![]() | 25. August 2011 Mehr als eine "männliche" Sterilisation Bevor ich zu dem eigentlichen Thema komme, möchte ich noch einige Worte zu mir vorausschicken. Ich bin transsexuell und nehme seit einiger Zeit auch Hormone. Eine GAOP kommt für mich nicht in Betracht. Davor habe ich wegen meines Alters zuviel Angst. Ich habe mich damit abgefunden diesen letzten Schritt in meinem Leben nie gehen zu können. Nun möchte ich mich mehr als sterilisieren lassen. Ich möchte eine Kastration durchführen lassen. Meine Hoden einschliesslich der Nebenhoden sollen entfernt werden. Sie werden zwar durch die Hormontherapie kleiner, aber dennoch stören sie mich. Sie sind für mich auch noch ein männliches Zeichen an mir, das ich unbedingt loswerden will. Mehr ein männliches Zeichen als der schon sehr kleine Penis. Gibt es hier im Forum jemanden, der das hat machen lassen? Worauf sollte ich bei diesem Schritt achten? Wie sieht es in der ersten Zeit nach der Kastration aus? Welche Nebenwirkungen können sich daraus ergeben? Das dieser Schritt eine einschneidende Veränderung in meinem Leben sein wird, ist mir durchaus bewußt. Ebenso, das er nie wieder rückgängig zu machen ist. Aber ich will ihn gehen. Auch Sex zu haben in irgendeiner "männlichen" Variante ist mir zuwider. Auch dies ist einer meiner Gründe zu meinem Entschluß die Hoden entfernen zu lassen. Auch wenn er eine untergeordnete Stelle einnimmt. Für ernstgemeinte Beiträge bin ich sehr dankbar. |
![]() | 26. August 2011 na, wenn du solche Entscheidungen schon in einem Forum wie hier diskutieren willst... Du ersparst dir die Testoblocker. |
![]() | 26. August 2011 Anfragen.... ein nettes Hallo @ Konstanze, wieso würden die Testo Blocker erspart? Die Neben Hoden bleiben ja erhalten. Und ein guter Rat an @ Sklavin_Devot, warum fragst Du nicht in einem Gespräch mit einem guten Urologie Chirurgen "einfach mal" an? Ich weis das es Urologen gibt die diese Problematik sicher offen ansprechen. Hört sich zunächst komisch an, aber versuche es doch mal grundsätzlich. Im übrigen gibt es viele Urologen die sich mit Hodenkrebs- Patienten auskennen. Wenn Du mit äußerstem Takt anfragst? Versuche es doch einfach... |
![]() | 28. August 2011 wieso würden die Testo Blocker erspart? Die Neben Hoden bleiben ja erhalten. na, weil die Nebenhoden kein Testosteron produzieren, sondern die Hoden... |
![]() | 29. August 2011 nur mal so... mir wurde "mal" erklärt das in den Nebenhoden und auch in geringen Umfang im Nebennierenrindengewebe, auch Testosteron erzeugt wird. Und wenn die Hoden entfernt wurden die "testo Werte" zwar niedriger sind, aber der Körper quasi versucht den Mangel auszugleichen. |
![]() | 29. August 2011 die Nebennierenrinde prodzuiert ganz kleine Mengen Testo, aber sowohl bei Mann als auch bei Frau. Dass die Nebenhoden dies auch machen ist mir neu, ebenso dass diese nicht mit entfernt werden. |
![]() | 29. August 2011 ein nettes Hallo für Dich. wie gesagt ich hatte das vor ca. vier Jahren so erklärt bekommen, dass das verbleibende Hoden- Restgewebe "auch weiterhin" noch Testosteron erzeugt und der männliche Körper häufig nach OP,s den Mangel auszugleichen versucht,durch z.B. Steigerung der Hormonproduktion in der Nebennierenrinde von mehr als 5 %. Es ist auch bekannt das andere Zellen Testosteron produzieren können. Kurioser Weise sind es sogar Tumorzellen bzw. andere entartete Zellen, die Testosteron Hormone produzieren können, z.B. an den Geschlechtsorganen (Hodenkrebs,Tumore in den Eierstöcken oder Tumore in der Brust). Natürlich nur bei nicht gleichzeitiger Testoblocker Zufuhr. Denn die werden ja hauptsächlich zur Krebstherapie eingesetzt. Ich persönlich hatte mich zu dieser Zeit sehr dafür interessiert, aber seit dem nicht weiter verfolgt. |
![]() | 31. August 2011 bin seit 10.8. kastriert für mich ist am 10.8. 11 ein Traum in Erfüllung gegangen, habe ca. 7 jahre gesucht und zum Schluß hat es fast 1 Jahr gedauert bis ich ans jetzige Ziel kam. Im Prinzip war es auch ganz einfach, einen Münchner Urologen aufgesucht - der schickte mich dann zu ner Psychologin wegen dem Gutachten - nochmal ein Urologentermin - dann noch 1 Monat chemische Kastration zum"versuch" - terminvergabe anfang Juli 11 für den 10.8. - OP am 10.8. Ochiektomie m Scroktalektomie, also Hodenentfernung mit Sackentfernung - im Moment gehts mir bis auf ein paar Narbenschmerzen perfekt. Wer mehr wissen will, kann mich per PN anschreiben |
