![]() | 01. August 2011 Komisch irgendwie bin ich doch etwas enttäuscht, dass all die Hobbypsychologen, welche andernorts im Forum reichlich vorhanden sind, sich hier so rar machen. Ich hab den Mist studiert, kann aber leider nur einmal antworten. Für genauere Details wärst du in der Gruppe "Psychische Erkrankungen" willkommen - nicht nur Erkrankungen werden dort diskutiert, auch und möglicherweise auch solche Themen finden Anklang. Und dort ist die Quote der studierten und Hobbypsychologen signifikant höher als im Allgemeinforum. |
![]() | 09. August 2011 Also für mich sind die High Heels als Objekt einfach schön anzusehen und strahlen eine gewisse Faszination aus - sowohl an einem schönen Frauenbein als auch nur die Schuhe alleine. Schon in meiner frühen Jugend habe ich besonders für die Mädchen geschwärmt, die schöne und feminine Schuhe getragen haben und keine Turnschuhe. Den eleganten Gang einer Frau in hohen Schuhen hab ich immer mit Balance und balancieren verglichen, das ist bzw. war für mich ein Grund, selbst das Gefühl des Tragens von HH erleben zu wollen. Wenn eine Frau gut in HH laufen kann, dann beherrscht sie die Balance auf den Absätzen - und nur dann zieht sie selber gerne welche an. Balance und Gleichgewicht sind auch für mich ein tolles Gefühl, deshalb vielleicht mein Verlangen danach, auch mal in HH zu balancieren. Das Gefühl auf möglichst hohen Absätzen zu balancieren finde ich toll, es erregt mich aber nicht wirklich. Eine Frau in schönen HH erregt mich dagegen sehr, besonders dann, wenn auch sie Spaß am balancieren auf hohen Absätzen hat. Das heisst nicht, dass sie gut drin laufen können muss, aber es muss ihr Spaß machen es zu üben. Eine Frau, die keine Lust hat HH zu tragen wird für mich nicht unbedingt dadurch attraktiv, dass sie diese Art von Schuhen mir zuliebe anzieht obwohl sie eigentlich gar keine Lust dazu hat. |
![]() | 12. August 2011 |
![]() | 12. August 2011 Schön, dass es Menschen gibt, die sich für alles einen schön modischen Begriff ausdenken. Aber ich denke mal, dass das Thema Metrosexualität greift hier nur bedingt, da die Heels ja meist von Männern nicht als alltäglicher Bestandteil ihrer Kleidung aufgetragen werden, sondern eher still und heimlich und verstohlen zuhause zwecks Lustgewinn und Erregungssteigerung, vielleicht beim Sex oder Masturbation - also eher als Fetischfunktion. |
![]() | 17. August 2011 Ich denke die Beweggründe sind individuell wie auch das Empfinden. Ich habe wohl schon mit 3 mein Interesse für Heels entdeckt, als ich bei einer Kaffeerunde einen der unter dem Tisch liegenden Schuhe schnappte und in meinem Zimmer wie eine Trophäe aufbaute. So richtig ging es bei mir los, da war ich 11. Da probierte ich einfach mal ein paar Pumps (mit moderaten Absätzen) meiner Mutter aus. Die Schuhe passten und ich konnte damit problemlos loslaufen. Meine Mutter hatte einige schöhe und vor allem hohe Schuhe, die mich in ihren Bann zogen und die ich ausprobieren musste. Sicherlich kam auch die beginnende Pubertät hinzu, die das Ganze auch noch sexuell verstärkte. Ja, ohne Frage eine Art Fetisch zu Tage trat. Die Sache vermischte und verstärkte sich noch durch die Komponente "crossdressing", als meine Cousine meinte, es wäre doch toll, wenn wir uns verkleiden würden und meine Mutter einige alte Klamotten rausrückte. Das Peter-Frankenfeld-Gedächtnis-Jacket meines Vaters interessierte mich da weniger als die Röcke und Blusen. Zunächst fanden meine Eltern es noch "witzig", aber nach und nach wurde es ihnen peinlich und erste Zweifel kamen wohl auf. Bei mir hingegen auf der einen Seite Begeisterung und auch sexuelle Erregung; auf der anderen Seite Schuldgefühle, die durch das Lesen altbekannter Lexikoneinträge nicht