Romantiksubs oder desperate housewifes?

05. September 2011
Romantiksubs oder desperate housewifes?

hallo ihr lieben.

immerwieder fällt mir in forenbeiträgen auf das viele damen sich dem sm hingeben um irgendwelche romantischen vorstellungen erfüllt zu bekommen.
ist es frau heute auf "normalem" wege nicht mehr möglich einen MANN zu finden der sie auch wie frau behandelt oder wo liegt das problem? wünschen sich frauen führung?;notfalls züchtigung als antrieb?
warum geben sich tolle frauen, die mitten im leben stehen und sicher auch erfolgreich sind, dingen hin die sie selbst zweifelhaft finden?
weil es so sein "muss"?
laufen wir noch einem alten rollenbild nach? warum finden sich grade in der sm-szene soviele dieser mädels?

ich bin gespannt von euch zu lesen.

danke uli
05. September 2011
Abwertend

Ich denke das ist eine subjektive Einschätzung. Und eine die das Sub-sein wollen auch noch abwertet. Das ist kein guter Einstieg um konstruktiven Austausch ermöglichen.

Meine subjektive Einschätzung ist, dass die Zahl der male-subs und femdoms auch sehr hoch oder sogar höher ist. Wie passt das in deine Kritik?
05. September 2011

für mich passen sm und düstere Romantik auf aktiver wie passiver Seite. Deshalb bin ich dabei...
Kann Deine Eindrücke so nicht bestätigen, werde das Thema aber gespannt verfolgen...
05. September 2011
Widersprüche

tolle frauen, die mitten im leben stehen und sicher auch erfolgreich sind, dingen hin die sie selbst zweifelhaft finden?

Ihr bezeichnet euch als dominant/devotes Paar. Findet ihr denn BDSM zweifelhaft?
Und ist Euer weiblicher Part dadurch etwa keine tolle Frau und steht mitten im Leben? Und war sie auch nicht in der Lage einen Mann auf normalem Weg zu finden?

Fragen über Fragen...
05. September 2011
auf keinen fall negativ

male-subs leben "ihren" sm anders. MEINER ANSICHT NACH.
ich hab sehr oft beobachten können (auch real) das sich sehr viele damen mit dem titel "sub" belegen lassen damit das kind einen namen hat.
ich möchte auf keinen fall wirkliche sm paare angreifen oder dahingehend missverstanden werden.
bei den konstallationen die ich meine geht es um das typisch männlich weibliche machtgefälle welches offensichtlich von vielen frauen in der normalen welt vermisst wird.
05. September 2011

Grins, nö.

Ich muss grad lachen. Ich kenne einige weibliche Subs und die lassen sich im alltagsleben durchaus nicht die Butter vom Brot nehmen, geschweige denn von jedem Dom führen.

Es ist ihre Art zu liebe und Lust zu empfinden und hat mit Deiner verqueren Einstellung so gar nichts gemein, ulli_olli.
05. September 2011

wirkliche sm paare

wo ist die Grenze, hinter der ein Paar ein wirkliches SM-Paar ist? Hat SM nichts mit Romantik zu tun? Behandeln "SM-Männer" ihre Frauen nicht auch normal? Was ist normal?

Könnt ihr genauer beschreiben, was ihr unter solchen Mädels versteht?
05. September 2011

ich lese hier anmaßendes Schubladendenken heraus.
05. September 2011
Es kommt auf den Blickwinkel an

Vielleicht verändert sich gerade die bislang klischeehafte Vorstellung von Romantik.
Zumindest kommt es mir (uns) so vor.
Romantik im eigentlichen Sinne hatte immer etwas „Althergebrachtes“ von Fantasien aus alten Zeiten und Erzählungen.
Der Mann, galant, der Beschützer, edelmütig, ritterhaft.
Die Frau, voller Unschuld, die Frauen- und „Mutter“rolle vereinnahmend, immer bemüht um „Liebreiz“.
In Zeiten der Emanzipation hat sich so vieles geändert, dass ursprüngliche, vielleicht sogar evolutionär bedingte Reize hinten angestellt wurden. Erst wenn man zulässt, dass körperliches Verlangen nicht einem „Regelwerk“ entsprechen muss, sondern aus ungezügelten Reaktionen erwachsen darf, oder sogar sollte, kann man sich auf Gefühle, wie Leidenschaft, Hemmungslosigkeit oder auch Schamlosigkeit einlassen.
Und gerade diese Attribute sind es, die Romantik entstehen lassen.
Und erst dann kann „Frau“ Frau sein und wird in ihren Vorstellungen vom Mann gespiegelt.
Ich glaube, dass in erstaunlich vielen „desperate housewifes“ der Wunsch nach Ausbruch aus ihren anerzogenen Gefühlswelten schlummert.
Aber ich glaube auch, dass da etwas in Gang gebracht wurde, das, gerade in der Generation der Ab-40-jährigen eine erstaunliche Veränderung im Selbstbild und in der Einstellung zum „Regelwerk der romantischen Liebe“ passiert.
05. September 2011

ich möchte das Eröffnungsposting nicht ganz abtun, sondern einfach annehmen, dass es unglücklich formuliert war.

Ich teile die Beobachtung, dass Frauen verstärkt Dominanz und Führung als sexuelles Rollenverständnis erleben möchten.
Ich teile auch den Eindruck, dass das viel von Wunschzetteldevotion hat. Also nicht richtiger S/M ist. Frau ist dann ein bisschen devot, wenn Mann sie durch seine Naturdominanz bezaubert.

