![]() | 19. August 2011 Nimm mal Tempo raus Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: mach langsam! Informiere dich über die Möglichkeiten, die dich reizen, sprich mit deinem Partner darüber. Aber brich die Dinge nicht übers Knie. Alle Dinge brauchen Entwicklung. Du bist noch nicht lange an diesem Thema dran, dann denke ich, dass nach so kurzer Zeit noch nicht alles durchprobiert sein muss. Und wenn du ein komisches Gefühl hast, dann überleg dir dreimal, ob du noch eine weitere Grenze austesten willst. Nach einem schnellen Auf- bzw. Einstieg kommt oft das böse Erwachen und der tiefe Fall. Ich will dir keine Angst machen, das alles kann auch gut gehen - aber in meinen Augen macht es viel mehr Sinn, Tempo rauszunehmen. |
![]() | 19. August 2011 Ich halte ja nicht so viel von schmissigen Zeitgeistdiagnosen, aber an der "Pornographisierung" immer jüngerer Menschen ist schon was dran...mit allen deletären Folgen für eine lustvoll befriedigende Sexualität und die Fähigkeit, zu einer liebevollen stabilen Bindung. Ist das so? Oder ist es eher so, dass 'früher ja alles besser/netter/ruhiger/gesünder war'? Ich persönlich kann mich, wenn ich reflektiere, bis ins zarte alter von 13 oder 14 Jahren zurückerinnern... Emanuelle war langweilig, aber auf die Fesselein in Indianer-, Piraten- und Römerfilmen konnte ich schon abgehen und meine ersten Schritte mit SM machte ich auch mit 18-20... Ist es vielleicht eher so, dass das, was in den 70ern das Polaroid und in den 80ern das VHS-Band unterm Bett war, heute einfach da digitale Bild/Video ist? Und das ist eben viel leichter zu machen und, gewollt oder nicht, zu verbreiten. Ergo gibt es (wahrscheinlich) nicht mehr davon, es ist nur 'öffentlicher'. Das Selbe mit den Erlebnissberichten: man teilt Sie mit seinen Freunden. Früher war das ein enger Kreis von 5 oder 10, heute sind es die 150 Facebook-Freunde... Und da ist dann eben eher einer dabei, der den Mund nicht halten kann... Ich glaube nicht, dass irgendwas früher oder öfter passiert als vor 20, 30 oder 40 Jahren, nur eben öffentlicher... Just my 2 Cent Sascha |
![]() | 19. August 2011 Vorallem, die junge Dame informiert sich und zwar vorher. Sorry, aber jung= <Blond-> blöd-> ganz Europa in zwei Tagen> stimmt auch nicht immer und hier schon gar nicht. Aber wir Älteren können uns auch wieder hinstellen und sagen:" Kindchen, das ist noch nichts für Dich, werd erstmal älter und dann reden wir weiter.." Wahscheinlich mit dem Erfolg, dass dann blind gemacht wird ohne Anfrage und ohne sich zu informieren. Wie hätte die ältere Generation es nun gern??? |
![]() | 19. August 2011 Ein kleiner Nachtrag von mir noch zum Thema Nadeln: Wenn man damit spielt sollte man vielleicht vorher einen WorkShop zu sowas machen, gibts mittlerweile so einige dafür. Die werden auch oft von Fachpersonal wie Ärtzen und Rettungssannis gegeben. Ja, man kann es sich auch selber beibringen, aber wie viele Halbwahrheiten hier wieder rumgeistern sieht man ja.. Was die Sache mit den Kanülen und der Sterilität angeht: Nadeln werden wie schon angesprochen in die Haus gepiekst, dann unter der Hautoberfläche ein Stücksen durchgeschoben um dann irgenwo wieder aus der Haut raus zu kommen. Besonders Letzteres ist SEHR wichtig, denn: Würde man die Kanüle senkrecht in die Haus tecken würde Folgendes passieren: dadurch, dass am Ende der Nadel kein Schlauch o.ä. sitzt ist die Nadel oben offen. Das bewirkt, dass die kleinen Bakterien, die so in der Luft rumfliegen, in diese Öffnung kommen können und damit direkt unter die Haut. Das kann mit einer Entzündung getan sein. Es kann aber auch sein, dass sowas tödlich endet. Warum? Naja, das Ganze entwickelt sich u.U. wie eine Fäule unter der Haut - was dazu führen kann, dass ganze Gliedmaßen amputiert werden müssen und auch das nicht mehr reicht und diese Bakterien einen sozusagen von innen auffressen. Und ja, auch sowas bekommt man auf einem Workshop beigebracht.. |