besser wurden: Transvestismus: Krankhafte Veranlagung, die Kleidung des anderen Geschlechts zu tragen. War ich also krank? Gestört? War ich ein Sünder, ein schlechter Mensch? Fragen, über die ich mit niemanden so recht reden konnte. Irgendwann verschwanden die Klamotten zum "Verkleiden" und nach und nach entwuchs ich auch den Schuhen meiner Mutte. Meinen ersten Freundinnen erzählte ich nichts davon; meine ersten Schuhe versteckte ich in ausgedienten Koffern. Mittlerweile hatte sich heraus kristallisiert, dass mir Pumps&Co. wichtiger waren als Schminke, Dessous und anderer "weiblich" konnotierter Kram. Nach außen hin ließ ich mir davon nichts anmerken, ging nach der Schule zum Bund, war eben "typisch männlich". Meiner neuen Freundin steckte ich nach einem halben Jahr, dass ich gerne hochhackige Schuhe trage. Zuerst lachte sie und konnte es nicht glauben (wir waren zudem im Urlaub und ich konnte ihr das auch nicht zeigen, da keine Schuhe dabei, noch Läden auf der Insel). Ich genoss die Freiheit, endlich und in Gegenwart einer anderen Person stundenlang, tagelang auf und ab zu stöckeln. Micht erregte das aber immer weniger (dafür hatte ich ja sie), aber andererseits gewann ich an Selbstvertrauen hinzu und das Heels-Tragen normalisierte sich. Mittlerweile sind wir seit fast 15 Jahren zusammen, verheiratet, haben zwei Kinder und ob meine Schuhe mitten mang im Flur stehen, oder sich die Kartons fein säuberlich stapeln, stört sie nicht und ist auch für die Kinder normal. Für mich sind hochhackige Schuhe zwar einerseits immer noch ein Eye-Catcher, mit einem gehörigen Hauch von Erotik; aber ich sehe es nicht mehr als Fetisch. Im Gegenteil. Die meisten meiner Schuhe (ca. 60-70 Paar) sind aus ganz normalen Schuhgeschäften und haben meist 8 - 12cm hohe Absätze. Schon sehr hoch, teilweise eben auch "High Heels", aber eben normale Schuhe, keine Lack-Leder-Latex-Fetisch-Schuhe. Das Internet und diverse Foren haben natürlich auch dazu beigetragen, dass ich damit "normal" umgehen kann und ich hochhackige Schuhe auch nicht mehr zwangsläufig als "weiblich" assoziiere, einfach nur als "schöne Schuhe". Ja, ich laufe auch mit hochhackigen Schuhen in meiner Freizeit herum, gehe mit Pumps einkaufen; mit Sandaletten ein Eis essen oder stöckel im Winter mit Stiefeln durch die City. Hier steht für mich - mittlerweile - die Freude am Schuh, der Spaß am Laufen (können) und die Ästhetik, das Zusammenspiel mit den anderen Klamotten im Vordergrund. Nur weil ich als Mann ein paar Dutzend hochhackiger Schuhe besitze bin ich kein Schuhfetischist. Ich geile mich nicht an den Dingern auf, ich erfreue mich nur an ihnen, so wie das Millionen von Frauen auch tun. Andernfalls wäre auch Phillipinens ehemalige First Lady (Imelda Marcos) eine Fetischistin oder 'Sex in the city" eine Fetisch-Sendung. |
![]() | 17. August 2011 Danke für diesen sehr interessanten Bericht und Respekt , dass Du Dich traust mit den Heels in der Öffentlichkeit zu laufen. Meine Freundin hätte nichts dagegen, wenn ich die heels in der öffentlichkeit tragen würde , jedoch nicht in Anwesenheit unserer Bekannten und Freunde, das sehe ich auch so da man nie wissen kann ob man dann evtl. die Freundschaft gekündigt bekommt. Zudem lässt glücklicherweise mein Interesse oder der Reiz Heels zu tragen in letzter Zeit ohnehin nach. |
![]() | 18. August 2011 Gerade bei Freunden! Es mag nicht immer der passende Augenblick vorhanden sein. Aber aus meiner Erfahrung ist es das beste, es mit und vor Freunden zu probieren. Gerade die "Freunde" kennen einen am besten, haben auch weniger "Angst", das was mit einem nicht simmten könte. Den weiteren Bekanntenkreis erreicht man eher zu Karneval oder Halloween - ohne dass es gleich peinlich wird. |
