Nicht mehr kommen können nach Keuschhaltung

07. September 2011

Kein Partner, kein Sex. Und je länger sich das hin zieht desto weniger vermisse ich es.

Das ist ja mal spannend...habe ich so noch nie gehört.

Hat man dann am Ende überhaupt noch Lust und das Bedürfnis auf eine Partnerschaft? Liebe ist selbstverständlich mehr wie Sexualität. Aber bei mir ist die Sexualität doch eine wichtige Antriebsfeder. Würde ich meine sexuelle Lust verlieren würde auch mein Bedürfnis nach Partnerschaft abhanden kommen....vermute ich mal.


Kirk ende
07. September 2011

Viele Frauen in dieser Situation geniessen nach wie vor die Partnerschaft und fühlen sich dabei (auch ohne Sex) wohl. Rein evolutionstechnisch gesehen, "brauchen" Frauen nach den Wechseljahren ja keinen Sex mehr, weil sie keine Kinder mehr bekommen können. Die hormonelle Veränderung begünstigt diesen Umstand natürlich auch. Ich denke, es ist einfach wichtig, dass man in einer Partnerschaft den Sex nie einschlafen lässt, denn wenn das Interesse der Frau versiegt ist, ist es Schwerstarbeit, dieses wieder zu wecken. Je älter die Frau, je schwieriger.
07. September 2011

Hat man dann am Ende überhaupt noch Lust und das Bedürfnis auf eine Partnerschaft?

Oh ja. Und dann auch mit allem drum und dran.*zwinker*

Es geht dabei dann natürlich auch um Sex. Das Begehren stellt sich allerdings auch ganz selbstverständlich wieder ein. So war es zumindest bei mir bisher immer!
08. September 2011

Es ist überaus schwierig für mich,mir vorzustellen, es gibt viele Menschen,die KEINE oder nur wenig Lust empfinden über einen längeren Zeitraum,gab es bei mir nur dann,zum Ende einer Beziehung,wenn mein Begehren zu dem Partner nicht mehr vorhanden war,ich den Mann nicht mehr liebte.Sobald ich mich aus einer solchen Beziehung befreit hatte,kehrte auch die Lust wieder,mit anderen Männern Sex haben zu wollen.
Die Lust an Sex mit mir jedoch,die besteht die gesamte Zeit,wird fortgeführt und nur absolute Müdigkeit oder starkes Unwohlsein halten mich davon ab. In den Monaten,meines Lebens,und das waren nur wenige,auf eine gesamte sexuelle Lebensspanne von 30 Jahren bezogen,die ich ohne festen Partner war,habe ich viel Geld ausgegeben für Toys,die allerdings nur ein schmöder Ersatz waren,für einen echten Schwanz.

Unfreiwillige Keuschhaltung gab es also so gut wie nie in meinem Leben.Ich bin jetzt in einem Alter,wo nach einr Total-OP die Wechseljahre vorzeitig beginnen,aber seit der OP bin ich gelöster und freier als je zuvor,was Sex angeht,alleine der Umstand,nicht mehr unfreiwillig schwanger werden zu können,trotz Verhütung ja immer noch theoretisch möglich gewesen,hat mich von der latenten,im Hinterkopf verankerten Angst,befreit.Ich muß schon wirklich völlig neben der Spur und krank sein (also arge Schmerzen haben,wie bei meinem Bandscheibenvorfall),dass ich da mal sagte; Nein danke,heute besser nicht),dass sind dann aber Vernunftgründe,wie auch die Zeit direkt nach der OP,die dagegensprachen,nicht jedoch betrafen sie das Lustempfinden,was mich schon so manchesmal hat unvernüftigerweise zu früh wieder mit dem Sex beginnen lassen,während mein(e) Partner noch zurückhaltender waren,aus Sorge,es tut mir nicht gut.Wobei mich so ein "Widerstand" erst recht anreiztu und anheizt,denjenigen zu verführen.

Eine solch übersteigerte Libido,ein Leben lang zu haben,kann ganz schön anstrengend sein,manchmal.Ich gehöre zu den Frauen,die sich nimmt,was sie braucht.Manche nennen es nymphoman,aber das ist falsch,denn das Krankheitsbild einer Nymphomanin ist ein anderes ud von daher trifft es nicht auf mich zu.

Viele meiner Partner waren mit meiner Libido einfach auch physisch nicht in der Lage,mitzuhalten.was zu großen Problemen innerhalb der Beziehungen führte.Warum da diese dauerhafte Lust und Geilheit in mir ist? ich weiß es nicht.War schon zu Beginn meinr Sexualität in früher Jugendalter so,ich glaube,das erste Mal das ich begann, mich selber mit wildesten Fantasien zur befriedigen,war ich 9 oder 10 Jahre alt,meinen ersten Sex mit einem Mann hatte ich mit 16.

Sex bedeutet mir sehr viel in einer Partnerschaft.Von daher ist es gut,endlich einen Mann gefunden zu haben,der an Menge und Umfang genauso oft Sex wünscht,wie ich.Da ergibt sich dann auch Sex sehr spontan.Ohne das man es immer bis zum Bett hin schafft.Das ist für mich auch Leidenschaft pur.Willigkeit und Hingabefähigkeit gepaart mit dem Begehren des eigenen Partners und dem Begehren auf den anderen.

