zu äussern oder nicht |
![]() | 29. September 2011 Ja das ist eine gute Idee - manchmal muss man auch nicht reden ! Vielleicht wäre das ein guter Anfang Ich werde ihm mal Mut machen in dieser Hinsicht ........! |
![]() | 29. September 2011 Naja, das wird auch nicht gerade das sein, was sich die Eltern mit "nicht erzählen" gemeint haben. Ist natürlich ein Dilemma, einerseits das eigene Leben führen zu wollen, andererseits die Familie nicht verlieren zu wollen... Ich denke, sobald der Leidensdruck zu groß wird, wird es ihm auch zunehmends egal sein, wie die Kernfamilie reagiert. Zumal ein öffentliches Coming out heutzutage ja auch keinen mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Ist also noch die Frage, ob es am Ende wirklich SO schlimm wäre? Ich fand die Idee mit ner Beratungsstelle gut. Oder Selbsthilfegruppe, ist sicher gut, wenn so ein Prozess begleitet wird. Was sagt denn der Freund dazu? Muss er es auch verheimlichen oder ist er zu allem Überfluss auch noch der Schattenmann und könnte selbst ganz natürlich damit umgehen? |
![]() | 29. September 2011 Re: Doppelleben von dem ihr auch dachtet ihr würdet IHN KENNEN -ein Doppelleben führt ?? Man "kennt" Menschen niemals ganz.Auch, weil man sich gar nicht intensiv "genug" für sie interessiert. Und aufeinmal sitzt er vor mir und gesteht das er gar nicht auf Frauen steht. Und?Ist das Geschlecht nicht irrelevant? Nun gut aber er hält das ganze seiner Eltern zu liebe geheim. Läuft am Ende auf Konfrontation, mglw. "Trennung" vom Freund oder Kontaktabbruch zur Familie hinaus.[qoute] Sie wollen nicht das DIE LEUTE REDEN und das DIE FAMILIE redet. Stimmt, denn die eigene externe Reputation ist wichtiger als ein Familienmitglied. mal mit seinem Freund was unternehme Das wiederum nicht, da mal es "der Familie" nicht aufzwingen kann.Das ist recht "unproblematisch" möglich. und ihn auch mal mitnehmen dürfen in die Familie u.s.w. erzählst du es jemandem bist du für uns gestorben ........! Vielleicht sollte er sich schonmal mit dem Gedanken der familiären Abwendung anfreunden.er fühlt sich irgendwie schuldig......! Ist er nicht, ist sein Leben.Er weiß, vermutlich, auch nicht, was seine Eltern im Schlafzimmer machen, welche angeblich "perversen" Fantasien Vater/Mutter haben und sie evtl. unausgelebt lassen. Ist die Frage, welches und ob er sein Leben leben möchte. |
![]() | 29. September 2011 Kannst ja nicht viel für ihn tun. Außer: Immer für ihn da zu sein. Und ihn darin bestärken, SEIN Leben zu leben, wie er es möchte und wie es sein Recht ist. |
![]() | 29. September 2011 ich bin nicht in dieser Lage und würde niemals jemanden deswegen verurteilen oder weniger gern haben, wenn ich erfahren würde, dass er / sie homosexuell ist. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass so ein Leben zur Hölle werden kann bzw. die Hölle ist. Vorallem verstehe ich nicht, wie man als Eltern sich einreden kann, dass etwas mit der Erziehung nicht in Ordnung war oder ähnliches. Homosexualität ist keine Krankheit, sondern einfach ein "IST- ZUSTAND" und muss im Jahr 2011 einfach akzeptiert werden.... Um dem "Untergehen" zu entkommen, muss der berühmte "Coming Out" her. Dein Kumpel muss die Bombe platzten lassen und somit eventuell die Konfrontation mit den Eltern in Kauf nehmen. Selbst wenn diese ihn dann verleugnen, so hat er dann doch klare Linen / Fronten geschaffen, mit denen es sich leben lässt, weil man weiß voran er ist. Allerding hat er auf der anderen Seite dann eine Menge "echte Freunde", denen er wieder alles erzählen kann, ohne sich verstecken zu müssen.. und eines Tages, wenn der Schock vorbei ist, kann es sein, dass auch die Eltern sich mit dem Thema arrangieren und IHREN SOHN, der er immer ist, aufsuchen... Ist ein schwieriges Thema, aber man mus klae Verhältnise schaffen... lg curious_sin [mask] |
![]() | 29. September 2011 Das ist schon verrückt,daß es sowas immer noch gibt,in Zeiten ,wo man als Schwuler Vizekanzler werden kann. Hier in Berlin immerhin noch Bürgermeister. Du kannst vermutlich wirklich nicht viel tun,als ihn darin zu bestärken,"seinem" Leben mehr Bedeutung beizumessen. Letztlich lebt er mit seinem Partner und nicht mit den Eltern. Neben entsprechenden Beratungsstellen gibt es sicherlich auch Selbsthilfegruppen,für genau diese Problematik. Das ist ja nicht grade selten. Schlimm genug,daß er sich sein halbes Leben lang verleugnen mußte. |