![]() | 19. August 2011 Deswegen sollte man, wenn man IN die Haut nicht Durch die Haut stechen will ja auch Akupunkturnadeln verwenden... |
![]() | 19. August 2011 Das wollte ich damit sagen - sekrecht in die Haut stechen: Akkupunkturnadeln - waagrecht durch die Haut stechen: Kanülen |
![]() | 19. August 2011 (FSK18) Dieser Beitrag wurde als FSK18 eingestuft. Zur Freischaltung |
![]() | 20. August 2011 Es scheint ja eine gewisse Unsicherheit da zu sein ob sie ihm vertrauen kann, wenn es um "fortgeschrittene" Praktiken geht. Dagegen gibt's ein ganz einfaches Mittel: Sich erst einmal selbst informieren was Sache ist, worauf man aufpassen muss und worauf nicht und ... dann eben sehen oder erzählen lassen, was er denn so vor hat, wie er es gedenkt zu machen. So lässt sich dann sehr schnell und völlig ungefährlich herausfinden ob man ihm vertrauen kann oder ob er doch nochmal auf die "Schulbank" muss bevor es ausprobiert wird! Kleines Beispiel Nadeln: Lass doch erstmal ihn die Nadeln holen! Denn dann ist er gezwungen sich selbst zu informieren. Wenn er dann prompt mit Akupunkturnadeln ankommt, dann weißt du jetzt, dass er darin offenbar doch noch nicht soo viel Erfahrung hat. Ist dann ja auch nix Schlimmes! Kritik muss ein Dom abkönnen wenn sie konstruktiv ist und ein "äh, neee, die sind zu gefährlich, weil ..." kann dann nicht schaden - und damit ein Gespräch, sich ja vielleicht gemeinsam schlauzumachen zum Thema, gleich eröffnet. Vorerst aber würde ich ihm nicht mangelnde Erfahrung absprechen. Das wirkt verletzend und schafft auch nicht gerade eine Atmosphäre, in der alle entspannt sind. Eben selbst informieren, sehen was er anschleppt (hat er Bienenwachskerzen dabei? Dann weißt du, dass er sich dort offenbar auch noch nicht so recht auskennt So wie es jedenfalls bislang klingt, scheint er nicht unerfahren zu sein. Also gibt es -vorerst- auch keinen Grund daran zu zweifeln dass er die fortgeschrittenen Dinge betreffend nicht auch welche hat. |
![]() | 21. August 2011 Schöne neue Welt.... Manchmal am Anfang, macht es einem Angst, was es alles gibt...Muss es immer "mehr" sein? Man sollte es positiv sehen: Die Welt des BDSM bietet ganz viele Formen und Möglichkeiten, sich auszuleben. Es ist so, als ob man in einem Haus mit drei Räumen lebt und auf einmal einen verborgenen Keller erlebt, der viele Räume und Gänge und weitere Unterkeller bietet...Man sollte nicht ständig durch alle Räume hetzen, sondern jeden Raum genießen. Manchmal macht es aber auch Spaß, in mehrere Räume zu gehen....und einfach genießen... |
![]() | 22. August 2011 1. Wie sieht das mit den Lebensmitteln und der "Reinigung" aus? Naja, vor dem Verzehr sollte man die Lebensmittel schon reinigen, ausser man steht auf Schokolade mit "Fisch"geschmack. Chilli, Schoten als Minidildo, Chillisauce, Chliipulver.... Heisses Bitumen, viel billiger und in der klassischen SM-Farbe Schwarz, super Kontrast zur roten Chillisauce.2. Welche Lebensmittel kann man denn unbedenklich nutzen? 3. Gibt es bestimmte Kerzen, die man nutzen sollte oder kann man jede Herkömmliche Kerze nehmen? Wenn amn die "Expertenratschläge" hier liest, braucht man zu allererst eines: eine private Krankenversicherung Es scheint ja eine gewisse Unsicherheit da zu sein ob sie ihm vertrauen kann, wenn es um "fortgeschrittene" Praktiken geht. Sollte nicht gerade dann der Partner erster Ansprechpartner für alle Fragen sein? Wie soll sie denn aus dem was hier verzapft wird rausfinden was richtig ist? Ist heimlich kontrollieren wirklich sinnvoll? |