![]() | 23. Oktober 2011 fast 2 1/2 Monate her........ und bin echt erstaunt was so geschrieben wurde über Hodenentfernung / Kastration. Fühle mich blendend, mir gehts bis auf das, das der Schw. länger stimuliert werden muß bis er steht - perfekt. Von den angekündigten "WEchseljahresbeschwerden" keine Spur. Es sollten sich mal div Leute die wo meinen "gescheit" zu sein und manchen quatsch schreiben an der Nase packen. Die haben meistens keine Ahnung, da sie sich das nur in ihrem Kopf vorstellen.................. |
![]() | 25. Oktober 2011 @ speedy193 Hallo speedy, ich kenne mich überhaupt nicht mit dem Thema aus. Wenn es Dein Traum war und dieser in Erfüllung gegangen ist, dann beglückwünsche ich Dich dazu und wünsche Dir wirklich alles Gute für die Zukunft. Du hast mich jetzt aber neugierig gemacht. Du schreibst es dauert länger bis der Penis jetzt steht, wie lange steht er denn dann? So wie üblich, also Mal mehr, Mal weniger? Wie lange dauert es bis er steht. Ist der Penis dann richtig steif oder "nur" größer? Wie ist das denn mit dem Orgasmus? Hast Du noch einen Samenerguß? Hoden- und Hodensackentfernung, dass heißt ist da jetzt eine ebene Fläche vom Damm bis zum Penisschaft??? Ich würde mich sehr freuen wenn Du meine Fragen beantworten würdest, da ich über das Thema mehr wissen möchte. LG springfield |
![]() | 01. November 2011 Ich habe die Orchiktomie machen lassen ... Bei mir wurden die Hoden über zwei kleine Schnitte in Leiste entnommen, weil ich die Skrotalhaut nicht verletzen wollte. Heute bin ich froh drum, weil ich einen Operateur in Deutschland gefunden habe, der die scheide mit Skrotalhaut auskleidet ... was zusammen mit der überschüssigen Harnröhre die Bildung einer Vaginalschleimhaut möglich macht. Sexuelle Beinträchtigungen habe ich nicht ... Östrogene bewirken bei einer Frau das gleiche, wie Testosteron beim Mann. (auch Frauen haben Errektionen, Flashes in den Labien und einen Blutstau im Becken ..) Andere Veränderungen in meinem sexuellen Empfinden sind ebenfalls durch die Umstellung auf Östrogen zurückzuführen und nicht auf die Operation. Ich habe immer noch Sekretion ... aber kein Spritzen, sondern ein "Ausfließen" einer glasklaren Flüssigkeit ... |
![]() | 09. November 2011 Hodenentfernung/Orchiktomie @springfield: ja er steht noch, muß aber wirklich länger stimuliert werden. Andererseits ist es auch ganz angenehm, wenn man nicht dauernd den drang nach Sex hat - das genieße ich einwenig. Orgasmus - ja, habe es heute mal wieder mit Handarbeit probiert - aber es ist wirklich "trocken", also es kam beim Orgasmus keine Flüssigkeit, ansonsten so wie immer. Jetz habe ich eine schöne glatte Fläche vom Penis bis zum A... - so wie ich es schon immer wollte. Zur Zeit treten hi und da ein paar Schwitzattacken auf, aber ich weiß nicht so recht - wie ich das deuten soll. @Hanna: durch Leistenschnitt wollte ich nicht, da dann warscheinlich Narben übriggeblieben wären, so schaut die Narbe jetz aus wie vorher der Hodensack ausgesehen hat, auch mit der "Naht" dazwischen |
![]() | 10. November 2011 @ speedy193 Danke für die Beantwortung meiner Fragen. Noch Mal alles Gute von meiner Seite aus |
![]() | 10. November 2011 Frage: Jetzt ist es doch so, dass die Geschlechtshormone beim Menschen ja nicht nur für die Bildung von Geschlechtsorganen zuständig ist, sondern ebenso auch noch andere nicht ganz unwesentliche Funktionen haben. Bei Frauen wird deshalb nach einer Totalentfernung der Ovarien ergänzend Östrogene (meist in Tablettenform) zugeführt, damit diese nicht gesundheitliche Probleme bekommt (z.Bsp. Osteoporose). Nun frage ich mich, was einen Arzt dazu motivieren soll, einem gesunden Mann mittels Orchiektomie die Gonaden, also die Hauptproduzenten an Geschlechtshormonen in einem männlichen Körper, entfernt. Ich will mit diesem Beitrag bestimmt keinen verurteilen, doch für mich ist dies einfach nicht schlüssig, was das Ganze für einen Sinn haben soll, denn ich kenne kaum eine Frau, welche sich freiwillig die Ovarien entfernen lässt, noch ebenso wenig einen Arzt, welcher dies mal einfach so auf Wunsch durchführen würde (zumindest nicht in Deutschland). |
![]() | 11. November 2011 Unwissend und unbewertend frage ich mich, was eine solche Kastration eigentlich bedeutet? Mein erster Gedanke war "Kastration = dauerhafter, unwiderruflicher Verzicht auf Sexualität", da die körperlichen Grundlagen für Sex und Erregung fehlen? In einem späteren Beitrag hingegen lese ich etwas von Vaginal-Nachbildung... also wie gesagt ich möchte niemandem auf den Schlips treten, nichts be-/verurteilen und keinem Menschen sagen, was richtig für ihn wäre. Ich würde nur gerne als jemand, der mit dem Thema noch nie wirklich zu tun hatte, wissen, wie das ganze medizinisch gesehen genau aussieht und was die Konsequenzen sind. |