![]() | 29. September 2011 mir tut das nicht leid. Ich finds schlichtweg blöde. Man kann ja wohl zu sich selbst stehen.... |
![]() | 29. September 2011 „ mir tut das nicht leid. Ich finds schlichtweg blöde. Man kann ja wohl zu sich selbst stehen.... “ Naja, es gibt unterschiedliche Menschen. Die einen, die von vorne herein "offen" erzogen worden sind, die sagen eventuell mit 19, Mama ich bin Homosexuell und die Mutter nimmt denjenigen in den Arm und sagt, hauptsache Du wirst Deinen Platz im Leben finden..... Was aber, wenn man so erzogen wurde, dass Homosexualität eine Todsünde ist....? Man kann das nicht pauschlieren... da hängen eine Menge Faktoren dazwischen..... lg curious_sin [mask.] |
![]() | 29. September 2011 Ich finds schlichtweg blöde. Man kann ja wohl zu sich selbst stehen.... Das kann man als heterosexuelle Frau ,und vermutlich selbst als Homosexuelle leicht(er) sagen. Speziell bei den Vätern älterer Generation spielen da einige verletzte Eitelkeiten eine Rolle.So Sachen ,wie das Zeugen eines "Stammhalters"z.B. Da kann eine Menge Druck aufgebaut werden und die Entscheidung sich von seiner Familie loszusagen,wird nicht jedem so leicht fallen. Er ist aber natürlich in einem Alter,wo man das normalerweise geklärt hat,wenn man das schon seit der Pubertät sicher weiß. |
![]() | 29. September 2011 Bedauerlich, wenn Eltern der Mut fehlt ihre Kinder als die Menschen zu akzeptieren, die sie geworden sind. Nun, Mich würde mal interessieren was ihr tun würdet wenn ihr auf einmal erfahren würdet das ein Mensch den ihr lange kennt und von dem ihr auch dachtet ihr würdet IHN KENNEN -ein Doppelleben führt ?? Aus eigener Erfahrung; Erst einmal freuen, dass er mit dir darüber reden kann. Er scheint ja selber bereits festgestellt zu haben, dass ihn das so auf Dauer zerreibt. So befindet er mit seinem Bekenntnis dir gegenüber schon auf dem richtigen Weg. Wirklich viel tun außer Freund zu sein, kannst du nicht. Allenfalls könnte man ihm raten sich Verbündete innerhalb der Familie zu suchen. Verwandtschaft derer er sich offenbaren könnte, von der er weiß, dass sie ihn nicht verurteilen würde. Vielleicht kann Diese einen positiven Einfluss auf seine Eltern ausüben. Sollten allerdings alle Stricke reißen, stellt sich leider nicht mehr die Frage ob seine Familie ihn, sondern ob er seine Familie noch akzeptieren kann. @Froilein_Fuchs: das nicht leid. Ich finds schlichtweg blöde. Man kann ja wohl zu sich selbst stehen.... Schön das eine neue Generation eine solche Meinung vertreten kann. Nur hilft das dem Mann nun so gar nicht mit seinen Eltern. |
![]() | 29. September 2011 Oje, was für eine schreckliche Vorstellung. Was ist da bloß schief gelaufen? Ich kann Deinem Freund nur raten, sich von diesen für ihn wohl unerträglichen Zwängen zu befreien. Seine Eltern haben ihn wohl schon sein ganzes Leben unterdrückt und er hat leider nicht das Selbstbewusstsein, für seine Gefühle einzustehen. Jetzt können seine Eltern ihn immer noch unter Druck setzen. Ich finde es ist das Schlimmste, was Eltern machen können, wenn sie die Individualität ihres Kindes nicht anerkennen. Was soll denn Dein Freund machen, wenn er auf Männer steht und seine Eltern das nicht möchten, sich mit zwei großen Backsteinen zwischen die Beine hauen??? Bitte bestärke Deinen Freund darin, dass er völlig normal ist und das seine Eltern diejenigen sind, die einen sehr großen "Knacks" haben. Wenn sie nicht einsehen können, dass ihr vierzigjähriger Sohn ein Recht auf seine eigene Sexualität hat, dann ist es höchste Zeit, dass Dein Freund sich von ihnen abkapselt und sein eigenes Leben führt. Kinder sind kein Statussymbol für ihre Eltern sondern haben das Recht auf ihr eigenes Leben. Wenn die Eltern damit ein Problem haben, dann ist es das Problem der Eltern und nicht das des Kindes. Mein Gott, wie viele Eltern würden ihr Leben dafür geben, um ihre Kinder noch einmal sehen zu können, weil sie entweder tot sind, im Krieg gefallen sind oder einfach abgehauen sind. Und die Eltern Deines Freundes machen sich Sorgen, was Tante Erna dazu sagen könnte, das ihr Sohn auf Männer steht? Eine zutiefst bekloppte Vorstellung... Dreamteam66831 Das Leben ist bunt |
