Dominanz verloren? BDSM eingeschlafen?

07. August 2011

Gespräche haben uns zwar offengelegt, dass wir beide noch Interesse an BDSM haben aber leider aus genannten Grund den Einstieg nicht finden.

Aus meiner Sicht wäre es ein grosser Fehler,jetzt etwas erzwingen zu wollen.

Gerade dann,wenn man sich auf so einer hochsensiblen Spielwiese wie BDSM bewegt,sollte man nichts überstürzen,weil man- vielleicht aus dem Gedanken heraus,seinem Partner und sich selbst unbedingt etwas beweisen zu wollen/müssen- so einiges falsch machen kann.

Alles Gute euch beiden!


Consi
07. August 2011
ich kann..

nur eine sub dominieren,die ich nicht liebe,liebe ich sie,
verliere ich die Dominanz!
(r.greene)

man kann es natürlich auch herumdrehen!! *zwinker*
07. August 2011

ich kann..
nur eine sub dominieren,die ich nicht liebe,liebe ich sie,verliere ich die Dominanz!(r.greene)

man kann es natürlich auch herumdrehen!! *zwinker*

Man(n) kann.... zumindest,was den ersten Teil betrifft *zwinker*
08. August 2011

Warum hast denn in ihren Augen deine Dominanz in welchen Bereichen verloren - das hast uns mit keinem Wort mitgeteilt.
"Nur" im BDSM? warst auch "nur" im Bett dominant?

Erst mal: Die Beziehung auf den Prüfstand und nachdenken ! - vor einem dem eventuellen "Großen Palaver". Was nützt dir Reden wenn nicht weisst wovon.
Ist wirklich (noch) alles so wie es den Anschein hat, in Sachen Liebe, Gefühle,etc...?
Ist der Wunsch, das Verlangen nach BDSM wirklich (noch) da?
Könnte deine angeblich verlorene Doninanz eine (bewusste oder unbewusste) Ausrede für was anderes sein?

Aber gut, habt in einer stressigen Zeit nicht genügend Rücksicht auf andere Dinge genommen, ist dir in einer Phase als Partnerschaft angesagt und wenig Zeit für anderes war wirklich deine dominante Austrahlung abhanden gekommen - kann ja durchaus sein.
Dann beweis dir und ihr, dass sie immer noch da ist. Wie? Wie äussert sich Dominanz - sie "macht", sie wartet nicht ab, sie zeigt Initiative, sie fordert und sie ist raffiniert beim Erreichen von Zielen. Sie fragt nicht bitte, bitte, darf ich - sie tut.
In kleinen Dosen langsam steigernd verabreicht, kommst sicher wieder dahin wo schon mal warst.
08. August 2011

Du schreibst, dass euch nicht nur der Sinn für´s BDSM sondern auch die Zeit für Gemeinsamkeit generell gefehlt hat bzw. fehlt.

Ich würde an eurer Stelle erstmal schaun, dass ihr nach dem ganzen Streß nochmal zu euch findet und eine gemeinsame Basis, auch in sexueller Hinsicht, findet.

Der Rest ergibt sich dann meines Erachtens wieder von alleine. Die Grundeinstellung zum BDSM ist ja noch da.

Laßt euch Zeit. Es läuft nichts weg!

LA
09. August 2011
Wahrnehmung

Von mir weiß ich, dass ich auf Dominanz nur reagiere, wenn ich auf sie eingestimmt bin, sie voraussetze.
Und ja, das ist durchaus auch ein wenig abhängig von "Gewöhnung" und "aufeinander eingestimmt sein".

Irritierend wirken auf mich "kurze dominante Einlagen" in Situationen, in denen ich so gar nicht auf D/s eingestellt bin.
Wenn also D/s sich längerfristig gar nicht im zwischenmenschlichen Miteinander findet und aus heiterem Himmel eine Ansage kommt, die voraussetzt, dass ich plötzlich umschalte.

Einen möglichen Lösungsansatz für euch sehe ich darin, euch eine
vom Alltag befreite Zeit, ähnlich einem (wiederholten) Date, zu schaffen.