Ich glaube nicht, dass es damit zu tun hat, dass es so leichter wird einen Partner zu finden. Sondern eher schwerer, weil man ja zusätzliche Fähigkeiten erwartet.

Ich glaube auch nicht, dass die Frauen, D/S zweifehaft finden. Im Gegenteil sie suchen sie, obwohl sie Ihrem Verhalten in Alltagssituationen entgegensteht. Dazu ist ein gewisses Mass an Selbstreflexion notwendig.

Diese "sei der Superstar, dann bin ich ein bisschen nett devot, aber nur wenn mein Fahrplan eingehalten wird" Attitüde geht mir auch auf den Sack.
05. September 2011

Plakativ gefragt..

..warum findet Frau so viele Männer in Führungspositionen bzw. anderweitig erfolgreiche Männer in submissiver Rolle??

Ich denke nicht, dass man DOM/def an der Tatsache Männlein oder Weiblein ausmachen kann!!!

LA
05. September 2011

Ich teile auch den Eindruck, dass das viel von Wunschzetteldevotion hat. Also nicht richtiger S/M ist. Frau ist dann ein bisschen devot, wenn Mann sie durch seine Naturdominanz bezaubert.

Also ich sme seitdem ich 18 Jahre alt bin. Und ich bezeichne mich durchaus als Wunschzetteldevot. Nicht als Sub, nicht als Sklavin, sondern einfach als Spaßhaber an der Sache an sich.

Und das hat bei mir so rein gar nichts mit Romantikdenke zu tun. Ich mach das weils mich geil macht!

Und ich sage auch frei heraus das ich mit D/s nix anfangen kann. Es macht mich wütend wenn jemand denkt er weiß genau was mir gut tut und was nicht!

Manchmal ist es einfach nur die Lust an der Lust die Menschen so handeln lässt wie sie handeln.
05. September 2011

laufen wir noch einem alten rollenbild nach?

Ich für meinen Teil schon.

Vor allem habe ich bemerkt, das viele Männer heute zum allesverstehenden "Kumpeltyp" mutiert sind, die in gewissen Punkten eher der besten Freundin gleichen als dem, was ich unter Mann verstehe.

Einen Mann, der sich noch getraut, uns Frauen zu widersprechen, der einen eigenen Kopf hat, den Mut diesen auch mal durchzusetzen und sich nicht beleidigt in der Ecke verkriecht, wenn es mal hart auf hart kommt oder nochmal alles durchdisktieren will.

Ja, einen Mann eben, der einem Sicherheit vermittelt, an dem man sich auch mal anlehnen kann, der auch mal sagt wo es langzugehen hat.

Das Gegenteil ist mir in meinem Leben oft begegnet.

Das heisst nicht, das er sich nicht auch mal in schweren Zeiten auf mich stützen kann, aber es sollte doch zumindest ausgewogen sein.

Nein, ich will keinen dieser Männer, die immer und in allem mir zustimmen, Frauen als die besseren Menschen ansehen und wahre Leck_künstler im Bett sind.Die nur daran denken, mich zu befriedigen.

Das klingt undankbar? Mag sein *zwinker*

Ich will jemanden, der weiss, was er will und wo er steht und der noch den Unterschied der Geschlechter zu schätzen weiss..Keinen dieser ewigen Frauenversteher, auf die man sich letztendlich doch nicht verlassen kann, weil sie in den entscheidenden Momenten des Lebens den Schwanz einziehen.

Das ist nur meine Ansicht, die sich auf meinen Lebenserfahrungen begründet.Das bitte ich dabei zu beachten.

Ob ich deshalb devot bin? Nein, glaube ich nicht, denn meine Neigung spürte ich schon in sehr jungen Jahren.

LG Evils_Bitch (w)
05. September 2011

warum geben sich tolle frauen, die mitten im leben stehen und sicher auch erfolgreich sind, dingen hin die sie selbst zweifelhaft finden?

Wenn das wirklich so ist/wäre, dann läuft etwas verdammt falsch in meinen Augen.

Wer seiner Neigung nachgeht und nicht nur SM aus Modegründen spielt, der sollte schon dazu stehen und nichts tun, was er zweifelhaft findet!

Luna
05. September 2011

Ich muss grad lachen. Ich kenne einige weibliche Subs und die lassen sich im alltagsleben durchaus nicht die Butter vom Brot nehmen, geschweige denn von jedem Dom führen.

"Die Butter vom Brot nehmen lassen" - kann sich denn das heute überhaupt noch jemand leisten?Sind wir nicht eher alle dazu gezwungen, die Ellbogen auszufahren, sogar wenn wir das nicht immer wollen?

Ich führe meinen Haushalt, gehe arbeiten und erziehe meine Kids. Dennoch ist es nicht so, das ich nicht auch Tage habe, wo es mich ziemlich annervt, allein für alles zuständig zu sein und wo ich es mir nicht anders gewünscht hätte.

Was ich gar nicht verstehe, ist auch oft in BDSM-Kreisen die Betonung darauf, wie "alltagdominant" sub ist.

Manchmal habe ich den Eindruck, das es dieser Erklärung bedarf, um sich im BDSM "Schwäche" leisten zu dürfen, sich erklären zu müssen, das man es dort geniesst geführt zu werden, sich unterzuordnen?

Kann natürlich sein, das mich da meine Wahrnehmung trügt *g*

LG Evils_Bitch (w)

Edit:

Haben wir keinen Mut mehr uns selbst zuzugestehen, auch mal schwach zu sein, schwach sein zu wollen?

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