![]() | 22. August 2011 Quatsch "und diese Bakterien einen sozusagen von innen auffressen."!! Wie oft schneidet und sticht man sich im Alltag, ohne Desinfekt, mit Gartenerde verschmutzt, etc. Also bleib am Boden! |
![]() | 22. August 2011 Sollte nicht gerade dann der Partner erster Ansprechpartner für alle Fragen sein? Natürlich. Nur, wenn der Hauch des Zweifels da ist, kann man selbst mithelfen ihn wieder zu zerstreuen, indem man sich selbst auch ein bisschen informiert (wo steht geschrieben, dass sich nicht auch Subbies schlau machen dürfen bezüglich dessen, was man miteinander macht? Auch wenn die Sterilität im Zweifel in Ordnung ist wenn es zum Nadeln kommen sollte - eine Tetanusimpfungsauffrischung kann trotzdem nicht schaden. |
![]() | 22. August 2011 Bin wirklich der letzte der was gegen informierte und wissende Subbis hat, ganz im Gegenteil, ist doch super. Hab auch kein Problem mit falsch informierten Subs, bin durchaus in der Lage zu erklären, notfals zu rechtfertigen oder (sollte es jemals passieren Ein Problem hätte aber wirklich, wenn Sub mir misstraut das nicht äussert und erst andere befragt bevor mit mir darüber gesprochen wurde. Tickt (Gottseidank Jo von mondlicht6 |
![]() | 23. August 2011 Nunja, Vertrauen wächst nun einmal nicht auf Bäumen. Das muss wachsen. Und wenn es um fortgeschrittenere Praktiken geht ist die Fallhöhe auch höher, also halte ich es für ganz normal, dass sich hie und da ein paar Unsicherheiten einschleichen, ob ER denn wirklich sein Handwerk beherrscht. Andere fragen bevor man den eigenen fragt ist prinzipiell schon nicht schön, das stimmt. So interpretiere ich das hier aber gar nicht. Die Frage war ja eher, ob das eigene Tempo gut so ist oder nicht, ob es nicht beide überfordern könnte, vor allem sich selbst. Meine Antwort darauf ist ganz klar: Wenn es in unbekannte Gefilde geht, dann gibt am meisten Sicherheit vor allem eines: Information. Entweder holt man sie sich vom Dom, indem man ihn fragt wie und was und so, oder man informiert sich selbst, was hinter dieser oder jener Praktik steckt. Ideal ist eben beides! Dass man sich selbst informiert und nicht nur Dom die ganze "Infoarbeit" überlässt und zusätzlich Dom auch fragt. Wenn dann beides zusammenpasst, sind Zweifel schnell ausgeräumt. Wohlgemerkt: Nicht Zweifel gegenüber dem Dom, sondern gegenüber der Praktik, die da vor einem steht. Wenn man merkt dass Dom einen klaren Plan hat, dass er weiß was er tut, dann ist das sehr gut. Wenn man dann auch noch nicht nur ahnt sondern auch weiß dass jener Plan sich verdammt gut und voller Ahnung anhört, dann ist es noch besser. |
![]() | 24. August 2011 die Sucht nach mehr Die Sucht nach mehr kenne ich sehr gut , die Gedanken kreisen um immer noch härtere Abstrafungsszenarien und die Suche nach noch heftigeren Grenzgängen. Ich denke , das ist ganz normal , das man Grenzen austestet und immer den Punkt sucht , an dem alle Limits erreicht sind. Zudem ist nicht jeder Tag gleich , die Tagesform und die mentale Vorbereitung ist sehr entscheidend , wie weit man bei der jeweiligen Session gehen kann . Aber letztendlich ist es nur ein Spiel und kein Rekordwettkampf. Viele Grüsse Caneboy |