Z. B. zu verabreden, den kommenden Samstagabend für D/s oder auch D/s-SM zu nutzen.

Zeit für beide, sich hierauf einzustimmen, das Kopfkino anlaufen zu lassen, auch sich vorzufreuen auf "ein besonderes gemeinsames Erleben"

Just my 2 pence
10. August 2011
nun ja....

die Situation mit dem Stress und dem Umbau können wir nachvollziehen, da wir fast in der gleichen Situation waren, was für uns bedeutet eine " Ruheinsel " zu schaffen.
Am besten gelingt dies ausserhalb der 4 Wände. Was uns allerdings etwas nachdenklich stimmt, ist die Aussage deiner Partnerin, dass es wohl an dir liegt! Empfindest du dies auch so...oder hat sie sich vielleicht anderes entwickelt? Oder Ihre Erwartungen haben sich verändert? Wir gehen davon aus, dass der eigene Nestbau für euch eine gemeinsame Weiternetwicklung war, wo sich auch die Beziehung zueinader verändern kann und wenn beide zu 100% den BDSM wieder miteinader leben möchten, findet sich ein Weg, damit meinen wir den gemeinsamen, wo auch Sie etwas dafür beitragen sollte.
11. August 2011
Versteh ich gut,

da wir auch so eine Bauphase hinter uns haben, die uns beide voll gefordert hat. Alltag, Job und Kinder tuen ihr Übriges, so dass uns der "Rollenwechsel" auch nicht immer gelingt, wenn wir endlich mal Zeit für uns haben.

Ähnlich wie xKittyX es beschreibt, kann ich nicht immer "umschalten", wenn mein Mann es sich gern wünscht und auch (m)ein Dom hat mal Zeiten, in denen er mir gegenüber gar nicht dominant sein will oder kann.

Ich finde, dass an dem Zitat von r.greene eine Menge dran ist, wenn man D/s nicht 24/7 lebt. Ein Partybesuch oder Treffen mit anderen finde ich anregend und bereichernd. Keine Ahnung, ob Deine Frau dafür offen ist, aber uns hat es immer Lust auf mehr gemacht.
11. August 2011

Ende 2009 habe ich meine Partnerin kennengelernt. Nach ein paar Wochenenden, die natürlich auch im Bereich BDSM spielten haben wir uns entschlossen eine feste Beziehung zu führen.

Hattet ihr auch darüber gesprochen, wie ihr euch eure gemeinsame Beziehung vorstellt und das gemeinsame Zusammenleben?

Auf Grund der wenigen Zeit, die wir bis zu unserm Zusammenziehen im Sommer 2010 gemeinsam verbringen konnten hatten wir nicht viele Gelegenheiten unsere Leidenschaften auszuleben.

Die Gelegenheiten dir ihr hattet, habt ihr genutzt und wen ihr euch nicht sehen konntet über eure Träume gesprochen ?

Es kamen einige stressige Monate mit Umbau eines Hauses und herrichten eines gemeinsamen Nestes. IN dieser Zeit blieb die Zweisamkeit auf der Strecke.

Vorher schien aber auch schon nicht viel Zeit und Gelegenheit gewesen zu sein ?


ir hatten uns zwar wieder zusammengerauft aber leider finde ich keinen Einstieg mehr in den SM. Sie sagte mir, ich habe ihr gegenüber meine Dominanz verloren weil wir über einen längeren Zeitraum nichts in dieser Hinsicht untrnehmen konnten.

Haus bauen kenn ich nicht, nur renovieren.
Kann sich auch länger hinziehen.
Wobei gerade solche nicht alltäglichen Dinge ja zu Fantasien führen können... und auch umgesetzt werden können.
Nicht ständig, aber so zwischendurch zur Entspannung und
neu Kraft holen.
In Strapsen tapezieren, Ihm auf der Leiter "ein bißchen Luft zufächeln", die richtige Melodie blasen weil das Radio streikt oder so.


Kennt jemand dieses Problem und kann mir helfen wieder in den von uns beiden gewünschten Beziehungsstatus zurückzufinden?

Es ist etwas schwer euren vorherigen Beziehungstatus zu erkennen, weil da nu was von wenigen Gelegenheiten/Wochenden steht, in denen auch BDSM Sessions stattfanden.
Mehr so vorab genau geplant, denn spontan ?

