![]() | 27. September 2011 Offene Beziehung - Knutschen mit dem Bruder des Partners ok? Hallo, ich befinde mich gerade in einer etwas verzwickten Situation. Meine Freundin und ich haben am Anfang unserer (Fern-) Beziehung beschlossen, dass jeder machen darf, was er will - nur Ehrlichkeit muss sein. Hat die letzten 4 Jahre auch immer funktioniert, es gab ein paar knutscherein, aber nichts ernsteres... Bis wir letztes jahr bei einem Ihrer Besuche gefeiert haben. Ich bin früher nach hause, musste leider arbeiten, habs mir dann aber doch überlegt und bin wieder zurück- sitzt sie an der Bar und knutscht mit meinem kleinen Bruder(Der nicht weiß, dass wir zusammen sind). Da war ich wirklich sauer, was sie absolut nicht verstehen kann, weil das ja so ausgemacht war. Wie ist eure meinung dazu? Heißt "alles darf" wirklich, dass man ALLES darf, gibt es für euch Grenzen - und wo liegen diese? Alles illegale lass ich einfach mal aussen vor... LG Navalu |
![]() | 27. September 2011 das wort : alles umfasst nun mal alles wenn man alles darf und möchte, gibt es auch keine einschränkung |
![]() | 27. September 2011 Hm, ja, alles erlaubt heißt eigentlich alles erlaubt. Aber irgendwie würde mir der Gedanke widerstreben das ein Partner mit meiner Schwester rum macht. Das wäre zwar unlogisch, aber ich könnte das Gefühl nicht loswerden das damit meine Schwester irgendwie in mein Sexualleben integriert ist. Und das würde ich mal so gar nicht haben wollen. |
![]() | 27. September 2011 Ich schließe mich meiner Vorrednerin an. Alles heißt erst einmal alles. Das damit (implizit) meist nicht alles gemeint ist... nun ja. Normalerweise rechnet man ja wohl auch nicht damit, dass der Gegenüber mit jemandem aus der eigenen Familie... Ich würde sagen: "Sieh es als Chance gemeinsam mit deiner Partnerin eure Spielregeln zu adjustieren." In welche Richtung, bleibt euch überlassen. Explizit kann man ihr aus meiner Sicht keinen Vorwurf machen. Implizit kann man sich darüber streiten. (Und wenn man davon ausgeht, dass sie es dir erzählt und damit eure Ehrlichkeitsregel gewahrt hätte... ist sie so gesehen absolut im Recht. Dass du natürlich jetzt deinen "alles"-Irrtum bemerkst... immerhin eine Situation, aus der du und/oder ihr eine Menge für dich/euch lernen kannst/könnt.) |
![]() | 27. September 2011 Es wäre ein trauriges Zeugnis wenn zum leben einer offenen Beziehung jede Eventualität definiert werden müsste. Der Rahmen dessen was 'erlaubt' ist wird auch vom Respekt vor den Gefühlen seines Partners definiert. Deine Partnerin müsste dich gut genug kennen, um zu wissen das sie dich damit verletzt. Gewisse Dinge sollten eigentlich selbstverständlich sein. So auch das man eben *nicht* ungefragt den Bruder des Partners küsst. *kopfschüttel* Sich damit herausreden zu wollen, man hätte sich ja auf ein 'alles' ist erlaubt geeinigt, finde ich arm an Substanz. Schade wenn man scheinbar noch für den Zusatz "... außer es ist offensichtlich verletzend für dich." sorgen muss. |
![]() | 27. September 2011 |
![]() | 27. September 2011 Ich stimme Erkenntis voll und ganz zu ! |
![]() | 27. September 2011 Ich schließe mich der Meinung von Erkenntnis an! |
![]() | 27. September 2011 Ich schließe mich meiner Vorrednerin an. Alles heißt erst einmal alles. Das damit (implizit) meist nicht alles gemeint ist... nun ja. Normalerweise rechnet man ja wohl auch nicht damit, dass der Gegenüber mit jemandem aus der eigenen Familie... Ich finde das ist wortklauberei. Eigentlich eine meiner schlechten Eigenschaften. Aber in diesem Zusammenhang verbietet sich das einfach. Sie (die Partnerin) hat eine Verantwortung. Von der kann man sich doch nicht einfach lex contractus frei sprechen. |
![]() | 27. September 2011 Ich finde das ist wortklauberei. Eigentlich eine meiner schlechten Eigenschaften. Aber in diesem Zusammenhang verbietet sich das einfach. Sie (die Partnerin) hat eine Verantwortung. Von der kann man sich doch nicht einfach lex contractus frei sprechen. Ich gebe Dir recht, aber Du glaubst gar nicht wieviele Menschen sich so gar nichts dabei denken mit den Anverwandten eines Partners rum zu machen. Vielleicht muß man für einige Menschen tatsächlich extra dazu sagen was im Falle eines Falles augeschlossen wäre. |