![]() | 29. September 2011 Also bei allem Verständnis für den Freund der TE, aber hat mal irgendjemand hier daran gedacht das die Eltern sicher nicht mehr die jüngsten sind? Sicher klingt das alles furchtbar, für ihn und ich sage ehrlich das ich ihn in einem großen Dilemma sehe. Aber jetzt auf den Eltern "rum zu hacken" wird ihm kaum helfen. Ich denke nämlich wenn er schon fast vierzig ist, dann werden seine Eltern wohl so mitte sechzig sein. Und da ändert man seine Haltung und Einstellung die man ein Leben lang hatte nicht mal eben so schnell, nur weil die Zeiten heute eben so sind. Es ist bestimmt schwer für ihn so zwischen den Stühlen zu sitzen. Einerseits seine Eltern nicht vor den Kopf stossen zu wollen, ihnen gerecht werden zu wollen und es doch aufgrund seiner Veranlagung nicht zu können. Ich denke das er in diesem Fall Freunde braucht. Die ihn unterstützen, die ihm, im Gegensatz zu seinen Eltern nicht das Gefühl vermitteln, falsch zu sein, falsch zu fühlen und zu empfinden. Es ist nämlich hier leichter geschrieben als getan mal eben sein Leben einfach zu leben ohne Rücksicht auf die Gefühle der Eltern. Wir halten nämlich doch irgendwo fast alle immer große Stücke auf die Meinung unserer Eltern, möchten ihre Anerkennung behalten und ihre Liebe. Ich denke er sollte so leben wie er möchte, aber er muß seine Eltern ja nicht in seine intimen Dinge einbeziehen. Das tut ihm sicher weh, aber ich denke es würde ihn auch sehr, sehr schmerzen wenn seine Eltern ihn aus ihrem Leben ausschliessen würden. Das mag alles nicht fair sein, nicht gerecht. Das weiß ich auch! Aber man kann nicht ändern was nicht zu ändern ist. Und je älter die Menschen, desto öfter sind sie so eingefahren in dem was sie gelernt haben und für richtig halten das man sie einfach nicht dazu bekommen kann das anders zu sehen. Nur meine Gedanken |
![]() | 29. September 2011 Was ich an seiner Stelle tun würde? - Wegziehen. Am besten in eine Großstadt. So wie es nämlich grade klingt wohnt er ja offenbar noch sehr in der Nähe seiner Eltern, vermutlich in einer Kleinstadt oder noch kleiner. Klar dass er da sich nicht outen kann! Das fiele schließlich auf seine Eltern zurück. Dass er das nicht möchte kann man ihm nicht verübeln. Wenn er aber woanders wohnt und lebt, dann kann er sich outen wie er lustig ist gegenüber seinen Freunden und Bekannten "Versteckspielen" muss er dann nur weiter im Internet. Das aber ist ja nun wirklich keine große Kunst. Ist er halt Single, na und. Echte Freunde trifft man eh real und nicht ausschließlich im Netz. Vorteil an der ganzen Nummer ist, dass er dann gegenüber seinen Eltern nicht mehr groß Outingaggression an den Tag legen muss: So wie ich es verstanden habe wissen es seine Eltern eh, wollen es aber nicht wahrhaben. Die Ausgangssituation ist dann aber gar nicht so schlecht! Denn sie werden nicht nachfragen was er da weit weg treibt, sie werden nicht nachspionieren etc., sie werden sehr wahrscheinlich das Thema einfach nur totschweigen als gäbe es gar nicht und als wäre alles in Butter. Nachteil daran: Er kann seinen Freund nie zu seinen Eltern mitbringen. Aber hey, na und. Elternbesuche sind nun wirklich nichts das oft vorkommt, erst recht wenn man dann weiter weg wohnt. Sie zuhause einladen muss er ja auch nicht: Wenn sie ihn in seiner neuen Stadt besuchen kommen, dann gehn sie halt schön essen, er quartiert sie im Hotel ein und Sightseeing pur. Dann hat sein Freund halt n paar Tage Pause. Er wird's verkraften. Insofern ist die einzige entscheidende Frage: Will er wegziehen oder nicht? Kann er es, oder kann sein Freund auch nicht weg? Wenn er nicht wegziehen will, dann muss er sich wohl oder übel doch entweder gegen seine Eltern oder langfristig gegen seine Liebe entscheiden. Aber eben nur dann. |