Sie sagte mir, ich habe ihr gegenüber meine Dominanz verloren

Was meint sie denn genau damit ?

weil wir über einen längeren Zeitraum nichts in dieser Hinsicht untrnehmen konnten.

Vielleicht hatt sie gehofft, daß Du zwischendurch
"Gelegenheiten findest" ?


Gespräche haben uns zwar offengelegt, dass wir beide noch Interesse an BDSM haben aber leider aus genannten Grund den Einstieg nicht finden.

Da fällt mir nur leider der unerfreuliche Spruch ein:
Erotik findet man nicht, die gestaltet man sich.

Erotik Ist ja nichts, was wie ein Apfel vom Baume fällt,wenn er reif ist.
Und selbst wenn einem so ein Apfel unvermittelt in den Schoß fällt, muß das ja auch nicht gleich heißen,das man just in dem Moment zufällig Appetit auf einen Apfel hat.

Was anderes ist es, wenn man Äpfel liebt und deswegen einen Apfelbaum züchtet. Da freut man sich dann das ganze Jahr über auf die Erntezeit und hegt und pflegt sein Bäumchen.
11. August 2011

Sturmvogel

Das was du beschreibst kennen wir aus unserer anfänglichen Beziehung sehr gut. Wir hatten uns auch direkt damals zu einem Spiel getroffen und bemerkten das da wohl mehr ist als „Üblich“.

Auch wir hatten eine längere Zeit keine Möglichkeit mehr zusammen zu spielen, da meine heutige Lebensgefährtin, respektive damalige „Spielpartnerin“, mehrere Monate eine Zusatzausbildung im beruflichen Sinne machen musste, die absolute Priorität hatte.

Während dieser Zeit des NICHT „Spielens“ beschlossen wir auch den Zusammenzug anzugehen, wo für unser „Spiel“, was sich entwickelt hatte, keine Zeit mehr war und dauerte mal locker ein halbes Jahr wo nichts passierte.

Auch hier kamen natürlich die Fragen auf, wie es sei wieder anzufangen, ob wir diese „Tiefe“ jemals wieder erreichen würden, ob es überhaupt für uns möglich ist wieder „Spielen“ zu können?????

Da ich erheblich mehr Erfahrungen als meine Sie hatte, habe ich immer folgendes gesagt, was ich dir/euch auch anraten möchte bzw kann:

Ihr, zumindest einer von euch, hat sich verändert, weiterentwickelt.

Gleichzeitig versucht Ihr aber auf dem alten Stand, auf dem ihr gewesen seid, zu „Spielen“!!

Das kann meiner Meinung nach nicht funktionieren!!!

Man entwickelt sich, zumindest in vielen Fällen:), weiter. Also auch innerhalb des Umgangs wie man miteinander SM betreibt.

Ihr müsst eure Bedürfnisse, euer „Spiel“ dem neuen Stand, den neuen Gegebenheiten anpassen!

Findet es langsam heraus und gebt nicht gleich auf wenn es daneben geht.

Unser erstes Spiel nach über 6 Monaten unter der neuen Konstellation war alles, nur nicht da was wir kannten:)

Aber, das zweite, Dritte usw. wurde immer besser, immer Tiefer.

Heute können wir sagen das es sich geändert hat „unser“ Spiel. Es ist aber nicht minder Tief als in den Anfängen bei uns.

Im Gegenteil sogar. Wir machen heute Dinge, die wir uns zum damaligen Zeitpunkt nicht vorstellen konnten.

Heisst, es ist gleichermaßen für euch eine Gefahr aber auch eine riesen Chance unter dieser neuen Konstellation neu anzufangen. Und genau das scheint eines der Probleme zu sein, ihr müßt neu anfangen und sich den Gegebenheiten stellen und anpassen.

Es ist also immer leicht gesagt wenn mal was nicht funktioniert, man habe bspw. die Dominanz verloren etc…!

Denn auch ich als dominanter und führender Part brauche hin und wieder Hilfestellungen meiner Partnerin, die ich im „Bedarfsfall“ nicht nur annehme sondern auch einfordere, da auch Sie Verantwortung trägt.

Und niemand von uns beiden hat dann in diesem Fall das Gefühl, ich habe meine Dominanz verloren.

LG Desafio

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