![]() | 27. September 2011 Vielleicht muß man für einige Menschen tatsächlich extra dazu sagen was im Falle eines Falles augeschlossen wäre. wenn man einschränkungen hatsollte man auch nicht sagen: alles kann oder alles darf den alles ist erlaubt und hinterher heulen das wahr dann nicht damit gemeint und das hättest du beachten sollen und nicht tun ist den ball an dengeschoben wo man vorher doch mit dem ALLES den freibrief gegeben hat |
![]() | 27. September 2011 Tschuldigung - aber man kann doch wohl von seinem Partner erwarten das der das Hirn einschaltet bevor er was tut! |
![]() | 27. September 2011 den alles ist erlaubt und hinterher heulen das wahr dann nicht damit gemeint und das hättest du beachten sollen und nicht tun ist den ball an dengeschoben wo man vorher doch mit dem ALLES den freibrief gegeben hat Wir können ja jetzt darauf herum reiten das Alles eben auch Alles heißt. Aber ich glaube durchaus das die allerwenigsten Menschen erbaut darüber sind wenn da Verwandschaft in dieses Alles mit einbezogen wird. Klar, ich hab meinem Expartner damals auch gesagt er könne seiner Swingerleidenschaft nachgehen und ich würde nix dagegen sagen. Aber als er die rothaarige Dame öfter getroffen hat, hab ich trotzdem mein Veto eingelegt. Ich glaube das Beziehung auch ein bißchen selber mitdenken erfordert. Und das man sich nicht an den Bruder des Partners ranwerfen sollte halte ich eigentlich irgendwie für normal. Denn wenn man da Verwandte mit reinzieht, in die eigene Beziehung, dann ist das ja nicht so als wäre das ein Fremder mit dem man sexuell verkehrt. Diese Fremden bleiben irgendwie "gesichslos". Man kennt sie eben nicht gut, sie bleiben wohl eher ein Zwischenspiel. Den eigenen Verwandten kennt man aber, man hat ständig Kontakt zu ihm, hat ihn gern oder liebt ihn eben. Und da möchte man doch ungern darüber nachdenken das man da den geliebten Menschen mit diesem Bruder, Schwester, Mutter oder was auch immer irgendwie teilen sollte. |
![]() | 27. September 2011 Erkenntnis: Ich finde das ist wortklauberei. Eigentlich eine meiner schlechten Eigenschaften. Aber in diesem Zusammenhang verbietet sich das einfach. Sie (die Partnerin) hat eine Verantwortung. Von der kann man sich doch nicht einfach lex contractus frei sprechen. Finde ich nicht. Wenn man bedenkt, was es für ein Spektrum an Spielarten gibt, gibt es mit Sicherheit genug, die es geil oder zumindest akzeptabel finden, wenn der eigenen Partner mit jemandem aus der eigenen Familie oder dem engen Freundeskreis, Ex-Partnern oder dergleichen rummacht. Bis auf Inzest, Pädophilie, Nekrophilie, Sodomie gibt es doch heute kaum noch Spielarten, die "gesamtgesellschaftlich" geachtet werden und/oder strafbar sind? Persönlich sehe ich das genannte Beispiel auch als grenzwertig oder grenzüberschreitend, allerdings käme ich auch nie "alles ist erlaubt"-Freifahrtscheine auszustellen, weil "alles" für meinen Gegenüber vielleicht etwas gänzlich anderes bedeutet als für mich, der selbst in "allem" etwas (implizit) ausschließt. Von daher kann ich nachvollziehen, dass es die Threaderstellerin und andere es als taktlos empfinden, ebenso aber auch die Freundin, die die ihr zugestandenen Freiheiten vollends auskostet. Die Frage, die sich für mich stellt, lautet nicht "Ist das okay?", sondern was lerne ich daraus und wie handhabe ich den neuen Sachverhalt/die neue Erkenntnis in der Beziehung. |
![]() | 27. September 2011 @Versuchender Ja, es ist unwahrscheinlich, dass die TE die Aussage "Alles ist erlaubt" in einer expliziten Form wahrgenommen hat. Andernfalls hätte sie diese dann sehr eigenwillige Auslegung sicherlich gesondert erwähnt. Aber selbst wenn wir dies so annehmen, so musste die Partnerin darum wissen was sie mit ihrer Handlung in der TE auslöst. Oder um es einfach auszudrücken: Nur weil etwas erlaubt ist, ist es nicht gleich richtig es zu tun. Und dann wäre da noch zu erwähnen, dass eine Beziehung bei allen vorher verfassten Definitionen nunmal keine Judikative respektive Legislative kennt. Daher sollte 'Alles' was man innerhalb einer solchen Verbindung tut oder nicht, stets von der Rücksicht dem Partner gegenüber geprägt sein. |