Wenn ich nicht ausreichend Sex bekomme,werde ich unzufrieden,nörgelig,zickig,überträgt sich das auch auf andere Bereiche der Partnerschaft.Eine Zeitlang konnte ich Liebe von Sex trennen.Das war meine wilde Zeit*zwinker*.

Das kann ich heute allerdings nicht mehr und will es auch nicht mehr,da Sex mit Liebe gepaart,eine ganz andere Dimension erreicht,als ohne Liebe.Oft habe ich mich gefragt,wie mein Leben verlaufen wäre,wenn nicht diese starke Libido in mir so ausgeprägt wäre.

Wenn ich Paare beoachte,die schon länger zuammen sind und die sich nicht mal mehr berühren,wenn sie sich sehen,oder nebeneinander herlaufen, nicht küssen,keine Zärtlichkeiten miteinander austauschen,
frage ich mich,wie können die nur darauf verzichten?

Eine Partnerschaft ohne regelmäßigem Sex und Zärtlichkeiten? Unvorstellbar für mich !!! Ein bis zweimal täglich Sex zu haben,gehört für mich einfach dazu.Eine Woche keuschgehalten zu werden,wäre für mich Psychoterror vom Feinsten.
08. September 2011

Wie sich Keuschhaltung/Keuschheit auswirkt ist eine ganz individuelle Angelegenheit, die von vielen Faktoren abhängt.
Unterschiedliche Motivation, Einflußfaktoren, Alter, Partner, Dauer usw. bringen auch verschiedene Ergebnisse.
So kann durchaus sein, dass bisher jedesmal nach zwei Tagen/Wochen/Monaten/Jahren die Luft raus war, beim nächsten Mal jedoch das Gegenteil der Fall ist.
Allen "durchschnittlich Geilen" mit "durchschnittlichen Körperfunktionen" beiderlei Geschlechts ist nur eines gemein: früher oder später reagiert der Körper und "verschwendet" weniger Energie für die Bereitstellung ohnehin ungenutzter Ressourcen.
29. September 2011
Kein Sex - keine Lust

Kann nur einige Vorschreiberinnen bestätigen:

Kein Sex - keine Lust.

Kann ich meine Libido über Wochen und Monate nicht an den Mann bringen, verkümmert sie. Mein trauriger "Rekord" von vier Jahren endete mit dem Unterlassen von Selbstbefriedigung - und dem Sich-Aufraffen, im Internet nach einem passenden Mann zu suchen.
Zugegebenermaßen musste der dann irgendwann meinen Nachholbedarf verkraften *zwinker*
29. September 2011

Zugegebenermaßen musste der dann irgendwann meinen Nachholbedarf verkraften
... und der hat jetzt wegen "Übersättigung" keinen Bock mehr? *zwinker* ein Teufelskreis *lach*
29. September 2011

Mein Schatz hat mir auch mal Keuschhaltung "antun" wollen, weil er das umgekehrt manchmal so liebt und der Höhepunkt danach so wunderschön ist. Ich habe einfach nur richtig miese, motzige Laune davon bekommen ^^. Und als ich dann wieder "durfte", war der Höhepunkt mies und total schwer herbeizuführen, mehr Arbeit als alles andere und überhaupt nicht die befreiende Erlösung, die es hätte sein sollen.

Ein anderes Mal ging es um Orgasmusverbot in einer zeitlich begrenzten Session. Da ich normalerweise leicht, schnell und oft komme, war es durchaus eine Herausforderung, der ich mich zu stellen bereit war. Nur: Irgendwann "kippte" es, ich spürte untenrum nichts außer Überreizung, die Lust war weg, ein vages, leicht schmerzhaftes Unwohlsein im Unterleib quälte mich danach noch mehrere Stunden und ich reagierte wieder super motzig.

Danach haben wir bei mir auf weitere Experimente in der Richtung verzichtet. Ich bin dafür ganz offensichtlich nicht geschaffen. Meine Höhepunkte passieren einfach und sind als solche nicht Teil des "Spieles", sie werden sozusagen ignoriert. Eigentlich schade, denn in der Theorie turnt mich der Gedanke durchaus an. Nur leider geht mein Körper da in der Praxis dann immer andere Wege als ich.
02. Oktober 2011

auch ich kann das bestätigen, wenn ich ein orgasmusverbot habe, funktioniert das ca. vier tage recht gut, habe ich dann keinen sex, werde ich zickig und ungenießbar. da man mir die möglichkeit nimmt, versuche ich meine sexualität auszublenden, schiebe alles ganz weit weg.
nach einem 14 tägigen verbot, von einem dom in der kennenlernphase, habe ich alles geschmissen, obwohl ich den mann sehr spannend fand, aber ich hatte keinen ausweg mehr und mir graute es davor, wie es weiter ginge. ich konnte nachts vor lust nicht einschlafen und war am tage total fertig. ich habe nach dem verbot stunden gebraucht um erstmal den kopf wieder in die richtung zu lenken....
was anderes ist es, wenn ich mir so zwei tage vor einem date aus eigenem antrieb abstinenz gönne, dann bin ich empfindlicher und kann es genießen, als kleines geschenk an meinen partner......

jadea

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